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  • #16
    Das Gymkhana kenne ich auch nicht. Erst kürzlich war ich aber im Trishna in Marylebone (nördlich von Mayfair) und kann Sir Tobys Eindrücke aus dem Tamarain in etwa unterstreichen. Da waren viele indisch-stämmige Engländer, die zum Teil das Lunch-Menü bestellten, zum Teil aber auch mehrere Gerichte à la carte zum Teilen. Die Atmosphäre ist tatsächlich sehr leger. Gegessen wird teilweise mit den Fingern (Lambchops, u.ä.). Auch mein Eindruck war, dass man da halt mal hingeht wie bei uns ins Restaurant um die Ecke. Preislich ist das auch alles gut vertretbar. Das viergängige Lunch-Menü lag bei 35 Pfund, aber es gibt auch noch günstigere Optionen. Das Essen ist wirklich nicht das, was in Deutschland als *-Küche durchgehen würde, aber es ist eben auch indische Küche. Ich fand es gerade gut, dass ohne die ganz große Kreativität gekocht wird, dafür mit guten Produkten und einer punktgenauen Würzung. Wir hatten:

    - Soft Shell Crab (Nandu Varuval), fritiert in einer Art Vindaloo-Hülle mit einer Art Cole Slaw (war kein Cole Slaw, aber so ähnlich) und einem Tomatenchutney. Super.
    - Paneer Tikka Anardana, indischer Käse mit Granatapfel, Mais, Mango und Minze. Sehr einfach, aber köstlich. Kann man zu Hause auch mal zubereiten.
    - Lauki Chettinad. Ich dachte, das wär ein Kohl, aber es ist ein Kürbis (Flaschenkürbis), der in einem Kokoscurry serviert wurde. Dazu gab es noch ein Daal (höllisch scharf), Reis, Kartoffeln und Brot.
    - Tellicherry Pepper Bappa Doi, gebackener Joghurt mit einem Pfefferbiskuit und Zwergorangen.

    Ich will da unbedingt wieder mal hin, am liebsten in einer größeren Gruppe mit vielen verschiedenen Tellern auf dem Tisch. Werter, El Grande, Sie können ja auch überlegen, ob Sie statt einem Menü tatsächlich à la carte bestellen für den ganzen Tisch. Nicht zu viele Gerichte, aber so kann man mal alles mögliche probieren.

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    • #17
      In dem Zusammenhang könnte man vielleicht noch erwähnen dass auch in den besten indischen Restaurants in London viele Gerichte überhaupt nicht scharf, sondern "nur" sehr raffiniert und komplex gewürzt sind. EGG hatte ja mangelnde Schärfe bei einem Sprockhoeveler Inder als Zeichen von Inauthentizität bemängelt. Schärfe ist aber gerade in der feinen indischen Küche alles andere als vorherrschend und es kommt sehr auf den regionalen Ursprung an ob Gerichte überhaupt Schärfe aufweisen. Die größte Offenbarung und der für mich größte erkennbare Unterschied zum leider typischen Inder um die Ecke ist die Vielfalt an Wuerzungen und wie sie sehr subtil und komplex miteinander verwoben werden.

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      • #18
        Zitat von glauer Beitrag anzeigen
        In dem Zusammenhang könnte man vielleicht noch erwähnen dass auch in den besten indischen Restaurants in London viele Gerichte überhaupt nicht scharf, sondern "nur" sehr raffiniert und komplex gewürzt sind. EGG hatte ja mangelnde Schärfe bei einem Sprockhoeveler Inder als Zeichen von Inauthentizität bemängelt. Schärfe ist aber gerade in der feinen indischen Küche alles andere als vorherrschend und es kommt sehr auf den regionalen Ursprung an ob Gerichte überhaupt Schärfe aufweisen. Die größte Offenbarung und der für mich größte erkennbare Unterschied zum leider typischen Inder um die Ecke ist die Vielfalt an Wuerzungen und wie sie sehr subtil und komplex miteinander verwoben werden.
        Ich fand das teilweise schon recht scharf, nicht so scharf, dass man mit einem westeuropäischen Gaumen nicht die Unterschiede in den verschiedenen Würzungen und auch der Schärfe geschmeckt hätte. Aber so scharf, dass immer ein kleiner Schweißfilm auf der Stirn hängt und die Wangen rot werden.

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        • #19
          Zitat von rocco Beitrag anzeigen
          Ich fand das teilweise schon recht scharf, nicht so scharf, dass man mit einem westeuropäischen Gaumen nicht die Unterschiede in den verschiedenen Würzungen und auch der Schärfe geschmeckt hätte. Aber so scharf, dass immer ein kleiner Schweißfilm auf der Stirn hängt und die Wangen rot werden.
          Es gibt natürlich sehr scharfe Gerichte, aber die Gleichung authentisch indisch=scharf stimmt eben nicht. Es gibt eine Vielzahl an Gerichten die überhaupt gar keine Schärfe haben.

