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  • wi090365
    antwortet
    Liebe cynara,

    natürlich gab es von den Ziegenkäse, mit Trüffel oder auch ohne... Bei zweitem Menü von Monte gab es Käse als Predessert.



    Wir waren auch bei dem Trüffelfest in Livade, dort gab es viel Käse zu probieren.

    LG
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  • cynara
    antwortet
    Vielen Dank für die tollen Eindrücke. Ich möchte am liebsten auch gleich los. Gab es auch was von dem tollen Ziegenkäse?

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  • wi090365
    antwortet
    Noch ein paar kulinarische Eindrucke von Kroatien:

    Damir e Ornella in Novigrad, das Restaurant ist für seine "Istrische Sashimi" bekannt, dort wird fast ausschließlich roher Fisch serviert. Es gibt keine Speisekarte, es wird einfach erzählt, was es frisches gibt und direkt vor dem Gast zubereitet. Wir hatten Scampi, Wolfsbarsch, Oktopus, Jakobsmuscheln als Tartar oder Carpaccio. Dann noch Steinkrabben, diese waren gekocht, als Salat. Alles sehr, sehr frisch, nur mit Zitrone, Olivenöl und Salz gewürzt, sehr gut.



    Restaurant Johnson in Mošćenička Draga
    , ca. 15 Minuten Fahrt von Opatija ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Hier gibt es eine Karte, am besten fragt man aber, was es heute gibt. Bekannt ist das Restaurant für Kvarner Schrimps, welche auch roh serviert werden. Wir hatten hier zweimal ausgezeichnet und günstig gegessen.

    Agroturizam Gardina in Oprtalj,
    direkt neben Agroturizam Toncic, welcher ziemlich bekannt ist. Ist nur am Wochenende geöffnet, am besten fragen. Haben eigene Trüffelhunde und somit auch Trüffel. Wir hatten noch nie Trüffelpasta mit so viel Trüffel gegessen, mir hat noch 2 Tage danach alles nur noch nach Trüffel geschmeckt. Nur Bargeld.



    Restaurant Laurus in Kastav. Man sitzt sehr schön auf der Terrasse mit dem Blick über Kvarner Bucht. Es gibt Fisch und Fleisch, am besten fragen. Die Portionen sind groß. Gute Weinkarte.

    Jedes Restaurant backt sein eigenes Brot, macht die Nudeln selbst und es gibt immer ein Hauswein, teilweise sehr gut von in Kroatien bekannten Winzern.

    LG
    wi

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  • wi090365
    antwortet
    Lieber Sternetor,

    bei 7 Gang Menü + 2 Flaschen Wasser + 1 Flasche und 1 Glas Wein + 2 Espressi haben wir 260 € bezahlt. Wir fanden für diese Leistung mehr als angemessen. Die Weine machen es, diese sind verhältnismäßig günstig in Restaurants im Vergleich zu Deutschland, wir haben nirgendwo mehr als umgerechnet 35 Euro pro Flasche bezahlt.

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  • wi090365
    antwortet
    Lieber El Grande Gourmet,

    das Restaurant schließt dieses Jahr etwas früher, da eine kleine Renovierung / Umgestaltung geplant ist. Von Wine Vault haben wir viel gutes gehört, allerdings der Koch , welcher das Restaurant zu dem guten Ruf geholfen hat ist letztes Jahr nach Zagreb gegangen. Ich wünsche Ihnen schöne Tage im Oktober und viele kulinarische Genusse !

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Werte wi090365,
    das sind ja sehr schöne Teller und deren Inhalt!! Können Sie uns auch einen Preis in Euro geben?
    Grüße
    Sternentor

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  • El Grande Gourmet
    antwortet
    Vielen Dank für die beiden lesenswerten Berichte, werte wi090365! Da ich, wie oben berichtet, letztes Jahr das "Monte" aus besagten Gründen nicht besuchen konnte, wollte ich dieses Versäumnis diesen Oktober während eines Istrienurlaubs nachholen, nur macht das Lokal - wie ich bei meinem Reservierungsversuch leidvoll erfahren musste - dann leider schon Winterpause. Zum zweiten Mal Pech gehabt, aber aller guten Dinge sind drei, vielleicht ist ja mein nächster Versuch von Erfolg gekrönt...

