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Albert 1er, Chamonix

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  • Albert 1er, Chamonix

    Mit zunehmenden Alter wird die Wanderei immer mühseliger, irgendwann einmal landet man dann in Chamonix, dort gibt es ausreichend Seilbahnen. Aber auch das macht hungrig, daher ein kurzer Bericht aus dem mit ** ausgezeichneten, unbestritten besten Restaurant der Stadt, dem Restaurant Albert 1er im Hameau Albert 1er.
    Sehr freundlicher Empfang, großzügige Platzverhältnisse, nobles Ambiente. Pierre Maillet bietet hier eine französische Küche mit deutlichen regionalen Einflüssen auch aus dem nahen Aostatal.
    Statt der üblichen Amuses-Orgien gibt es eine sehr gute Beratung, auch bei der Weinwahl. Mir persönlich ist das deutlich lieber wie unter die Weinkarte geschobene Köstlichkeiten, die eigentlich eher nerven. Leider ist das auch in den besten Häusern keine Ausnahme, So, das musste auch einmal gesagt sein.
    Ausgesucht haben wir das Menu namens "La Maison de Savoie":
    5 Vorspeisen bzw Zwischengänge, von Ziegenfrischkäse-Ravioli über Langustine mit violetten Artischocken, Felchen aus den Genfer See, angeräucherter Forelle aus dem Aostatal und einem Ausflug ans Mittelmeer, nämlich Tintenfische mit Tomaten, Piquillos und Basilikum und Tintensauce.
    Als Übergang (transition) gibt es Fingerfood, Krabbe (crabe royale) mit Kräutersauce, Schweinebrust mit Trüffelsauce., hat sich mir nicht ganz erschlossen, zumal ich den Trüffel in der Trüffelsauce weder optisch noch geschmacklich finden konnte.
    Dann noch ein in Konsistenz und Geschmack erstklassiges Bauern-Kalbsbries mit Pfifferlingen, zum Ausgleich gibt es anschließend ein sautiertes Lammkottelett von lascher und etwas flachsiger Konsistenz, mit Thymiansauce.
    Die Käse aus dem Savoie und aus Italien.
    Genauso die Desserts, pochierter Rhabarber mit Kardamom und Zitrusfrüchten, Karameleis und Fleur de Sel wirkt als Komposition nicht überzeugend, umso besser die schwarze Schokolade mit Minze-Sorbet.
    Ein schöner Abend, aber der Funken der Begeisterung fehlt irgendwie, alles gab es auch schon besser, solide Küche auf hohem Niveau. Sehr schöne Weinkarte, Raveneau und Mortet haben uns begleitet.
    Taillevent-Prädikat: Ausgezeichnet

  • #2
    Danke für den Bericht!

    und damit:

    Zitat von Taillevent Beitrag anzeigen
    Mir persönlich ist das deutlich lieber wie unter die Weinkarte geschobene Köstlichkeiten, die eigentlich eher nerven. Leider ist das auch in den besten Häusern keine Ausnahme, So, das musste auch einmal gesagt sein.
    sprechen Sie mir aus dem Herzen. Ich habe in einem deutschen *** den Restaurantleiter explizit darum gebeten, mich in Ruhe die Weinkarte studieren zu lassen und weder Amuse noch sonst irgend etwas zu bringen - fünf Minunten später kamen (während ich immer noch für alle sichtbar die Weinkarte las) die ersten "unter die Weinkarte geschobenen Köstlichkeiten".

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    • #3
      Finde es immer wieder interessant Berichte über mit total unbekannte Restaurants zu lesen. Danke dafür.

      2 Fragen dazu:
      Was ist ein Bauern-Kalbsbries? ich erspare Ihnen meinen ersten Gedanken, der auch nur ein Kalauer wäre.
      Wie sieht es preislich aus?


      Gruß!

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      • #4
        Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
        sprechen Sie mir aus dem Herzen. Ich habe in einem deutschen *** den Restaurantleiter explizit darum gebeten, mich in Ruhe die Weinkarte studieren zu lassen und weder Amuse noch sonst irgend etwas zu bringen - fünf Minunten später kamen (während ich immer noch für alle sichtbar die Weinkarte las) die ersten "unter die Weinkarte geschobenen Köstlichkeiten".
        Ich freue mich, dass ich diesbezüglich einen Gleichgesinnten gefunden habe. Der krasseste Fall war für mich letztes Jahr im Le Calandre, als ich ziemlich eindeutig ermahnt wurde, weil ich die Bouches einen Moment stehen ließ. War allerdings auch einen Tag vor dem Betriebsurlaub, der Service nervlich schon ziemlich am Ende.

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        • #5
          Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
          2 Fragen dazu:
          Was ist ein Bauern-Kalbsbries? ich erspare Ihnen meinen ersten Gedanken, der auch nur ein Kalauer wäre.
          Wie sieht es preislich aus?Gruß!
          Es kam vom Kalb und nicht vom Bauern , meine etwas schlampige Übersetzung von "riz de veau fermier".
          Unser Menu hat 137,50 gekostet, es beginnt aber schon bei 76,00, mittags noch preiswerter, die Homepage ist www.hameaualbert.fr
          Auch für die Weinkarte würde ich ein angemessenes PLV sehen.

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