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Calima, Marbella, Andalusien

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  • Calima, Marbella, Andalusien

    Das Calima in Marbella ist eines unserer absoluten Lieblingsrestaurants und wahrscheinlich das Beste in Andalusien. Die Leistung der Küche wurde in diesem Jahr bereits von dem spanischen „Repsol“ Restaurantführer mit seiner höchsten Bewertung, drei Sonnen, ausgezeichnet. Dennoch ist das Calima in Foodie-Kreisen nicht so bekannt, wie es verdienen würde. Vielleicht liegt es der Lage in der Touristenhochburg Marbella oder der zu niedrigen Bewertung im Michelin (1 Stern). Wir waren im Juli im Calima und waren einmal mehr begeistert von der hochkreativen Interpretation andalusischer Küche.

    Für Fotos und einen ausführlichen Bericht siehe hier:

    http://www.panyagua.net/index.php?/a...s/2010/08.html

  • #2
    La Calima habe ich auch gebucht, bin schon gespannt.
    Zudem habe ich La Alqueria in Sanlucar in der Nähe von Sevilla gebucht und auch bereits eine Reservierungsbestätigung erhalten. Jetzt kam aber eine Absage mit der Begründung, dass sie "due to legal proceedings out of our hands" im März (und voraussichtlich auch im April) nicht öffnen können.
    Weiß jemand Näheres? Hängt es mit Ferran Adria zusammen?
    KG, Taillevent

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    • #3
      Nach mehr als 7 Jahren kann ich hier wohl mal ein Update beisteuern. Mittlerweile heißt das Restaurant nur noch Dani García und hat seinen zweiten Michelinstern bekommen. Vom Ambiente her ist es ein eher dunkler Raum, der aber v.a. durch die mit Pflanzen begrünten Wände eine echt beeindruckende Optik aufweist. Nicht minder toll dann die den ganzen Raum durchziehende durchsichtige Glaswand, durch die man wirklich fast die gesamte Küche einsehen kann.

      Neben dem eigens kreierten großen Menü bestehend aus 15 Gängen (das war mir dann für den Mittag doch zu viel) für 195 €, gab es auch noch ein Lunchmenü. Dieses besteht aus einer Auswahl von a la Carte Gerichten und umfasste 4 Gänge und zwei Küchengrüße. Vom Preis-Leistungsverhältnis für 65 € ist es zudem fast schon unverschämt günstig.


      Bei den beiden Küchengrüßen war v.a. die Präsentationsform sehr interessant, da beide Gerichte als Fingerfood kamen. Der geräuchte Aal mit gesalzener Haselnuss war so etwas wie ein "Minihotdog", bei dem der Aal in einer dünnen länglichen halben Nussröhre lag und mit Salz bestreut wurde. Als zweites wurde eine ebenfalls hachdünne rechteckige Platte aus Mais gereicht, die mit Klecksen gerösteter Banane verfeinert war. Fand ich beides geschmacklich nicht herausragend, war aber durch die Präsentation ganz spannend. Das Brot vom Brotwagen war allerdings auch geschmacklich spitze.

      Der erste Gang war dann Mille-Feuille aus Gänseleber mit Ziegenkäse. Wie bei Mille-Feuille üblich wurde also der Käse und die Gänseleber entsprechend geschichtet angerichtet. Ein sehr leckeres Gericht, was durch eine leichte Orangencreme gut ergänzt wurde.

      Hauptgang Nummer 1 war dann ein 3-Teller-Gericht. Der Hauptteller bestand einzig aus dickem, schwarzen Reis, der aber extrem gut gewürzt war. Dazu gab es in einem Schälchen Tintenfisch in der eigenen "Tinte", was wirklich viel besser mit dem aromatischen Reis harmonierte als gedacht. Zuletzt gab es noch eine zweite Schüssel mit einer ordentlichen Portion einer fantastischen leicht gekühlten Aiolicreme.

      Der zweite Hauptgang war dann Brust vom Spanferkel mit Vanille und einem Püree aus roter Beete. Auch ein Gericht, was ich so noch nicht kannte. Das Spanferkel hatte eine wunderbar rauchige Note und genau den richtigen Fettanteil. Anstatt der roten Beet hätte ich mir aber etwas fruchtigeres als Auflockerung gewünscht.

      Der Abschluss bildete mit Pistaziencreme, Himbeeren, Himbeersorbee, Ginschaum und Butter mein neues Lieblingsdesert. Eine unfassbar tolle Harmonie mit einer wunderbaren Süße und Frische haben den Gang echt zu etwas Besonderem gemacht.

      Die Pralinen zum Abschluss fand ich nicht herausragend, aber es gab eine echt große Auswahl und einen Pralinenwagen habe ich auch noch nirgends gesehen.


      Zusammenfassend war das Menü für 65 € eine echte Hausmarke. Küchengrüße und Pralinen waren zwar nur nett, dafür aber entweder sehr interessant präsentiert oder es gab im Hinblick auf die Pralinen eine große Auswahl. Dazu dann mit der Gänseleber und dem Spanferkel zwei richtig gute Gänge zum wohlfühlen. Wie im Text schon erwähnt haben sowohl der Reis mit Tintenfisch und Aiolicreme als auch v.a. das Desert das Menü um mindestens ein Level gehoben. Beide Gänge fand ich absolut fantastisch und gehören zum Besten was ich bisher in Gourmetrestaurants gegessen habe. In diesem Sinne daher eine volle Empfehlung für das Restaurant an alle Andalusienurlauber.

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