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Paris, dies und das

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  • #61
    Hexagone-Lunch im August 2016

    Während Küchenreise (http://www.forum.restaurant-ranglist...d-Histoires-**) dem „großen“ Hexagone (Histoires) von Mathieu Pacaud gerade bestätigt, Potential zum dritten Stern zu haben, hat man im hauseigenen Einsterner Hexagone das Mittagsangebot scheinbar ökonomisiert. Die Kommentare hier im Forum waren ja schon Warnung, dass der Erwartungshorizont nicht zu weit ausufern sollte - dafür meinen ausdrücklichen Dank, dieses Forum ist Gold wert! Da ich aber in der ersten Augusthälfte in Paris war, wo nicht nur die Pariser, sondern auch deren beste Köchen im Urlaub sind, fiel die Wahl doch auf das Hexagone.

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Name: Hexagone_Lunch_201608.jpg
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ID: 50707Drei Lunch-Gänge kosten unverändert 59 Euro, das Gesamtpaket – o.k., wir sind in Paris – erschien am Ende nicht preiswert. Es gibt in jedem Gang die Wahl zwischen zwei alternativen Gerichten. Schon beim Lesen bestätigte sich, dass man wohl nichts besonders Aufregendes erwarten durfte, das Auswahl-Ergebnis liest sich wie folgt:

    Vorspeise: Chiffonade de jambon Corse, Tapenade de Tomates
    Es gab einen guten Schinken in Scheiben, dazu dünn aufgeschnittenes geröstetes Brot und die Tomatentapenade war eher ein Ragout von frischen aromatischen Tomaten. Insgesamt ein schöner Snack, für dessen Herstellung nicht allzu viel Kochkunst notwendig war.

    Hauptgang: Chipirons farcis, Jus de hommard rafraichi au basilic (und überbackener Chikoree)
    Die Tintenfischtuben waren relativ gut gegart, mit einer Füllung u.a. wohl aus Auberginen insgesamt aber nicht sehr geschmacksintensiv, mindestens etwas Salz hat mir gefehlt. Die dazu angegossene Hummersauce war intensiv und hervorragend. Da blitzte deutlich die Sterneliga auf. Der dazu gereichte gratinierte Chikoree, war wiederum sehr wenig gewürzt und gesalzen.

    Dessert: Orpheons aux Amandes et peches roties, Glace verveine
    Es wurde eine Straße gebaut aus vier Kugeln leicht aromatisierter Sahne (geformt wie kleine Eiskugeln), zwei Nocken des Verbeneises, Krümeln von gerösteten Mandeln und etwas Pfirsich. Bei peche roti hatte ich an etwas Gebratenes oder Gerilltes gedacht, sechs der gereichten kleinen Pfirsichscheiben sahen so aus und hatten die Konsistenz von dem, was man aus der Dose kennt. Ich nehme an, dass frische Pfirsiche beim pochieren (?) so werden. Zwei Scheibchen waren von einer anderen – interessanteren - Sorte, erinnerten uns an Weinbergpfirsiche und waren etwas fester. Insgesamt war beim Dessert kein Konzept erkennbar, der namensgebende Pfirsich sehr sparsam eingesetzt.

    Die Auswahl offener Weine war mit ca. 20 Positionen absolut in Ordung, Preislage um 20 Euro das Glas, wenige günstigere Positionen.

    Dieses Mittagessen für etwa 125 Euro mit Wein und Aperitif würde ich so nicht wiederholen. Leider war anhand des Gebotenen auch nicht festzustellen, ob es sich hier lohnen würde, etwas kostspieliger zu bestellen.
    Zuletzt geändert von bernard; 22.08.2016, 12:18. Grund: Bild eingefügt

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    • #62
      Le Dali – Hotel Meurice - Paris

      Monsieur Ducasse ist in Paris auch Patron einer Art Tapas-Bar - also einer gehobenen Tapas-Bar. Neben seinem neuen Flagschiff im Meurice ist er auch für das Zweit-/Drittrestaurant „Le Dali“ verantwortlich, wie in jeder Reservierungsmail und auf der Homepage deutlich gemacht wird. Die Tatsache, dass ich in der ersten Augusthälfte (alle Köche sind weg, aber sowas von weg) Paris besucht habe, brachte mich in die Verlegenheit auch hier einzukehren. Das Gesamtpaket war anders als erwartet, wäre aber durchaus eine Wiederholung wert.