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          • #20
            Ich finde gerade bei den gehobenen indischen Restaurants so spannend, dass die Köche es schaffen, trotz der vielen Mischungen von Gewürzen immer noch ein differenziertes Geschmacksbild zu erschaffen. Mein Empfinden war ähnlich wie in einer Symphonie, dass die verschiedenen Gewürze einerseits ein harmonisches Ganzes gaben, aber immer wieder auch "Soli" einzelner Gewürze auftraten.
            Besonders gut im Umgang mit der richtigen Würzung ist auch Vineet Bathia, auch wenn seine Teller was Zutaten und Anrichtung betreffen sehr europäisch anmuten. Wenn ich aber richtig informiert bin, hat er seit Ende letzten Jahres sein Restaurant Rasoi in London geschlossen. Aber in Genf hat er auch eines.

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            • #21
              Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen, auch wenn im "Gymkhana" selbst anscheinend noch kein Forumianer zu Gast war. Vielleicht kann ich die Kolleg/innen ja in der Tat dazu überreden, sich mehrere Gerichte zu teilen, wie hier vielfach angeraten wurde.

              @glauer: Es war übrigens ein Hammer (und kein Sprockhöveler) Inder, bei dem ich unter anderem die mangelnde Schärfe der Gerichte kritisiert habe, wobei dieses Kriterium nicht das Entscheidende war, welches mich zum eher negativen Urteil dieses Lokals bewogen hat (siehe Bericht im Thread zum Sprockhöveler Restaurant "Eggers", der später leider ein wenig in Richtung "traurige Gastromiesituation in Hamm (Westfalen)" abgedriftet ist)!

              @rocco: Das "Trishna" in Marylebone gehört laut Homepage im Übrigen der gleichen Inhaberfamilie wie das "Gymkhana", was anscheinend auch die recht ähnliche Preisstruktur erklärt. Der größte Unterschied in küchentechnischer Richtung zwischen beiden Lokalen scheint zu sein, dass das "Trishna" sich eher auf Seafood spezialisiert hat, während im "Gymkhana" der Fokus stärker auf Wildgerichten liegt!

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              • #22
                Fera at Claridge's

                Ich hab leider noch nie dort übernachtet, aber das Claridge's Hotel in Mayfair sieht beim Reingehen aus wie ein wunderbar britisches, klassisches Hotel. Allein die Toiletten sind fast zu schön, um sie zu benutzen.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                Eine Zeit lang setzte das Claridge's Hotel auf einen bekannten Namen im Gourmet-Restaurant, nämlich Gordon Ramsay, der bis 2013 Namensgeber für das Restaurant im Hotel war. Seit 2014 heißt das Gourmet-Restaurant im Claridge's "Fera" und der Küchenchef heißt Simon Rogan. Rogan hatte zuvor zwei Michelin-Sterne im Restaurant L’Enclume in Cartmel in Nordwestengland erkocht. Das Konzept sieht eine moderne britische Küche mit einem leicht abgeschwächten "Farm to Table" Ansatz vor. In Cartmel hat Simon Rogan eine Farm, von der ein Großteil des Gemüses und der Kräuter im Fera kommt. Da ich die Küche besichtigen durfte, war aber zu sehen, dass auch in der Küche sehr viele Kräuter gezüchtet werden.

                Der Speisesaal wurde offenbar erst kürzlich aufgefrischt, er verströmte jedenfalls einen modernen und gleichwohl klassischen Charme. Der Service ist sehr freundlich und unverkrampft. An einem Sonntagmittag ist das Restaurant komplett voll und trotz mehrerer großer Tische nicht laut, sondern angenehm geschäftig. An jedem Tag in der Woche kann man mittags einen 3-Gang-Lunch für 39 Pfund essen, ein guter Deal.

                Nach einem kleinen Snack mit Blüten startete das Menü mit Hake and parsley mousse, pork, radishes and pickled mushrooms, einem optisch sehr ansprechenden Teller mit einer Mousse aus geräuchertem Dorsch und Petersilie im Zentrum. Gut, aber nicht außergewöhnlich gut. Weiter ging es mit Cotswold white chicken, buttered kale, salsify, fennel, jus vinaigrette, einem wirklich großartigen Teller. Grandioses Huhn, tolle Beilagen mit viel Eigengeschmack, jedoch auch noch aufgefrischt durch dies und das, eine köstliche Sauce. Ein einfacher Teller mit viel Wirkung. Das Huhn war offen gesagt besser als das Huhn im **-Hibiscus am Abend davor. Nach einem Teller mit englischen Käsen (optional) kam noch das Dessert - Earl grey ice cream, pickled apple, anise fritters - das ebenfalls ausgezeichnet war, in sich stimmig, unaufgeregt, toll zu essen, gerade die "anise fritters".

