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Das Petri befindet sich in den Räumen des früheren Volt und hat im September 2020 eröffnet. Ich bin auf das Petri aufmerksam geworden, da es im White Guide auf Anhieb mit der Bewertung Global Masterclass erhielt. Inhaber ist Petter Nielsson, der zuvor im Spiritsmuseum Restaurant tätig war. Bereits dort – so entnehme ich der Google-Recherche – hat er wendet das „Farm to Table“-Konzept an, der aber nicht nur in Schweden, sondern auch in Frankreich gearbeitet hat, was man meines Erachtens der Küche auch anmerkt.


Das Restaurant hat freitags auch mittags geöffnet und bietet dort für 500 Kronen ein Vier-Gang-Menü, dass für 150 Kronen um einen Gang erweitert werden kann.

Das Menü beginnt mit einem sehr knusprigen, gut gesalzenen Chip und einem Salatblatt mit Blüten.

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Late summer fruits with potatoe garum and pork fat – Grundlage sind Tomaten, die nicht gekühlt worden sind. Entsprechend frisch und intensiv ist der Tomatengeschmack. Das Garum dürfte vor allem den Eigengeschmack und das Umami-Gefühl verstärkten. Punktuelle Akzente mit leicht salzigen Anklängen kommen von dem Lardo-ähnlichen Speck, er wunderbar im Mund schmilzt.
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Pickled mackerel and purslane in reduced cream – hier wird die Säure des eingelegten Fischs mit dessen Fett und der leichten süße der Sahne zu einer attraktiven Verbindung gebrcht. Leichte, feine Bitternoten vom Portulak kommen dazu. Das ist ein stimmiges, auf den natürlichen Geschmack der Zutaten abgestelltes Gericht.

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Wild mushrooms with eggplant und blackened beans – die Bohnen sind knackig und leicht herb, dagegen stehen die regelrecht fleischig wirkenden Pilze. Die Würze kommt durch die Creme auf Basis der Aubergine, die gleichzeitig auch die verschiedene Aromen auf dem Teller harmonisiert. Eine interessante, fein-erdige Kombination, die eine gewisse Kraft und Breite hat – ohne diesen Zusatzgang wäre das übrigens das Hauptgericht.

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Squid and fermented berries with swiss chard and massla - Der dünne Arm vom Tintenfisch ist gegrillt hat mit einer relative würzigen, leicht scharfen Sauce einen expressiven Begleiter. Allerdings wirkt sich hier nachteilig aus, dass die Ärmchen unterschiedlich dick sind und somit die dünnen Stellen tendenziell übergart und zu fest sind. Die Würze passt dann gut zu der Mangold-Art. Aromatisch ist es auf jeden Fall ein stimmiges Gericht.

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Sweet Cherries and sweet cicelly, bread miso ist ein gut gelungenes Kirschdessert, das hier eine leicht ihre marzipanige Seite ausspielen darf. Das harmoniert gut mit den den runden, röstigen Aromen, die vom Miso-Eis stammen.

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Dieser Lunch war natürlich nur ein kleiner Eindruck aus die Küche des Petri. Abends – so ist jedenfalls einen Instagram Post zum Lunch-Angebot zu entnehmen - soll das Menü länger, vor allem aber wohl etwas „feiner“ sein. Leider habe ich die Abendkarte nicht gesehen.
Im Petri wird auf saisonale Produkte gesetzt. Die Gerichte erscheinen mir „französischer“ in der Aromatik und „nordisch“ im Produktverständnis, da Saucen und Würzungen hier auf den Tellern einen deutlich wichtigeren Anteil am Geschmacksbild haben, als es eine nordische Küche in Reinkultur bieten würde. Aus meiner Sicht wäre das Petri ein heißer Sternekandidat gewesen, aber (noch) wurde es vom Guide Michelin übersehen. Die Produktqualitäten beim Gemüse sind bemerkenswert und ihr Eigengeschmack wird gut in Szene gesetzt. Auch die Gerichte mit Fisch und Fleisch sind stark vom Gemüse bestimmt. Durch Würzungen und Saucen entstehen aromatische und stimmige Gerichte.

Leider gibt es die Website und der Social Media Account wenig genauere Informationen über das Restaurant preis und der Text im White Guide ist leider nur auf Schwedisch verfügbar. Die Google-Übersetzung ergibt wenig sinnhaft zusammenhängendes. Aber ich denke, wenn man in Stockholm unterwegs ist, dann ist das Petri auf jeden Fall eine Option, die man in Betracht ziehen sollte.