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  • #76
    Vielen Dank auch von mir. Das hat Spaß gemacht, zu lesen. Das Menu klingt wirklich ausgezeichnet, vor allem die "Klassiker" wie die Hummersuppe oder der grüne Spargel mit Morcheln (eines meiner Lieblingsgerichte).

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    • #77
      Vielen Dank liebe Wi für die schönen Zeilen über Ihren kulinarischen Ausflug in die Schweiz mit Abstechern nach Österreich und Frankreich, sozusagen eine 4-Länder-Tour.

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      • #78
        Zitat von Schink Beitrag anzeigen
        sozusagen eine 4-Länder-Tour.
        Vielen Dank! Es war wirklich eine schöne Mini-Gourmet-Reise. Es war interessant, die Vergleiche zu machen.

        VG
        wi

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        • #79
          Das wirklich gute Angebot im Le Cygne wollten wir eigentlich nutzen, kamen aber wegen der Betriebsferien noch nicht zum Zuge.

          Dafür ein paar andere Adressen:

          Stotzheim, Château de Grunstein
          Ist schon klar, dass dies kein Hotelforum ist. Trotzdem möchte ich das Chateau / Landhaus unbedingt empfehlen. Der Hausherr fertigt zum Frühstück wunderbare Kuchen und Brote. Leider gibt es keine Gastronomie im Ort.

          Wenn Sie samstags abreisen und ein wenig Zeit zum Anstehen haben, lohnt sich der Schlenker ins nahe Barr zu Thierry Schweitzer, einer guten Metzgerei, im Industriegebiet gelegen.

          Colmar, Atelier du Peintre
          Eine schöne Adresse für ein gelungenes dejeuner. Mittags ist es immer voll, also unbedingt rechtzeitig reservieren.

          Ribeauville, Auberge du Parc Carola
          Hier kocht Frau Peters, die vorher im Bristol in Colmar einen Stern hatte. Lohnend. In Ribeauville findet sich auch der Fabrikverkauf von Beauville Tischwäsche.

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          • #80
            Zitat von cynara Beitrag anzeigen
            In Ribeauville findet sich auch der Fabrikverkauf von Beauville Tischwäsche.
            Dort aber unbedingt nur nach ausreichendem Weinkonsum vorbeischauen. Sonst hätte ich nie http://www.beauville.com/en/tableclo...aisirs-dalsace fuer den Garten gekauft.

            Non, rien de rien. Non, je ne regrette rien....

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            • #81
              Zitat von cynara Beitrag anzeigen
              Das wirklich gute Angebot im Le Cygne wollten wir eigentlich nutzen, kamen aber wegen der Betriebsferien noch nicht zum Zuge.
              Le Cygne hatten wir nun auch erleben dürfen. Wir waren mittags bei Klein und wollten abends vom zauberhaft hübschen Hotel Le Moulin, nach einem Nachmittag im Garten mit Bachlauf und -sic- den Schwänen, nicht nochmal ins Auto steigen. Eine gemütliche, recht unprätentiöse Atmosphäre. Gerichte klassisch mit aromatischem pfiff, insgesamt, ich darf mal sagen, comme il faut für *. Leider waren wir vom Déjeuner noch halb gesättigt.
              Und wie haben wir am nächsten Morgen das Frühstück, wie schonmal von wi berichtet wunderbar, im Garten genossen !
              Im Hotel bekamen wir kurzfristig nach einer Absage das Zimmer LÁlsacienne. Nächstes Mal wird es das Zimmer Les Berges, für uns das beste Zimmer mit tollem Bad. Baerenthal-Bericht folgt natürlich noch.

              MkG, S.

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              • #82
                Zitat von rocco Beitrag anzeigen
                Es ergab sich jüngst bei einem Besuch im schönen Südwesten ein Kurztrip über die Grenze und ein Lunch in der Auberge Saint Laurent in Sierentz in der Nähe des Flughafens Basel-Mulhouse (Michelin *).

                ...