    Stattdessen habe ich jetzt einen Tisch im "Wine Vault" reserviert, das praktischerweise zum Hotel "Monte Mulini" gehört, in dem wir während unseres Aufenthaltes wohnen werden. Mit Sicherheit eine gute Alternative, hat es doch mit 16 Punkten im Gault sowie derer drei im Feinschmecker ähnlich gute Bewertungen wie das "Monte" (und auch der werte Schlaraffe hat es in diesem Thread gelobt), sodass ich mir berechtigte Hoffnungen auf einen gelungenen Abend mache...

    Wie auch immer der Besuch verlaufen wird, ich werde gewissenhaft meiner Chronistenpflicht nachkommen und in naher Zukunft Bericht erstatten...

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  • wi090365
    antwortet
    Wir waren von der Leistung ziemlich beeindruckt, vielleicht war es teilweise dem Fiasko bei Obauer verschuldet, denn Monte war so viel besser! Deswegen haben wir uns spontan entschieden, nochmals bei Monte zu speisen und ein zweites Menü zu probieren, was wir ein paar Tage später auch getan haben.

    Die Amuses waren: ein Olivenöl und Kräuter Crostini, wilder Spargel mariniert und als kalte Suppe, Joghurt-Tomaten-Mousse mit Estragon

    Konservierter Thunfisch / Sous vide / Tartar / Ceviche


    Petersfisch barrique, Spinat, Limeta, Sesam / Orzotto / Garnelen, Champignon


    Seebarsch / Riesengarnele / Tintenfisch / Blumenkohl und Algen


    Lamm / Sommerpilze aus Motovun / Zwiebel / Kartoffel



    Predessert Käse

    Birne / Metamorphose


    Wir fanden das erste Menü in seiner Gesamtheit besser. Hier war der Zweite Gang herausragend, die anderen waren gut, für solide 1*.

    Getrunken haben wir Malvasia von Kozlovic, welche speziell für die JRE Restaurants in Kroatia kriiert wurde. Es gibt wohl insgesamt 13 JRE Restaurants in Kroatia und insgesamt 2000 Flasche von diesem Wein. Der Wein war sehr gut und konnte durchgehend zum Menü mithalten.

    PS: ein kleines Bericht über sonstige kulinarische Eindrucke rund um Opatija und co. folgt noch.
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  • wi090365
    antwortet
    Nach Studieren sämtliche Internet-Seiten und vor allem durch den Bericht von Schlaraffenland dazu animiert, haben wir ein Besuch bei Monte in Rovinj eingeplant. Mittags ist das Restaurant geschlossen, so müssten wir nach der ermüdenden Rovinj-Besichtigung bei 30° noch unsere Kräfte für ein Abendessen sammeln. Wir sind als erste Gäste da, bald schon füllt sich das Restaurant und es wird ziemlich voll und laut.

    Über die Gastgeberin und die Sommeliere hat der liebe Schlaraffenland bereits sehr schön geschrieben, dem ist von unserer Seite nichts hinzuzufügen.

    Es gibt zwei Menüs am Abend, „Tendence“ mit 7 Gängen und „Essence“ mit 5. Wir entscheiden uns für ein 7-Gang Menü.

    Die Amuses sind schön schmackhaft, das Brot selbstgebacken, die Menüabfolge liest sich wie folgt:

    OMEGA 3 / Thunfisch / Seehecht / Sardinen





    Vielleicht der schwächste Gang. Schön anzusehen und im Prinzip lecker, aber schlecht ausbalanciert. Die Sardine war zu intensiv und salzig, so dass der arme Thunfisch gar keine Chance hatte.

    Krustentiere / Algen / Hähnchen / Mungo Bohnen / Safran Dashi


    Das war der Wau-Gang. Wir hatten uns beim Lesen gefragt, was das Hähnchen bei diesen Komponenten verloren hat, allerdings war hier jedes Teil an seinem Platz, nichts war überflüssig. Die Meeresfrüchte von allerbesten Qualität, Dim Sum Teig fein und dünn, das Hähnchen in Ingwersud gegart. Wunderbar!

    Seeteufel / Kalmar Krokette / Zucchini und Kraken / schwarzer Venere Reis / Meeresschaum

    Hier hat der sehr intensive Krustentierfond das ganze ausgemacht. Ein sehr schöner Gang, der unverkennbar mit lokalen Komponenten spielt.

