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Südtirol (Update)

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  • #61
    Das geht sich für mich nicht aus.
    Deutlich zu hoch.

    Gruß!
    J.F.

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    • #62
      Übersetzungshilfe:

      sich ausgehen (umgspr. auch in Bayern) (z. B. diese Sache geht sich nicht aus)

      etwas schaffen (zeitlich), etwas gerade noch erreichen (zeitlich), gehen/passen (z. B. diese Sache geht/passt schon), aufgehen (z. B. das geht nicht auf)

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      • #63
        Wenn man im deutsch-österreichisch Wörterbuch blättert kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Viel Vergügen dabei.
        http://www.ostarrichi.org/woerterbuc...order=austrian

        Gruß carmelo

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        • #64
          einige Updates:
          - Sissy in Meran, ja die Klassiker sind nach wie vor toll. Trotzdem würde mal ein frischer Wind nichts schaden.
          - Rose Eppan. Man hat sich von der kleinen Schwächephase gut erhohlt und kocht munter und frisch im soliden 1*-Bereich.
          - Hidalgo, wie immer alles bestens, frisch und preiswert. Neu ist ein dem Wagyu gewidmetes Restaurant mit erstaunlichen Preisen und Ideen.
          - Kürbishof, nach wie vor streng südtirolerisch. Aber auch hier fehlen ein paar neu Ideen.
          - Malga Pana (Trentino), beste 1*-Küche bei gutem Service. Alles stimmig und der Preis passt auch.
          - Forresta (Trentino), ein Bib wie aus dem Bilderbuch. Frisch, lecker und faire Preise (kein Gedeck, dafür ein Glas Trentiner Spumante)


          Gruß!
          J.F.

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          • #65
            Unser Erstbesuch:
            Restaurant Miil im Weingut Kränzelhof

            Wunderschön und verwunschen an einem alten Mühlbach, toller Außenbereich.
            Freundlichster, südtiroler Service.
            Weine aus dem eigenen Gut und von anderswo.

            Vorbildliche, fair bepreiste Vortrunk-Karte.

            Kleine Karte mit zivilen Preisen und frischen Ideen, auch rund um die Welt.
            Das Essen dort ist eine einzige Freude.

            Gruß!
            J.F.

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            • #66
              Im # 36 heißt es: " ... durch die Entdeckung eines wunderbaren Weißburgunders vom Weingut Kränzel ... "
              Zwei Fragen, lieber frago. Hatten Sie auch den Vernatsch probiert? Und waren Sie im Irrgarten gewesen, und falls ja, vor oder nach dem Vortrunk?
              Gruß
              s.

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              • #67
                Wir waren nicht im Irrgarten, da es abends um diese Jahreszeit schon zu dunkel war.

                Wir hatten den Corona 2014: Ein vollmundiger, trotzdem frischer Weißer, den man auch zu vielen Fleischgerichten trinken kann.
                Den Sauvignon Blanc: Sehr typisch mit deutlichen Stachelbeeraromen, aber ohne die oft auftretende Über-Fruchtigkeit.
                Baluburgunder 2014: Ein typischer Südtiroler. Beerig, aber nicht opulent.

                Das Restaurant kann ich rundum empfehlen. Wunderschöner Garten mit verstreuten Tischen. Unbedingt reservieren, auch mittags. Das Restaurant ist fest in südtiroler Hand.


                Gruß!
                J.f.

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                • #68
                  Meran ohne Seibstock? Nach über einhundert Jahren ist es passiert

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                  • #69
                    ja. Leider.
                    Der Laden in Bozen ist schon länger aufgegeben worden, der in Meran wohl zu Ende des vergangenen Jahres.
                    Man will sich bei Seibstock ganz auf die Herstellung Vinschgauer Spezialitäten konzentrieren. Vor allem Marmeladen (Marillen).

                    Bei Siebenförcher (ein paar Schritte weiter Richtung Dom) gibt es ähnliche Produkte und auch die Seibstock Produkte.
                    "Pur Südtirol! düfte nicht ganz unschuldig sein. Das ist natürlich super aufgemacht dort, wenn gleich auch viel touristischer.


                    Gruß!
                    J.F.

