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Restaurant-Schließungen (Aktuell)

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  • Restaurant-Schließungen (Aktuell)

    Gibt es zu wenige Genießer in Deutschland, sind die Köche nicht "gut genug" ist der Service zu schlecht, sind die Preise zu hoch oder gar zu niedrig?

    Vielleicht habe ich eine ungünstige Perspektive eingenommen: Aber mir scheint, irgendetwas stimmt nicht.

    Das Gourmetrestaurant im Wasserturm schließt, das Nero schließt, das Margaux schließt, der Velderhof ist weg etc. Im Vendome und der Schwarzwaldstube hören die Maitre auf.

    Die Öffnungszeiten werden verringert, mittags haben immer weniger Lokale auf - aber es sind auch weniger Gäste da, machmal bin ich der einzige Gast - das macht mir "Angst" (Angst, dass das Lokal auch bald schließt).

    Immer nur klagen, ist gar keine Lösung: Ich gebe mir einfach mehr Mühe beim eigenen Kochen und versuche mit frischen Zutaten einfache Küche schmackhaft zu gestalten. In Restaurants gehe ich nur, wenn sie besser als ich kochen oder eben einen hohen Aufwand betreiben oder Gerichte anbieten, die ich nicht kann. Um neue Köche kennenzulernen, lasse ich mich bei "Ranglisten" und "Sternefresser" anregen - einige andere Portale sind "unzuverlässig"; denn die Kritiker loben oder tadeln gelegentlich aus "niederen Beweggründen" oder "Unwissen" ("Pommesbude" 5 Sterne - "Sternekoch" 2 Punkte, weil die Portion zu klein ist etc.).

    Der Markt ist also im Umbruch und wird sich hoffentlich einpendeln.
    Zuletzt geändert von kgsbus; 24.08.2013, 14:20. Grund: Hinweis von merlan

  • #2
    Da haben Sie ja ganz schön viel reingepackt in Ihren thread, werter kgsbus. Die aktuellen Schließungen haben alle ihre eigene Geschichte; wir sprachen bereits darüber. Dass auch Oberkellner einmal neue Herausforderungen im Leben suchen, ist zumindest nicht ungewöhnlich. Und dass das Mittagsgeschäft schwierig ist, ist ebenfalls nichts Neues. Insofern also kein Grund für Ihre "Ängste"; es wird immer irgendwie weitergehen, wenn auch anders; und das ist auch gut so!

    Eine Aussage von Ihnen irritiert mich allerdings:

    Zitat von kgsbus Beitrag anzeigen
    Um neue Köche kennenzulernen, lasse ich mich bei "Ranglisten" und "Sternefresser" anregen - die meisten anderen Portale sind "unzuverlässig"; denn die Kritiker loben oder tadeln aus "niederen Beweggründen".
    Nichts gegen die Anregung und das Lob für dieses Portal, aber die Pauschalverurteilung der "Kritiker" kann man so nicht stehen lassen; nicht jeder handelt "aus niederen Beweggründen", wirklich nicht.

    Beste Grüße, Merlan

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    • #3
      Danke für den Hinweis: Ich habe ein Wort vergessen: "gelegentlich". - Ich bin auch nicht grundsätzlich "böse" auf "Kritiker"; wir sind ein freies Land und jeder darf im Rahmen von Gesetzen seine Meinung sagen - und das ist gut so, ich kan ja dagegen halten und meine Abweichung darlegen. Es gibt - auch das ist natürlich Freiheit - zu viele Portale. Zu oft ist nur eine Meinung da, es ist also schön, wenn eine Plattform "viele" Mitglieder hat und dadurch mehrere Aspekte sichtbar werden.

      Ich denke, es gibt aber einige Leute, die aus Gefälligkeit Urteile fällen (das sind für mich niedere Beweggründe) den Wirt 1 hochjubeln und die Mitbewerber runter machen (teilweise "kaufen" Besitzer sogar diese Bewertungen).

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      • #4
        In der Tat haben wor über manche Probleme schon diskutiert, aber ich habe auch den Eindruck als seien wir gerade in einer Zeit der Veränderung, die über das übliche Tempo hinaus geht. Hinzu kommen die auffällig vielen Personalwechsel von Köchen. All das überschreitet nach meinem Eindruck schon das Maß des Üblichen.

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        • #5
          Daniel Schimkowitsch ist ebenfalls aufs Karussell gehopst, gestubst worden wie auch immer.

          Er verlässt das Tramin laut eigener Aussage am 20.09.2013.