      Die Karte des Le Dali bietet Klassiker der Hotelküche (Cesars Salad, Club Sandwich etc.) ab 28 bis 68 Euro, eine Handvoll „zeitloser“ Gerichte und – im Zentrum – die „Saveurs de la Mediterranee“. Die letzteren gibt es a la carte oder in Menus mit zwei oder drei „Entrees“ vor dem Hauptgang und ggf. Dessert.
      Meine gewählten drei Entrees waren Artischocken mit Speck (extrem gut), Patatas bravas, die sich als gebackene Kartoffeltuben gefüllt mit einer dunklen köstlichen Creme (sehr gut) präsentierten, und eine Art Cevice „Bar marine citron/piment“ (leider sehr sauer). Da mir zum Zeitpunkt der Bestellung nicht bewusst war, dass es hier um Tapas-Portionen geht, war ich etwas überrascht, als mir die drei „Entrees“ in etwa bierdeckelgroßen Gefäßen auf ein Mal gebracht wurden.
      Der anschließende Hauptgang wurde dementsprechend auf einen Dessertteller serviert und bestand aus einem Stück Lamm von der Keule mit confierten Auberginen. Das Lamm, das den Teller auch mengenmäßig dominierte, war mir zu fest, vielleicht war die Bestellung mit „rose“ doch zu französisch.

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Name: Kirschtarte_Le_Dali.jpg
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ID: 50708Danach passte selbstverständlich noch ein Dessert. Auf mein „qui, avec plaisir“ bekam ich nicht die Karte gebracht, sondern ein Tablett mit diversen kleinen Tartes (Durchmesser ca. 13cm), aus denen ich eine auswählen konnte. Warum die Karte, auf der auch noch andere Desserts zu finden gewesen wären, nicht gereicht wurde, weiß ich nicht. Jedenfalls hat mich das zur besten Kirschtarte geführt, die ich je gegessen habe - leider wurde nur eine Hälfte serviert ;-). Schon optisch ein Genuss mit den aufgestellten halbierten Kirschen, im Teig vermutlich frische Kräuter (Basilikum?) verarbeitet und – wie ich später von Service erfahren habe - oben leicht mit Olivenöl benetzt. Grandios.

      Das Ducasse‘sche Konzept von Produktqualität und Produkt im Mittelpunkt wird insgesamt sehr deutlich. Der Service ist professionell aber sehr freundlich. Hier kann man ein „kleines“ Abendessen in guter Qualität zu für Paris angemessenen Preisen (ca. 150 Euro mit Menü, zwei Gläsern Wein, Wasser und Lillet zum Aperitiv) bekommen – und wenn man auf die Tapas-Geschichte vorbereitet ist, macht es vielleicht noch mehr Spaß.
      Zuletzt geändert von bernard; 05.09.2016, 13:43.

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      • #63
        Liebe Genießer und hierunter besonders Parisliebhaber,

        Sie wohnten vom 2. Weihnachtsfeiertag auf den 27.12. nahe dem Palais Royal. Ich würde doch versuchen, abends im Septime einzukehren. Sollte das Vorhaben jedoch am Feiertag oder dem Reservierungsprocedere scheitern, was würden Sie für den Feiertagsabend, sofern dann geöffnet, im Einstern-Bereich empfehlen ? Gerne natürlich in der Nähe...
        Was wäre Ihr unkomplizierter Mittagstipp für den Folgetag ?

        MkG, S.


        P.S. Freunde der Familie bitte ich um äußerste Diskretion, da der Ausflug ein (Überraschungs-)Geschenk mit Besuch in der 68 rue du Faubourg Saint Honoré werden soll.