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                    • #70
                      Paradies Latsch (GauMi 16)

                      Ungefähr an der Stelle, einige zwanzig km westlich Merans, wo es für die Etsch zum letzten mal steiler bergab geht, beginnt der Vinschgau, Val Venosta. Ich hatte mehrere Einheimische gefragt, ob denn die Vorfahren des luxemburgischen Louis Marquis de Venosta wohl von hier stammen, aber da konnte mir niemand weiterhelfen, weiß es also der Kuckuck.

                      In Latsch hat sich im Laufe der Jahre das Hotel Paradies etabliert, und hier ist gut sein. Bucht man die Halbpension, erlebt man Überdurchschnittliches zum Nachtmahl, das fast immer auf sechs oder sieben Gänge hin angelegt ist. Die Pasta bzw das Pastaäquivalent ist hausgemacht, der Sugo fein, kräftig/elegant. Der Fisch ist frisch, nicht langweilig, gut gegart, etwas mutiger sogar ist der Garpunkt der Fleische gehalten, zart/saftiges Kalb bzw Wild konnten wir verkosten. Die Hartkäse mochte ich sehr gerne, die Desserts waren pfiffig. Gute Weinkarte, leider nicht ganz so preigü wie in Restitalien.

                      Da gibt es aber noch eine Gourmetstube, und nur dieser gelten die 16 GM-Punkte. Es werden zehn Gänge angeboten, von denen man fünf, sieben oder zehn wählt, wobei die einzelnen Gänge dann aber vorgegeben sind. Der Raum ist holzgetäfelt, es gibt zwei gegenüberliegende Türen, die immer offen stehen, um dem Service das Durcheilen zu erleichtern. Immer wieder schauen auch Hotelgäste, die sich am Saltbüffet bedienen, herein, um sich einen Eindruck zu machen.
                      Nach einigen charmanten Einstimmungen bekommen wir Thuntatar mit saurer Sahne und Kaluga-Kaviar (der Rogen aus dem Amazonasgebiet), danach ein umwerfend gutes Risotto mit roten Rüben und Pecorino (hier hätt ich sogar das 17er-Täfelchen gehoben), ein Wildentenschenkel wird nur mit intensiver Soße und rosa gereicht, der Steinbutt mit Spinat und Speckfumet war geschmacklich sehr gut gelungen, ich liebe diesen Fisch allerdings etwas weniger gegart. Danach wieder ein grandioses Rinderfile, etwas Pastinakenemulsion, und auf allem thronte ein fetter Stopfleberschlappen. Seit Rossini ist dies ja eine fixe Kopplung; allerdings kann ich mit Rossini nicht allzuviel anfangen.

                      Herr Oberrauch kann wirklich toll kochen, das Halbpensionsabendessen wird wohl in Deutschland oder auch in Frankreich so schnell ncht übertroffen. In seiner Gourmetstube ist man auch gut versorgt, es bleibt ein petit bémol: der Service bedient auch im Hauptrestaurant, die an sich sehr charmante Dame ist in einem, für ein Gourmetlokal unvernünftigen, Hetzzustand. Und: etwa drei km Luftlinie kochen die Trafoiers im Kuppelrain. Im Gesamterlebnis ist das dort eben nicht nur ein Punkt mehr, wie uns der GauMi glauben läßt

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                      • #71
                        Auf der Durchreise waren wir mal wieder im Sissi in Meran. Wie fragolini schon oben schrieb (er war aber viel öfter da als ich): Typ Lieblingsrestaurant. Wie fragolini weiterhin schrieb: alles beim Alten. Die Karte verändert sich nur ein bisschen, die Amuses sind gleich oder fast gleich wie immer. Das alles macht aber nichts, denn die tollen Gerichte dort kann man eigentlich immer essen. Auch wie beim letzten Mal: Chef Andrea Fenoglio scheint kaum Zeit in der Küche zu verbringen, wandert den ganzen Abend durch den Gastraum und plaudert mit den Gästen und ist dabei so charmant, dass es null nervt, sondern eher erfrischt.

