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  • #46
    "brilliantes Video"

    Wie das so ist mit Eigenlob ...

    Ob das Video in Sachen Qualität wirklich brilliant ist, wage ich zu bezweifeln ...

    Nichtsdestotrotz gibt es wirklich einen superstimmungsvollen und lustmachenden Einblick in das Menü und den Spaß, den die Truppe dabei hat!
    Unbedingt anschauen!

    KG
    Chess

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    • #47
      Also, ich habe das Video nicht gemacht, war nicht dabei und die Qualität ist bewußt nicht brilliant. "Brilliant" war darauf bezogen, dass die Stimmung, das Besondere an nima ganz gut transportiert wird.

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      • #48
        Hallo,
        ob brilliant bzw. brillant oder nicht, vor den opulenten Ansagen wäre mir eher ein wenig bange. Aber es scheint ja trotzdem zu munden. Werden die Weine auch so ausführlich angesagt? Rebstock in 124 Metern über Meeresniveau bei einer Hangneigung von 18%?

        Beste Grüße
        Daurade

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        • #49
          Nun, insbesondere die Erklärung der dänischen Weine ist abendfüllend und wurde zu ihrer konvenienz herausgeschnitten.
          Das Video soll bewusst abschreckend sein, um die reservierungssituation wieder in den griff zu kriegen:-)
          im ernst: es waren Novizen zugegen.

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          • #50
            Es ist immer interessant, wie schnell ein Restaurant wie Noma einen Hype aufbaut der dazu fuehrt das kaum Kritik geuebt wird.

            Mein Kollege, der sich an meinem neuen Projekt beteiligt war dort und nicht 100% ueberzeugt davon. Wenn die Stimmung und Idee des Restaurants toll sind, so sind es die Produkte und warmen Gerichte weniger.

            Er ist uebrigens nicht der einzige der genau diese Punkte anfuehrt. Zwei der meist gebildeten Esser die ich kenne koennen den Blogger-Hype auch nicht ganz verstehen.

            Naja, hier der Bericht, waer gespannt zu hoeren was andere davon halten:

            http://www.qliweb.com/food/Noma

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            • #51
              werter felix ,
              kann aus meiner sicht nur sagen,siehe auch bericht im forum,daß das noma ein absoluts spannendes konzept und restaurant ist,aber da bin ganz der meinung diese artikels,daß beste essen der welt zur zeit definitiv nicht.(meine besuch war glücklicherweise märz 2010 kurz vor der veröffentlichung dieser etwas eigenwilligen liste.
              als fazit gilt trotzdem ,solche restaurants bzw.solche chefs bringen die kochkunst deutlich weiter.(eigenes konzepz und kein mainstream)
              wir haben uns dort jedenfalls sehr wohl gefühlt und allemal einen umweg wert.
              ich glaube auch,daß die küche dort sich noch wesentlich weiter entwickeln wird und wir noch viel freude am noma haben werden ,wenn der hype sich gelegt hat und mann wieder einen tisch bekommt.(damals war die reservierung kein problem )
              kg knurrhahn

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              • #52
                Ich finde die herangehensweise, jedes Jahr ein "bestes Restaurant der Welt" auszurufen, an sich bereits vollkommenen Unsinn und die annahme dass sich dieses Restaurant durch das Urteil eines erlauchten Kreises von (tatsächlichen und selbst ernannten) Profis definiert schlicht unverschämt. Bei einem am Ende ,trotz allem, so subjektiven Erlebnis wie einem Restaurantbesuch (was alleine die Beiträge zu Top-Restaurants in diesem Forum zeigen) macht es keinen Sinn ein Restaurant allgemeingültig als das Beste auszurufen.
                Zum NOMA: Ich war im Herbst dort zu besuch und fand es ein fantastisches Erlebnis, vom Anfang bis zum Ende. Die Athmosphäre, das Konzept, das Restaurant als ganzes und auch das Essen waren für mich fantastisch.
                Es gab auch einige Gänge, die ich nicht so unglaublich toll fand (zb. der berühmte Gemüseacker), aber das hatte ich in jedem großen Menu eines Top-Restaurants und esschmälert den Gesamteindruck für mich nicht.
                Als Koch mit viel erfahrung n der Top-Gastronomie fand ich die innovative herangehensweise an die Konzeption der Speisen, die ich in einem Restaurant auf dem Niveau noch nicht erlebt hatte ausserdem extrem Interessant
                Ich verließ das Restaurant in einem sehr glücklichen Zustand und dem Gefühl, dass sich die Reise nach CP, die ich allein wegen dem Restaurantbesuch angetreten hatte, gelohnt hat.Was will man mehr?
                Ob es nun das beste Restaurant der Welt ist? NEIN, weil es das nicht gibt. Auch wenn die Ersteller mancher Listen das gern hätten.
                KG
                P.

