Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Mallorca

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #46
    Ja, brigante, ich finde es selbst erstaunlich und erfreulich, wie cool, aber auch wie interessiert der Kleine is(s)t.
    In der Regel gehen wir, wenn mit ihm, mittags essen. Morgen versuchen wir das Urgestein in Neustadt/Ws, der Kurze wurde als ausdrücklich willkommen erklärt.

    Zurück zum Thema...Sie haben mich nun soweit, daß ich eventuell in meinen freien Tagen Ende Oktober ein paar Tage nach Mallorca fliege. Es werden kulinarisch aber die üblichen Verdächtigen werden: Simply Fosh, Ca na toneta und Santi Taura. Das ist unkompliziert, da wir wieder in Binibona/Caimari wohnen. Damit entfällt auch sicher Caldentey, leider. Bei Bedarf werde ich aber gerne aktualisierte Eindrücke widergeben.
    Gibt es inzwischen Forumserfahrungen mit dem Zaranda ?

    MkG, S. :cheers:
    Zuletzt geändert von Sphérico; 08.09.2012, 21:55.

    Kommentar


    • #47
      Werter brigante,

      eine unbedingte Empfehlung für Palma ist Casa Maruka in der Nähe der Placa Espanya (Nähe Bahnhof: http://www.casamaruka.com/). Wir waren gerade erst dort. Frito Mallorquin, Bäckchen vom Iberico-Schwein mit Pfirsichen, großartige Foie Gras, frisch gebackener Apfelkuchen. Solche Sachen gibt es dort, alles exzellent, allerdings in Riesenportionen (eine halbe Portion Frito Mallorquin (für 5 Euro) wäre als Hauptgang für eine Person ausreichend gewesen). Auch die Weinkarte ist großartig und extrem günstig bepreist. Da kann man auch mit Kleinkindern hin.

      Viel Spaß.

      Kommentar


      • #48
        Hallo,

        Im Spätherbst diesen Jahres werde ich einige Tage auf Mallorca verbringen. Ich habe mich mal ein wenig zur dortigen Gastronomie umgesehen, da ich bisher noch nie dort war. Mit Interesse habe ich dieses kurze Interview mit Gerhard Schwaiger gelesen. Das Restaurant Tristán Mar steht seitdem fest in meinem Plan für den Aufenthalt auf Mallorca.

        Deshalb wollte ich an dieser Stelle fragen, ob es dazu aktuelle Erfahrungen gibt, die Forenmitglieder dort sammeln konnten?

        Über eine kurze Resonanz (ggf. mit Empfehlung) würde ich mich sehr freuen.

        Beste Grüße und eine gute Nacht!

        Kommentar


        • #49
          So, da der Urlaub leider vorbei ist, ein kurzes Feedback - danke nochmal für die Tipps, allerdings ist mein persönlicher Eindruck, dass man auf Mallorca kulinarisch vor allem die Wahl hat zwischen "schlecht" und "nicht ganz so schlecht".
          Wir haben nicht alle der hier genannten Lokale besucht, da uns z.B. beim Can Calent und dem Sal de Coco bereits die trostlose Umgebung und das kaum weniger trostlose Ambiente abgeschreckt haben. Im Es Coc waren wir dann neben einem weiteren Tisch die einzigen Gäste - und das Essen bewegte sich auf mäßigem Bistro-Niveau. Dafür waren die Preise durchweg höher, als auf der ausgehängten Karte und wenn ich 23,- für ein Stück angesäuerten Schweinebraten mit Zucchinigemüse zahlen muss, ist das schon ein gewisses Ärgernis.

          Anders gesagt: ich habe noch in keinem Urlaub so häufig so mies gegessen, wie auf Mallorca.

          Allerdings ist mir das im Urlaub meist erstaunlich egal, da lege ich eher Wert auf Sonne und Wasser...
          Und zum Glück hatten wir eine bestens ausgestattete Küche in der Finca (und einen herrlichen Poolbereich, sodass wir die heillos überfüllten Strände an der ach-so-schönen-Ostküste meiden konnten).

