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Restaurants in Malta

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  • Restaurants in Malta

    Werte Forumsmitglieder,

    wieder einmal darf ich um Ihren Rat bitten. Ich werde im April in Malta sein. Können Sie mir das eine oder andere Restaurant empfehlen, wo sich ein Besuch lohnen würde? Mit herzlichem Dank im voraus!

  • #2
    Nachdem meine Bitte um Restaurantempfehlungen für Malta leider unbeantwortet blieb, möchte ich nun für interessierte Leserinnen und Leser des Forums gerne selbst von unseren Erfahrungen berichten.
    Wir wohnten im Hilton in St.Julians, und da ich mich abends nicht mehr per PKW oder Taxi zum Essen auf den Weg machen wollte, hatte ich für unseren Aufenthalt Restaurants in Gehweite ausgesucht.
    Vorab: jedes der von uns besuchten Restaurants würde ich Interessenten empfehlen, denn in keinem haben wir eine Enttäuschung erlebt.
    Besonders angetan waren wir vom Al Molo, direkt an der Marina von Portomaso: Schwergewicht Fisch, frisch und von guter Qualität, aber auch die Fleischspeisen in guter Qualität. Dazu ein freundlicher, zuvorkommender Service.
    An zweiter Stelle möchte ich das Chapter One erwähnen, ein vergleichsweises kleines Restaurant mit kleiner Karte, aber durchweg sehr guten und schmackhaften Gerichte. Der Service war bei voll besetztem Haus doch etwas gestresst.
    Angenehm haben wir auch das Zest erlebt, das Restaurant im Hotel Juliani: angefangen mit einer großen Auswahl an Sushi,etc. legt die Karte ihr Schwergewicht auf asiatische Küche, aber auch der europäische Gaumen wird fündig.
    Mit sehr schönen Blick sitzt man im Barracuda in der Nähe des Meridien-Hotels. Allerdings haben wir hier die Küche (überwiegend Fischgerichte) eher durchschnittlich erlebt, was vielleicht auch einer großen Gruppe geschuldet war, die kurz nach uns gekommen war und à la carte bestellte. Unsere Tischkellnerin war sehr nett und bemüht, während der männliche Service doch eine etwas arrogante Haltung an den Tag legte.
    Schließlich aßen wir auch im Blue Elephant, dem viel gerühmten Thai-Restaurant des Hilton. Auch hier hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen. Wie schon hinsichtlich des Barracuda-Restaurants gesagt, wir haben in den anderen Restaurants besser und in angenehmerer Atmosphäre gegessen.
    Die Küchentakte waren durchweg angenehm, die Weinpreise in jedem Haus vergleichsweise sehr günstig, so dass es Freude machte, auch einen besseren Wein zu trinken. In jedem Fall werden wir unseren Malta-Aufenthalt auch gastronomisch in guter Erinnerung behalten.
    Und vielleicht noch ein Tipp für den späteren Abend: das kleine Lokal Smooth Jazz in der Church Street bietet Do-Fr-Sa Livejazz vom Feinsten.
    Natürlich erreicht dieser Bericht nicht die Qualität mancher Restaurantkritik dieses Forums, aber ich dachte mir, er kann doch eine erste Hilfestellung sein, wenn es ein Forumsmitglied einmal auf diese Insel verschlägt.

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    • #3
      Liebes Schokoladendessert,

      gerade weil die Bitte nach Tipps diesmal ausnahmsweise ohne Resonanz war, bin ich mir sicher, dass Ihr Beitrag auf fruchtbaren Boden fällt. Sie haben scheinbar eine kulinarische Lücke in der Landkarte (zumindest zum Teil) geschlossen.

      Danke schön,
      M.

      Kommentar


      • #4
        Malta ist ja nicht gerade die Hochburg der Gourmetrestaurants – und doch gibt es eines, das vielleicht eine Ausnahme darstellt.