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                • #53
                  Die Liste ist nun mal so wie sie ist, da hilft kein Klagen.

                  Noma ist sicherlich gut, interessant und neu. Jedoch war ich vor kurzem mit einem sehr bewanderten Produkt-Fanatiker essen, der so einiges an dem Restaurant kritisiert hat:

                  1) Die Produkte. Wenn man sich den Tintenfisch auf Seite 68 oder im Buch anschaut, so ist der mindestens eine Woche alt (seine Worte), so was ist in einem solchen Haus, geschweige denn Kochbuch doch eher bizarr. Desweiteren ist die Idee nur lokales zu benutzen sicherlich interessant, aber fuehrt dazu Produkte zu verwenden die weit unter denen der Riviera liegen, was die Qualitaet angeht (nur ein Beispiel).

                  2) Gerichte wie eine Blumenkohl-Rosette, "verbrannt" mit einer Art Vinaigrette und nichts mehr (ausser einem Tannenzweig) lassen einen das Essen in Frage stellen. Braucht man das? Muss man deshalb in einen 2* Laden gehen?

                  3) Wenn das Essen zu den Hauptgerichten uebergeht, fanden meine Kollegen die Show weniger beeindruckend, da die Garzeiten nicht unbedingt perfekt waren, die Gerichte weniger interessant waren.

                  Naja, Noma ist sicherlich ein wichtiges Restaurant fuer das hier und jetzt, aber das es quasi unantastbar geworden ist, zeigt wie viel Kraft die Medien doch heute haben...

                  Ich warte nur bis der Hype sich gelegt hat, und die Kueche Zeit hat sich auf das Essen zu konzentrieren, nicht nur auf die IDeen.

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                  • #54
                    Lieber Felix Hirsch,

                    dieses statement ist sehr hart, ....... aber aus ihrer Feder (oder Tastatur) sehr glaubwürdig. Irgendwann habe ich mal an ihrer Fotografirerei Anstoß genommen, das bedeutet aber keineswegs, dass ich ihren sehr ernsthaften Zugang zur verfeinerten Küche nicht schätzen würde. Sie sind auf einem sehr guten Weg.

                    Beste Grüße
                    Daurade

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                    • #55
                      Zitat von pantagruel Beitrag anzeigen
                      Ich finde die herangehensweise, jedes Jahr ein "bestes Restaurant der Welt" auszurufen, an sich bereits vollkommenen Unsinn und die annahme dass sich dieses Restaurant durch das Urteil eines erlauchten Kreises von (tatsächlichen und selbst ernannten) Profis definiert schlicht unverschämt.
                      Danke, genau meine Meinung!
                      Ich finde es auch nicht sinnvoll, das dann mit "ist so wie es ist, da hilft kein Lamentieren" abzutun, denn genau die Ausrufung solcher Superlative führt ja auch mit zu einem Hype und zur Heranbildung von kritiklos begeisterter Rezeptionsüberwältigung.

                      Oder anders gesagt: Dieser Superduper-Überdrüber-Topofthetops-Anspruch hat dann eben solche Konsequenzen. Da werden riesige Podeste errichtet, die irgendwann zur Stolperfalle werden müssen.