          Wobei ich auch mit Blick auf alle anderen Aspekte sagen muss, dass es mir ein absolutes Rätsel ist, wie jemand bei dieser Insel angesichts der touristischen Struktur und des Publikums zum Wiederholungstäter werden kann. Aber das ist natürlich höchst subjektiv (und vielleicht bin ich zu sehr Formentera-geschädigt).

          Beste Grüße
          b.

          Kommentar


          • #50
            Danke für diesen schönen Kurzbericht. Ich sah die Erlebnisse schon bildlich vor Augen und habe mich über den Text köstlich amüsiert.

            Kommentar


            • #51
              Werter brigante,

              schade, daß Sie Ihren Urlaub auch kulinarisch nicht genießen konnten. Jedoch ist mir Ihr Gesamturteil überhaupt nicht nachvollziehbar. Allerdings hätte es uns auch nicht(weder bisher noch zukünftig) in die von Ihnen drei genannten Restaurants verschlagen. Und wir sind eigentlich 1. nur Frühjahr oder Herbst und 2. nie an einem Strand. Ich bin i.d.R. 2x 1 Woche im Jahr vor Ort (sportbedingt) und freue mich jedes Mal auf´s Neue. Zudem ist die Nähe der Insel einfach zu verführerisch.

              Wir wohnen inzwischen immer im Fincahotel Albellons oder Binibona. Tolle Lage, schöne Ausstattung und viel Ruhe und Natur. Jeweils wenige Gästezimmer, tolle Frühstücksbüffets mit Eiern à la carte und sehr ordentliches Abendessen.
              http://www.fincahotels.com/fincahote...-parc-natural/ (hier die besseren Fotos, aber am besten direkt übers Hotel buchen)

              In Studienzeiten haben wir mehrfach auch zu acht oder zehnt eine Finca gemietet, das rechnet sich dann. Aber ich möchte mich inzwischen im Urlaub gerne bekochen lassen und den Abwasch sparen ;-)

              In der Regel buchen wir aber nur ÜF und kehren dann im Ca na toneta (urig-gemütlichstes Restaurant, daß ich weltweit kenne; wunderbare lokale Küche mit besten Produkten) der Solivellas-Schwestern, im Santi Taura oder im Simply Fosh (wenn wir tagsüber in Palma sind) ein. Diese drei sind für das Gebotene wirklich extrem günstig. Alle drei mit genug Vorlauf reservieren:
              http://www.canatoneta.com/
              http://www.restaurantsantitaura.com/
              http://www.simplyfosh.com/de/index.php

              Die Südostküste (Cala d´Or, Arenal und bis nach Cala Ratjada) meiden wir, zu verbaut. Ebenso wie die Zweitwohnsitzburgen um Andratx (Palma bis Port d´Andratx im Südwesten und die Playa de Muro bis Port d´Alcudia im Osten. Den Rest lieben wir, v.a. die gesamte Westküste und die Tramuntana (nein, ich wandere nicht), aber auch den Nordosten und das Inselinnere.
              http://www.google.de/images?q=mallor...e_result_group
              http://esracodesteix.es/

              Gerne will ich Ihr Bild korrigieren, ein eventuell kommendes gemeinsames Menue mit Wein im Ca na toneta geht auf mich !
              (bin spätestens Mitte Mai dort, wahrscheinlich auch eine Woche Anfang April)
              http://ironmanmallorca.com/de/

              Mit kulinarischem Gruß,
              Ihr S.
              :cheers:
              Zuletzt geändert von Sphérico; 25.09.2012, 21:12.

