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FFM am Sonntag

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  • FFM am Sonntag

    Sonntag Abend werde ich voraussichtlich in FFM weilen - und scheinbar hat so ziemlich alles geschlossen, was mein Interesse geweckt hätte... Können Sie mir eine (zentrumsnahe) Empfehlung geben? Es muss nicht das Francais sein, aber langweilen möchte ich mich auch nicht. Gibt es irgendwelche Neueröfffnungen, die man nicht verpassen sollte?

    MkG m.

    PS: Unabhängig davon: War schon jemand bei Milan Seidenfaden im Riz?

  • #2
    Werter malbouffe,

    in der Tat hat am Sonntag fast alles geschlossen. Das gilt für das erste Restaurant am Ort Francais ebenso wie für das relativ neue und sehr empfehlenswerte Weinsinn. Soweit ich mich erinnere, auch die drei Lokale von Herrn Lohninger, von denen Sie das beste PLV im Micro finden.
    Ich würde Ihnen daher a.e. noch das Holbein´s im Städelmuseum (Holbeinstraße) empfehlen, schönes Ambiente und ordentliche Küche sowie netter Service zu fairen Preisen.
    Ich verstehe dieses Sonntagsproblem, egal wo, auch schon lang nicht mehr. Außerhalb können Sie noch in die hübsche Brasserie in der wunderbaren Villa Rothschild, aber auch hier ist das Gourmetrestaurant am Sonntag zu...

    MkG, S.
    :cheers:

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    • #3
      Haben Sie vielen Dank für Ihre tröstenden Worte; im Holbein's habe ich leider vor ein paar Jahren kulinarisch Enttäuschendes erlebt, aber viellleicht ist es Zeit für einen erneuten Versuch. Ansonsten: "Heimat", "Döpfner's", oder gar "Schöne Müllerin"?

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      • #4
        Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
        Ansonsten: "Heimat", "Döpfner's", oder gar "Schöne Müllerin"?
        Oh, die Heimat hat sonntags auf! Dann nix wie hin, werter malbouffe! Außergewöhnliches Ambiente, ordentliche Küche (nichts großes, aber pfiffig und engagiert gemacht), hervorragende Weinauswahl, angenehmes Publikum. Aber unbedingt reservieren!

        Döpfner´s hat zwar einen neuen Koch, der früher mal bei Hessler in Maintal gearbeitet hat, doch bleibt das Restaurant irgendwie altbacken.

        Beste Grüße, Merlan

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        • #5
          Doch, das Lohninger hat auch am Sonntag offen, und verwöhnt mittags und Abends mit österreichischer Küche mit asiatische/internationalen Einschüben. Und nur ein kleiner Spaziergang vom Zentrum entfernt, auf der anderen Seite des Flusses. Falls sie schon früher zugegen sind - auch Nachmittags ist das Lohnender durchaus einen Besuch wert, mit etwas Glück kommt z.B. gerade der Frische Apfelstrudel aus dem Ofen! Das riecht genauso wie in der Kindheit...

          Geniessen Sie ihren Aufenthalt in FFM,
          kuechenreise
          Zuletzt geändert von kuechenreise; 11.08.2011, 20:57.

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          • #6
            Die Heimat ist mir persönlich sehr unsympathisch, allein schon wegen des "typisch" Frankfurter Publikums (diese ungute Mixtur aus Werbern, Bänkern und Pseudointellektuellen). Aber auch die Küche hat mich bei meinen 2 Besuchen nicht überzeugt. Die Weine sind jedoch in der Tat toll.

            Dann lieber ins Riz, zumal, wenn dort nun Seidenfaden kocht...

            Schöne Müllerin: nicht gut! Wenn Äppelwoi, dann in eins der beiden Schreiber Heyne, allein schon wegen der tollen Atmo (die Küche ist in keiner Äppelwoinkeip erwähnenswert, einfach Handkäs' und Grie' Soß essen...).