                        Unser Essen:

                        Amuse Gueule 1: flüssige Pizza. Fand ich beim letzten Mal schon nicht so toll und jetzt auch wieder nicht.
                        Amuse Gueule 2: Bagna Cauda in Kugelform. Ok.
                        Vorspeise bei mir: Makrele geräuchert "à la minute" mit Apfel und Ingwer. Ein großartiges Gericht, dampft ordentlich am Tisch und schmeckt hinreißend - vor allem die Kombination aus der Rauchmakrele, dem Apfel und dem Ingwer zusammen.
                        Pasta bei mir: dasselbe wie beim letzten Besuch. Grüne Vierecke mit Hühnerragù und Haselnüssen. Das hat mindestens genauso gut geschmeckt wie beim letzten Mal, es ist eine einfache Pasta, die aber so gut zubereitet ist und so perfekt austariert ist in den Mengen aller Bestandteile, dass man sie im Zweifel nicht in vielen Restaurants besser bekommt. Werde ich beim nächsten Besuch wieder bestellen.
                        Pasta bei Frau rocco: die von fragolini erwähnten Tortellini "klassisch" mit Bratensauce. Eine stattliche Portion, die aber nicht langweilig wird.
                        Hauptgang bei mir: Reh mit Taggiasca Oliven, Olivenbrot und Preisselbeeren. Was zunächst etwas schräg klingt, funktionierte hervorragend. Die Preisselbeeren waren kaum gesüßt, die Oliven von allerbester Qualität, das Reh wunderbar zart und mit dezentem Wildgeschmack.
                        Dessert: Gefrorene Schokolade. Klassisch und gut.

                        Die Weinkarte des Sissi im Netz ist nicht aktuell, als Ersatz für vorher ausgeguckte Flaschen gab es aber guten Ersatz. Wir haben am Ende genommen eine Flasche Emidio Pepe - 1980 Montepulciano d'Abruzzo, auf Empfehlung des Chefs hin. Ein großartiger Wein, der sowohl dekantiert wurde als auch vor dem an den Tisch bringen perfekt temperiert wurde (mit Thermometer). Entwickelte sich über den Abend hinweg immer mehr zum Positiven, hatte kaum Altersnoten, dafür die Komplexität, die nur gut gereifte Flaschen bieten können.

                        Ich liebe dieses Restaurant.

                        Daneben waren wir zum Lunch noch einmal in der Vinothek Relax in Obermais, bei der sich auch nichts verändert hat. Mein Dreikorn-Risotto mit Pfifferlingen war sowohl geschmacklich als auch in Bezug auf die Bissfestigkeit des Reis' und der beiden Graupensorten allererste Sahne.

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                        • #72
                          Geheimtipps sollte man ja für sich behalten. Aber hier sind wir ja unter uns.
                          Gasthaus Pardeller in Weschnofen.
                          Unscheinbare Haus mit Zimmern im Ortszentrum.

                          Kein Gourmetlokal, eben ein Gasthaus.
                          Kein Amuse Bouche, einfache gemütliche Gaststube, Service durch die Seniorchefin.
                          Aber das Essen ...
                          Tatar vom Sprinzenrind (fast ausgestorbene Fleischtierrasse), handgeschnitten (natürlich), dezent angemacht. Was für eine Fleischqualität. Einfach nur hervorragend.
                          Lauwarme Kalbszunge mit kleinst geschnittenem Gemüse und Kressecreme. Auch hier wieder nahe an der Perfektion. Unglaublich gute Fleischqualität. Der Star ist das Produkt.
                          Lauwarmer Pulposalat. Die Referenz. Leicht säuerlich mit mediterranem Gemüse und Oliven bester Qualität. Der Pulpo so unglaublich zart, dass man sich fragt was machen andere damit?
                          Handgedrehte Fussili mit super frischen Vongole und klassischer frischer Tomatensoße. Man wird selbst an der Amalfiküste schwerlich ein besseres Nudelgericht finden.
                          "Zwiebelrostbraten" vom Sprinzenrind. Absolute Referenz in der Fleischqualität. Dazu perfekt gebraten. Habe ich schon mal besser Rindfleisch gegessen? Da sind die Beilagen eben Beilage.
                          Blaubeerschmarrn mit frischem Rosmarineis. Steht allem anderen nicht nach. Eher rustikal der Schmarrn, superfein und cremig das Eis. Klasse!

                          Vorspeisen 9-13€, Nudeln 10-12, Hauptgerichte unter 20.
                          Hingehen und genießen.


                          Gruß!
                          J.F.
                          Zuletzt geändert von fragolini; 29.05.2017, 18:00.

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