    Kalbsbries / Kartoffel / Zwiebel / Pilzen


    Dazu gab es noch Istrischen Sommertrüffel obendrauf. Bei so einem Gang kann man nicht viel falsch machen. War extrem lecker.

    Spanferkel 24 h / Linsen / Schwarte und eingelegte Zwiebel / Geranium Schaum


    Das war nochmals Wau! Der Spanferkel mit der wunderbaren Schwarte ein Gedicht. Erstaunlicherweise hat der Geranium Schaum hier sehr gut funktioniert in dem es eine subtile Süße und Frische brachte.
    Als Predessert bekamen wir einen Zitronencreme mit Estragon Schaum

    Istrianischer Frischkäse / Tapioka / Vanilleeis / Gänseleber / Haselnuss / Orangen


    Kompott von Aubergine und Tomaten / Meringe / Joghurt / Oregano Granite / Mandel Pulver

    Die beiden Desserts waren eine absolute Spitze. Ich, als Käse-als-Dessert-Esser war restlos begeistert. Die beiden Desserts waren sehr frisch, nicht übersüß, Gänseleber oder Aubergine sehr gekonnt eingesetzt.
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    Zuletzt geändert von wi090365; 22.09.2016, 14:17.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    als hätten sich alle Schwaben und Bayern und Franken in Kroaaatien verabredet.
    Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
    touristische Klientel aus Deutschlands Süden, welche einer Plage gleich in Heerscharen über die istrische Halbinsel herfällt und auch in der Ferienanlage in Vrsar, in die es meinen Leistungskurs und mich verschlagen hatte, in Kompaniestärke vertreten war...
    Wer im Glashaus usw.


    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    Sieben von Zehn würde da Herr Oberhäußer locker herausziehen.
    ACHTUNG KOMPLIMENT - Für Ihren Bericht, lieber S., ziehe ich dagegen mal lässig Zehn von Zehn heraus.

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  • El Grande Gourmet
    antwortet
    Herzlichen Dank, werter Schlaraffe, für den von mir lang erwarteten Bericht über das "Monte", dem ich dann wohl doch noch einmal (wenn es mich privat nach Istrien verschlägt) einen Besuch abstatten werde....

    Fast noch schöner aber als ihre anschauliche Berichterstattung über das genossene Menü finde ich die tragik-komischen Ausführungen in Bezug auf die typische touristische Klientel aus Deutschlands Süden, welche einer Plage gleich in Heerscharen über die istrische Halbinsel herfällt und auch in der Ferienanlage in Vrsar, in die es meinen Leistungskurs und mich verschlagen hatte, in Kompaniestärke vertreten war...

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  • Schlaraffenland
    antwortet
    Monte, Rovinji (17/20)

    Rovinji, die Altstadt eine Halbinsel auf der istrischen Halbinsel, erhebt sich wirklich bezaubernd aus dem adriatischen Meer. Schon von weitem sieht man diesen auf der höchsten Stelle des Hügels gelegenen schlanken Turm von St. Euphemia. Kommt man dem Städtchen dann näher, trübt sich der Blick ein wenig. Wohin man auch blickt, Ramschläden, die es einem nicht einfach machen, sich auf die eigentliche Schönheit der Häuser zu konzentrieren. Und um diese Geschäfte Tausende von Kaufwütigen, es scheint, als hätten sich alle Schwaben und Bayern und Franken in Kroaaatien verabredet. Zum einen mag das an der theoretisch nicht zu langen Anreisezeit liegen, wobei zu den sieben Stunden Fahrzeit ja nochmals die gleiche Zeit am Karawankentunnel gerechnet werden muß. Zum anderen liegt es natürlich an den Preisen. Gerade alkoholische Getränke gibt es zu Preisen „wie en Malllorka vor dreißig Johr“.
    Die größeren Landstraßen sind gesäumt von Kaufland, Lidl etc; mußten frühere Generationen ihre Blödsinns-Wurst noch eingeschweißt und die Ravioli noch eingedost über die Alpen karren – an diesen luftgetrockneten Schinken und Salamis hätte man sich ja womöglich den Magen verderben können – so sind diese ganzen „eßbaren“ Widerwärtigkeiten jetzt schon da. (Auch unser Vermieter hatte uns zunächst den Weg zu Lidl beschrieben, war dann allerdings auf die Frage und wo können wir was zum Essen kaufen rasch umgeschwenkt).