        Dem „de Mondion“ wird nachgesagt, es sei das beste Restaurant auf der schönen Insel Malta. Es befindet sich im obersten Stockwerk des in die alten Stadtmauern Medinas eingebetteten Hotels „ The Xara Palace“, mit einem grandiosen Blick über die Insel. Diesem Geheimnis nachzugehen haben wir uns im letzten Urlaub zur Aufgabe gemacht.

        Gleich am ersten Abend buchten wir einen Tisch und gerieten durch „Zufall“ in ein besonderes Event, bei dem Italienische Winzer zusammen mit Ihren Weinen die neue „Weisse Alba-Trüffelsaison“ eröffneten und einem exklusiven Publikum von ca. 80 Personen die neuen weissen Trüffel zur Verkostung anboten. Dementsprechend gab es ein siebengängiges Trüffelmenue abgestimmt mit weissen und roten Weinen aus Sizilien.

        Nach dem Gruß aus der Küche gab es ein klassisches Vitello Tonnato mit einem gut dazu passenden Weißwein - ein solider Gang mit kleinen Trüffelscheiben, die dem ganzen einen doch speziellen Geschmack verliehen.

        Weiter ging es mit „Uova in cocotte al Tartufo Bianco d`Alba“ – eine glibberige Masse aus einem leider viel zu kurz gekochten Spiegelei auf einem Bett von Spinat – das wir leider unter „War halt ein Versuch, mal was besonderes zu machen, hat aber nicht wirklich geklappt“ abhaken mussten.

        Als nächstes waren die „Ravioli ai tre arrosti al Tartuffo Bianco d´albo“, dreierlei Ravioli gefüllt mit Schwein, Kalb und Hase – letzterer übrigens eine Spezialität auf Malta – in feiner Nussbutter an der Reihe. Hörte sich toll an, leider konnte man aber weder den Unterschied zwischen den drei Füllungen erkennen, noch schmeckte man die Trüffelscheiben heraus – irgendwie hatten wir das Gefühl, dass die Scheiben schon „vorgehobelt“ und daher leider zu trocken zur Entfaltung des Trüffelgeschmacks waren.

        Als Hauptspeise servierte man uns „Brasato di vitello in salsa al barolo D. O. C. G.“ – Kalbsschulter in einer Barolo-Weinsauce mit Zwiebeln, Scharlotten und Zuccini. Das Fleisch war fein gebraten, die Sauce ein Traum – der dazu gereichte Rotwein für uns aber leider einen ganzen Tick zu mächtig.

        Danach wurden wir mit einer Käseauswahl verwöhnt – hier genossen wir zwar gute Käse, aber wohl aufgrund der großen Anzahl der Gäste, behielt man sich vor die eher klassische Auswahl wie Comte, Gorgonzola dolce, Peccorino und Asiago – mit Trüffel- und Akazienhonig zu kredenzen.

        Zum Dessert gab es „Pesca al forno con zabainone al Moscato D´Asti D.O.C.G.“ – geröstete mit Pistazien gefüllter Pfirsich mit getrockneten Aprikosen und Trüffelzabaione, ein sehr feines und süßes Dessert mit einem dazu passenden Dessertwein.

        Insgesamt erschien dieser Abend und das Menue nicht dem gewohnten Niveau des Restaurants gerecht zu werden, was uns auch andere Gäste bestätigten, die hier regelmäßig speisen. Die Logistik, an zwei Abenden hintereinander über 80 Gäste mit einem solchen Menue zu „versorgen“ zollte hier doch leider ihren Tribut. Der Preis von 75,- p.P. (Essen inkl. aller Getränke) für den Spass war allerdings unschlagbar.






        Jeder hat eine zweite Chance verdient – dachten wir uns – und buchten 4 Tage später noch einmal einen Tisch im „de Mondion“. An diesem Abend waren nur 14 Gäste anwesend und man merkte deutlich, dass das Personal viel entspannter und „in seinem Element“ war, als am vergangenen „Ausnahme-Monumental-Massentrüffel-Event“.



