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Epicure*** im Hotel Le Bristol

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  • #16
    Danke für die schönen Bericht. Das macht wirklich Lust auf eine baldige erneute Paris-Reise.

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    • #17
      Werter thomashaj, Sie haben mich überzeugt. Ich habe mich jetzt in der Vorweihnachtszeit wieder in das Epicure einreserviert und hoffe jetzt, dass meiner Begleitung und mir auf der Schlussgeraden keine Krankheiten mehr den Weg durchkreuzen. Bemerkenswert fand ich die Freude der Hoteldame am Telefon, als Sie mich im System als "wiederkehrenden Gast" entdeckt hatte. Diesen persönlichen und herzlichen aber nicht aufgesetzten Ton in der Pariser Spitzengastronomie und -Hotellerie finde ich immer wieder wohltuend. Ich kehre für das Lunch wieder, das ist hier schon so gut, dass ich die Angst hätte beim großen 8-Gang-Signature-Menü an Reizüberflutung unterzugehen.

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      • #18
        Lieber Frab! Viel Spaß im Epicure! Vielleicht habe ich beim nächsten Besuch auch das Vergnügen, am Telefon freudig als "wiederkehrender Gast" begrüßt zu werden. Meine Reservierungsbestätigung verlief eher nüchtern, um es höflich auszudrücken. Aber vielleicht war das ja auch der Tatsache geschuldet, dass ich Neu-Gast war. Alles danach war aber tatsächlich sehr herzlich. Ich hätte zwar auch für den Lunch keine Angst vorm 8 Gang-Menü, verstehe aber, dass man es anders handhaben kann...:-)

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        • #19
          Hier ist er nun, mein Bericht aus meinem Besuch im Epicure. Schöne Photos gibt es noch dazu, wenn ich diese wieder hochladen darf. Aktuell darf ich es noch nicht. Aber der Bericht ist zu lang geworden, als dass ich diesen Ihnen vorenthalten möchte :-)

          Abermals hatte ich zu einem ausgedehnten Mittagessen im, aus meiner Sicht bis hierhin besten Restaurant der Welt, reserviert und vorher am Telefon etwaige Anlässe kundgetan. Später dazu mehr. Ich habe bei den Sternefressern einmal den Spruch gelesen, dass ein Zweitbesuch in einem Spitzenrestaurant sich so gut wie nie mit dem Erstbesuch messen kann und war daher besonders gespannt auf diesen Besuch. Schon Wochen vorher habe ich mich an den Menükarten online kaum sattsehen können. Etwas enttäuschend (und dieses Thema wird später generell auch mein größter Kritikpunkt werden): Eine Weinkarte wird vorher, trotz Nachfrage, nicht zugeschickt. Meinen Besuch vor 2 Jahren hatte ich aufgrund einer langweiligen Thalys-Zugfahrt und der parallelen Lektüre begeisterter Berichte über das Epicure spontan gebucht und war von dieser Küche und dem Gesamterlebnis an sich dann ebenfalls begeistert. Für mich war dies bis dato der beste Restaurantbesuch meiner jungen „Gourmet-Karriere“.

          Ein Thema macht mir in Paris dann selbst allerdings bereits den Tag vorher große Sorgen und zwar hatte ich mir dank einer etwas zu niedrigen Klimaanlage im Hotel eine leichte Erkältung eingefangen, die mit jeder Stunde mehr und mehr meine Nase blockierte. Damit zu schmecken ist stellenweise nur noch möglich, wenn ich durch die Nase ausatme Anstregend! Gallonenweiser Wasserkonsum und mein Versuch vorher 20 Minuten lang an einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel zu riechen und mir derer Öle in meinen Atemwegen zu Nutzen zu machen, schaffen etwas Abhilfe aber mein Geschmack bleibt auf 80% begrenzt. Aber gut, was tun? Absagen? Auf ein anderes Mal in Paris, d.h. 2018, verschieben? Oder probieren und hoffen, dass die Nase einigermaßen frei bleibt? Ich entscheide mich für letzteres.