              Kommentar


              • #52
                Lieber Spherico,

                wir hatten einen wunderbaren, extrem erholsamen Urlaub, aber eben nicht wegen, sondern trotz des Aufenthalts auf Mallorca – wenn man ein tolles Domizil oder Hotel mietet und sich nicht in die überall auf der Insel von deutschen überquellenden(und imho auch sonst nicht sehr reizvollen) Städte und an die selbst Ende September noch übervollen Strände begibt, ist es dort großartig. Das kann ich bestätigen. Aber dann wähle ich nächstes Mal doch lieber ein anderes Ziel, denn schöne Städte und ruhige Strände sind mir eigentlich sehr wichtig – im Urlaub deutlich wichtiger, als gute Restaurants. Zudem empfanden wir es als überdeutlich, dass die wenigen Spanier, mit denen man zu tun hat, von den Deutschen ziemlich genervt sind. Kein Wunder, sogar ich würde dort vermutlich zum Rassisten.

                Aber wie gesagt: das ist nur unsere persönliche Empfindung.

                Beste Grüße
                b.

                Kommentar


                • #53
                  An der Ecke zwischen carrer bugambilla und der avenida de los pescaderos, das ist zwischen Muro und Puerto alcudia gibts ein gutes Restaurant, hab den Namen leider vergessen, sieht aus wie ein typisches Touri lokal an der Straße, das Fleisch vom Grill ist aber ausgezeichnet! Gehen öfters dahin wenn wir da sind.

                  Kommentar


                  • #54
                    Werter Ericlo,

                    Sie sind ja ein echter Connaisseur, chapeau !

                    Wer in/bei Alcudia essen möchte:
                    Restaurante Jardin,
                    Calle de Tritones, Port d'Alcúdia
                    Webseite: http://www.restaurantejardin.com

                    (P.S. werter Hannes, Stichwort IP-Adresse und alte Bekannte ??)

                    Kommentar


                    • #55
                      Bistro Jardin Alcudia

                      Das Sternerestaurant von Macarena de Castro hat nur am Wochenende geöffnet (Freitag-Sonntag). Das Bistro Jardin dagegen jeden Tag (außer Montag). In der Vorsaison allerdings nur mittags. Man sollte sich die Öffnungszeiten also vorher genau ansehen.
                      Im Garten oder im überdachten Pavillon sitzt man an blanken Holztischen auf Korbstühlen recht bequem.
                      Angeboten wird eine mediterrane Küche zu erschwinglichen Preisen. Neben den a la Carte Gerichten wird noch ein Tagesmenü für sagenhafte 10 € sowie ein abendliches Drei-Gänge-Bistro-Menü für 25 Euro angeboten.
                      Der „Jungmännerservice“ arbeitete ruhig und unaufgeregt. Gesprochen wurde natürlich spanisch, englisch und französisch, allerdings kein Deutsch.

                      Aus der Karte wählte ich mir ein drei Gang Menü aus.

                      Vorab wurde selbstgebackenes Brotes, hausgemachte Aioli sowie Oliven serviert. Das Brot schmeckte ausgezeichnet.

                      1. Gang: Kabeljaukuchen, mit Tomaten, Brunnenkresse und schwarzen Oliven
                      2. Gang: Tintenfisch mit Zuckerschoten, Zitrus Reduktion und Kartoffelpüree
                      3. „Gin Mare“ Rosmarin und Basilikum Bisquit und Thymianeis.
                      El Jardín
                      C/Tritones, s/n
                      Puerto Alcúdia
                      Tel: +34 971 892 391
                      www.restaurantejardin.com
                      Bilder unter : http://29alwi.wordpress.com/2013/05/...istro-alcudia/
                      Besucht am 16,04,2013

                      Kommentar


                      • #56
                        Die Hochzeit unserer Freunde hat uns dieses Jahr nach Mallorca geführt. Wir haben aus 2 Tagen eine Woche gemacht und das Programm um einige kulinarische Erfahrungen „aufgestockt“, welche wir gerne mit den Interessierten teilen möchten:

                        Restaurant Jardin, Puerto Alcúdia.

                        Wir waren auf die Küche von Macarena de Castro sehr gespannt, da wir bereits einiges darüber gehört haben. Das Ergebnis war leider etwas “durchwachsen” in Puncto Küche, und, vor allem, Service.