                Ob ein Restaurant mit Michelin * für diese Bewertung auch mittags etwas mehr bieten muss als das hier Gebotene, kann man sich fragen (wenn, dann müsste es aber teurer sein). Ich bin der Ansicht, dass man für einen Preis von 19 Euro nicht viel mehr erwarten kann. Ich hatte auch beim Durchlesen der Abendkarte das Gefühl, dass hier am Abend mit größerer Kreativität gekocht wird. Dass es trotzdem ein so günstiges Mittagsangebot gibt, finde ich gut.
                Zweieinhalb Jahre ist es her, aber angesichts der Auszeichnung als "Großer Chef von morgen" (oder so ähnlich) des jüngsten Gault Millau habe ich die Auberge St. Laurent nochmal für einen Zwischenstopp genutzt, dieses Mal abends. Das Restaurant war an einem Samstagabend brechend voll, bis auf den letzten Platz besetzt. Und das Restaurant hat viele Plätze. Ein paar Touristen, viele Einheimische, viele größere Gesellschaften. Es war regelrecht laut, ein meilenweiter Unterschied zur gediegenen Schweigsamkeit in den meisten deutschen "gastronomischen" Restaurants. Ich finde ja diese gediegene Schweigsamkeit beklemmend. Klar ist ein Essen in einem "gastronomischen" Restaurant ein Erlebnis, das bitte ausreichend gewürdigt werden darf. Aber mehr Spaß bringt es, wenn auch ein bisschen Leben in der Bude ist.

                Es gibt mehrere Menus in der Auberge, u.a. am Abend auch ein sehr günstiges für unter 40 Euro. Die Weinkarte ist ok, auch preislich, es gibt aber nur wenige gereifte Jahrgänge. Angelacht hatte mich eine halbe Flasche 2009 Gevrey-Chambertin Cazetières von Rousseau zum sehr fairen Preis, nur zu den Menus passte der Wein leider nicht so gut. Zum Apéritif (Wasser) wurden ein paar eher pappige Blätterteigstangen gereicht. Das Amuse Gueule war sehr gut - ein Stück Wandersaibling (omble chevalier) mit Krustentiersauce, Champignons und Lauch.

                Mein selbst zusammengestelltes Menu startete mit "Notre traditionnel foie gras de canard fait à la maison, confit de choucroute & fruits du "beerawecka", eine dicke Scheibe Foie Gras mit einer Art Sauerkrautmarmelade, einer pochierten Birnenhälfte und einer Nocke Früchtebrotmus, dazu ein Glas 2012 Gewürztraminer Cuvée Wahlenbourg von Paul Ginglinger. Der Gang war nicht überzeugend, die Foie Gras war sicher gut, aber zu kalt und deshalb etwas griselig/grobkörnig. Foie Gras muss für mich cremig sein. Besser schmeckte die Foie Gras mit der sehr interessanten Sauerkrautmarmelade und dem Früchtebrotmus. Der Wein passte passabel dazu, hatte aber recht dominante Bitternoten. Ich war etwas enttäuscht.

                Besser ging es weiter mit "Vapeur de filets de sole, Sabayone de fève Tonka, Couteaux", einem Seezungenfilet, das durch Zusammenklappen dicker gemacht wurde, einer Tonkabohnenzabayone und keinen Schwertmuscheln (gab es den Tag nicht), sondern gegrilltem Kaisergrant. Der Gang hat mir ausgezeichnet gefallen, die Seezunge war von Zitronenzesten durchzogen und harmonierte hervorragend mit der Tonkabohnenzabyone. Gut dazu passte auch der Jean Sipp 2010 Riesling Vielles Vignes.