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            • #7
              Zitat von brigante Beitrag anzeigen
              Die Heimat ist mir persönlich sehr unsympathisch, allein schon wegen des "typisch" Frankfurter Publikums (diese ungute Mixtur aus Werbern, Bänkern und Pseudointellektuellen).
              Aber doch nicht sonntags, lieber brigante, und nur darauf bezog sich meine Empfehlung. An solchen Tagen sind doch nur Leute wie wir unterwegs!

              Beste Grüße, Merlan

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              • #8
                Werte Forumianer,

                Ihre Tipps und Expertisen zur kulinarischen Situation haben mich auf der Fahrt in die "alte Heimat" begleitet. Hier in Kürze meine Eindrücke:

                Lohninger
                Später Lunch bei Herrn L., der selbst im Restaurant zugegen war. Erwartungsgemäß reduzierte Karte, das von Fienhold gelobte Schnitzel musste ob der Abendplanung leider in der Küche bleiben. Stattdessen gab's "Bauernsalat" mit Kopfsalat, Röstkartoffeln, Kernöl Speck und einem Spiegelei, dessen leicht gestocktes Dotter als verbindendes Element wirkte - einfach ehrlich-herrlich. Dass es danach noch Kaiserschmarren sein musste, war der vorherigen Begeisterung geschuldet - die Portion dann auch alles andere als Dessert, mehr ein zweiter Hauptgang. Uff!, aber ebenfalls sehr gut, insbesondere das nicht zu süße Apfelmus dazu. Das Topfeneis hingegen war für meine Begriffe durch Rum und Vanille-Aroma geschmacklich überfrachtet und auch etwas süß. 16 GM-Punkte und 2,5 F gehen für mich in Ordnung, auch für den netten Service und das schicke "drum herum".

                Schreiber-Heynes Proletariat
                Witterung und Kaiserschmarren-Koma verlangten eine Verschiebung der nächsten Mahlzeit in die späten Abendstunden; nachdem wir zuvor im Gemalten Haus waren, um auf den lauen Abend anzustoßen, sind wir in der neuen Filiale gelandet. Kleiner Dämpfer: kein (ganzes) Rippsche mehr, keine Kartoffelwurst - unser mimus albus im Service verordnete stattdessen Schlachtplatte und Schnitzel mit Grüner Soße, alles andere sei 'aus'. Was kam war fett-solide, die Speckstippe zur Schlachtplatte dominant-rauchig, das Schnitzel definitiv nicht in Butter gebraten, aber kross, ordentliche Bratkartofffeln, gute Grie Soß - Herz, was will ich mehr zum Bembel?

                Riz
                Zum Abschluss dann zu Herrn Seidenfaden - schönes Ambiente, sehr nettes Service-Duo mit durchaus eigenem Stil, gefällige Weinkarte... Kulinarisch scheint mir aber die Küche noch zu sehr zwischen den Stühlen von "Cyrano" und "Schirn Table" zu hängen. Was man auf der Arbendkarte liest, klingt thematisch und preislich nach Seidenfadens Zeit im Nordend: Ziegenkäse kommt zum Beispiel als Vorspeise mit Lorbeerfeigen und Langpfeffer, als Dessert gibt's Datteleis mit orientalischer Würze - beim Lesen denkt man spontan: "Will ich probieren!" Was (mittags) zu sehr günstigen Preisen serviert wurde, erinnerte hinegen eher ans Museumscafé: Ordentliches Brot & Olivenöl, eine etwas salzarme Karotten-Ingwer-Suppe, gut gebratene Schweinemedallions, dazu völlig verkochter Rucola-Risotto und matschiges Zucchini-Gemüse, alles ebenfalls etwas würzarm. Nett, dass man zum Ausleich darauf bestand, eine Mousse au chcolat auf's Haus zu bringen, kein Aufreger, klassisch bereitet. Fazit hier: Wenn Herr Seidenfaden seine Küche auch mittags handwerklich ausgereifter und geschmacklich mutiger positioniert, zahle ich gern mehr als 13 Euro für zwei Gänge - so allerdings reizt sie mich vorerst nicht. Wie's abends ist, muss ich anderen zu beurteilen überlassen.
                Zuletzt geändert von malbouffe; 17.08.2011, 14:03.

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