                        Es gab gleich nach unserer Ankunft im Restaurant eine Diskussion wegen unserer Reservierung, welche vom Restaurant nicht verstanden wurde, allerdings wurde auch nicht nochmals nachgefragt, sondern einfach bestätigt. Außerdem war der Maître sichtlich irritiert, da wir zum Abendessen mit Freunden kamen, diese wiederum Ihren dreijährigen Sohn und ein Baby mitbrachten. (dies war auch so in der Reservierung angekündigt). Die Anspannung und Irritation blieb den ganzen Abend spürbar, was uns irgendwann auch irritierte und den Gesamteindruck erheblich beeinträchtigte.

                        Nun zum Essen: Es wird ein Menü mit den 12 Gängen zum Preis von 93,50 € angeboten. Die Menükarte ist nur ein Stichwortverzeichnis. Am Ende des Dinners bekamen wir allerdings eine ausführliche Beschreibung des Menüs in Deutsch, was wir sehr schön fanden.

                        Mai und Botifarro, waren nichts anderes als Mahon-Käse Pa amb oli mit “botiffaron”. Diese ersten 2 (!) Gänge lösten bei uns sofort eine Diskussion darüber aus, ob wir nach dem Abendessen in Jardin noch ein Lokal oder Bistro finden werden, um unseren Hungern zu stillen, falls es so weiter gehen soll. Die ersten 2 Gänge waren zwei Mini (2x2 cm) Brottaschen. Eine war mit Tomaten- und die andere mit Botoffaropaste gefüllt.

                        Garnele – Sobrassada aus roter und weißer Garnele mit Olivenölkeks. Ein Gang, der nochmals für Diskussion sorgte, fanden doch alle Beteiligten, dass es viel zu intensiv schmeckte. Ich fand es zwar interessant, es war aber geschmacklich tatsächlich so intensiv, das weder der Wein (Sio 2013 Vi de la Terra), noch die nachfolgende Gänge mithalten konnten. Der Geschmack nach Garnele hat alles andere übertönt.

                        Sobrassada – Sobrassadabrot mit gereiftem Mahonkäse.

                        Hundshai – Hundshai Salat in Olivenöl. Olivenöl war eine Art Olivenölsuppe. Hundshai wurde als Tartar serviert.

                        Zu diesem Zeitpunkt hat jeder von uns eine Riesenportion Brot bekommen, was uns zum schmunzeln brachte. Anscheinend ist dem Personal klar, dass diese Miniportionen auch bei 12 Gängen nicht für Sättigung sorgen können.

                        Hummer – Hummer mit Nussemulsion. Definitiv ein Gericht des Abends. Wir alle hatten liebend gerne (fast) alle vorherigen und nachfolgenden Gänge durch diesen Hummergang ersetzt. Der Hummer war sehr sanft gegart, fast noch roh, aber sagenhaft saftig und zart. Die Mandelnussemulsion brachte die Cremigkeit und Schmelze mit. Hervorragend!

                        Seegurke – Seegurke mit gerösteten Mark und reduziertem Saft. Ich und mein Mann haben ein gespaltenes Verhältnis zu Seegurke, müssten wir bei sehr vielen Geschäftsessen in China uns für diese wabbelige Masse opfern. Hier war der Seegurke etwas fester in Konsistenz, schmeckte aber immer noch nach nichts. Der geröstete Mark konnte aber etwas darüber hinweg trösten.

                        Roter Drachenkopf – Eintopf Ibizenkischer Großer Roter Drachenkopf. Serviert wurde der Fisch gedünstet in der Brühe mit Kartoffeln.

                        Reis – Abanda Reis mit Tintenfischcreme und gerösteten Knoblauch. Hier war der Tintenfischcreme sehr interessant, sie war fast Mayonnaise-artig und schmeckte sehr fein nach Tintenfisch.

                        Kaninchen – Kaninchen bei niedriger Temperatur gegart mit karamellisierter Zwiebel-Crème. Der Fleischgang war sehr gut. Kaninchen unglaublich zart und Zwiebelcreme hatten wir als solche gar nicht identifiziert. Es war eher ein Püree, welches süßlich schmeckte.