                Der Hauptgang fiel wieder etwas ab. "Le meilleur du Tableau des Chasses d’Ici, compote de pommes aux airelles sauvages, spâtzlés de ménagère" war handwerklich recht gut ausgeführt und lebte von der Qualität der Grundprodukte, die auch gut war (ein Stück Hirsch und ein Stück Reh, dazu Apfelkompott, Spätzle und ein Rehjus). Ehrlich gesagt war das aber ein Gang, den ich in ähnlicher Qualität auch in jedem gut geführten nicht besternten Lokal in Baden und dem Elsass essen kann. Es fehlte das gewisse Etwas. Einzig wirklich spannend waren die sechs verschiedenen Rübchen, die dazu serviert wurden. Den ersten vorgeschlagenen Wein - einen sehr jungen 100% Syrah von der südlichen Rhône - wollte ich nicht und bekam stattdessen einen 2012 Vin de Pays des Collines Rhodaniennes "La Champine" von Jean-Michel Gerin, der sehr gut war, aber nicht zum Essen passte (zu jung).

                Der Käsewagen (Affineur: Anthony) war von gewohnter Qualität, vor allem der Munster war wirklich gut affiniert. Den Namen des Desserts habe ich als "Le Dessert de Monsieur" in Erinnerung und hatte mich gefragt, ob das wohl "Das Dessert des Chefs" bedeutet oder "Das Dessert für den Herrn". Es war inspiriert von dem "Brie au Kirsch", einem mit Kirschwasser getränkten Kuchen nach Geheimrezept, und bestand aus einem sehr eilastigen Halbgefrorenen, das mit reichlich Griottines durchzogen war, mehreren Zwischenkeksen und einem sensationellen Vanille-Kirschwassereis. Auf Wein zu dem Dessert habe ich verzichtet, was gut war, denn zu dieser (allerdings sehr leckeren) Alkoholbombe hätte wohl auch kein Wein gepasst.

                Insgesamt war das Essen passabel bis gut, eher mittelmäßig kreativ, handwerklich weitgehend gut ausgeführt und präsentiert (Ausnahme die Foie Gras) und auch preislich angemessen (um die 65 Euro für 5 Gänge). Es fehlte mir aber schon das gewisse Etwas, das einen Besuch im *-Restaurant (und erst recht bei einem vom Gault Millau empfohlenen "jungen Talent") ausmacht. Für das nächste Mal in der Gegend gibt es aus meiner Sicht bessere Alternativen, mein Favorit in der *-Klasse bleibt letztlich das Bistro des Saveurs in Obernai mit seiner durchaus eigenständigen Küche.
                Zuletzt geändert von rocco; 30.01.2014, 18:08.

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                • #83
                  Auberge du Cheval Blanc in Lembach

                  Besucht am Freitagabend (25.07.2014)

                  Lembach liegt ganz im Norden des Elsass, etwa 15 Kilometer von der Grenzstadt Wissembourg entfernt. Es ist ein typisch elsässisches Dorf, jedoch nicht so groß und von Touristen überlaufen wie die Orte im Süden (Riquewihr etc.).
                  Unmittelbar im Ortskern, nahe des Kreisverkehrs mitten in Lembach, liegt die traditionsreiche "Auberge du Cheval Blanc", die seit Jahrzehnten zu den berümtesten Restaurants des gesamten Elsass gehört. Zur Zeit finden Bauarbeiten statt, was die Parkmöglichkeiten direkt am Etablissement deutlich erschwert. Im Ortszentrum gibt es aber ausreichend Parkplätze.

                  Als ich mittags in der Auberge ankam (das Gourmetrestaurant hat am Freitagmittag geschlossen), konnte ich völlig unproblematisch bei der "Empfangsdame" vor dem eigentlichen Gourmetrestaurant einen Tisch für den Abend reservieren.
                  Als ich um 19:05 Uhr das Restaurant betrat, war bereits ein Tisch belegt. Eine Stunde später waren dann bis auf ein Tisch alle Plätze vergeben. Der Restaurantraum ist relativ groß und wirkt recht nobel (die vier Bestecke im Guide Michelin sind angemessen). Sehr angenehm empfand ich die großzügigen Abstände zwischen den Tischen und die Klimatisierung (draußen war es warm und feucht). Das Publikum war sehr gemischt: Einige wenige Anzugträger, viele Gäste mit Hemd und Sommerhosen, aber auch einige mit Shorts und grellen T-Shirts.
                  Etwa 10 Servicekräfte (mehr Männer als Frauen) kümmerten sich um die Gästeschar. Sie erledigen ihren Beruf äußerst professionell aber gleichzeitig freundlich und gästeorientiert. Alle sprechen auch Deutsch, was mir die Kommunikation deutlich erleichterte.