          Nundenn, mit großzügiger Verspätung von 25 Minuten treffen wir mittags ein (Grüße an den Pariser Verkehr!) und werden direkt an den Platz geführt. Das Restaurant ist proppenvoll und sehr wuselig, fast schon gehetzt. Das Epicure hat ein altes, traditionelles, französisch geprägtes Serviceverständnis – sich selber hinzusetzen ohne dass einem jemand den Stuhl hinschiebt ist hier undenkbar. Direkt die Frage ob wir glasweise einen Aperitif haben möchten. Da wir dazu tendieren eine Champagner-Flasche durch den Besuch durch zu trinken möchte ich dann lieber die Karte sehen. Diese ist ein ledergebundenes Schatzbuch über 70 Seiten aber leider mit befremdlichen Preisen – der günstigste Champagner geht bei ca. €150 los (Pol Roger, Deutz, Bollinger, usw.) und das sind dann die Einstiegsversionen für Champagner die stellenweise für €25-35 im Einkauf zu bekommen sind. Zum Vergleich: Im Chef’s Table at Brooklyn Fare gab es damals für $170 „bereits“ den hervorragenden André Clouet 1911. Spaß macht das so nicht so richtig, ich hätte mir gerne etwas „besonderes“ herausgesucht aber dann fangen wir bei €300 an und das will dann wohl überlegt sein – der Sommelier bietet mir seine Hilfe bei der Auswahl aber bevor es so weit kommt werden uns die erste Amuse-Trilogie vorgesetzt und der Maître d’hôtel schiebt mir obendrauf freundlich aber bestimmt die Menükarten und die Mittagsmenükarte noch in das Weinbuch hinein. Herrje, das wird mir nun alles viel zu viel. Ich lege erst einmal alles beiseite und beschließe für mich die Amuses-Trilogie ohne Aperitif zu genießen und dem Sommelier die Auswahl in die Hand zu legen, entscheide mich danach aber dann doch für den Deutz Brut Classic (ohne Jahrgang) für €150. Da ich letztes Mal immer glasweise getrunken hatte was der Sommelier empfahl war mir dieses Thema nicht so aufgefallen (außer den merkwürdigen Hinweis „wir machen keine Weinbegleitungen aber empfehlen gerne zu jedem Gang ein Glas des passenden Weines“). Insgesamt empfand ich dies als sehr bevormundend und für den minimal fortgeschrittenen Einsteiger wie mich stark überfordernd. Vorbereiten kann man sich ja nicht so richtig, da das Restaurant die Weinkarte nicht veröffentlicht und das schmälert für mich zumindest ein bisschen mein Erlebnis, da ich schlicht etwas Vorbereitung brauche um mich auf hochpreisige Tropfen einzulassen. Meine Begleitung merkt beim Maître taktvoll an, dass es heute alles sehr gestresst wirkt und wir beobachten wie dieser hiernach seine Mannschaft nach und nach zu sich beruft und ein paar Punkte mitgibt.

          Der erste Gruß wird im Epicure traditionell in einer Trilogie serviert – von rechts nach links eine Mousse aus Ziegenkäse und Kirsche (toll, ***) in einer nicht essbaren Walnuss (der Hinweis aus dem Service fällt sehr explizit aus, es muss also definitiv jemand schon mit probiert haben), in der Mitte ein Foie Gras-Lolli mit roter Beete überzogen (erinnert an deutsche Gehversuche im 1-2-Sterner – zwar gut gemacht aber haut mich nicht um, **) und eine doppelte Creme aus Paprika und einem Gemüse – ich meine Topinambur (**). Parallel dazu wird der auch fast schon berühmte Gugelhupf serviert – genauer gesagt zwei für uns beide am Tisch damit wir nicht in Verlegenheit kommen teilen zu müssen – der mit Olive, Butter und Tomate sehr schön knusprig, leicht aber dennoch positiv fettig daherkommt (**). Beim Brot kann man hier aus einem großen Korb auswählen – ich wähle, wieder, das Baguette mit Speck und meine Begleitung ein Baguette mit Seetang. Beides ist auf seine Weise außergewöhnlich und schmeckt so wie man sich die Brotauswahl immer gewünscht hat.