    Gewaltige Plastiktüten mit in Ostasien produziertem Billigschrott werden durch die Gassen geschleppt, man könnte glauben, die besinnliche Adventszeit habe schon begonnen, wären die tragenden Männer nicht alle sonnenverbrannt in ihren Unterhemden, denen es kaum gelingen konnte, die massigen und feisten unteren Bauchpartien auch nur annähernd zu bedecken. Im Gefolge aalfette Kinder, die aus riesigen Plastikbechern Gefrorenes löffeln. Eisdielen gibt es zuhauf, mit den merkwürdigsten Sorten, deren Farben an die Farbbalken der Monopoly-Straßenbesitzkarten erinnern; ich wähle Badstraße, gutes Heidelbeeraroma, ab was mag wohl Chausseestraße sein?
    Je höher man sich Richtung Kirche bewegt, desto ruhiger geht es zu – Schmerbauch meidet Hügel. Und in der Tat, es gibt einige Oasen der Ruhe. Da ist zum Beispiel das kleine Stadtmuseum; dort werden gerade einige Keramikarbeiten aus den Picasso’schen südfranzösischen Werkstätten gezeigt. Noch ruhiger ist es aber auf dem Glockenturm von St.Euphemia. Und ich sage das ohne beschönigende Worte: hier ist einer der schönsten Aussichtplätze Istriens. Die nächste Oase der Ruhe liegt dann gleich in der Nähe; es ist das

    Monte

    In unseren Ranglisten immerhin als das beste Restaurant Kroatiens geführt. Der GoMi gibt siebzehn Punkte; was es uns wert war, kann man daran erkennen, daß wir, nach einem Mittagessen , bei deutlich eingeschränkter Speisekarte, uns spontan zu einem Abendessen entschlossen hatten. Man sitzt dort bequem auf einer Art verglasten Terrasse. Die Chefin, eine junge Frau mit weißblondem Kurzhaarschnitt, ist elegant, fix, fröhlich, spricht freundlich mit den Gästen, wobei sie ständig die Sprachen wechselt. Nochmehr wollte mir die Sommelière gefallen, auf jeden Blickkontakt reagierend, klar in der Beratung, überdurchschnittliches Fachwissen, anmutig in ihren Bewegungen; nach einigen Gläschen kommt es mir vor, trüge sie jetzt noch ihr langes blondes Haar gescheitelt und mit einem Spängele, als sei es die junge France Gall, somme berce-moi-chaudement …

    Die Weinkarte imponiert mit einer ausgezeichneten Auswahl kroatischer, slowenischer und sonstiger karstigen Weine. Wir probieren unter anderem einen flaschengereiften, sehr anregenden Sekt von Tomac, die Cuvée Terre bianche, mit Malvazija und Viognier, von Degrassi, einen kantigen Vitovska von Edi Kante und, als Roten, einen ebenso charmanten wie gehaltvollen 2009 Plavac Mali von Grgic.
    Ob es auch was zu Essen gab? Na klar, wir hatten uns überwiegend mit frischem Getier aus dem Meer vergnügt. Da gab es zum Beispiel, auf Steinen drapiert, rohe Tintenfische, Scampi und Jakobsmuscheln, die ihrerseits auf Apfelscheiben gebettet waren; darüber wurde hauchdünner und dafür sehr fetter Pancetta gelegt, um das Ganze dann am Tisch mit einem kleinen Flammenwerfer zu überglühen; dies jedoch nur so weit, daß das Fleisch noch roh blieb, allenfalls sich auf dessen Oberfläche erste Wärme – und Gareffekte zeigten. Die erwünschten Röstaromen galten also allein dem Pancetta.
    Es war tatsächlich die Frische der Krusten- und Schalentiere, die als Hauptverantwortliche des Wohlgeschmacks der einzelnen Gänge entlarvt werden konnte. Namentlich die Scampi, roh, leicht angegart, gegrillt, mit frischem Gemüse zu kleinen Hügeln geschichtet, großartig. Aber wir mochten auch Spanferkel mit Linsen und Lamm, unterschiedliche Stücke, jeweils anders gegart mit wiederum verschiedenen Gemüsen, es wächst ja alles in Istrien.
    Zum Beschluß Meringen mit Yoghurteis, süßer Ziegenfrischkäse, dazu süßer Malvazija. Bei sieben Gängen bleibt man unter einhundert Euro. Sieben von Zehn würde da Herr Oberhäußer locker herausziehen.