                  Da ich bei meinem ersten Besuch (es war glaube ich April 2011) bereits ein Menü wählte, wollte ich dieses Mal à la carte bestellen. Verglichen mit anderen französischen Sterne-Gourmetrestaurants empfand ich die à la carte-Preise als relativ günstig.
                  Zuerst wurden aber die amuse gueules aufgetragen: Es waren insgesamt vier Appetithäppchen, wovon drei gleichzeitig auf einem langen weißen Teller gereicht wurden. Sie sind mir nicht in bleibender Erinnerung geblieben und werden von mir generell nicht mitbewertet.
                  Wie schon damals im Jahr 2011 kam nun ein Servicemitarbeiter an meinen Tisch um mir (und allen anderen Gästen auch) einen spanischen Schinken (Cecina de Leon) zu verkaufen. Bereits während der Beschreibung schüttelte ich mit dem Kopf und anschließend sagte ich "Nein danke, vielleicht noch später" (nicht der exakte Wortlaut, aber sinngemäß). Trotz meiner Antwort fing er an fleißig am Schinken zu schneiden. Es gab wohl ein Kommunikationsproblem und ich wollte dann nicht noch protestieren. Zum Glück tat ich es nicht, denn der Schinken schmeckte hervorragend (Top-Qualität, extrem würzig und mit einer dunkelroten Farbe). Ich genoss den Schinken dann im Laufe des Abends mit dem Brot, das zusammen mit einer leicht gesalzenen Butter in Pyramidenform gereicht wurde. Für die etwa 10 Scheiben Schinken wurden später 8 Euro verlangt - ein sehr angemessener Preis!

                  Nun aber gab es die Vorspeise: Foie gras d'Oie Cheval Blanc aux fraises et Pinot Noir, dampfnudel "Elu Meilleur Foie Gras d'Alsace 2011. Das große rechteckige Stück Gänsestopfleber war von tadelloser Qualität, außen schon leicht cremig, und konnte somit den Geschmack optimal entfalten. Oben war eine Art Erdbeergelee mit winzigen Erdbeerstückchen aufgetragen. Diese Fruchtnote harmonierte ausgezeichnet mit der Gänsestopfleber. Die Dampfnudel (laut Wikipedia eine "traditionelle Mehlspeise der süddeutschen Küche") in Kombination mit den zwei Scheiben Toast rundeten das Gedicht perfekt ab. Es war eine der besten Gänsestopflebervorspeisen für mich überhaupt. Note 1

                  Als Hauptgericht wählte ich: Filet de canette roti, confit de rhubarbe et olive noire "griesknepfle" à l'alsacienne. Der Teller glich einem Gemälde: Das große Stück Entenfilet war optimal gebraten und voller Wohlgeschmack. Der Rhabarberconfit (mit Spurenelementen von schwarzen Oliven vernetzt) war sehr großzügig zugeteilt worden und schmeckte zusammen mit der würzigen Ente wunderbar. Diese Kombination kannte ich bis dato noch nicht und ich war begeistert. Diese große Portion kostete übrigens nur 28 Euro - ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis! Note 1

                  Sehr gesättigt wartete ich auf das Dessert: Le Grand Dessert du Cheval Blanc. Bisher habe ich mir unter diesem Titel immer einen riesigen Teller mit Probierportionen verschiedener Desserts der Karte vorgestellt. Umso überraschter war ich dann, als der Service insgesamt 5 separate Teller mit verschiedenen Desserts auftrug. Es gab unter anderem eine "Limonade", einen Waldfruchtteller, zwei sorbetdominierte Teller, und das Highlight: eine Art Interpretation von 'After Eight', die ganz klar mein Favorit war. Insgesamt gesehen gefielen wir Vor- und Hauptspeise besser, da sie einen bleibenderen Eindruck als die Dessrts hinterlassen haben. Note 2

                  Als Gesamtergebnis komme ich daher auf die Note 1-.