          Nun ist es Zeit für die Bestellung. Ins Auge gefasst haben wir beide das Mittagsmenü (€145 p.P.) aber mich machen die Vorspeisen hier nicht so an und auch beim Dessert hätte ich lieber eine Schokoladenalternative gesucht. Kein Problem für unseren Maître Olivier Legros, der mit einem Zwinkern „alles möglich“ macht. So erhalte ich die berühmten „Stuffed Macaroni“ als Vorspeise, gefolgt von wilder Ente. Für das Dessert legt uns Herr Legros nur die Alternativen aus dem großen Signature Menü ans Herz (merkwürdig: die Desserts erhält man als separate Karte nur, wenn man à la Carte bestellt) ist aber dann erstaunt, dass ich statt „Caribbean Chocolate“ jetzt doch nach „diesem Thymian-Honig-Dessert“ nachfrage. Aber auch das notiert er sich erfreut auf seinem Block. „Werde ich möglich machen“. Champagner ist jetzt auch bestellt.

          Nochmal etwas blöd (ich bin heute kein einfacher Gast): Um meine Atemwege frei zu halten verschlinge ich nahezu jedes Wasserglas, dass der Service mir einschenkt. Leider steht die Wasserflasche woanders, selbst einschenken geht also nicht. Also schiebe ich das Glas so weit wie möglich an den Tischrand um auf mich aufmerksam zu machen aber anstatt mein Wasserglas wieder vollzumachen schiebt der Service es zurück in den Tisch rein. Diese (gar nicht mal so plumpe) Anspielung ist wohl nicht angekommen. Nächstes Mal sollte ich einfach direkt danach fragen die Wasserflasche auf den Tisch selbst zu stellen.

          Als zweites Mousse wird im Epicure traditionell eine Mousse serviert – hier meine ich aus Topinambur oder Sellerie der auf einem geschmacklich sehr tiefen Gelee thront. Ich müsste mir wirklich mal Notizen beim Essen zu den Amuses machen aber das hier schmeckt toll, vielschichtig (Crunch durch obenauf liegende kleine Speckwürfel) und genauso wie man sich so einen Start in den Mittag wünscht (***).

          Nach angenehmer Wartezeit werden mir (als kleine Portion) die „Stuffed Macaroni with black truffle, artichoke and duck foie gras, gratinated with mature Parmesan cheese“ serviert. Vermutlich das berühmteste Gericht des Koches Eric Frechon. Dieses Gericht ist sensationell: Die Macaroni sind tatsächlich bissfest gekochte Nudeln (hier war ich etwas verblüfft, ich hatte es mir irgendwie verkrustet vorgestellt), gefüllt mit einer erdigen Creme. Rings herum befindet sich eine getrüffelte Sauce (dunkler) und eine Sauce Supreme (heller). Obenauf der gratinierte Käse, der erst ganz frisch geschmolzen zu sein scheint. Wow! Selbst den letzten Tropfen wische ich mit meinem Speckbrot noch auf (***).

          Aus dem Lunchmenü wählt meine Freundin „OYSTERS FROM MARENNES with seaweed tartare and capers, steamed with sea water, broth of “pot-au-feu” with bone marrow” – welches beeindruckend in einer Dampfglocke daherkommt. Hierin schwimmt in einer Suppe ein Mix aus Austern und Sellerie (unschwer zu erkennen). Das schmeckt ohne Frage alles süffig und tief, ist aber irgendwo auch monoton (**). Und obendrein meiner Freundin zu salzig, sodass sie die Brühe selbst stehen lässt. Der Service kommt kurz darauf und reißt ihr den Teller mit einem „Everything was good!“ mehr oder weniger weg. Sie ärgert sich und merkt es beim Maître später an, der Verständnis zeigt. Hiernach geht es aber nur noch bergauf.