                Das Fera ist sicher auch Abends mal einen Besuch wert, u.a. wegen der zwar nicht ganz billigen, aber ausgezeichnet geführten Weinkarte.

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                • #23
                  Anfang Oktober waren wir eine Woche in London. Anbei ein kurzer Bericht über unsere kulinarischen Eindrücke.

                  Trishna, 1* Michelin.
                  Ein bekanntes indisches Lokal in Marylebone. Wir sind Freitagabend dort, das Lokal ist brechend voll. Service ist effizient und schnell. Es gibt zwei Menüs für 60 und 70 Pfund, mit Weinbegleitung 100 und 125 Pfund. Wir wählen a la Carte

                  Für mich

                  CEYLON BOMBIL & SQUID [Bombay duck, baby squid, raw rice, coconut, lemon grass]

                  AUBERGINE CHETTINAD [baby aubergine, coconut, pepper, curry leaf]

                  Für den Herrn

                  NANDU VARUVAL [soft shell crab, green chilli, white crab, tomato chutney]

                  SHELLFISH PILAU [black tiger prawn, scallops, lobster, pink peppercorn raita]

                  Dazu trinken wir Wasser und Gin Cocktails.

                  Was soll ich sagen, man kann diese Erfahrung machen, muss aber nicht unbedingt. Wahrscheinlich muss man sich ziemlich gut in indischer Küche auskennen, um beurteilen zu können, in wie fern hier ein Michelin Stern berechtigt ist. Das Essen schmeckte zwar, mein Hauptgang war allerdings so scharf, dass ich gar nicht essen konnte. Wie kann man eine Weinbegleitung zu einem solchen stark gewürzten Essen anbieten, ist und bleibt für mich ein Rätzel. Kein Wein würde hier bestehen, so gesehen, sind die Gin Cocktails die einzige alkoholische Alternative. Die meisten Gäste bestellen diese auch.
                  Die Rechnung mit 100 Pfund insgesamt für 2 Cocktails, 2 Vorspeisen und 2 Hauptgänge ist für Michelin-Restaurant im Prinzip nicht sehr hoch, für ein indisches Restaurant aber sehr wohl. Wir sind nicht direkt enttäuscht, werden aber diese Erfahrung nicht nochmals wiederholen wollen.

                  In London läuft gerade eine Restaurant-Woche, so dass viele Lokale Sonderangebote und spezielle Menüs anbieten. Zwei davon nehmen wir in Anspruch.

                  Zuerst ist es ein Afternoon Tea in Grosvernor Hotel. Sehr schone Atmosphere mit dem Ausblick auf Hide Park. Der Service tadellos und freundlich. Die angebotene Sandwiches und Scones, sowie kleine Süssigkeiten von allerfeinsten Qualität, Tee und Champagner wird ständig nachgeschenkt. Sehr dekadent und für ein Sonntagnachmittag in London irgendwie passend.

                  Ein paar Tage später sind wir in dem Restaurant Picture in Marylebone. Es gibt ein 4 Gang Menü inklusive Aperetif und Amuse für 30 Pfund. Ein absolut unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.

                  Blackberry Bellini

                  Beef Bites

                  Glazed young beetroot, goat’s curd, roasted hazelnuts
                  Ravioli of baked tomato, cavolo nero, pecorino

                  Cod, mushroom marmalade, Jerusalem artichokes, sea vegetables
                  Stone bass, Charlotte potatoes, green beans, smoked haddock

                  Daphne’s lamb neck, sweetbreads, tomato und anchovy
                  Roast young chicken, turnips, shallots, preserved lemon

                  Iced mascarpone parfait, English blackberries, granola

                  Die beiden Fischgänge sind großartig, der fisch absolut auf dem Punkt. Mein Fleishgang, das Hähnchen, ist auch sehr gut, sehr saftig und voller Geschmack.
                  Dazu genießen wir eine Flasche Château Tour de Mirambeau Blanc Réserve und sind rundum glücklich.

                  Typing Room in Town Hall Hotel in East London war zweifelsohne unser bestes Essen in London. Hier wird auf Sterneniveau gekocht, auch wenn dieses Jahr, wie wir nach unsere Rückkehr erfahren haben, es doch nicht gereicht hat. Das kann man so und so bewerten, besonders nach unserer Erfahrung in Trishna. Uns hat es sehr gut gefallen, auch wenn wir fanden, dass es bei manchen Gängen etwas gefehlt hat.

