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    Gibt es interessante Tipps für die Region um Ancona, wo wir uns erholen wollen.
    Speziell die ** Lokale ind Senigallia bzw Marzocca würden uns interessieren. Einer der beiden schreckt mich mit seinen Jahrgangsangaben auf der Speisekarte eher ab.
    Gruß s.

  • #2
    Werter Schlaraffenland,

    hier ua. einige unserer Erfahrungen mit den beiden **Restaurants in Senigallia:

    > la Madonnina del Pescatore in Senigallia

    Zuletzt besucht im September 2008.
    Davor je 2 Besuche 2005/2006/2007.
    Erster Besuch Anfang der 90er Jahre. Damals begeisternde klassische italienische Küche.

    Heute sehr experimentierfreudig und dennoch sehr empfehlenswert, begeisternd. Italienische Gourmets bestätigen, dass die Region Marken besonders jenseits der Sterneküche, ect. in ganz Italien an der Spitze steht.
    Unglaublich günstige Preise in den einfachen Restaurants. Unglaublich günstige Weinpreise mit 3Euro für einen halben L. offenen Verdiccio.

    Empfehlenswerte Verdiccioweine:

    Podium
    Bisci
    Tralivio

    > Uliassi in Senigallia

    Da muss sich wegen der Vergabe des zweiten Michelinsterns etwas getan haben.
    Davor waren 2/3 Besuche eher belanglos.

    In den Restaurants von Senigallia an der Strandpromenade kann man außerhalb vom Sterneniveau gut essen. Viele Familienbetriebe. Im September Pizza-Gorgonzola mit frischen Steinpilzen und perfekter Salami.:hungry:

    Wir waren in den letzten Jahren jeweils eine Woche zur Einstimmung auf Italien in Senigallia.
    Wir pflegen in den Maken über Jahre gewachsene Freundschaften mit Menschen aus der Region um Ancona und die gehen bis auf die 90er Jahre zurück.

    Danach ging es dann immer quer durch das schöne Land über Umbrien, Sienna, Volterra für 2 Wochen nach Elba an den Biadola-Strand.

    Die gehobenen Hotels in Senigallia haben ****, meistens haben die Hotels eher ***.
    Wir sind immer im **** Hotel Ritz abgestiegen. ÜF ganze 126 Euro/Zimmer.
    http://www.hotelritzsenigallia.it/De...llia.it/german
    Ist nix zum träumen, selbst die Juniosuiten sind klein, aber ein sehr freundlicher Service, sehr gepflegt und sauber.

    Was in Senigallia außer der Küche zählt, ist der 8km lange feinsandige Strand mit viel klarerem Meer als in Viareggio / Forte dei Marmi auf der anderen Stiefelseite zum Preissegment von weniger als 30% in entsprechenden Hotels der Toscana.

    Das bergige Marken-Hinterland mit den vielen kleinen Orten ist lohnend. Ein Opernabend in Macerata ebenfalls.

    Bedauerlicherweise verläuft eine hochfrequentierte Bahnlinie direkt hinter allen Hotels an der Strandpromenade von Senigallia, was möglicherweise die niedrigen Hotelpreise erklärt.

    Man sollte also unbedingt ein Zimmer direkt an der Meerseite buchen. Wir haben im Zimmer so eigentlich nichts vom Verkehrslärm der Bahn mitbekommen. Am Stand sowieso nicht.

    Ein besonders ruhig gelegenes Hotel in der Region wäre das *** Hotel Emilia in Portonovo. Nicht in Strandnähe gelegen. Großer Garten.

    Da waren wir in den 90ern oft. Die Küche hatte einst einen Michelinstern. Was da an großartiger italienischer Küche abging, ist unbeschreiblich.

    Aufgrund der Negativberichte im Internet, leider nicht mehr empfehlenswert.
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    • #3
      Vielen Dank für die Vorschläge; das klingt ja dann doch eindeutig so, als sei das Madonnina das Besuchenswertere von beiden.
      Wenn es wirklich zu einer Einkehr dort kommt, werde ich berichten.
      Gruß s.

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      • #4
        Da ich mich manchmal wundere, weshalb erbetene Tipps schließlich nicht weiter kommentiert werden, folgender Nachtrag: unsere Marken-Reise mußten wir absagen; vielleicht ein andermal.
        Gruß s.