                      Grüße,
                      Q.

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                      • #56
                        Zitat von felixhirsch Beitrag anzeigen
                        Naja, Noma ist sicherlich ein wichtiges Restaurant fuer das hier und jetzt, aber das es quasi unantastbar geworden ist, zeigt wie viel Kraft die Medien doch heute haben...

                        Ich warte nur bis der Hype sich gelegt hat, und die Kueche Zeit hat sich auf das Essen zu konzentrieren, nicht nur auf die IDeen.
                        Ich war noch nicht da, deshalb kann ich zur Qualität der Küche nichts sagen. Aber es ist doch klar, dass sich die Medien auf das Noma stürzen: strikt regionale Küche, simples und eher legeres Ambiente, viel Konzept im Menu. Darüber kann man viel besser plastisch und aufregend und auch gegenüber "Laien" berichten als über ein eher klassisches Restaurant, welches eine hervorragende, aber nicht außergewöhnliche Küche pflegt.

                        Jetzt könnte man natürlich sagen, dass Herr Redzepi selbst schuld ist, wenn Erwartungen entstehen, die vielleicht nicht erfüllt werden können, nämlich weil er Interviews gibt, seine Küche einem so großen Konzept unterwirft, etc.

                        Auf der anderen Seite hat er ja offensichtlich eine Vision, nämlich die einer aufregenden, strikt regionalen Küche in einem legeren Ambiente. Und er will natürlich, dass die Bude voll ist. Insofern denke ich, dass man hier dem Gast durchaus zutrauen darf, nicht alles für bare Münze zu nehmen, was in San Pellegrino Listen steht oder in hippen Zeitungen berichtet wird. Deshalb, Felix, tun Sie evtl. tatsächlich gut dran, vor einem Besuch den Hype abklingen zu lassen. Ich werde das auch tun, v.a. weil ich mich durch eine Reservierung auf Monate im Voraus ja erheblich festlegen müsste.

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                        • #57
                          Ich denke, man muss das Phänomen noma differenzierter sehen...

                          1. Der Hype kommt nicht über Nacht, viele Blogs hatten schon vor Jahren sehr positiv über diese neue Küchenphilosophie geschrieben. Darüber hinaus haben es Claus Meyer und René meisterhaft verstanden, von Anfang an Journalisten auf Veranstaltungen eingeladen, auch mit massiver Unterstützung der dänischen Regierung (in D übrigens undenkbar)
                          2. Das Konzept ist in sich sehr stimmig, authentisch und neu - genau das macht den Reiz aus, weil es viele traditionelle Insignien der Spitzengastronomie bewußt in Frage stellt. Darüber hinaus wird ein Gesamterlebnis "verkauft", das eben einzigartig ist.
                          3. René ist die Speerspitze einer Bewegung der "new naturals" und hat diese konsequent eigenständig vorangetrieben. Viele andere Köche orientieren sich an ihm, damit ist er unbestritten einer der bedeutendsten Küchenchefs derzeit. (Natürlich haben die new naturals ihre Wurzeln bei Bras, Purcell, Passard).
                          4. Betrachtet man die Küchenperformance der noma aus tratitionellem Blickwinkel, so sind sicherlich nicht alle Gerichte auf Dreisterneniveau, und das ist genau der Grund, warum der Michelin hier nicht aufwertet. Es fehlt noch an Konstanz hier und da. Aber das Gesamterlebnis ist durchaus höchste Weihen würdig, weil es absolut einzigartig ist. Bei allem meinen Besuchen habe ich noch nie Produktprobleme erlebt - die Langoustine ist Benchmark, nur so am Rande.
                          5. Die Küche hat im zweiten Halbjahr 2010 eine deutliche Purifizierung erfahren. Viele der auf der Chefsache vorgestellten Gerichte sind neue Entwicklungen, die deutlich radikaler und unfertiger wirken. Insofern stimmt die von Herrn Dollase in der port culinaire geschriebene Äußerung nicht, dass die alten Gerichte puristischer waren. Ich hatte die Gelegenheit, mit René darüber zu sprechen und er hat das bestätigt. Die hohe Bewertung in der Pellegrino-Liste gibt ihm die Freiheit, noch konsequenter und unbefangener zu machen, was er wirklich fühlt. Das polarisiert noch stärker als zuvor.
                          6. René ist ein einfach extrem charismatischer, netter und bodernständiger Chef, der seine Küche aufs Beste verkaufen kann.
                          7. Die Pellegrinoliste hat sicherlich ihre Schwächen - die Wähler sind aber allesamt aus Profis und sehr erfahrenen Essern zusammengestellt, das muss man nicht unbedingt in Frage stellen.

