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Lyon Bistros, Bouchons & Bars

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  • Lyon Bistros, Bouchons & Bars

    Sehr viel versprochen hatte ich mir von der Weinbar Le Georges Five in Vieux Lyon. Sie liegt ein paar Geschäfte weiter von dem Weinladen Antique Wine, der demselben Besitzer gehört. Eine Reservierung wäre nicht erforderlich gewesen. Wir waren um kurz vor Acht die ersten Gäste, dann füllte sich das Lokal langsam, am Überkochen war es aber den ganzen Abend nicht. Gelockt wurde ich zum einen von der Erwähnung im Le Fooding Guide (Kategorie: Voir et se faire voir) und zum anderen von der unglaublichen Weinkarte mit Raritäten wie Marcel Lapierre Morgons aus den 80er und 90er Jahren, einem 1985er Hermitage Blanc von Jean-Louis Chave oder alten Henri Jayer Flaschen. Die Weinpreise sind gut, für die genannten Raritäten natürlich absolut gesehen hoch.

    Wir setzten uns an die Bar, um ein bisschen mehr zu sehen und gesehen zu werden. Die Weinkarte wird einem nicht angeboten, was aber nicht schlimm war. Denn die Stimmung ging bei uns eher in Richtung eines oder zwei Gläser Wein und ein paar Snacks dazu. Zu Essen gibt es ein paar Specials, die nicht auf der Karte stehen (z.B. Enten-Tataki), verschiedene Wurst- und Schinkenspezialitäten, hauptsächlich nicht aus Frankreich, und eine begrenzte Auswahl Käse. Trüffel-Kochschinken aus dem Piemont, Räucherspeck aus dem Aosta-Tal, Pata Negra Chorizo und Rinderschinken aus der Extremadura schmecken natürlich ausgezeichnet. Ein bisschen mehr regionale Charcuterie (ich hatte auf Wurst aus der Ardèche gehofft) hätte uns aber gut gefallen. Gleiches gilt für den Käse.

    Die glasweise ausgeschenkten Weine werden sehr großzügig ausgeschenkt, ein paar interessante Neuentdeckungen waren dabei (2010 Crôzes Hermitage der Domaine Chasselvin, 2009 Bandol Blanc der Domaine Tempier). Der Schwerpunkt liegt naturgemäß an Weinen von der Rhône und aus dem Burgund, nur dass kein Bojo offen ausgeschenkt wurde, fand ich ein wenig schwach. Aber vielleicht möchte man sich etwas von den traditionelleren Bouchons abgrenzen. Die Gäste schienen ganz hauptsächlich Stammgäste zu sein, um die Bar herum tummelten sich immer mehr Leute, die sich alle untereinander kannten. Ein gepflegtes Besäufnis bahnte sich an. Und dafür ist die Bar auf jeden Fall gut (wir haben allerdings recht schnell den Abflug gemacht).

  • #2
    Wenn es, lieber rocco, schon keine Wurst aus der Ardèche gab, kann ich Sie vielleicht mit folgendem Weintip versöhnen: Mas de Libian, St.Marcel d'Ardèche; schon das Foto im "Accueil" des Internet-Auftritts trifft einen in's Herz.
    Gruß
    s.
    PS: mich hätte noch brennend Ihre Meinung zum fooding-Meilleur-Cuisinier Monjuré ("ex-Roellinger, Vigato") interessiert. Das Restau heißt Palégrié, es hilft nichts, Sie müssen nochmals nach Lyon aufbrechen

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    • #3
      Danke für den Tipp. Vielleicht hole ich für den hoffentlich bald beginnenden wärmeren Teil des Jahres mal die Boule-Kugeln vom Dachboden, packe eine Flasche "Vin de Pétanque" in die Kühlmanschette, packe zwei Gläser dazu ein und mische mich ins bunte Treiben im Schanzenpark.

      Das Palégrié hatte ich mir vorher angesehen, es schaut wirklich gut aus. Au 14 Février wäre auch noch ein interessante Adresse gewesen. Sie haben völlig recht, ich muss recht bald mal wieder nach Lyon aufbrechen :hungry:.

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