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L'Arnsbourg***

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  • #76
    Lieber Sphérico,

    Ja, es gibt zwei zur Auswahl, eines für 55 Euro und eines für 98 Euro, mit Weinbegleitung 110 Euro. Steht auch alles auf der HP. Und am Abend das preiswerteste Menü mit sechs Gängen incl. Wein, Wasser und Kaffee für 145 Euro. Nicht nur landschaftlich ein kleines Paradies. Und vielleicht auch mit ein Grund, in der Woche mittags so eine Auslastung zu haben. In der Weinkarte findet man einige Positionen bis 100 Euro, unser Aperitif war für 14 Euro zu haben, Kaffee 5,50 Euro, 1 l Wasser für 9 Euro.

    Liebe Schink,

    ob die Küche die *** Nachfolge antreten kann, werden ja professionelle Kritiker entscheiden. Für uns war es ein sehr schöner Tag und da gerät meine Beschreibung passend euphorisch.

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    • #77
      Unser Besuch in L’Arnsbourg war schon lange geplant. Eigentlich hatten wir sogar 2mal reserviert, aber dann doch aus verschiedenen Gründen absagen müssen. Jetzt hat es doch geklappt. Wir waren zum Mittagessen da, an einem kalten und regnerischen Tag. Das Restaurant strahlte so eine Gemütlichkeit aus. Ein Ort , wo du gerne bist, bei so einem Wetter. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

      Wir sind große Fans von Jean-Georges Kleins Küche, daher waren wir sehr gespannt, was uns erwartet. Wir haben sehr viel Interessantes über Herr Labbé gehört, während seine Pariser Zeit hat sich ein Besuch in L’Abeille irgendwie nicht ergeben. Nun, er kocht sehr anders, als Herr Klein. Allerdings fanden wir, dass Herr Labbé sehr gut zu L’Arnsbourg passt. Und, obwohl ich nicht vorhatte, darüber zu schreiben, wäre es einfach zu schade, nicht darüber zu berichten, was wir genießen dürften.

      Unser Wahl: Menu Labbé

      Petits Savoureux Apéritifs

      Floralie de Légumes et Fruits d’Automne

      Langoustines Glacées en Marinade de Citron Vert, Crème Onctueuse de Céleri Perpétuel, Granité de Pommes Vertes

      Noix de Saint- Jacques Poêlées, Jus de Marinière au Chocolat Blanc et Caviar, Huile de Crustacés

      Foie Gras de Canard Grillé et Laqué au Café

      Homard Bleu Rôti au Genièvre Vert, Mousseline de Chou Rave

      Perdreau "Pattes Grises" Rôti à la Feuille de Vigne, Purée d’Orange Epicée, Endive Braisée au Côte-Rôtie, une Autre Safranée,Jus de Perdreau aux Dattes Fraîches

      Cappuccino de Cerfeuil Tubéreux et Truffes

      Invitation à la Découverte

      Petites Gâteries de Fin de Repas

      Die Amuses waren:

      Gurke und Mango, konfierte Zitronen, Ingwer, Safran

      Marinierte Sauerkirsche mit Champagnerschaum, Steinpilz-Chips, Salzcreme, Mandelgelee mit Thymian

      Wildleber Bonbon mit Orangencreme

      Rotkohlsuppe mit Gurke und Senfkörnereis

      Silberei

      Es gab noch ein Auster-Gang, der aus irgendwelchen Grund nicht auf der Karte stand, wurde uns aber bereits am Anfang von Frau Klein angekündigt: Auster / Mandeleis / Schwarzer Knoblauch.

      Schon die Amuses sind sehr komplex und sind eine richtige Einstimmung, die erwecken die Lust, mehr zu erfahren und zu probieren. Die Sauerkirsch-Amuse hat uns überrascht, es war so unglaublich viel auf einmal auf den Gaumen, dass wir zuerst nicht wussten, ob wir das gut oder schlecht finden sollen. Ich glaube, dieses Amuse zeigte bereits die Besonderheit: Spiel mit Frucht, Süße und Salz, mit den Temperaturen warm/kalt. Es war etwas überraschend im Geschmack, sehr vollmundig und rund.
      Ebenso schön und herbstlich passend: die Rotkohlsuppe mit Senfeis.

      Sehr schön fanden wir auch die Auster. Die Mandeleisperlen waren leicht süßlich, und passten trotzdem hervorragend zu der salzigen Auster und schwarzem Knoblauch.