                  Es gibt 5 Gänge für 65 und 7 Gänge für 82 Pfund. Es wird auch eine Weinbegleitung angeboten, wir entscheiden uns jedoch für eine Flasche, die Weinliste ist ziemlich ungewöhnlich und etwas eklektisch. Wir wählen eine Flasche Rubaiyat, Marufuji, Jamanashi 2012, ein Weißwein aus Japan und 7 Gang Menü.

                  Die Amuses: Knuspercanelloni mit Schrimpscreme gefüllt, knusprige Fischhaut mit Algenmayonnaise, Austernblatt mit Taramasalata und Knusperquinoa, Zwiebel Bhaji mit Joghurt und Mango
                  . Alle 4 Amuses sind hervorragend, aromatisch und absolut wohlschmeckend. Allein dafür würde ich schon ein Stern, wenn nicht auch zwei, vergeben.



                  Danach kommt ein selbstgebackenes Brot (das beste Brot, welches wir in London bekommen haben) und Marmite Butter. Die Butter war eine echte Offenbarung für mich. Der Geschmack war sehr intensiv, und zunächst etwas irritierend, entwickelte sich später zu einem Umami-Erlebnis.

                  Isle of Wight tomatoes, chamomile, ricotta & cobnuts



                  Das war der zweitbester Tomatengang, welches ich je gegessen habe (der erstbester war bei Andreas Caminada). Für mich eine überraschende Kombination mit Himbeeren funktionierte hier sehr gut.

                  und weiter geht's...

                  Scallops, green strawberry, lardo & sorrel
                  .



                  Dieser Gang war etwas enttäuschend, grundsätzlich fanden wir die Fischgänge schwächer und aromenmäßig nicht sehr gut austariert. Hier war die Kombination aus meiner Sicht mißlungen, da zu viele saueren Elemente (grüne Erdbeeren, Sauerampfer) die feine Jakobsmuschel etwas unterdruckt haben.

                  Yeasted cauliflower, raisins, capers & mint.



                  Wieder ein rein vegetarischer Gang, welcher sehr gut war. Blumenkohl frittiert und als Püree mit Marmite (?), Rosinen gaben dem Gang schöne Süße und durch Kapern und Minze kam eine gewisse Lebendigkeit dazu, so dass der Gang keinesfalls langweilig wirkte.

                  John Dory, courgette, redcurrants & dulse
                  Smoked eel, chicken, radish & bread consomme


                  Die beiden Fischgänge wieder etwas schwach und für mein Geschmack etwas versalzen. Beim St. Petersfisch kam der Salzgeschmack durch die Algenfond, und beim Aal Gang durch Brotkonsomme.

                  Duckling, mirabelles, runner beans & mustard


                  Der Fleischgang wiederum ohne Tadel und schön zusammengesetzt.

                  Sun sweet melon, strawberry, balsamic & nasturtium.
                  Der Dessert interessant, die Melone anscheinend etwas getrocknet, intensiv in Farbe und Konsistenz, Erdbeeren als Eisschnee, Brunnenkresse als Schaum.

                  Ein paar Wörter zum Ambiente und Service. Das Restaurant hat Platz für etwa 40 Gäste, alles wirkt etwas leblos und nüchtern, die offene Küche bringt die entsprechenden Gerüche mit. Geräuschpegel sehr hoch. Personal sehr bemüht, freundlich und professionell. Der französische Sommelier kennt sich gut aus. Serviert wird teilweise durch die Köche, welche der Gang zubereitet haben. Der Chef Lee Westcott ist immer und bei allem dabei.
                  Uns hat es in Typing Room sehr gut gefallen, auch wenn wir ein Paar Kritikpunkte hatten. Das Essen war innovativ, gut schmeckend und aromatisch. Für uns wäre ein Stern mehr als verdient.

                  Noch ein Tipp, wenn man in Whitechapel unterwegs ist. Brick Lane, auch bekannt als Banglatown hat sehr viele Indisch-pakistanisch-bangladeshi Restaurants und Curry Häuser. Parallel zu Brick Lane, auf Commercial Street liegt Old Spitalfields Market. Ganze Woche geöffnet, bietet der Markt viele Shopping Möglichkeiten, mittags und abends kann man hier auch gut Essen, teilweise relativ günstig von Food Trucks, es gibt aber auch eine Anzahl von Bars und Restaurants, zum Beispiel eine Weinbar, wo man 250 verschiedene Weine Glasweise trinken kann.
                  Angehängte Dateien
                  Zuletzt geändert von QWERTZ; 27.10.2016, 23:19.

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                  • #24
                    Hallo wi,

                    vielen Dank für die Eindrücke. Restaurant Pictures klingt wirklich gut. Im Trishna war ich im Frühjahr auch, fand es besser als Sie. Ob Stern oder nicht, ist für mich mangels Erfahrung mit indischer Sterneküche nur schwer zu beurteilen. Besonders filigran fand ich die Küche nicht und mörderscharf fand ich sie auch. Wir haben Tee zum Lunch getrunken aus der sehr gut sortierten Teekarte. Das ging als Getränk, Wein würde ich dazu auch nicht trinken wollen.