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        • #64
          Neben meinen beiden Besuchen im Fine Dining-Bereich (siehe separate Berichte zu Epicure und JIN) haben wir uns in Paris noch an der Bistro-Welt probiert:
          • Relais de l'Entrecote (gibt es mehrfach in Paris, wir waren in Saint-Germain): Der französische Traditions-Klassiker, der ausschließlich Entrecote-Stücke in einer geheimen, hoch schmackhaften Café de Paris-Sauce mit sehr viel Butter und Fritten in 2 Gängen serviert. Davor ein einfacher aber guter grüner Salat mit Walnüssen in Essig-Öl-Senf-Vinaigrette. Mehr braucht es nicht um glücklich zu sein. Ja, es ist touristisch und von den Franzosen kommen nur die über 60. Ja, man wird durchgeschleust und es ist ein sehr effizienter Ablauf. Aber spätestens bei den Desserts darf man frei wählen, der Service wird spätestens da auch charmant und es ist und bleibt ein sehr rundes und glücklich machendes klassisches Steak-Frites-Erlebnis in Paris. Mit einer halben Flasche Rosé-Wein in Summe ca. €70. Noch ein Tipp: Da keine Reservierungen angeboten werden am besten 5 Minuten vor Eröffnung (18h55) hierhin kommen. Eigentlich gilt das für so ziemlich alles was mit Frankreich zu tun hat und keine Termine macht. 30 Minuten später ist alles voll und man steht sich draußen die Beine in den Bauch.
          • La Bourse et la Vie (2. Arrondissement): Auf dieses Bistro war ich gekommen nachdem es der Foodblog "Paris by Mouth" als das beste klassische Bistro Paris' gekürt hat. Das Bistro ist diese Sorte Restaurant in der man sich direkt wohlfühlt, die zwar dicht bestuhlt ist aber trotzdem entspannte Abende verspricht. Ansprechend dazu auch der nette Service und ein gutes Weinangebot. In der Küche probierten wir dann als Vorspeise "Poireaux vinaigrette, noisettes du Piémont" und "Foie gras mi-cuit, toasts" - das sind gekochte Lauchstangen in einer säuerlichen Essig-Vinaigrette mit Haselnüssen sowie Foie Gras mit Toast. Die Foie Gras ansprechend, die Lauchstangen eher als ganz nett abzuspeichern. Letztere ließen sich zerkocht nur schwer schneiden und die Haselnüsse können gegen die dominierende Säure der Vinaigrette nicht ankommen während der Lauch selbst durch das Zerkochen geschmacklos geblieben ist. Als Hauptspeise entschieden wir uns für den viel gelobten und angeblich besten "Pot-au-Feu de Veau" der Stadt und eine Art Gulasch vom Wildschwein (marcassin) mit Apfel und unter etwas Feldsalat. Für beides konnten wir uns nicht so recht begeistern - große Highlights in Produktqualität, Gewürzen, Geschmack oder Kontrasten blieben aus. Als Nachspeise dann "Mousse au chocolat-café" - durchaus ansprechend mit einer sehr gut gelungenen Mousse au Chocolat und Kakao-/Café-Akzenten. Mit ein, zwei Gläsern Wein landeten wir dann bei ca. €140, was ich angesichts des Gebotenen als etwas teuer empfand. Überraschend fand ich zudem, dass dieses Restaurant wohl gespickt mit 40- bis 50-jährigen (und ihrem Klischee entsprechend wirklich nicht zu überhörenden) amerikanischen Expats ist. Aber die fühlen sich wohl aus den gleichen Gründen angesprochen wie "Paris by Mouth" - mir blieben diese leider schleierhaft.
          • Champeaux: Besuchten wir motiviert durch einen Bericht von Troisetoiles am Abend nach unserer mittaglichen Epicure-Orgie in der Hoffnung auf ein klassisch französisches Bistro-Erlebnis. Champeaux ist ebenfalls im Imperium von Alain Ducasse eingebunden, liegt im Erdgeschoss des neuen Les Halles-Komplex (wirklich sehenswert gut gelungen!) und bietet erfrischende moderne Gastronomie - für mich genau das richtige für ein kleines Dîner nach einem ausschweifenden 3-Sterne-Besuch: Über 100 Plätze und trotzdem gutes Essen, belebt und laut, kein Reservierungszwang da die Gäste hier nicht wegen einem „Anlass“ kommen sondern schlicht nach Feierabend gemeinsam etwas essen müssen (und wollen) oder sich mal auf einen Wein treffen. Schade, dass sich die Gäste in Deutschland nur auf sowas einlassen wenn „Pizza oder Burger beim Italiener / Thai um die Ecke“ serviert werden … Wir verzichten auf große Ausschweifungen und ordern das Onglet (€24) mit Frites und Salade (sehr gut gewürzt und ansprechende Cuisson, leider mit sehr viel austretendem Fleischsaft was auf ein nachlässiges Ruhenlassen des Fleisches schließen lässt) sowie einer Sauce Échalote sowie das Tartare de bœuf de race charolaise bien assaisonné (der Hinweis auf eine gute Würzung ist durchaus ernst zu nehmen, €21). Mit einer Orangina und einem Glas Pouilly-Fuissé (lustig: hier werden die Weine aus Jeroboam-Flaschen ausgeschenkt was dem Service durchaus kleine Probleme bereitet) landen wir bei ca. €70. Die Empfehlung im Guide Michelin finde ich angemessen wobei ich durchaus entlang anderer Gerichte (z.B. Hummer-Soufflé!) Höhenflüge vermuten würde. Steak-Frites kann man sicherlich irgendwo in Paris noch besser und günstiger bekommen aber hier hat zu diesem Anlass wirklich alles gestimmt und glücklich gemacht und wird Alain Ducasse würdig! Wir kommen wieder wenn uns der Sinn nach einem unkomplizierten Abend steht!