                  Als sehr positiv empfand ich auch die Tatsache, dass die Flasche stilles Mineralwasser (Eau Cryo) hier lediglich 6 Euro kostet. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass man hier für das Geld eine ganze Menge geboten bekommt.

                  Als Fazit möchte ich somit die Auberge du Cheval Blanc in Lembach uneingeschränkt und wärmstens weiterempfehlen!

                  Mit freundlichen Grüßen,
                  Gänsestopfleber
                  Zuletzt geändert von Gänsestopfleber; 28.07.2014, 20:37.

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                  • #84
                    Vielen Dank auch für diesen Bericht!

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                    • #85
                      Danke für diesen tollen Bericht.
                      Mein Besuch ist inzwischen lange her, aber Sie haben meine Erinnerung wunderbar aufgefrischt.


                      Gruß!

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                      • #86
                        Brasserie Les Haras in Straßburg

                        Ende letzten Jahres hat eine neue Brasserie in Straßburg aufgemacht. Diese Nachricht wäre wohl kaum der Rede wert, wenn es sich nicht um die Brasserie in Straßburgs neuestem Luxushotel unter der Leitung von Marc Haeberlin handeln würde.

                        Da ich bereits in Haeberlins Auberge war und das wirklich eine interessante Erfahrung war, wollte ich während meines Kurztrips nach Straßburg unbedingt seine Brasserie ausprobieren. Ich besuchte das Restaurant zusammen mit einem Freund zum Lunch mitte September. Das Ambiente ist sehr stylish, die gesamte Anlage ist mit Hotel und Konferenzräumen architektonisch spannend. Die Brasserie war gut besucht, die Servicekräfte locker, die Stimmung war entsprechend entspannt. Wir wählten aus der Karte mit diversen Klassikern der französischen und elsässischen Küche je 3 Gänge á la carte.

                        Ich wählte den Salad Nicoise mit frischem Thunfisch und Sardinen

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ID: 49190

                        Der Salat war super frisch, der Thunfisch von guter Qualtität, die Gemüse knackig und das Dressing lecker. So möchte ich in jedem Restaurant einen "Nizzasalat" serviert bekommen. Insgesamt sehr gut.

                        Mein Kollege wählte die klassische Flammenwaie mit Zwiebeln und Speck

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                        Die Waie war dünn, knusprig, der Speck nicht verbrannt. Insgesamt gut und klassisch.

                        Als Hauptspeise wählte ich Entrecote vom Kalb mit Waldpilzen

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                        Das Entrecote war wunderbar saftig und zart. Die Soße war schmackhaft, nicht zu stark reduziert und passte gut zum edlen Fleisch. Die Beilagen aus gefüllter Tomate und Pommes waren einfach und etwas geschmackseutral. Insgesamt aber aufgrund des tollen (und großen) Entrecotes gut.

                        Mein Kollege wählte zum Hauptgang das Choucroute

                        Das war ein klassisches Choucroute, so wie man es in den unzähligen Kneipen in der Straßburger innenstadt bekommt. Das Sauerkraut war wunderbar abgeschmeckt, nicht zu sauer, trotzdem würzig. Die verschiedenen Würste und Fleischstücke waren schmackhaft, besonders der Leberknödel begeisterte uns. Klassisch aber gut.

                        Als Desert wählte ich die Peche Haeberlin in 3 Variationen

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                        Insgesamt waren die Deserts ausgezeichnet und im Vergleich zu den anderen Gerichten mehr als auf "Brasserieniveau". Meine Variationen vom Pfirsich schmeckten alle wunderbar. Der Pfirsich kam als Schaum, als Eis und pochiert mit jeweils unterschiedlichen weiteren Komponenten. Besonders gefallen hat mir das Pistazieneis und die Kombination mit der Himbeere. Das war ausgezeichnet.