                    Re Typing Room: da bin ich Ihnen ganz besonders für Ihre Eindrücke dankbar. Vor mehreren Jahren hatten wir während eines langen Londonwochenendes im Town Hall Hotel übernachtet und ich fand es ganz hervorragend. Damals war das Restaurant im Hotel noch das Viajante. Ich hatte mich immer gefragt, wie wohl das neue Restaurant ist. Ihr Bericht klingt zwar sehr gut, die Fotos machen mich allerdings ab den Fischgängen nicht sonderlich an wegen der flüssigen Saucen. Bei solchen Tellern fühle ich mich immer genötigt, die Sauce auch irgendwie aufzulöffeln.

                    Marmitebutter. Marmite ist doch so etwas wie Maggifix, purer Hefeextrakt. Schmeckt das auch so oder besser?

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                    • #25
                      Geehrter rocco,

                      zu Trishna: wir fanden es nicht direkt schlecht, aber auch kein großer Unterschied zu einem normalen Inder. Obwohl wir in dem Bereich, wie bereits erwähnt, keine sehr große Erfahrung haben. Wir waren mal in Dubai in einem Restaurant von Vineet Bhatia, und es hat uns besser gefallen. Dort hat Vineet versucht, die Gerichte etwas moderner zu präsentieren, und es wurde viel erklärt über die Geschichte, Zusammensetzung etc..
                      In Trishna waren die beiden Vorspeisen etwas frittiertes, es war eigentlich gar nicht möglich zu sagen, was genau du gegessen hast. Bei dem Hauptgang, welcher so stark gewürzt war, hatte ich eigentlich erwartet, dass der Service darauf hinweist.
                      Vielleicht haben wir eine falsche Auswahl der Gerichte getroffen, vielleicht ist es einfach nicht unsere Küche.

                      Zu Typing Room, ja, der Chef hat offensichtlich eine Schwäche für die flüssige Fonds und Soßen. Wir haben diese teilweise wirklich ausgelöffelt, teilweise, zum Beispiel bei St. Pierre, einfach gelassen. Marmite kannte ich nur des Namens wegen und habe bis dato nicht probiert. Ich fand der erste Bissen wirklich sehr irritierend, aber der Geschmack entfaltet sich irgendwie. Auf jedem Fall muss man diese Butter probiert haben.

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                      • #26
                        Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
                        Marmite kannte ich nur des Namens wegen und habe bis dato nicht probiert. Ich fand der erste Bissen wirklich sehr irritierend, aber der Geschmack entfaltet sich irgendwie. Auf jedem Fall muss man diese Butter probiert haben.
                        Zum Marmite: Das ist im Prinzip nur die englische Art des würzenden Hefeextrakts (auf Herrn von Liebig zurückgehend), den man ja auch gerade im Bioladen in allen möglichen Produkten (vor allem Brühwürfel) findet. Das Geheimnis der wunderbaren Würze und des Umami ist ein alter bekannter: Glutamat.

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                        • #27
                          Ein einwöcher Besuch in London hat mir die Möglichkeit gelassen, die Restaurantlandschaft ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Hier wird vor allem Mittags viel geboten zu sensationellem Preis-Leistungsverhältnis - es lohnt sich vorher zu recherchieren welches Restaurant welche Menüs bereithält. Drei Gänge für 70GBP im 3-Sterner kommt hier mehrfach vor. Zudem noch angenehm: Tap Water wird hier ohne zu Zögern und ohen Qualitätsabstriche angeboten. Da ich noch nie den Sinn davon verstanden habe während eines Lunches für 2 Flaschen Gerolsteiner / Evian / Vittel / Badoit bereits mindestens 15 Euro hinzulegen, fand ich dies sehr schön.

