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Kei*, Paris

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  • #16
    Das ist korrekt. Das L'Astrance akzeptiert ausschließlich telefonische Buchung. Das liegt auch daran, daß sie mit ihren 25 Plätzen meist schon Wochen im Voraus ausgebucht sind und daher nicht hunderte sinnloser Mails beantworten wollen.

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    • #17
      Zitat von calvados* Beitrag anzeigen
      Habe bereits für nächste Woche reserviert und auch bestätigt bekommen.
      Calvados
      Nun, werter calvados*: Wie war's denn im "Kei"? Über Ihren Bericht würde ich mich freuen!

      KG

      Tobler

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      • #18
        Werter Tobler
        Wir waren bei Kei (Bericht folgt), danach sieben Tage auf schwankenden Boden auf Seine und Marne.
        Abschluss dann im Restaurant L’Assiette Champenoise (Reims) und gestern Abend noch bei Steinheuer, Bad Neuenahr. Berichte folgen, es wird allerdings etwas dauern.
        Calvados

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        • #19
          Das ist ja eine ausgesprochen erfreuliche Reihung, werter calvados*! Ich freue mich auf Ihre Berichte – nicht zuletzt zu Ihrem Besuch in Heppingen. Dort war ich schon viel zu lange nicht mehr...

          KG

          Tobler

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          • #20
            Restaurant Kei
            Rue Coq Héron.
            Paris

            Das Restaurant Kei wird in den verschiedensten Führer und auf Internetplattformen hoch gelobt.
            Keisuke Kobayashi hat jahrelang in bekannten französischen Spitzenrestaurants gearbeitet. Unter anderen im Le Cerf, Marlenheim und dann 7 Jahre im Restaurant Alain Ducasse im Plaza Athenee in Paris (3 Sterne) unter Führung von Jean-Francois Piege und Christophe Moret. 2011 übernahm er zusammen mit seiner Frau kein leichtes Erbe. Sie übernahmen das Restaurant von Gérard Besson. Bei der Verteilung der Sterne wurde Kei nicht übersehen. Der erste Stern kam bereits im ersten Jahr.
            Der Eingang des Hotels in hell beleuchtet. Nur der Aushang der Speisekarte zeigt uns, dass wir richtig sind. Freundlicher Empfang durch die Hausherrin und sie begleitet uns in den Speisesaal. Der Raum zeigt mit Grau und Silber zarte und harmonische Farben und wird durch einen großen Spiegel „aufgeweitet“.
            Auch gibt es eine gute Beleuchtung. Eine Woche später im Hôtel-Restaurant L'Assiette Champenoise bzw. bei Steinheuer sieht das leider anders aus.

            Die Speisekarte, die eigentlich keine ist, weißt lediglich 2 Menüs aus. Composition 1 für 95 € und Composition 2 für 118 €. Auch kein Hinweis auf die Anzahl der Gänge. Wir lassen uns Überraschen und wählen Composition 1 aus.

            Brot und zweierlei Butter stehen ebenso wie Mineralwasser schnell auf dem Tisch. Besonders die Salzbutter aus der Normandie schmeckt vorzüglich. Dazu als Aperitif ein Glas Champagner.

            Als Amuse Bouche werden serviert

            Olivenbrot mit Schinken, Macerons gefüllt mit Gänseleber, roter Basilikumdrink mit Eis, Oliven
            Solide, aber nichts umwerfendes, kaum Geschmack beim Basilikumdrink.

            Zu den Weinen. Mit dem sehr souveränen Sommelier wurden ausgesucht
            Weisswein: 2099 Puligny-Montrachet – Vincent Giradin – 0,37 l
            Rotwein: 2005 Cevrey-Chambertin - Jean und Jean Luis Trapet – 0,37 l

            Erster Gang:
            Gemüseteller
            5 verschiedene Tomatensorten, dazu eine fruchtige Tomatensoße. Eine dünne gelbe Zucchinischeibe brachte den „Biss“ in diesen Gang. Rucola und Blüten brachten Farbe auf den Teller.

            Zweiter Gang:
            Loup de mer mit roter Beete
            Der Fisch noch leicht glasig und mit einer krossen Haut. Dazu Kumquats und Creme fraiche mit Zitrone abgeschmeckt. Die rote Beete als „Kleckse“ auf dem Teller verteilt. Dazu Kräuter und Sprossen. Ein harmonischer und gut abgeschmeckter Gang.

            Dritter Gang:
            Hummer mit Brunnenkresse und Polenta
            Das interessanteste waren hier die vier verschiedenen Gewürze. Der Hummer eingepackt in einer krosse Panade.

            Vierter Gang:
            Boeuf, Saisongemüse, Kartoffelpüree
            Das Fleisch aus dem Rippenstück geschnitten zart aber mit festem Biss. Man müsste schon kräftig kauen. Das Fettstück schmeckte wunderbar. Luftiges Püree. Das Gemüse konnte man nur ahnen. Ansonsten ein ausgewogener Gang.

            Fünfter Gang:
            Käse
            Schlicht, einfach. Es gibt bessere Käsegänge

            Sechster Gang:
            Dessertteller
            Zum Abschluss erfrischende Sorbets, Früchte und Schokolade.
            Gourmandise
            Zum Espresso vier verschiedene süße Häppchen und ein 1944 Kirsch.

            Lychee, Schokolade, Sandkuchen-Karamell, „Erde“

            Fazit:
            Ein außergewöhnliches Essvergnügen. Sehr kompetenter und souveräner Service. Die Küche hat bestimmt noch „Luft“ nach oben.

            Bilder unter http://29alwi.wordpress.com/2012/10/...ant-kei-paris/
            Zuletzt geändert von calvados*; 07.10.2012, 09:44.

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            • #21
              Besten Dank für Ihren Bericht, werter calvados*! Ganz so begeistert wie wir im August waren Sie aber offenbar nicht. Ihr Bericht klingt jedenfalls eher gemäßigt bzw. recht nüchtern. Oder täuscht das? Immerhin sprechen Sie als Fazit dann wieder von einem "außergewöhnlichen Essvergnügen"...

              KG

              Tobler

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              • #22
                Hallo Tobler,
                Für ein * Sternerestaurant war es ein außergewöhnlichen Essvergnügen, mit Luft nach oben.
                Ein Beispiel ist der Fischgang, St Pierre, Rote Bete und Zitrusfrüchte. Diesen gang hatte wie ich sehe auch Tobler im August.
                Krosse Haut, der Fisch saftig, das Problem waren die roten Beete. Rote Farbkleckse auf dem Teller, aber von der Erdigkeit der Beete war nichts zu schmecken. Erst als ich mit einem Stück Brot die Farbkleckse zusammen wischte, war etwas vom Geschmack zu spüren.
                Calvados

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