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  • El Grande Gourmet
    antwortet
    Werter Schlaraffe,

    besten Dank für die lesenswerten Ausführungen zur Ihrem Besuch im "Wine Vault"! Wenn Sie jetzt noch die versprochenen Geschmacksempfindungen in Bezug auf Ihren Aufenthalt im "Monte" nachreichen würden (welche mir ja aus bekannten Gründen leider verwehrt geblieben sind), wäre ich restlos von Ihrer Berichterstattung zur (gastronomischen) Lage in Istrien begeistert!

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  • Schlaraffenland
    antwortet
    Das Wine Vault nimmt in unseren Kroatien-Ranglisten den siebten Platz ein. Es ist ein Hotelrestaurant, die Lage direkt an einer Bucht mit Blick auf das Meer und mit Blick auf die Altstadt von Rovinj könnte nicht schöner sein. Monte Mulini, so heißt das Hotel; und nicht wenige sind auch von der Architektur bezaubert.
    Das a gueule ist ein Miniaturmartiniglas mit Fenchelsud auf Ingwercreme; unterschiedliche Geschmeidigkeiten, unterschiedliche Temperaturen, gelungen. Der Vortrunk ein Sekt von Persuric (auch hier denken Sie Sich bitte aus s und c einen Haken, Misal, so die exaktere Deklaration, und wir lieben ihn (ebenso wie übrigens die Sekte von Tomac und Matosevic)

    Die nun folgenden Vorspeisen sind gut, sehr gut sogar. Dünn aufgeschnittene Jakobsmuscheln, marinierte Scampi, frisch und anregend, dazu Erbsencreme mit charmanter Süße, unterstützt von süß-säuerlichem Apfel, dazu etwas Ketakaviar. Warm dann schwarze fischgefüllte Ravioli, die Calamari zarz, zart, auch das dritte Teilchen zart, kräftige mir sehr angenehme Röstaromen, dazu noch Haselnüsse, sehr gut.
    Auch die Hauptgerichte bestätigen die 15 GM-Punkte. Das Dessert eine Panna Cotta von Honig und Mandelmilch, Yoghurteis und Blaubeeren, schmatzig gut.

    Der pfiffige Sommelier hatte uns einen Malvazija von Kozlovic empfohlen. Wirklich ein sehr gutes Weingut; und - um nicht einen neuen Kroatien-Wein-Pfad zu eröffnen - hier noch weitere Weintipps: Radovan, Meneghetti (dort auch das Öl) Degrassi, auch der von EGG genannte Trüffel-Zigante hat interessante Weine. (Teran + Trüffel = sehr gut)

    Hier kann man sich wohlfühlen.
    Gruß
    s.
    PS: ein letzter Tipp: auf dem Parkplatz stehen nur die teuerste Automobile aus Untertürkheim und Zuffenhausen, vereinzelt auch Véhicule bayerischer Provenienz. Gemein scheint deren Maschinisten zu sein, den Fisch "durch" zu wollen. Mögen Sie ihn also lieber glasig, sagen Sie Bescheid.

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  • Schlaraffenland
    antwortet
    In der ARD-Mediathek läßt sich abrufen: Istrien, Kroatiens grüne Halbinsel. Bestimmt schön an kühl-regnerischen Novembertage anzusehen. Erstaunlich viele kulinarische Aspekte werden dabei gezeigt, u.a. (bei etwa 21 min) nämlicher Ales Winkler mit seinen Ziegen (s.o.), aber auch das wunderbar gelegene Hotel Monte Mulini in Rovinj mit dem Restaurant Wine Vault (15 GoMi) und schließloch noch ein Besuch bei den Trüffel-Zigantes (bei etwa 1:10).

    " "konnte nur einen äußerst flüchtigen Blick auf die Speisekarte dieses Lokals erhaschen"
    Für solche Gelegenheiten eignet sich ein wie auch immer geartetes Fotogerät"
    ... oder aber sie bringen noch ein klein wenig Geduld auf, dann reich ich sogar noch die Geschmacksempfindungen nach
    Gruß
    s.

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