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          • #65
            Zitat von Frab Beitrag anzeigen
            [*]La Bourse et la Vie (2. Arrondissement): Auf dieses Bistro war ich gekommen nachdem es der Foodblog "Paris by Mouth" als das beste klassische Bistro Paris' gekürt hat. Das Bistro ist diese Sorte Restaurant in der man sich direkt wohlfühlt, die zwar dicht bestuhlt ist aber trotzdem entspannte Abende verspricht. Ansprechend dazu auch der nette Service und ein gutes Weinangebot. In der Küche probierten wir dann als Vorspeise "Poireaux vinaigrette, noisettes du Piémont" und "Foie gras mi-cuit, toasts" - das sind gekochte Lauchstangen in einer säuerlichen Essig-Vinaigrette mit Haselnüssen sowie Foie Gras mit Toast. Die Foie Gras ansprechend, die Lauchstangen eher als ganz nett abzuspeichern. Letztere ließen sich zerkocht nur schwer schneiden und die Haselnüsse können gegen die dominierende Säure der Vinaigrette nicht ankommen während der Lauch selbst durch das Zerkochen geschmacklos geblieben ist. Als Hauptspeise entschieden wir uns für den viel gelobten und angeblich besten "Pot-au-Feu de Veau" der Stadt und eine Art Gulasch vom Wildschwein (marcassin) mit Apfel und unter etwas Feldsalat. Für beides konnten wir uns nicht so recht begeistern - große Highlights in Produktqualität, Gewürzen, Geschmack oder Kontrasten blieben aus. Als Nachspeise dann "Mousse au chocolat-café" - durchaus ansprechend mit einer sehr gut gelungenen Mousse au Chocolat und Kakao-/Café-Akzenten. Mit ein, zwei Gläsern Wein landeten wir dann bei ca. €140, was ich angesichts des Gebotenen als etwas teuer empfand. Überraschend fand ich zudem, dass dieses Restaurant wohl gespickt mit 40- bis 50-jährigen (und ihrem Klischee entsprechend wirklich nicht zu überhörenden) amerikanischen Expats ist. Aber die fühlen sich wohl aus den gleichen Gründen angesprochen wie "Paris by Mouth" - mir blieben diese leider schleierhaft.[/LIST]
            Zumindest bei meinem Besuch war das Pot au Feu in der Tat sensationell. Was nicht an irgendwelchen Kontrasten lag, sondern daran wie hier ein klassisches Gericht zeitgemäß zubereitet wurde (was auch für die anderen Gerichte galt). Es ist ein subtiles Gericht, aber die Feinheit und Klarheit des Geschmacks waren grossartig. Insgesamt auf einem ganz anderen Niveau als das l'Entrecote, obwohl ich an das Original in der Rue Marbeuf schöne Kindheitserinnerungen habe.
            Dass hier viel amerikanisch gesprochen wird erklärt sich durch die Herkunft des Chefs. Daniel Rose ist ja aus Chicago und sein Erfolg in Paris wurde auf dieser Seite des Atlantiks mit regem Interesse verfolgt.

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            • #66
              Werter glauer, die ersten beiden habe ich ja bewusst nicht "objektiv" eingewertet sondern lediglich meine persönliche Meinung abgegeben im Sinne von "hat mir der Abend gefallen". In Restaurant #1 hat es mir das, in Restaurant #2 nur bedingt. Beides hat seine Daseinsberechtigung. Es wird aber natürlich eine andere Kochkunst im Bourse et la Vie geboten als im l'Entrecote - das kann ich schon attestieren -, mich hat sie beim Besuch aber jetzt nicht begeistern können. Wahrscheinlich waren auch schlicht die immensen Vorschlusslorbeeren und die damit verbundene Erwartungshaltung an das "beste klassische Bistro Paris" irreführend.

              Wenn ich es objektivieren müsste: Der frz. Gault Millau wertet das Bourse et la Vie bei 13/20. Dem würde ich mich bedingt anschließen bzw. es im Bereich 12-13/20 sehen. Champeaux ebenfalls.

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              • #67
                Bei mir steht am Wochenende kurzfristig eine Paris-Reise an und da will ich natürlich wieder ausgiebig schlemmen, nur die Auswahl ist so schwierig bei der ungeheuren Vielfalt ... Champeaux, Porte 12, Boutary, Benoit, Bistrotters habe ich auf der Liste und zudem bei Verjus auf der Warteliste (Septime ist so kurzfristig wahrscheinlich nicht zu bekommen).

                Ich würde neben den ganzen Bistrots gerne etwas auf 1-3 Sterne-Level probieren. Epicure (Warteliste) und Histoires (reizt mich persönlich sehr) sind so kurzfristig leider nicht mehr zu organisieren, Ambroisie wäre eigentlich mein Fall aber irgendwie zögere ich noch, ob man hier ein Mittagessen auch in 2 Stunden genießen kann oder klassisch 4-5 Stunden im Sessel versackt. Ich habe nämlich den Samstag sonst noch Pläne in Paris!

                War jemand von Ihnen zuletzt in Paris und fühlt sich berufen eine Empfehlung auszusprechen?

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                • #68
                  Zitat von Frab Beitrag anzeigen
                  War jemand von Ihnen zuletzt in Paris und fühlt sich berufen eine Empfehlung auszusprechen?
                  Restaurant Sylvestre im 7. Arrondissement oder Le Clarence im 8. Arrondissement. Beide klassisch, aber nicht zu klassisch, individuell und mit wirklich inspirierten Köchen in der Küche.
                  Zuletzt geändert von rocco; 10.09.2018, 15:52. Grund: Ergänzung

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                  • #69
                    Septime regelmaessig online checken, vor allem auch so gegen 11. Und anrufen. Da geht oft noch was. Allerdings nur ab 2. Für einen alleine ruecken sie so einen Tisch nicht raus.
                    Und warum gerade Benoit?

