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Le Gabriel

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  • Le Gabriel

    „Wir kommen gerade aus Paris“. Ein Satz, der merkwürdige Reaktionen auslöst. Grundsätzlich habe ich nämlich nach diesem Satz eine Redepause. Denn mein Gegenüber beginnt sofort mit Erzählungen über eigene Erlebnisse in dieser wunderbaren Stadt. Hier, am PC kann mich niemand unterbrechen. Hier kann ich in die Erinnerungen eintauchen, schreiben und Erlebtes noch einmal erleben. Hier kann ich in Ruhe meine kulinarischen Eindrücke sortieren und mit Ihnen teilen.

    Etwa 12,4 Millionen Menschen leben in der Pariser Metropolregion. Im Stadtgebiet, welches knapp 12 % der Fläche Berlins entspricht, ca. 2,2 Millionen.

    In Paris gibt es derzeit 67 mit einem Michelinstern ausgezeichnete Restaurants.
    14 erhielten zuletzt zwei Sterne und 10 Restaurants werben mit drei Michelinsternen. Welch eine Auswahl. Natürlich dominiert die französische Klassik. Deshalb bin ich auch hier. Die Franzosen sind Kochkünstler, lieben das ehrliche Handwerk und neigen weniger zu avantgardistischem Unfug. Dennoch kommt keine Langeweile auf. Die französische Klassik als Grundlage bietet eine äußert große Spielwiese. Untrennbar verbunden scheint dies allerdings mit der starken Neigung, Preise nach oben zu schrauben. Nirgendwo ist daher die Damenkarte so oft präsent wie in Paris. Madame soll sich schließlich nicht erschrecken, wenn mal 160 € für ein Gericht aufgerufen werden.

    Dieser Bericht ist der Anfang einer Serie, mit der ich Ihnen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen von Spitzenköchen näherbringen möchte. Ausgewählt habe ich ausschließlich Sternerestaurants mit zwei oder drei Michelinsternen. Die bereits auf meinem Blog vorgestellten Restaurants werden hierbei keine Doppelung erfahren.
    Ich berichte hier stets über das Dinner. „Mittagessen? Nur Flaschen essen zu Mittag!“ lästert Michael Douglas als Gordon Gekko in „Wall Street“. So böse möchte ich nicht verstanden werden, doch bevorzuge ich eindeutig den Abend. Abgespeckte Lunchmenüs sind, meiner Meinung nach, so etwas wie ein Kinderteller für Erwachsene.

    Unser erstes Ziel liegt im Herzen von Paris. Dieses schlägt, nach meinem Empfinden, zwischen Rue de Faubourg Saint-Honoré und Champs-Elysées. An der Avenue Gabriel befindet sich das La Réserve Paris – Hotel und Spa mit dem Gourmetrestaurant Le Gabriel. Jérôme Banctel zeichnet dort für eine zeitgenössische französische Küche verantwortlich. Banctel hat der Küche zuletzt zu zwei Michelinsternen verholfen. Für uns Anlass genug, etwas genauer hinzuschauen.

    Jérôme Banctel ist in Rennes geboren und besuchte mit 16 Jahren die Hotelfachschule Notre Dame Saint-Meen-le-Grand. Es folgten mehrere Stationen in unterschiedlichen Restaurants und schließlich der Militärdienst. Nach weiteren, eher weniger bedeutenden Stationen, entschied er sich für ein Engagement im Gourmet-Restaurant des Hotel de Crillon, unweit seines jetzigen Arbeitsplatzes. Es folgten die für ihn entscheidenden acht Jahre bei Bernard Pacaud, wo er als Sous-Chef im L’Ambroisie entscheidend am Erfolg des Restaurants beteiligt war. Ebenso prägend dürften die Erfahrungen bei Alain Senderens im Lucas Carton gewesen sein.

    Das Restaurant wirkt sehr dunkel. Dies liegt teilweise an den Farben des Interieurs, zu einem guten Teil aber auch an einer sehr zurückgenommenen Beleuchtung. Ich habe bei diesem Foto etwas aufgehellt, damit man überhaupt einen Eindruck erhalten kann.

    Die Küchengrüße sind, wie soll ich sagen, gelungen. Nicht besonders herausfordernd. Am ehesten verdient das Gebilde in der Mitte noch Beachtung. Kingcrab mit Matchatee und Ingwergelee.

    Das Menü:

    Le „Paris Crème“, oeuf miso, truffes Melanosporum

    Saumon de Norvège, raviole d’aubergine fumée, citron

    Cœur d’artichaut « Macau » en impression de sakura et coriandre fraîche

    Homard bleu roti, carotte aux sucs d´orange et baies roses

    Cabillaud de ligne, curry et riz japonais, avocat bio

    Pigeon de Vendée, cacao, tagliatelle se sarrasin

    Grain de café meringué, crème glacée au sirop de merisier

    L´Abricot mousse blanc sésame, chocolat blanc, sablé breton sésame, sorbet abricot, abriot confit et lavande


    Wein und Service:

    2014er Chassagne-Montrachet, Morgeot, Premier Cru, Lucien Muzard & Fils
    2010er Les Bastides d´Alquier, Faugèress

    Die Weine habe ich selbst ausgesucht und kann daher niemanden verantwortlich machen. Müsste ich bei diesen guten Tropfen allerdings auch nicht.

    Wie so oft, waren wir die ersten Gäste im Restaurant und hatten die volle Aufmerksamkeit eines acht-köpfigen Serviceteams. Zum guten Essen kamen interessante und vergnügliche Gespräche.

    Fazit, Fotos und weitere Details auf meinem Blog.


    Liebes Forum,
    die weiteren Berichte meiner Parisreise werden auf unterschiedlichen Medien veröffentlicht. Bis ich diese hier einstellen könnte, wären sie etwas veraltet.
    Ich werde vermutlich daher darauf verzichten.

  • #2
    Sehr geehrter Herr Steinmann,

    leider langweilen sie mich sowohl in Ihrer Ansprache, als auch in der Explikation des durch sie Erlebten. Im Namen des Volkes, 21-22-23; mag so etwas geduldet werden- und da kommt auch jemand dazwischen, der ohne eine Ahnung von gutem Essen etwas zu sagen hat.
    Aber im Kontext des sonst üblichen literarischen Anspruches dieses Forums, überkommt mich ob der Qualität Ihres Berichtes nicht mehr, als ein wohlwollendes Gähnen.

    Somit gönne ich Ihrem vermutlich bereits veralteten Berichte gern, sofern sie die Güte besäßen, an Ihren Haaren zu verbleiben.

    Gute Nacht
    Passepartout
    Zuletzt geändert von passepartout; 17.09.2016, 00:51.

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