                        Azachar – Azahar (Orangenblüten)-Eis mit Zitrone und zarten Mandel und Maulbeeren. Wir fanden beide Desserts sehr gut, diese waren nicht übersüß und schmeckten sehr frisch und leicht.

                        Käse – Käse aus Mallorca, eine Miniplatte mit 3 Stückchen

                        Erdbeeren – Wilderdbeeren mit Creme “Manjar Blanc”, Eis aus reduzierter Milch und Baiser. Auch sehr gut.

                        Unser Fazit: im Vergleich zu den folgenden Restaurantbesuchen eher schlechtes Preis-Leistung Verhältnis. Service – sehr, sehr schwierig. Es waren 2 richtig gute Gänge dabei, die definitiv das Können zeigten. Wir hatten den Eindruck, dass hier Geschmack und Qualität den Bemühungen um jeden Preis originell zu sein teilweise zum Opfer fallen.

                        Santi Taura, Lloseta.

                        Santi Taura gehört zu den Geheimtipps, welche man nur ungerne weiter gibt. Hier muss man mindesten 1-2 Monate im Voraus buchen, das Restaurant ist bei Einheimischen sehr beliebt und stets ausgebucht. Das ist ja auch kein Wunder: für den Preis von 33 € bekamen wir ein erstklassiges 6-Gänge Menü. Die Weinkarte ist sensationell bepreist. (als Beispiel: AN 2 bekommt man im Laden meist nie unter 39 €, in Santi Taura steht der Wein auf die Karte für 42 €)
                        Die Speisekarte gibt es nicht, es wird am Tisch erzählt, was es geben wird und dann geht es schon los. Schwerpunkt ist die moderne Mallorcinische Küche.
                        Santi Taura erinnerte uns an Christophe Pele aus Le Bigarrade. Der arbeitet mit den einfachen und günstigen Produkten, die allerdings in Frische und Qualität hervorragend sind. Es werden 3 Vorspeisen, ein Fisch-, ein Fleischgang und ein Dessert angeboten. Alles war sehr, sehr gut, frech, frisch und nie langweilig. Eindeutig unser neuer Favorit auf der Insel.

                        Zaranda in Castel Son Claret.

                        Das Restaurant von Fernando Arellano gilt zurzeit als der beste auf die Insel. Wir wollten es genau wissen, und waren begeistert. Castel Son Claret ist ein schönes 5* Hotel, mitten in nirgendwo. Anlage ist sehr gepflegt und schön, Service erstklassig. Fernando Arellano ist im November 2013 samt fast vollständigen Küchen- und Serviceteam mit seinen Restaurant Zaranda von Madrid nach Mallorca umgezogen. Das Restaurant ist modern und klar eingerichtet, es gibt 3 Menüs zum Auswahl, für 100€, 125 und 130 €. Außerdem kann man ein Überraschungsmenü mit 12 Gängen für 120 € bekommen, so zu sagen ein Querschnitt durch Arellano’s Küche.

                        Als Amuse bekommt man eine “Gewürzstrasse”, bestehend aus
                        • Pergamentrolle von Garnele und Minze
                        • Marokkanische Pastela mit Hühnchen
                        • Sizilianische Arancini von Safranreis und Mozzarella
                        • Libanesische Auberginen
                        • Kefta von Lamm

                        Sehr schön eingerichtet und geschmacklich sehr gut, allerdings keine wirklich große Überraschungen dabei.

                        Wir haben und für 8-Gang Menü “Zweideutigkeit” entschieden.

                        Causa… und der Effekt. Seeigel, Meeresalgen, Miesmuscheln und Peruanische Düfte. Dieser Gang war ein unglaublich starker Auftakt, der uns sofort in Verzückung versetzt hat. Ein Ceviche aus Muscheln, Garnelen und Algen in Seeigelschaum war unglaublich, einfach Meer pur.