          Passepartout

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          • #6
            Wir hatten es ja heute schon thematisiert
            Nun sind es 10 (!) besternte Restaurants in diesem Jahr, die schließen oder ihr Konzept ändern. Letzte Woche verkündete noch das Lois in Rottach-Egern das Aus für das Sternekonzept, heute ist es das Tramin. Sie bilden damit eine lange Reihe mit Oud Sluis, Beluga, RONgastrobar, La Vision, Margaux, Monkeys West, Nero und Hummerstübchen, So unterschiedlich im Einzelnen die Gründe für die Aufgabe des Sternekonzepts auch sein mögen. Fakt ist, dass bei diesem Takt, gedruckte Restaurantführer kaum nachkommen. Der keinen Monat alte F-Führer ist schon jetzt nicht mehr aktuell und es liegen noch 11 Monate vor uns.
            Ich bin gespannt, was die kommenden Monate bringen

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            • #7
              Im Dezember schließt La Forge* in Bad Nenndorf.

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              • #8
                Wahrscheinlich gibt es ja Statistiken, die darüber Auskunft geben, wieviel Prozent der bestehenden Lokale aus welchem Grunde auch immer schließen. Ob es über die Mortalität von besternten Restaurants genauere Zahlen gibt, weiß ich nicht; womöglich könnten unsere Ranglisten, die ja nun bald das Zehnjährige feiern, darüber genauer informieren.
                Sieht man sich den Mich von vor dreißig Jahren an, dann haben ja nur wenige Lokale überlebt. Ein Schwund von ca 10 p.a. scheint also vollkommen normal.
                Im Vgl zu Frankreich fällt auf, daß es dort erheblich mehr, überwiegend auf dem Land, Familienbetriebe gibt, die den hohen Standard über Jahrzehnte halten können.
                Gruß
                s.
                PS: und vollkommen ot: @passeptt: ich lese gerade Mond über Manhattan von Auster, eine etwas merkwürdige Übersetzung von Moon Palace (eine chinesische Kneipe), nichts gegen die Trilogie, aber das hier ist deutlich besser, und da kommen Sie tatsächlich auch vor.
                Ich find' es toll, wie engagiert Sie hier wirken. (Gumphof Eindrücke kommen ganz bald)

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                • #9
                  Zitat von LouisXV Beitrag anzeigen
                  Im Dezember schließt La Forge* in Bad Nenndorf.
                  Das bedaure ich persönlich sehr! Das Restaurant war aus sentimentalen Gründen immer eines meiner Lieblinge.

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                  • #10
                    Und der Nächste: "schwarz Das Restaurant" in Heidelberg schließt zum Jahresende. Manfred Schwarz versucht es mit einem neuen Konzept.

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                    • #11
                      Die Serie von Schließungen und neuen Konzepten geht ja offenbar leider weiter. Immerhin hat man sich das Ende Sterne-Engagements im Hotel Klosterpforte mal nicht schön geredet, sondern es klar auf den Punkt gebracht: es fehlt an Gästen, um den Aufwand zu rechtfertigen. Fertig.

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                      • #12
                        Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                        Immerhin hat man sich das Ende Sterne-Engagements im Hotel Klosterpforte mal nicht schön geredet, sondern [...] es klar auf den Punkt gebracht.
                        „Wir haben keine Lust mehr darauf, dass unsere Küche vor allem nur einer kleinen Gruppe zu gefallen hat, nämlich den Testern der Gourmet-Führer“.

                        Ich kann es nicht mehr hören.

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                        • #13
                          Geht das nun gegen die Gourmet-Führer oder die (ausbleibenden) Gäste? Zunächst geht der Vorwurf an die Führer, sie testeten an den Gästebedürfnissen vorbei. Aber dann trifft er auch die Gäste, die, indem sie den Führern mit ihren Maßstäben nicht folgen, die Qualität aus den Augen verloren haben. Hat sich da auf Gästeseite wirklich etwas geändert in den letzten Jahren? Oder sind die Gastronomen dank des Zeitgeistes heute einfach nur weniger geduldig?

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                          • #14
                            Den Schlusssatz finde ich bemerkenswert: "Wir konzentrieren uns auf eine ehrliche Küche." Heißt das demzufolge, dass das Sternerestaurant eine "unehrliche" Küche produziert hat?

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                            • #15
                              Wenn man ein Gourmet-Lokal mit 65 (!) Couverts in Niemandsland des Teutoburger Waldes an 5 Abenden der Woche öffnet, sollte die Überraschung, dass das wirtschaftlich kein Selbstläufer ist nicht so groß sein. Daran sind dann vermutlich auch weniger die anderen Schuld zumal man für Auszeichnungen weder teures Besteck noch ebensolche Teller benötigt. Auch ein bretonischer Steinbutt auf der Karte ist keine Grundvoraussetzung für einen Stern. Das liest sich doch eher nach Konzepten von vor 20 Jahren, die heutzutage einfach nicht mehr funktionieren. Daran sind weder Gäste noch Führer schuld.

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