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                    • #70
                      Werter Frab,

                      ich war vorige Woche in Paris und bin im Grand Vefour sehr glücklich geworden. Auch wenn es sich um das älteste Gourmetlokal von Paris handelt, empfinde ich die Küche von Guy Martin als sehr zeitgemäß, leicht und modern (wenn man mal von Klassikern wie Ravioli mit Foie Gras oder Pigeon Rainier III absieht).
                      Die Bewertung mit 2 Sternen halte ich für angemessen, die Preise sind jedoch zugegebenermaßen im 3 Sternebereich. Mittags gibt es ein günstiges 4-Gang Menü. Die Weinpreise wiederum sind für ein Restaurant dieser Kategorie in Paris moderat.

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                      • #71
                        Vielen Dank für alle Ihre Tipps - es ist wahrlich nicht einfach. Aktuell steht auf dem Plan:
                        - Freitagabend: Virtus
                        - Samstagmittag: Le Clarence - welches übrigens sehr einfach (ungewöhnlich) einfach über La Fourchette reservierbar ist. Ich frage mich noch wann der Anruf / Mail wegen der verbindlichen Bestätigung kommt. Die durchgehend sehr positiven Berichte stimmen mich schon positiv (und meine Freundin mag alles was nach Großbritannien aussieht).
                        - Samstagabend: Porte 12
                        - Sonntagmittag: Bistrotters - @glauer: Ich hatte mich an Parisbymouth orientiert, aber im direkten Vergleich spricht mich das Bistrotters dann doch deutlich mehr an.

                        Ich freue mich schon lediglich den Freitagabend muss ich noch irgendwie lösen. Ich schiele auf das Neige d'Ete aber das steht bei meiner Freundin leider in keinem guten Ruf nachdem bei unserem letzten Besuch alle außer mir Magenkrämpfe hatten (nachdem alle außer mir den Käsegang genommen haben).

                        Nachtrag: Ich habe mich nochmal durch das Forum hier gewühlt und bin jetzt für Freitagabend doch fündig geworden und zwar beim Virtus. Auf der eigenen Seite eigentlich nicht mehr zu reservieren aber über die Website des Michelins dann doch.
                        Zuletzt geändert von Frab; 13.09.2018, 15:18. Grund: Nachtrag

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                        • #72
                          Zeit 2 Wochen später ein Fazit zu ziehen: In Paris kann man nach wie vor konsistent hervorragend essen - was für einen Stolz und Anspruch Restaurants für die französische Küche auch unter der Sternegrenze vorzeigen ist unvergleichlich. Auffällig ist, dass nahezu alle unserer Besuche auf das lange Genießen ausgelegt waren - 3 Stunden Aufnehtlant waren unser Durchschnitt (!). Fokus waren diesmal ja eher die Bistros, die Warteliste des Epicure rief Sonntagvormittags tatsächlich noch für den selben Mittag an aber dank einer leichten Erkältung wollte ich nicht das zweite Mal in Folge mit Erkältung und leicht eingeschränktem Geschmack dort einkehren. Nächstes Mal!

                          - Virtus hat uns unter dem Strich fast am Besten gefallen - es gab ein hervorragendes 5-Gänge-Menü à €64,50 (in Summe mit 4 Gläsern Wein bei €175 für 2). Vorneweg wird außerhalb des Menüs eine Art Neuinterpretation und Kreuzung zwischen Brioche und Croissant serviert, fettig und salzig, warm und unverschämt gut. Amuses gibt es auch aber die habe ich nicht mehr im Kopf. Es folgt roh marinierter roter Thunfischer mit angegossenem "Tomatenwasser", kannte ich persönlich noch nicht aber fängt das Umami der Tomate absolut vorzüglich ein. Danach besonders interessant ein "deklinierter Mais" von "A. Bertin" (Maischips auf einer Maiscreme mit ausgelösten Maiskörnern, daneben mit einer leichten und schaumigen Sauce Bernaise ein gegrillter Maiskolben) - eine ganz intensive Art dieses Produkt zu erleben und bei weitem nicht so verkopft wie ich anfangs befürchtet hatte. Absolut erstklassig danach ein schönes Fischfilet auf Venusmuscheln ("Lieu jaune de ligne, émoulsion de coquillages"), besonders die Venusmuscheln gefallen mir - an diesem Produkt finde ich nur in bester Qualität wirklich gefallen und das ist hier ohne wenn und aber gegeben. Danach dann "Carré de veau, potiron confit" - wenn ich richtig übersetze Kalbscarré, perfekt rosa gegart, das Produkt im Fokus, mit einzelnen gegrillten Gemüsen und einem klebrigen und schmackhaften Kalbsfonds - das macht glückselig! Danach wird es etwas kreativer: Es folgt eine mit Lavendel aromatisierte Creme die eher den Charakter eines Pre-Desserts hat und angenehm erfrischt. "Coco, café, pistache" ist der Titel des Desserts die dann aussieht als wäre sie Christian Hümbs in seinen Anfangstagen entsprungen - Caféwürfel und eine Kokoscreme verbergen sich unter einen Chip, darum grüne Blätter und zerbröselte Pistazie. Schmecken tut das aber hervorragend, Kokos und Café ist eine passende Kombination und die Pistazie fügt sich gut ein. Zum Café gibt es Matcha-Macarons und ganz zum Schluss dann noch "warme" sehr gut gelungene Madeleines. Gerade zu zweit ist dies eine tolle Adresse - von der Küche sehe ich hier und dort schon Ambitionen auf einen Stern, in Summe würde ich 15/20 unterschreiben aber es ist eher das Gesamterlebnis hier welches mich überzeugt hat. Man fühlt sich als würde man in einem großzügigen Wohnzimmer sitzen. Ein Punkt noch: Das Restaurant fühlt sich mit Französisch schon deutlich besser als Englisch - beim Wunsch nach einem englischen Menü für meine Freundin ist die Antwort lapidar "ich habe nur Französisch da, sagen Sie mir wo Sie Fragen habe und ich übersetze".