          Mit “WILD DUCK roasted with smoked pepper, lacquered with ginger honey, confit duck leg and aniseed poached pear” nehmen wir beide den Hauptgang aus dem Lunchmenü. Und klassische Ente kann das Epicure hervorragend, das wissen wir aus unserem Erstbesuch. Hier kommt ein hervorragendes Filetstück („der Koch empfiehlt blutig“) und ein Keulenstück, welches sich einfach mit den Zähnen vom Knochen abziehen lässt. Obenauf geröstete Schalotten. Daneben pochierte Birne, die genau die süße Cremigkeit beisteuert die man für die Abwechslung sucht. Was für ein Genuss! Und dann erst die Sauce! Eine Mischung aus Bratensauce, Honig, Ingwer legt sich hierüber – geschmacklich vielschichtig und tief, dass mir fast schwarz vor Augen wird. Einzelne Tropfen austretenden Bluts aus dem Filetstück vermengen sich mit der Sauce und steuern noch einen leichten Eisengeschmack hinzu. Diesen Saucier leeren wir natürlich wieder bis auf den letzten Tropfen aus und streiten uns sogar noch darüber wer diesen Tropfen haben darf. Hier ist jede einzelne Komponente genau richtig und perfekt dosiert und brennt sich tief in meine Referenz für Wildgerichte ein (***) – Wildente zähle ich jetzt einmal großzügig dazu. Belustigend ist hierzu unser Maître, der gedankenverloren und bedächtig an unserem Tisch eine Rose zerpflückt und bereitlegt (im Hintergrund zu sehen).

          Im Gegensatz zum letzten Mal bin ich dieses Mal angenehm gesättigt aber da ist noch Platz. Der Christofle-Käsewagen rollt an und der Service schneidet uns ein paar Stücke ab. Meine Freundin ist Käseliebhaberin und kann sich nicht entscheiden, sodass der Service ihr diese Aufgabe mit einer üppigen Auswahl abnimmt. Nicht minder als perfekt. Ich habe eine Abneigung gegen Käse, die ich allerdings in den Pariser Top-Adressen gerne hin und wieder vergesse.

          Das Pre-Dessert ist ein Kokosnuss-Sorbet auf Ananasstücken und einem Pina Colada-Sorbet. Diesen Drink habe ich nie gemocht aber bei diesem Pre-Dessert stelle ich mir die Frage ob ich nicht doch einen Flug in die Karibik buchen müsste. Und dieses Sorbet! Diesen Teller putze ich wieder bis auf den Grund durch und wische im unbeobachteten Moment verbotenerweise sogar noch einmal mit dem Finger durch. Kühl und cremig, süß und leicht sauer aber gleichzeitig nicht überbordend süß. Himmlisch! (***)

          Das Dessert ist bei mir dann eine der letzten berühmten Kreationen des leider viel zu früh verstorbenen Patissiers (durch ihn habe ich u.a. meine Liebe zur Bitterschokolade entdeckt), nämlich “THYME-LEMON” HONEY iced, crispy, and runny honeycomb, refreshed pears with lime“. Wie Sie sehen können waren wir zu einem Anlass da und das Restaurant lässt es sich nicht nehmen dies angemessen aber zurückhaltend zu zelebrieren. Auch über dieses Dessert ist schon viel geschrieben worden, sodass ich nur meine Eindrücke wiedergeben will: Obenauf gießt der Service eine klebrig-goldene Zitronen-Honig-Sauce. Jedes dieser „Waben“-Gitter lässt sich im Mund zu klebrigem Honig zerdrücken und dieses Dessert vereint vieles – Kälte, Süße, ganz behutsame Gewürzakzente vom Thymian (in ambitionierteren Restaurants wird man von solchen "Akzenten" ja gerne mal umgehauen) und Knusprigkeit durch enthaltenes Shortbread. Besser kann Patisserie für mich nicht mehr sein, nur noch anders (***). Dazu wird parallel noch ein Löffel mit einer Orange-Campari-Sphäre serviert, die wie ein wahr gewordener Traum aus flüssiger Orange schmeckt. Meine Freundin ist von ihrem Dessert, "Bergamot", ebenfalls begeistert.