                        Diptychon. Garnelen aus Andratx mit Südostasiatischem Parfüm. Ein anderer, sehr starker Gang. Der Gang wurde teilweise am Tisch zubereitet: zunächst bekommt man ein Dim Sum Körbchen mit Garnele, welche mit Ingwer, Koriander und Kefir Blatt leicht gedämpft wurde. Dann wird ein Gemüsesud mit asiatischem Gemüse erhitzt, dazu kommen “Garnelennudeln”, eine Garnelenpaste die zu dünnen Nudeln gepresst wird, nach 30 Sekunden sind die “Nudeln” gar. Auch hier hatten wir sehr viele Aromas, stark, aber nicht zu dominant, sehr harmonisch!

                        Die Symbiose. Muräne – Spanferkel / Spanferkel – Muräne, Apfel, Zwiebel und Kapern. Der erste Hauptgang wird in zwei Teilen serviert. Zuerst kommt die Muräne, welche in Spanferkelkruste gegrillt wurde, dazu Apfelgelee, geröstete Kapern und süß eingelegte Zwiebeln.

                        Dann kam der Spanferkel, welcher lange gegart und zerkleinert wurde, zu einem Art Küchlein geformt und in Muräne Haut gebraten, dazu Kapernsud und Zwiebelpüree.

                        Sehr außergewöhnlich und sehr schmackhaft. Der unglaublich nette Sommelier ( dummerweise habe ich den Namen vergessen) , mit dem wir uns sehr intensiv unterhalten haben, erzählte uns, dass Muräne sehr schwer zu verarbeitende Fisch ist, die Haut ist sehr dick und Fisch hat sehr viele kleine Gräten , so dass nur wenige Köche sich daran trauen. Es war unsere erste Muräne, und wir fanden sie wunderbar.

                        Der Landwirt und der Adlige. Hase zweimal serviert, Arros brut, Borsch, schwarz getrüffelte Gänseleber.

                        Das erste Teil des Ganges war als kleines Reisgericht mit Hasen Fleisch serviert. Das zweite Teil war Rotebetesud (Borsch) mit Hasenfilet mit Gänseleberpaste und Trüffel.

                        Damen und Herren. Der Dessert war auch zweiteilig: Damen eine leichte Variante mit Erdbeereis, Milchcreme, Milchzuckerwatte und Mandelwasser. Dann folgte Herrenteil: Schiokoladencreme auf Orangeneis mit Marzipan. Ich habe nur den “Damenteil” gegessen, da es einfach nichts mehr ging. Mein Mann hat sich über zweite Portion gefreut.

                        Getrunken haben wir ein Chardonnay von M.Gelabert.

                        Unser Fazit: ein sehr tolles Erlebnis mit vielen Highlights, super Service, tolle Weinkarte. Gerne hätten wir mehr von Arellano’s Kreationen probiert.

                        Simply Fosh, Palma de Mallorca. Wir lieben die Küche von Marc Fosch, so dass sein Restaurant bei uns während Mallorca-Aufenthalts immer auf den Programm steht. In Simply Fosh wird nicht mehr so verspielt gekocht, wie in Reid’s, der Fosh “Spirit” ist aber unverkennbar da.

                        Wir hatten:

                        Geeiste gelbe Cazpacho, Lachs mariniert, Avocado
                        Kabeljau pochiert, Gelee von Aloe Vera, leichte Crème von Erbse und Zitronengras
                        Perhuhnbrust “sous vide”, geräucherter Reis, Aprikosen-Parmentiert, Rotweinschalotten
                        Ganache von dunkler Schokolade, Mangosorbet, Blütenpollen und Basilikum geliert.

                        Alles sehr schön und frisch. Das Preisleistungsverhältnis ist sehr gut. Somit bleibt Simply Fosh für uns ein “Muss” auf Mallorca.

                        Kommentar


                        • #57
                          gleich drei Berichte aus ein Mal - vielen Dank dafür, hab ich gern gelesen.

                          Kommentar


                          • #58
                            Liebe wi,

                            Danke für die informativen Berichte, insbesondere die Ausführungen zu Jardin und Zaranda !