                          - Le Clarence war von Essen und Anspruch her natürlich eine ganz andere Adresse als die anderen Läden und uneingeschränkt empfehlenswert, mehr dazu separat. 18/20 oder 2 Sterne finde ich angemessen. Für mehr fehlen noch die ganz großen Momente. Interessant auch, dass hier vorab ebenfalls wieder so ein Croissant-Brioche-Zwitter serviert wurde, vielleicht ein neuer Trend in Paris?

                          - Unser Besuch im Porte 12 stand zu Anfang direkt nicht unter einem guten Stern. Sobald wir uns hingesetzt hatten zog uns ein strenger Geruch wie nach abgestandem Urin in die Nase. Nun gut, wie auf Französisch sich erklären ohne den Service direkt zu pikieren (besonders in Frankreich kein einfaches Unterfangen). Der Service setzt uns mit Unverständnis um aber immerhin wird unserem Wunsch stattgegeben - dafür sitzen wir nun neben der offen gelassenen Eingangstür in einem Durchzug aber diese wird später dann doch noch geschlossen. Das Porte 12 ist etwas enger und abgeschnittener bestuhlt als das Virtus (die Decke ist verspiegelt und lässt Hinterhof-Licht in das Restaurant) und serviert ein Carte Blanche-Menü für in Summe meine ich €80 pP - wir zahlen am Ende mit einer Flasche Poiré Authentique von Eric Bordelet €235 für zwei. Das Menü habe ich als etwas unfokussiert im Kopf und irgendwie hat man vieles schon gesehen - ein bisschen wie ein kreatives Berliner Restaurant das sich noch nicht ganz gefunden hat. Vorneweg ein abgeschnittenes Ei mit Eigelb, Balsamicocreme für süße Säure und Kartoffel für Biss - süß und gehaltvoll, kalt und warm. An Abschnitte von eher unbeeindruckendem Gemüse zu gutem Sashimi wird wieder Tomatenwasser mit einem Spritzer Essig angegossen - in Summe ein sehr frischer und guter Gang. Ein Teigkreis mit Tatar und viel Parmesan bricht beim Reinbeißen auseinander und es ist mehr Sauerei als Geschmack. An den Rest habe ich gar nicht mehr so viel Erinnerung außer an einen Spieß mit gebratenem Kalbsbries bei dem der Geschmack schon eher in die unangenehme Innereien-Richtung abrutscht. Es ist ohne Zweifel alles gut gemacht und interessant aber der rote Faden hat sich nicht so durchgezogen, es wirkt wie eine zusammengewürfelte Aneinenanderreihung von Ideen. Wer sich einen Eindruck verschaffen will sollte, wie ich davor, bei den Sternefressern vorbeischauen. In Summe 13-14/20.