                          Meine Erfahrungen:
                          • Der Star: Dinner by Heston Blumenthal (**) - ein sehr gutes Lunch zu sensationellem Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu habe ich separat schon etwas geschrieben. Die 2 Sterne voll gerechtfertigt.
                          • Die Enttäuschung: Alain Ducasse at the Dorchester (***) - zwar das günstigste aller meiner Drei-Sterne-Besuche bislang, aber dafür eine uninspirierende Küche, die die Hochmomente vermissen ließ. Und das obwohl ich mich bereits à la Carte für die Signature-Gerichte COOKPOT of seasonal vegetables and fruit, HALIBUT, oyster and seaweed sowie den BABA like in Monte-Carlo entschieden hatte. Lediglich der Baba au Rhum (dafür mit sehr viel, teilweise schon zu viel Rum) konnte das Niveau halten. In Summe würde ich hier eher 2 als 3 Sterne für angemessen halten. Unterboten wurde die Küche allerdings vom Service, der dem gebotenen eines 3-Sterne-Hauses mit französischem Stolz nicht entsprach: Vergessene Weine zu den Hauptgängen samt Ausreden von "Missverständnissen" (da wir nie gefragt wurden frage ich mich noch woher das kam), umgestoßene Wassergläser ohne Entschuldigung oder Nachfüllen sowie als Krönung der falsche Rum zum Dessert. Zwar wurde ich lange und ausgiebig gefragt welche der fünf gebotenen Rum-Sorten mir für das Dessert am besten gefallen würden - aber das bringt ja alles nichts, wenn dann auf die Schnelle der Falsche (und davon auch zu viel) drübergegossen wird.
                          • Gut zudem:
                            • Jamavar (*): Nach unserem Besuch dann vor kurzem mit einem Stern ausgezeichnet was ich angesichts unseres Besuches bestätigen würde. Es handelt sich hier um klassische indische Küche, wobei alle Curries und Saucen die geschmackliche Tiefe mitbringen, die der Guide Michelin für eine Auszeichnung erwartet. Der Star ist hier definitiv der "Malai Stone Bass Tikka" - herrlich würzig, saftig und mit appetit-anregenden Rauchgeschmack. Allerdings ist das Essen hier auch unangenehm mächtig und das Super-Niveau zieht sich nicht so konsistent durch alle Gänge durch.
                            • Bonhams (*): Das Restaurant das gleich benannten Auktionshauses. Da hier oftmals Spitzenweine zu Spitzenpreisen aus der Auktion abgegriffen werden, macht man hier nichts falsch sich auf die Sommeliere zu verlassen. Bei unserer Reise wurden hier mit Abstand glasweise die wohlschmeckendsten Weine kredenzt. Ich empfand das Essen mit €140 für ein Lunch zu zweit als etwas teurer, aber hier fließt das Geld schlicht und einfach in die Qualität. Die Küche zeigte sich bei unserem Besuch ohne Zweifel auf Ein-Sterne-Niveau. Das Gebotene war dann aber für mein Empfinden etwas langweilig klassische französisch-orientierte Einsterner-Küche (Schwertmuscheln in zerlassener Butter, ein fleischiger Monkfish in Langoustine Bisque), dem Münchener besternten "Les Deux" sehr sehr ähnlich, und gleichzeitig war nur ein anderer Tisch neben uns besetzt (wir waren am ersten Tag nach der Sommerpause mittags da). So kommt dann keine Freude auf. Qualitativ ohne Zweifel sehr gut und schmackhaft, kann man aber so eins-zu-eins auch in Deutschland jederzeit reservieren. Würde ich in Zukunft nur für ein Business-Lunch in Betracht ziehen oder, wenn man sich mal auf sehr guten Wein konzentrieren möchte aber nebenbei auch gut essen will.
                            • Yauatcha Soho (*): Wohl am weitesten entfernt von unserem Verständnis einer Sterneküche. Zahlreiche Plätze, angeblich über 600 Covers pro Tag, und chinesisch-orientierte Küche die man sich in Deutschland wünscht aber nie bekommt. Am schwersten als "deutsch-orientierter" zu bewerten, aber angesichts der Hitze und Qualitäten ist hier der langjährige Stern durchaus gerechtfertigt. Meine Tipps wären die Pork and Prawn Shui Mai sowie Crispy Aromatic Duck und Stir fry sliced beef
                              with youtiao and water chestnut. Szene-Laden: Man kann hier günstig essen, aber auch schonmal teurer rausgehen.