                        Mein Kollege wählte Rote Grütze mit Pistazienmadeleine und Pistazieneis

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                        Wenn rote Grütze nur bei meiner Tante früher so geschmeckt hätte, dann hätte ich sie wohl häufiger besucht. Das war einfach, aber fantastisch. Das Eis habe ich ja auch in meiner Variation probieren können. Das Eis passte perfekt zu den säuerlichen Früchten und den fluffigen Madeleines. Einfach aber super lecker.

                        Kaffee und einige petit fours beendeten ein schönes Mittagessen.

                        Mein Lunch in der Brasserie Les Haras hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Gerichte zeichneten sich durch eine gute Produktqualität und klassische Zubereitungsarten aus, also schon etwas wie in Haeberlins Auberge de L'Ill nur natürlich auf deutlich niedrigerem Niveau. Bei den Deserts allerdings merkte man doch schnell, dass das Les Haras nicht "irgendeine" Brasserie im Elsass ist. Da habe ich schon deutlich schwächere Deserts in besternten Restaurants gegessen.

                        Wie man die Brasserie Les Haras in den Restaurantführern bewerten soll, ist sicher nicht ganz einfach. Ein Stern wäre wohl zu viel und ich weiß auch nicht, ob man das dort überhaupt anstrebt. Es ist eine gehobene Brasserie in stylishem Ambiente mit sehr guter Küche. Auch ohne Berücksichtigung in den großen Guides wäre mir die Brasserie bei einem nächsten Trip nach Straßburg einen erneuten Besuch wert.
                        Zuletzt geändert von QWERTZ; 11.10.2014, 20:36. Grund: Bildvergrößerung

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                        • #87
                          Das ist ja großartig; da habe ich erst vor wenigen Tagen über dieses Lokal (u.a.) folgendes gelesen:

                          " ... kann nicht einmal die neue Brasserie für Aufsehen sorgen, welche von zwei Pariser Architekten (Patrick Jouin und Sanjit Manku) gebaut wurde, wofür sie in London bei einem Architektur-Wettbewerb den 1. Preis bekamen, und obwohl der Bauherr Marc Haeberlin ist, der formidable Starkoch der Auberge de l’Ill in Illhaeusern!
                          In feudalen Zeiten war der Gebäudekomplex ein fürstlicher Pferdestall, (“Les Haras”,) später dann eine Klinik, und das ganze Ensemble wird beherrscht von einer bizarren, Aufsehen erregenden spiralförmigen Treppe aus Holz und dickem Leder, welche das Thema Pferdestall verspielt aufnimmt." (W.S.)

                          und schon schreiben Sie, werter Matthias, so einen gelungenen Bericht!
                          Da will ich auch mal hin.
                          Gruß
                          s.

                          PS: auf der Speisekarte gibt's zum Kinderteller übrigens Kartoffelpüree; hat da M.Häberlin mit fragolinis gesprochen?

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                          • #88
                            Lieber Schlaraffenland,

                            ich habe auch einiges über die Architektur und das Gesamtkunstwerk gelesen. Eigentlich interessiert mich sowas bei einem Restaurantbesuch nicht. Aber das sieht schon wirklich klasse aus dort. Die Treppe ist ein echter Hingucker und das zentrale Element im Innenraum, welches das offene und helle Erdgeschoss mit dem heimeligen Dachstuhl verbindet. Hier zwei Schnappschüsse:

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                            Zuletzt geändert von QWERTZ; 11.10.2014, 20:39. Grund: Vergrößerung der Bilder

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                            • #89
                              Vielen Dank für den Bericht, das sind doch Adressen, die man bei einem Tagesausflug gerne aufsucht.

                              Kommentar


                              • #90
                                Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen

                                PS: auf der Speisekarte gibt's zum Kinderteller übrigens Kartoffelpüree; hat da M.Häberlin mit fragolinis gesprochen?

                                Ob ich meinem Sohn jetzt noch dazu bringe?
                                Der zieht jetzt die 7-gängigen Menüs vor. Zum Bedauern meines Kontos ...
                                Wobei ein gutes Puree etwas ausgesprochen feines ist.

                                Gruß!

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