                          In Quintessenz: noma ist eines der bedeutendsten Restaurants derzeit, vielleicht das interessanteste, aber im Sinne der Qualität nicht unbedingt das Beste. Es polarisiert und hat bedingungslose Anhänger. Dennoch ist Kritik erlaubt, am besten aus eigener Erfahrung Gerne nachzulesen auf meinem Blog...

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                          • #58
                            Zitat von ifs2008 Beitrag anzeigen
                            In Quintessenz: noma ist eines der bedeutendsten Restaurants derzeit, vielleicht das interessanteste, aber im Sinne der Qualität nicht unbedingt das Beste. Es polarisiert und hat bedingungslose Anhänger. Dennoch ist Kritik erlaubt, am besten aus eigener Erfahrung Gerne nachzulesen auf meinem Blog...
                            Ich wette, René ist hocherfreut über diese Diskussion.

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                            • #59
                              Zitat von ifs2008 Beitrag anzeigen
                              In Quintessenz: noma ist eines der bedeutendsten Restaurants derzeit, vielleicht das interessanteste, aber im Sinne der Qualität nicht unbedingt das Beste. Es polarisiert und hat bedingungslose Anhänger. Dennoch ist Kritik erlaubt, am besten aus eigener Erfahrung Gerne nachzulesen auf meinem Blog...
                              Danke für diesen differenzierten Beitrag. Mir gefallen Rangliste übrigens - einer der Gründe, weshalb ich diesem Forum beigetreten bin ... Man muss sie ja nicht 100% ernst nehmen.

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                              • #60
                                Eine spannende Diskussion, die Herr Hirsch da angeregt hat. Ich hatte das Glück, bereits 2006 erstmals im noma zu speisen. Damals war ich hellauf begeistert, bei meinen drei folgenden Besuchen (der letzte 2009) im Vergleich dazu immer weniger, wenngleich es trotzdem sehr gut war. Es mag mit dem zunehmenden "Hype" zu tun gehabt haben, eine gewisse Eintönigkeit bzw. eine meines Empfindes nach fehlende aromatische Komplexität bei einigen Gängen spielten sicherlich ebenfalls eine Rolle. An der Produktqualität hatte ich indes nie etwas auszusetzen.

                                Es stimmt wohl, dass man das noma als "Phänomen" und als Speerspitze einer neuen Generation bzw. einer neuen Haltung sehen sollte, nicht unbedingt als "Spitzenrestaurant" im klassischen Sinne.

                                Viele Grüße

                                PS: Die Tatsache, dass das Restaurant nun die Nummer 1 auf der Pellegrino-Liste ist, sollte man nicht als Gradmesser nehmen. Wer nimmt diese Liste überhaupt ernst, jenseits des Gewinn bringenden PR-Effekts? Köche meines Wissens nicht. Es mag stimmen, dass die Wählerschaft sich aus Kennern zusammensetzt. Dennoch bezweifle ich sehr stark, dass selbst diese Menschen die weltumspannende Erfahrung besitzen, um eine solche Liste zusammenzustellen. Wie stark so etwas mit Seilschaften und Gastropolitik zu tun hat, sieht man an einer Vielzahl der Lokale, die es auf die Liste geschafft haben. Trotzdem finde ich es interessant, wie gut die Maschinerie funktioniert, wenn inzwischen sogar hier im Forum relativiert wird.

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