                          - Sonntagmittag schauen wir im Bistrotters vorbei - das Lokal liegt etwas abseits (ich habe nicht weit von hier eine Weile gewohnt) im 14.Arondissement an der Metro Plaisance. Auffällig ist, dass das Lokal von jungen Gastronomen geführt wird und nach einem sehr frischen Wind wirkt. Ausgezeichnet ist es mit einem Guide Michelin auf genau welchen auch das Pricing ausgerichtet ist - 2 Gerichte €33 und 3 Gerichte €37, wobei manche Gerichte Aufpreise kosten. Ich nehme als Vorspeise ein Arrangement aus frischem Gemüse (insbesondere verschiedenfarbige Möhren) geschichtet auf einer kalten Art Lasagne mit grünem Pesto, eine neue Art Gemüse wahrzunehmen welches ich zuhause auch gerne esse und zubereite aber viel mehr auch nicht. Danach nehme ich Onglet in einer Pfeffersauce mit Kartoffelgratin. Dieses kommt in der sehr schönen Sauce, die auch leichte Minzakzente hat - stellenweise ist das Fleisch einen Tick übergart. Die Schnitte machen es aber auch nicht einfach. Sehr gut (aber schwierig zu essen) sind dazu Abschnitte von sehr gut gegarten Maiskolben. Irgendwo befriedigend einfach und gut. Erstklassig und ein Traum für Dessertliebhaber ist das Pain Perdu, zwei saftige Abschnitte Toast die in einer Karamellsauce fast ertrinken. Darüber eine dicke Scheibe sehr guter dunkler Schokolade, die auf dem warmen Toast abschmilzt und sich damit nach und nach zu einer Mischung aus warmem Karamell / Schokolade / Toast vermengt. Sehr gut aber auch sehr mächtig. Meine Freundin nimmt einen Art Chocolate Dome - gibt es oft und der Mangel ist auch hier wie fast überall sonst: Zu viel Schokolade und zu eintönig. Sehr gut passt zu diesem Lunch eine halbe Flasche Sancerre. In Summe ein gut gemachtes, eher "einfach" orientiertes Essen was für einen Sonntagmittag genau richtig ist. In Summe landen wir glaube ich bei ~€120. Im Quervergleich hat mir das Virtus dann doch etwas besser gefallen - also hier etwa bei 14/20.

                          - Montagabend besuchen wir noch das von Alain Ducasse ausgerichtete Champeaux, welches wir vom Winter letzten Jahres noch in guter Erinnerung haben. Als Vorspeise nehme ich Saumon oignon rouge / maïs / citron confit, welches bereits von der Anrichtung aus der Spitzenküche zu sein scheint. Leuchtender Lachs mit Popcorn und leicht bitter-saurer Zitrone. Sehr gut aber auf Dauer durch die Bittertöne irgendwo auch in die falsche Richtung eintönig. Danach muss es ein Steak frites (mit Entrecôte), einer Sauce Bearnaise und Salat sein, für meine Freundin Tartar. Macht man nichts falsch mit, aber auch keine großen Überraschungen. Das Dessert ist "Savarin au rhum, Chantilly" welcher sehr stark an eine abgespeckte Version von Ducasses Klassiker baba au rhum erinnert. In Summe (mit einer halben Flasche Wein) landen wir bei €130. Das Essen ist gefühlt für ein französisches Bistro teuer, das könnte man woanders auch günstiger bekommen, aber ich mage die kosmopolitische Atmosphäre und das mich hier auf der Karte fast alles anspricht. In Summe 13/20. Weniger schön ist, dass hier etwas am Essen nicht gestimmt haben kann (oder war es der Wein?), da wir beide die Tage danach eine Magen-Darm-Krankheit davontragen.

                          Uneingeschränkt empfehlen kann ich also Virtus für einen ausgedehnten Freitagabend und in seiner Klasse natürlich zu jeder Tageszeit das Clarence.

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                          • #73
                            Bei meinem letzten Parisbesuch haben wir neben einem Eiffelturm-Besuch (ich hätte nie gedacht, dass ich ihn machen würde kann aber im Nachhinein nur jedem dazu raten) natürlich auch etwas Essen müssen.

                            Bei der Recherche nach „Restaurants mit Aussicht auf den Eiffelturm“ ist mir das Restaurant Les Ombres in Laufdistanz zum Eiffelturm innerhalb des Musée du quai Branly.

                            Mittags wird hier ein Mittagsmenü serviert bei denen man aus verschiedenen Möglichkeiten je Gang wählen kann, 2 Gänge kosten €32 und 3 Gänge €42. Man kann auch à la Carte bestellen oder das größere Abendmenü, das wären dann 3 Gänge zu €71.



                            Vom smarten Service wird man dann bei gutem Wetter direkt auf die Terasse geführt – bei der Aussicht kein Wunder, wenngleich das Restaurant bei unserem Besuch nur zur Hälfte voll ist. Als Einstimmung wird je Person ein luftiger und mit Kräuterfrischkäse gefüllter Gourgère serviert.



                            Bei der Vorspeise entscheide ich mich für Poulpe laqué miel/soja , riz vénéré aux herbes, mayonnaise wasabi et réductions au vin rouge. Das ist ein sehr gut gemachter Gang, deutlich besser als ich bei Oktopus erwartet hätte, da der Oktopus selbst schön zart ist. Die Soja/Honig-Mischung, der Sesam und der schwarze Reis (der ein wenig an Linsen erinnert) sind sehr angenehme Begleiter und versetzen das ganze in die asiatische Geschmackswelt.