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                          • #28
                            Ein Besuch letztes Wochenende war ein gelungener Anlass unserer Favoriten abermals unter die Lupe zu nehmen:
                            • Dinner by Heston (**) war eigentlich unser Favorit aber leider hatte das Hotel kurz vorher gebrannt (aktuell wohl ein häufiger auftretendes Problem in London), insofern wurden wir seitens des Hotels kurzfristig (und nach Absprache) umgebucht ins ...
                            • Hedone (*): Hier habe ich das Carte Blanche-Menü genommen aber das Restaurant sehr enttäuscht und um 400 Pfund erleichtert verlassen. Separat dazu mehr.
                            • Jamavar (*): Das lokale indische Restaurant unseres Vertrauens haben wir per Walk-In am späten Freitagabend besucht und uns durch die Karte probiert. Es musste natürlich wieder der hervorragende "Malai Stone Bass Tikka" her, der die Auszeichnungen durch und durch verdient hat. Daneben haben wir das Old Delhi Butter Chicken verköstigt (nicht sehr einfallsreich, ich weiß). Auch die Beilagen hier werden zelebriert und stehen oft für sich genommen, ein Hauptgericht ist da manchmal gar nicht notwendig. Unter anderem Jamavar Dal (schwarze Linsen), Palak Paneer (Hüttenkäse in Spinat gekocht) oder Safran Reis. In Summe kamen wir hier mit einem Drink pro Person für zwei auf €150. Was mir diesmal aufgefallen ist, dass hier viel zurückhaltender und purer gewürzt wird als in anderen guten indischen Restaurants und dadurch Geschmacksrichtungen klarer sind. Ob ich auf Basis dieses Besuchs einen Stern verleihen würde - darüber bin ich diesmal etwas unsicherer. Im Quervergleich mit dem Yauatcha Soho sehe ich das Jamavar etwas hinten dran.
                            • Yauatcha Soho (*): Das asiatische Evergreen der Hakkasan Group war auch diesmal ein Muss und bei einem Besuch um 22h (nach Deutschland-Spiel) sind Walk-Ins willkommen. Der Laden läuft seit 2004 und brummt trotzdem auch heute wieder. Begeistert waren wir von den Einstimmungen z.B. "Prawn cheung fun" - eine Art weiche Dim Sum mit knackigen Garnelen - oder Pork and Prawn Shui Mai, die es so langsam auch in andere Küchen schaffen (zuletzt gesehen in Johannesburg und Berlin). "Stir fry sliced beef with youtiao and water chestnut" (für 20 Pfund) sind abermals über jeden Zweifel erhaben, "Classic sweet and sour pork" bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück und ist leider tatsächlich so "klassisch" wie man es aus anderen chinesischen Restaurants kennt. Aber das tut der Begeisterung keinen Abbruch. Für €100 für zwei (inkl. einem Drink pro Person) zwar für deutsche Verhältnisse einigermaßen teuer aber im Rahmen. Für mich hat der Stern hier abermals gepasst, aber ich kann mir weiterhin vorstellen, dass sich hier viele deutsche Besucher danach mit dem Stern schwertun können.
                            Jamavar und Yauatcha stehen für mich beide für eine Küche, die hohe Qualitäten für große Personenzahlen bietet aber wo man bei der großen Karte auch manchmal daneben liegen kann. Nichtsdestotrotz eine Bereicherung und Anhieb fällt mir für Deutschland etwas vergleichbares nicht ein, bei uns wird das Essen dann wohl doch etwas akribischer vorbereitet und zelebriert. Welches deutsche besternte Restaurant macht z.B. ein Double-Seating? Mir fällt keins ein.

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                            • #29
                              Schön, dass Sei die Lunch.Möglichkeiten in London so herausstellen. In der Tat ist es nicht nur preislich äußerst attraktiv, was in der Stadt da geboten wird. Die Berichte unserer Reise stelle ich alsbald ein - ich muss sagen ich war bislang kein riesiger Lunch-Freund, aber London hat mich dazu gemacht.

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                              • #30
                                Hier auch noch ein paar jüngere Eindrücke aus London (aus Mai 2018):

                                Trishna (*): Nachdem ich vor ein paar Jahren bei einem Lunch durchaus angetan von der Küche war, war sie jetzt Abends eher nur mäßig. Es ist Abends auch ziemlich voll, die Tische sind extrem eng gestellt, man hat nur 2 Stunden am Tisch, es wirkt alles etwas gehetzt. Wir hatten (alles geteilt):


                                NANDU VARUVAL (soft shell crab, green chilli, white crab, tomato chutney): sehr gut, saftig, gut gewürzt, durch und durch ausgezeichnet

                                HARIYALI BREAM (green chilli, coriander, smoked tomato kachumber): ein signature dish hier. Auch sehr gut, sehr simpel (Fisch mit Marinade, das war's), die Marinade geschmacklich gewöhnungsbedürftig, aber gut, die Dorade hätte qualitativ besser sein können (eigentlich müssen) - schmeckte leicht muffig

                                PANEER TIKKA ANARDANA (cottage cheese, raw mango, mint, corn & pomegranate chat): eher langweilig, Mango und Minze sind im Hintergrund, der Käse ist dominierend, schmeckt aber eher unauffällig

                                DORSET BROWN CRAB (coconut oil, pepper, garlic, curry leaf): geschmacklich gut, aber auch zu zweit als Hauptgericht zu eintönig - ausgelassene Krabe in einem geschmacklich ordentlichen Curry in ziemlich großer Portion

                                KHUBANI MISHTI DOI (baked yoghurt, apricot chutney, badami chikki): ok, aber keine Offenbarung.

                                Zu trinken dazu eine sehr günstig kalkulierte Flasche 2013 Côtes du Jura "En Chalasse VV" von Jean-Francois Ganevat. Die Weinkarte ist wirklich gut im Trishna, aber das Essen war nur mittelmäßig. Da haben wir in Dubai und Abu Dhabi zuletzt deutlich spannendere indische Küche gegessen.