          Zu unserer Überraschung tischt uns der Service gleichzeitig aber noch ein drittes Dessert auf und zwar „PERU CHOCOLATE in a cocoa pod, iced, foamy and crunchy, chocolate sorbet infused with lemongrass“. Ich hatte ja zu Beginn meine Vorliebe für Schokolade angesprochen, erzählt mir Herr Legros. Dieser „Pod“ besteht aus zwei Schalen feinster Bitterschokolade von denen eine mit einem Creme aus kühlem Sorbet gefüllt ist die an die besten Mousses au Chocolat meines Lebens erinnert (*** wenn man etwas liegenlässt). Nun geht aber wirklich nichts mehr, die zwei Hüllen Bitterschokolade (ich lasse keinen Krümel liegen) sind sehr mächtig. So glücklich ich über diese Zugabe bin: Die Schokoladendesserts im Epicure scheinen wirklich nur etwas für die ganz großen Fans zu sein, die auch gerne mal ein halbes Kilo davon verdrücken könnten. Hervorragend hierzu ein Glas Tokaji Aszú 3 Puttonyos, Disznokö, aus 2008. Gold im Glas und Honig auf der Zunge. Sagenhaft.

          Der Petit Fours-Wagen bringt uns endgültig weit über unsere Kapazitätsgrenzen – wir lassen uns Macarons für den nächsten Tag zum Mitnehmen einpacken. Es sind ohne Zweifel die besten Macarons die ich probieren durfte. Dazu abschließend ein Café aus der eigenen Café-Karte sowie noch, frisch vom Backblech, 1-2 Madeleines.

          Zum Abschied – wir kamen übrigens um ca. 12h50 und gingen um 16h30 (und da waren noch mehrere Tische besetzt und gerade beim Dessert angelangt) grüßt uns vor der Tür noch die Hauskatze des Hotels.

          Fazit: Auch dieser Besuch im Epicure war wieder positiv aufwühlend. Spannend war auch für mich meine eigene Entwicklung zu beobachten – Spitzenrestaurants zu frequentieren, das habe ich erst nach meinem ersten Epicure-Besuch vor 2 Jahren so richtig angefangen und dann auch irgendwann das Forum hier gefunden. Ich bin selber routinierter geworden und könnte mir auf dieser Basis jetzt auch das große Signature-Menü zutrauen bzw. könnte mich daran wirklich erfreuen. Noch klarer sind mir die Unterschiede zu einem sehr „glatten“ Restaurant wie dem Chef’s Table at Brooklyn Fare klar geworden was auf das Drumherum verzichtet – im Epicure wird Frankreich mit allem drum und dran zelebriert: Brotkorb, Amuses, Pre-Dessert, Macarons. An diesem Drumherum muss man sich erfreuen können, um es hier völlig zu genießen. Aber auch mit dem Essen alleine schafft man das, daran habe ich keine Zweifel.

          Für uns war dieser Besuch unter dem Strich sogar besser als der erste Besuch. Schlicht mit mehr Höhen und Tiefen verbunden. Den einzigen wirklichen Kritikpunkt den ich anmerken kann ist die unflexible Weinphilosophie in diesem Haus. Alles andere war verzeihlich. Der Besuch schlägt mit €528 vor Trinkgeld zu Buche – es wurden hierbei lediglich die beiden Lunchmenüs abgerechnet sowie Champagner und 2 Gläser Tokaji sowie 3 Flaschen Wasser. Eine weitere Flasche Wasser sowie unsere Cafés sowie das Extra-Dessert wurden nicht aufgeführt – in Summe immerhin €75. Ob vergessen oder bewusst als Kompensation auf die 2 Kommentare meiner Freundin hin nicht aufgeführt, kann ich nicht sagen. Aber ich würde sagen, dass dies für das gezeigte 3-Sterne-Niveau und für Paris ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gewesen ist.

          Und mit meinem Schnupfen: Ich habe nicht jede Feinheit bis zum Ende hin erschmecken können – mein Kompromiss mit mir selbst: Ich muss noch einmal in 2018 wiederkehren …

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          • #20
            Epicure und Jin, das wäre auch meine Kombination gewesen. DIe Serviceschwächen im Epicure hätte ich so nicht erwartet, aber die Küchenleistung stimmt und das ist das zentrale. Danke für den Bericht!
            M

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            • #21
              Das wirklich ein wunderbarer Bericht - das hat richtig Spaß gemacht zu lesen. Kleiner Tipp am Rande: ich reise nie ohne Nasendusche...

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