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        • #5
          Da Maria in Fano

          "Hinter der Bescheidenheit des Auftrittes und der Örtlichkeit verbirgt sich ein hochstehendes Zeugnis volkstümlichen Wissens und bäuerlicher Kochmethoden" - schreibt der Osterie d'Italia-Führer und vergibt eine Schnecke als Symbol für eine besondere Wertschätzung , in diesem Falle mehr als zu Recht, denn wir erleben hier zweieinhalb wunderbare Mittagsstunden.
          Bei der Tischbestellung klagt Maria, so weit ich es in etwa verstehe, schon über die magere Fischauswahl, die ihr zur Verfügung stehe, merkwürdig genug, denn etwa ein Kilometer entfernt Quellen die Auslagen der Fischhändler in der kleinen Fanoer Markthalle fast über.
          Der Empfang: ist es das wirklich? fragt man sich am Eingang, dann betritt man den Essraum, es ist sehr dunkel und laut, richtig laut hallen einem gregorianische Choräle entgegen, hier von Frauenstimmen gesungen. Maria begrüßt uns, bedauert sofort wieder wortreich und mit eindrucksvoll begleitendem Gestenspiel, daß ihre Fischliferanten so wenig Ware gebracht hätten. Womöglich noch auffälliger in ihren Gebärden ist die Tochter, in kurzem schwarzen Röckchen, darunter knielange Leggins, die sich farblich ihren verspielten Schühchen angepasst haben. Unter allerlei einladenden Bewegungen, alles in überaus charmanter Art, führt sie uns auf eine überdachte Terrasse, wo schon ein Tisch für uns eingedeckt ist. Diese Terrasse ist äußerst merkwürdig geschmückt, überall hängen Girlanden, seien sie aus Muschelschalen, oder Peperoncini oder was einem sonst noch einfallen möchte, nein, kitschig wäre das falsche Wort. Selbst hier draußen sind die sakralen Gesänge immer noch laut zu hören.
          Wasser, si, Wein, si, ein offener Bianchello aus der Region, die Weinkaraffen in übermütigen Verzierungen. Zu den bruschette gibt es eigenes Olivenöl in sehr guter Qualität. Dann trägt Domenica cremige Polenta mit Vongole auf, alles wird von ihr in anmutiger Art erklärt. Bei den nun folgenden Fischen handelt es sich um eher kleinere Arten, die wir nicht kennen und deren Namen wir auch wieder rasch vergessen; allein, die Biester sind von ausgezeichnetem Geschmack, saftig im Fleisch, Maria versteht ihr Handwerk. Und wir verstehen nun auch, was es mit dem Fischangebot hier auf sich hat. Maria bezieht ihre Ware (fast) ausschließlich über Direktvermarkter, die sie kennt und die ihr das Meeresgetier am Tage des Fanges abliefern.
          Während an den anderen Tischen - das Lokal hat sich inzwischen gefüllt, die Musik ist um einige Jahrhunderte jünger geworden, wir sind bei Mendelssohn angelangt und Domenica hüpft nun manchmal im Takt in die Küche - die Fischsuppe aufgetragen wird, bekommen wir einen Rombo, einen zwei-Kilo-Burschen, den zu vertilgen uns, obschon zu sechst, einiges abverlangt, zumal die zart-saftigen Tranchen fleißig mit dem Olivenöl begossen werden. Und daß wir dann noch den Brodetto ordern, diesen Fischeintopf, der auf offenem Feuer in einem speziellen Tontopf gegart wird, dies wird unter wohlwollender Anerkennung an die Küche weitergeleitet. Auch hier finden sich wieder seltenere Fischarten, eine davon sieht aus wie eine Meeresnacktmulle.
          Mirabellen in Eiswasser, dann gilt es, einen hausgemachten Orangenlikör zu verkosten, schließlich sollen wir noch mit etwas Anisartigem den Cafe korrigieren. Und obwohl wir beim Leeren der Karaffen mit teutonischer Gewissenhaftigkeit imponiert hatten, belief sich die von Mutter und Tochter als in etwa korrekt vermutete Gesamtsumme auf nicht mehr als dreihundert Euro (Rombo!)
          Da Maria ist ein Gesamtkunstwerk. Wer dieses Lokal verpassen würde, der tät mir leide.

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          • #6
            Das klingt so wie man sich Lokale aus dem Osteria-Führer wünscht, aber doch so selten findet.
            Italien von seiner schönsten Seite.

            Danke fürs Vorstellen.
            Ärgerlich nur, dass Sie mir so Appetit machen, dass mir das Wasser im Munde zusammenläuft. Und ich bin leider nicht in Italien.

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            • #7
              Al Mandracchio, Ascona

              Und noch einen Slow-Food-Tipp
              www.ristorantemandracchio.it
              Das Lokal mitten im Hafengebiet Anconas gelegen kocht genau und nur das, was es am frischesten bekommt: Muscheln, Krustentiere, Fisch. Fisch und Krustentiere werden oft auchg roh angeboten; meine Sashimi von fünf verschiedenen Garnelen/Langustinen-artigen waren oberfrisch, dazu eine Emulsion Öl/Zitrone und eine Emulsion Öl/Soja und einen 11er Verdicchio aus Santa Barbara, perfetto
              s.

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