        Los ging es mit einem „Shellfish Risotto with Local Red Shrimps and Courgette Flowers“ – eine hervorragende Komposition mit feiner Shrimpnote – ein absolut gelungener Einstieg. Mein „Mitesser“ nahm als Vorspeise das „Local Snails Ragout with Almond, Parsley & Garlic Butter“ – und obwohl ich den kleinen schlüpfrigen Genossen eher skeptisch gegenüberstehe (die in Malta übrigens auch eine Spezialität sind) – wurde mir versichert, dass diese Vorspeise ob Ihres feinen Geschmacks seinesgleichen in anderen Restaurants durchaus suchen kann.

        Als Hauptspeise hatten wir einmal Aberdeen Rind, hier mit besonderen Kräutern gefüttert, dessen Fleisch ganz besondere, zarte Würzaromen entfaltet, blutig gebraten und auf die Sekunde genau serviert – ein absolutes Gedicht, sowie den „Fisch des Tages“ – Lampuki (Goldmakrele) – der nationalfisch Maltas – butterzart gegart auf Gemüsebett mit Kartoffelrösti. Wer einmal fangfrischen Fisch am Hafen probieren durfte, weiss, wovon ich rede. Dazu gab es eine Flasche 2007er Domaine du Vieux Telegraphe Châteauneuf du Pape La Crau – ein toller Wein, leicht mineralig mit feiner Fruchtnote.

        Vor dem Dessert bestellten wir uns noch eine Käseauswahl, die dieses mal dem Ruf des Hauses durchaus gerecht wurde, edel und abwechslungsreich, dazu ein exklusiver Portwein.

        Als Nachspeise gönnten wir uns zum einen ein Schokoladengedicht aus „Valhrona Bitter Chocolate Coulant with Coffee Center, Cocoa Sorbet, Cardamom Caramel and Light Ginger Cream“ – Schokoexplosionen gepaart mit feinen Caramelnoten – ein absoluter Höhepunkt in Sachen Süsses und laut meines „Mittessers“ das Beste, was er in dieser Hinsicht bisher genossen hat. Zum anderen gab es „Banana and Pistachio Crumble Green Apple Compote, Arlette Crisp, White Chocolate & Coffee Jelly, Tahitian Vanilla Sorbet“ konnte dabei nicht ganz mithalten, zu viele verschiedene Komponenten auf einmal gemischt mit leider zu wenig differenzierten Geschmacksnoten.

        Unser zweiter Abend im „de Mondion“ konnte alles in allem durchaus unsere Erwartungen eines Spitzenrestaurants erfüllen. Perfekter Service gepaart mit guten Speisen. Leider muss man sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnis für ein „Nicht-Sterne Restaurant“ und verglichen mit den anderen (ebenfalls guten) Restaurants auf Malta doch sehr ambitioniert erscheint – so gibt es beispielsweise die günstigste Vor- und auch Nachspeise ab 18 EUR, die Hauptspeisen beginnen bei 35 EUR. Ein sehr schöner Abend, den man sich in einem Urlaub aber dann doch nur einmal leisten möchte.



        Viele Grüße
        Dr.Dörte & JoergP.
        Zuletzt geändert von Joerg.P; 28.12.2011, 03:11.

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        • #5
          Da ich zuletzt auch in Malta im Urlaub war, möchte ich hier zumindest mal einige Kritiken erneuern.

          Der Blue Elephant ist ein wirklich gutes Thai-Restaurant, ohne aber jetzt extrem besonders zu sein. Das Dschungelambiente macht aber schon etwas her. Vom Zest wiederum war ich sehr angetan, da dort europäische Gerichte mit asiatischen Einflüssen und Gewürzen serviert werden. Eine wirklich schöne Abwechslung.

          Ein sehr schönes Menü habe ich dann auch im Chapter ONE gegessen. Konkret: Gegrillter Octopus mit Tomate-Mozzarella Süppchen; Hack im Speckmantel, Pflaumenmuß und Salat; "Fischsuppe" mit Fisch, Garnelen, Muscheln und Tintenfisch sowie Brot und Fischaufstrich; Kalb mit geraspelten Kartoffelchips und Babyerbsen auf Karottenmus; Schokofondue mit Nüssen. War kein Sterneniveau, für 50€ aber sehr lohnend.

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