                            Der Hauptgang Poitrine de cochon confite au miel/soja, jeunes légumes au wok kann das Niveau nicht ganz halten (leider kein Foto), dafür ist der Schweinebauch zu simpel und schlicht zu mächtig und eintönig. Die bewährte Soja/Honig-Mischung ist hier etwas zu salzig in Verbindung mit dem Schweinebauch, aber ein veritabler Sattmacher ist dieser Gang definitiv.

                            Von der – mittlerweile einer meiner Lieblings- – Nachspeise Notre baba, agrumes et crème moelleuse habe ich bedauerlicherweise auch kein Foto aber das war eine sehr gelungene Version des berühmten Baba au Rhums mit einer lockeren Schlagsahne, Zitronengeschmack und einem luftigen Kuchen. Der braucht sich definitiv in Paris nicht zu verstecken.

                            Fazit: In Summe war das ein sehr entspannter und sehr schöner Mittag, der uns große Freude bereitet hat. Die Küche arbeitet ambitioniert und unterstreicht das hohe Niveau, das man in Paris anfinden kann. Dazu bereitet die Aussicht auf Paris wichtigstes und schönstes Wahrzeichen (man darf auch auf das Dach des Nachbargebäudes gehen um näher dran zu sein) zusätzliche Freude. Ich könnte mir aber vorstellen, dass dieses Restaurant abends andere Gästetypen anzieht (Afterwork? Verliebte Pärchen?).

                            +++

                            Circa 7,5 Stunden später, zum Abendessen, besuchen wir das Bistrot Paul Bert, da ich eine traditionelle Erfahrung gesucht hatte. Das Restaurant liegt an der namensgebenden Rue Paul Bert im 11.Arrondissement und ist nach meinem Empfinden durchaus bekannter und wird zudem im Guide Michelin empfohlen. Bei unserem Besuch ist es gerammelt voll, der Großteil bestehend aus englischsprachigen Gästen, ein Amerikaner im Nachbarzimmer ist besonders schwer zu überhören. Dazu hetzt der Service durch die Räume, als Menükarte wird einem eine schwarze Schieferntafel aufgestellt aus der man seine Gerichte aussuchen kann. 3 Gänge kosten €41. Für Fleischliebhaber gibt es zudem eine Spezialkarte, z.B. Filet de Boeuf mit Pomme Frittes für €40 p.P. Auch hier werden vorneweg Gourgères serviert. Der Fokus des Restaurants ist auf „französische Hausmannsküche“, ich würde es für Paris auch mit „rustikale Küche“ betiteln.



                            Ich entscheide mich vorneweg für das Lachstatar mit Zucchini, Avocado und Johannisbeeren. Das ist gut gemacht, insbesondere die Johannisbeeren fügen gut passende Säureakzente hinzu. Lachs- oder Thunfischtatar mit Avocado sind aber natürlich heutzutage auch in Deutschland eine gern gewählte Vorspeise und für meine Begriffe eher als international zu sehen. Die Portion ist dazu ziemlich ordentlich.



                            Beim Hauptgang entscheide ich mich für Roasted Pork Chops, Unpeeled Garlic, Small Potatoes. Es ist abermals ein mächtiger Gang, das Schweinekotelett ohne Knochen bestimmt über 250 Gramm und dazu mit fingerdickem Fettrand, der sich aber hervorragend schneiden und zum Fleisch hinzuportionieren lässt. Dazu gibt es ungeschälten mitgekochten Knoblauch und eben die Kartoffeln sowie einen Bratenjus. Definitiv alles gut gemacht, aber doch sehr mächtig und würde viele Wünsche nach Hausmannskost glücklich machen. Ich glaube der Gang alleine hätte schon gereicht.



                            Aber … wenn ich schon mal die Gelegenheit habe und in Paris bin, dann will ich mir natürlich nicht das Soufflé (mit Grand Marnier) entgehen. Luftig und süffig, sehr sehr heiß und abermals sehr mächtig. Also hungrig geht man hier definitiv nicht raus.



                            Fazit: Unter dem Strich ist es bodenständige Küche mit großen Portionen und somit eine gute Alternative für jeden, der so etwas abwechslungsweise mal in Paris sucht und in Deutschland sonst keine Schnitzel- und Wirtshäuser. Dazu war der Service bemüht aber ziemlich zerstreut, „Well Done“-Taube wurde rot serviert, Brot und Wasser oft vergessen und hin und wieder auch mal untereinander etwas deutlicher („IL MANQUE DU PAIN LÀ“) – aber das ist wahrscheinlich der normale Freitagabend-Wahnsinn in der Gastronomie.

                            In Summe hat mir das Mittagserlebnis im Les Ombres etwas besser gefallen aber in beide Lokale würde ich wiederkommen.

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                            • #74
                              Besonders für den Les-Ombres-Tipp ein ganz herzliches Dankeschön!
                              Zuletzt geändert von merlan; vor 20 Stunden.

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