                            Hier kurz ein paar Eindrücke unseres Aufenthalts.
                            Jardin: Ich habe dort vor diesem Frühjahr zuletzt im April 2013 gegessen und fand es damals auf *- bis *. Auch verspielt, wenn auch damals etwas "gewollt" witzig.
                            Diesjährig fanden wir bis auf zwei Ausnahmen (Hummer und ein Dessert) das Menue (das ein reines Amuse bouche Menue ist) im Vergleich eher belanglos für das Brimborium respektive die große Service-Gestik drumherum. Bestätigen müßen wir auch die Fähigkeit des Maitre, jedwede Freundlichkeit außen vor zu lassen. Der Wunsch meiner Gattin, daß Menue um zwei Gänge zu reduzieren, wurde kategorisch abgelehnt. Friß oder stirb. Da gehen wir auch lieber dreimal ins so familiäre Ca na toneta oder zu Santi Taura und bekommen im Prinzip mindestens die selbe Qualität bei herzlichem Service zum Drittelpreis. Von uns für eventuelle Jardinplanungen somit auch: Obacht ! Aus unserer ganz persönlichen Sicht engagierte Küche ohne Aha-Effekt mit aber leider Abzockgefühl.

                            Für unseren nächsten Mallorcaaufenthalt im Mai nächstes Jahr dafür nun Dank wi´s obigem euphorischen Bericht geplant: das Zaranda.
                            Nach Madrid war Arellano noch kurz im Hilton Sa Torre bei Llucmajor, bevor das deutsche Besitzerpaar (aus der Logistikbranche) ihn auf ihre Luxusfinca locken konnte. Wenn man solche Preise für Übernachtungen ausgeben möchte, empfehle ich allerdings eher das Jumeirah mit seinen spektakulären Meer/Sunsetausblicken. Aber die Küche lohnt offenbar einen Umweg.

                            Wir hatten, Überraschung, im Simply Fosh dasselbe Menue. Wie von wi schon beschrieben, immer eine sichere Bank für unkomplizierte, aber originelle und frische Küche. Hier liegt auf jedem Teller der Sommer. Dies kommt von Fosh´s intensivem Fruchteinsatz, aber auch durch Verwendung von einem guten Maß an Essig z.B. in seinen Gazpachos. Der Kabeljau ergänzte sich mit erdig-cremiger Erbse, Zitronengras brachte frische, ohne aufdringlich zu wirken. Die zarte Poularde auf einem recht großen Sockel Räucherrisotto bildete mit diesem eine Einheit, wurde aber durch die frische der Aprikose abgefangen. Immer ein schöner Abschluß zm Beispiel eines Palma-Bummels. 40-80€ je nach Menueausdehnung. Mittags speist man besonders günstig, 3-Gang-Mittagsmenue für 21€. Schön sortierte Weinkarte mit fairen Preisen.

                            Wer in der Gegend um Inca wohnt (Inca selbst ist jetzt kein wirklich interessantes Ziel), kann guten Gewissens bei Joan Marc einkehren. Der kocht unkompliziert mit perfekter Technik (butterzarte Ochsenbacke !), abends gibt man für drei Gänge unter 25€ aus. Dazu gerne eine sehr feine Flasche "Sio" für 27€.

                            Am gemütlichsten fanden wir es wieder im genannten Ca na toneta. Klein, fein, familiär, Gemüse aus dem eigenen Garten.
                            Dieses Jahr hat es uns, bei aller Schlichtheit oder gerade deswegen, noch besser geschmeckt als in den Vorjahren. 28€ für 5-6 kleine Gänge, kleine Weinkarte mit lokalen Gewächsen zu sündhaft günstigen Preisen.


                            MkG, S.
                            Zuletzt geändert von Sphérico; 19.05.2014, 19:11.

                            Kommentar


                            • #59
                              Sehr schöne und interessante Berichte.
                              Vielen Dank dafür.


                              Gruß!

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X