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Le Calandre*** / S.d.Rubano (PD)

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  • #16
    Dass mit dem Erspähen der Kreationen auf den Nachbartischen gestaltete sich aufgrund der beschriebenen Lichtverhältnisse ein wenig schwierig, aber Frau Grande hatte das Rindertatar aus dem Klassiker-Menü gegen einen frittierten Butterkrebs und wir beiden den Hauptgang (Schweinebauch) aus dem Menü "Classico" gegen das Lamm aus einem der beiden innovativeren Menüs getauscht und fanden diese beiden Gänge erstaunlicherweise schwächer als den Großteil der Signature-Dishes, welche ja in der "Classico"-Gangfolge aufgefahren wurden...

    Die kreative Weiterentwicklung der Alajmo-Küche scheint also auch nicht nur positiv zu verlaufen, sodass das Problem, welches wir insgesamt mit der Küche hatten, nicht unbedingt nur mit der recht routinierten Wiedergabe alter Klassiker zusammenhing, sondern auch die Neuschöpfungen nicht vollends zu überzeugen wussten!

    Damit das Ganze jetzt aber nicht in einem zu negativen Lichte erscheint: Wie ich im obigen Bericht ja schon erwähnt habe, spielte sich die Gesamtleistung summa summarum durchaus im Zwei-Sterne-Bereich ab, man hatte nur aufgrund des Rufes des Hauses bzw. der Bewertungen in den verschiedenen Guides ein wenig mehr erwartet...
    Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; 06.08.2021, 16:05.

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    • #17
      Ja, das ist ja nicht selten auch das Gefühl, das wir bei Gourmet-Club-Reisen ins Ausland gewinnen, dass unsere Drei-Sterner schon sehr hell leuchten und weltweit eine Benchmark sind.

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      • #18
        Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
        Ja, das ist ja nicht selten auch das Gefühl, das wir bei Gourmet-Club-Reisen ins Ausland gewinnen, dass unsere Drei-Sterner schon sehr hell leuchten und weltweit eine Benchmark sind.
        Das halte ich für eine sehr gewagte These, bei aller Qualität (und vor allem auch Konstanz). Zur Benchmark fehlt ganz sicher der weitreichende stilbildende Einfluss. Da ist in D ziemlich Fehlanzeige.

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        • #19
          Das stimmt, aber diesen Faktor bilden die Sterne ja nicht unbedingt ab.

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          • #20
            Es fehlt auch anderes. In Deutschland kann man sich relativ sicher sein keinen komplett misslungen Abend zu erleben, mit schlichtweg schlecht ausgeführten Gerichten. Gleichzeitig sind aber auch die rauschhaft-beglückenden Erlebnisse eher selten. Das liegt zu einem guten Teil außerhalb des Einflusses der Köche, einfach weil in D schon das kulinarische Umfeld und ich nenne es mal das Terroir nicht die selben Emotionen und kulinarischen Anknüpfungspunkte bereithält wie anderswo. Der Ausgangspunkt ist ein anderer und die nötigen Anstrengungen diesen zu überkommen werden oft auf dem Teller sichtbar, im Guten wie im Schlechten.

            Um jetzt nicht ganz den thread zu kapern: Vom Le Calandre kenne ich zu viele eindrückliche Glücksmomente anderer als dass ich da nicht bei nächster Gelegenheit einkehren würde, in der Hoffnung die goldene Ära nicht verpasst zu haben. Zur Not lindern wir die Enttäuschung (und den ohne Zweifel zu erwartenden Rausch) mit einer Fangopackung.
            Zuletzt geändert von glauer; 07.08.2021, 17:07. Grund: Rechtschreibung

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            • #21
              Zitat von glauer Beitrag anzeigen
              Gleichzeitig sind aber auch die rauschhaft-beglückenden Erlebnisse eher selten. Das liegt zu einem guten Teil außerhalb des Einflusses der Köche, einfach weil in D schon das kulinarische Umfeld und ich nenne es mal das Terroir nicht die selben Emotionen und kulinarischen Anknüpfungspunkte bereithält wie anderswo. Der Ausgangspunkt ist ein anderer und die nötigen Anstrengungen diesen zu überkommen werden oft auf dem Teller sichtbar, im Guten wie im Schlechten.
              Ich will Ihnen ja gerne glauben, werter glauer, aber das müssen Sie mir einfach übersetzen...!

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              • #22
                Zitat von merlan Beitrag anzeigen

                Ich will Ihnen ja gerne glauben, werter glauer, aber das müssen Sie mir einfach übersetzen...!
                Es war kein Alkohol im Spiel! Aber auf dem Smartphone war ich schreibfaul. Details folgen.

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                • #23
                  Werter QWERTZ, werter glauer,

                  ich würde Ihnen beiden zum Teil recht geben:

                  Meine Erfahrungen sind ebenfalls, dass die Präzision sowie das Küchenhandwerk betreffend deutsche Spitzenrestaurants weltweit ganz weit vorne mitspielen (da bin ich ganz bei QWERTZ)!

                  Was aber Eigenständigkeit, stilbildende Kreativität, Emotionalität, Akzeptanz in der Bevölkerung (und auch in der Politik) und vor allem die Vermarktung angeht, haben uns die Toprestaurants aus z.B. Spanien, Skandinavien oder den USA Einiges voraus (diesbezüglich wäre ich ganz bei glauer)!

                  Aus diesen zuletzt genannten Gründen wird die deutsche Spitzenküche international wahrscheinlich auch weniger wahrgenommen als jene aus anderen Weltregionen, wobei die deutschen Toplokale sich in der Tat (siehe zuerst genannte Argumente) keineswegs verstecken müssen, im Gegenteil...

                  Ansonsten wünsche ich glauer natürlich spannende Erfahrungen im "Le Calandre", wenn er es denn in nächster Zeit dorthin schafft, frei nach dem Motto: abends Tango (kulinarisch), morgens Fango (im ja nicht allzu weit entfernten "Thermal-Hot-Spot" Abano)
                  Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; vor 6 Tagen.

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