                                Lima (*): hier mussten wir erst einmal länger kämpfen, einen vernünftigen Platz zu bekommen, da uns erst einmal diverse Katzentische angeboten wurden. Auch hier hatten wir den Tisch nur 2 Stunden, was hier aber locker ausreicht. Die Atmosphäre ist eher mäßig und nicht wirklich gemütlich. Das Konzept, diverse kleine Teller zum Teilen zu bestellen, gefällt aber.

                                Andean Crisps & Dips: kein guter Start, flaue Dips und pappige Crisps

                                Sea Bream Ceviche (Avocado, Sweet Potato, Aji Limo): gut, aber nicht ausgezeichnet, die Tigermilch war mir persönlich einen Tick zu flüssig und verband die einzelnen Komponenten nicht gut genug, die Dorade war ok, aber für sich auch nicht herausragend. Habe ich schon deutlich besser in anderen Restaurants gegessen.

                                Tuna Nikkei (Rocoto Pepper, Samphire, Organic Radish): das war wiederum ausgezeichnet, sowohl die Thunfisch-Qualität als auch die Zubereitung mit einer interessanten Aromen-Kombination

                                Miso Black Cod (Pomegranate, Ponzu, Fermented Radish): ist hier so eine Art signature dish und war wirklich ausgezeichnet (aber auch mit Abstand das teuerste Gericht auf der Karte) - ausgezeichneter Black Cod, sehr gute Beilagen dazu, die den Fisch eher herausstellen als in den Schatten stellen. Jeden seiner 34 Pfund wert.

                                Dann hatten wir noch eine Causa (Gericht auf Basis Kartoffelpüree) mit gegrilltem Oktopus, das ganz besonders hervorragend war.

                                Die Weinkarte war eher mittelmäßig, wir hatten eine Flasche peruanischen Sauvignon Blanc, der ok und relativ günstig war.

                                Insgesamt ein guter Laden, von dem ich allerdings mehr erwartet hätte. Bei dem einen oder anderen Gericht war noch etwas mehr Pep in der Würzung möglich, auch schien mir etwas das originelle Element zu fehlen, dass das Lima von jedem anderen Peruaner unterscheiden würde. Trotz alledem: ein guter Besuch.

                                Lyle's (*): in Shoreditch. Top-Laden in einer großen "Bahnhofshalle", aber mit guter Akustik. Wir hatten ein normales und ein vegetarisches Menü. Beide waren ausgezeichnet, modern Britisch, aber ohne Schäume, Gels, Tupfer, und andere verfremdete Zutaten. Sehr pur in Zubereitung und Geschmack, durchaus mutig gewürzt (Salz!), aber alles im Rahmen. So schmeckt für mich moderne Küche nördlich der Alpen. Daran kann sich das eine oder andere Restaurant in Deutschland gerne orientieren, auch preislich (Abendmenü vier Gänge um die 50 Pfund).

                                Leroy: auch in Shoreditch. Hier waren wir zum Lunch. Das ist das neue Restaurant des Teams des Michelin-besternten Ellory in Hackney und ist eher eine Weinbar mit ein paar Snacks dazu. Die Karte ist dementsprechend auch eher simpel. Alle Gerichte sind zum Teilen gedacht. Wir hatten u.a. aufgeschlagene Rogencrème mit Kartoffelchips, den Leroy Salat aus Roter Bete, Chicoree und Walnüssen, ein Gericht mit grünem Spargel und Bärlauchpesto und noch irgendwas. Alles schmeckt nicht sonderlich aufregend, aber sehr gut. Die Weinkarte ist Natural geprägt, aber sehr gut und vergleichsweise günstig. Top Laden, würde ich gerne mal Abends hingehen.

                                Im Fazit ist mir sehr positiv aufgefallen, wie günstig viele Restaurants im Vergleich zu Deutschland sind (auch mit Service-Charge) und dass sich sehr viele Restaurants von dem Set-Menu Konzept verabschieden und flexibler werden. Man kann nur auf einen Drink und eine Kleinigkeit vorbeikommen, ein Menü essen oder sich zum Teilen ein paar Gerichte à la carte bestellen. Das würde ich mir in Deutschland auch von mehr Restaurants wünschen. Meistens geht es ja unter ca. 80 Euro p.P. und vier oder fünf Gängen pro Person in Deutschland nicht in den Michelin-besternten Restaurants nicht. Das ist mir zu statisch. Erste Anzeichen sind sichtbar (z.B. Louis by Thomas Martin in Hamburgs Hafencity), aber das sind bislang nur Einzelfälle. Deutschlands Metropolen hinken hier eindeutig hinter Städten wie London oder New York hinterher.



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