      Außerdem meine Favoriten:

      Ei, Waldpilz-Frikasse, Pilzsabayon und Parmesanschaum. Obwohl eher keine überraschende Zusammensetzung, war dieser Gang unglaublich vollmundig und harmonisch. Bitte mehr davon!

      Marinierte Langustinen mit Limonen und Seleriecreme. Hier war wieder diese sehr feine Abstimmung zwischen fruchtigen, süßen und salzigen Komponenten, sowie kalt und warm.

      Gebratene Entenleber mit Kaffee. Für mich etwas überraschend, da die Kaffeesauce leicht bitter und sehr intensiv nach Kaffee schmeckte, ganz anders als sonst bei Foie Gras, welche sehr häufig eher süß gepaart wird. Ich fand diesen Gang sehr interessant und es gefiel mir gerade wegen dieser Bitterkeit extrem gut.

      Das Dessert war eine Variation aus Mango-Papaya-Kokos und Riesling-Eis auf Gewürztraminer-Gelee.

      Grundsätzlich hat uns sehr gut gefallen, dass Herr Labbé fast in jeden Gang Fruchtkomponente einbindet, ohne jedoch, dass es gekünstelt, überflüssig oder zu süß wirkt. Außerdem war nicht übersehbare regionale Zugehörigkeit zu erkennen.

      Zu trinken gab es eine schöne Flasche von Condrieu Chaillets Cuilleron 2012, der Wein der uns mühelos durch das ganze Menu begleitet hat.

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      • #78
        Liebe wi,

        ganz herzlichen Dank, daß Sie uns doch teilhaben lassen an dem schönen und interessanten Menue !
        Vielleicht schaffen wir es mal im Frühling dorthin. Sind Sie zur Logis in der Mühle in Gundershoffen eingekehrt ?
        Waren Sie im Rahmen des Elsaßausfluges auch im neuen Restaurant von ?

        MkG, S.

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        • #79
          Lieber Spherico,

          wir sind nur zum Mittagessen hingefahren, somit ohne Übernachtung in der Mühle. Die möchten wir gerne im Frühjahr wieder besuchen, samt Restaurantbesuch.
          LG

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          • #80
            zur allgemeinen information.
            das l `arnsbourg ,wurde verkauft.neuer eigentümer ist fabien mengus chef des restaurants le cygne in gundershofen 2 sterne.
            das restaurants schließt ab 17.04.2016 und wird wahrscheinlich im august 2016 wieder eröffnet.näheres über die neue ausrichtung bzw .
            konzeption ist mir nichts bekannt.

            kulinarische grüsse
            knurrhahn

            ps.ich hoffe das man an die von mir sehr geschätzte qualität und auch das ambiente wieder anschließen kann.

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            • #81
              Und M.Labbé geht wieder nach Paris zurück. Tour d'Argent. Mal sehen, ob er die Entenpresse ins Museum stellt.

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              • #82
                Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                Mal sehen, ob er die Entenpresse ins Museum stellt.
                Die steht bald bei mir im Wohnzimmer.

                http://www.artcurial.com/en/asp/full...refno=10547518

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                • #83
                  Zitat von knurrhahn Beitrag anzeigen
                  zur allgemeinen information.
                  das l `arnsbourg ,wurde verkauft.neuer eigentümer ist fabien mengus chef des restaurants le cygne in gundershofen 2 sterne.
                  das restaurants schließt ab 17.04.2016 und wird wahrscheinlich im august 2016 wieder eröffnet.näheres über die neue ausrichtung bzw .
                  konzeption ist mir nichts bekannt.

                  ps.ich hoffe das man an die von mir sehr geschätzte qualität und auch das ambiente wieder anschließen kann.
                  Ich glaube, dass hier wirklich große Anstrengungen erforderlich sind. Außer zum Essen würde ich never ever auf die Idee kommen, nach Baerenthal zu fahren. Das Hotel ist zwar schön und die Landschaft idyllisch, aber irgendwie finde ich es rund um Baerenthal auch etwas unheimlich. Das ist so "Ende der Welt" mäßig da. Ich drücke die Daumen, dass es gelingt, das Haus wieder zu altem Glanz zu führen.

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                  • #84
                    Zitat von rocco Beitrag anzeigen
                    ...aber irgendwie finde ich es rund um Baerenthal auch etwas unheimlich. Das ist so "Ende der Welt" mäßig da. ...
                    Gerade das machte doch auch einen Teil des Reizes aus?
                    Sehr schade, dass es ein perfektes Haus weniger gibt.

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