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  • #46
    Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
    Die Traube in Grevenbroich ist geschlossen
    Ich wünschte, ich könnte zumindest in Erinnerungen schwelgen...
    Wann genau zählte die Traube eigentlich zur Speerspitze der Kulinarik?
    Wer hier hat noch das berühmte Störparfait mit Kaviar essen dürfen?

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    • #47
      Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
      Wann genau zählte die Traube eigentlich zur Speerspitze der Kulinarik?
      Wer hier hat noch das berühmte Störparfait mit Kaviar essen dürfen?
      Das waren schon die achtziger und neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.

      Ich war zwischen1987 und 1990 ein paar Mal dort und habe stets zur Einstimmung das Störparfait mit Kaviar bekommen.

      Im Oktober 1990 hatte Dieter Kaufmann übrigens ein schwarz-rot-goldenes Fähnchen ins Parfait gesteckt. Na ja...!

      Schönen Gruß; Merlan

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      • #48
        Man muss ehrlich sagen, dass schon in den Neunzigern der Zenit dort überschritten war. Schon damals hatte man das Gefühl, dass es das Restaurant bald nicht mehr geben werde und es nur noch vom Glanze der Sterne, die in der Vergangenheit erkocht wurden, lebt. Warum Herr Kaufmann nicht zur rechten Zeit das Zepter übergeben hat, kann ich nicht sagen, aber es ist schon etwas schade.

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        • #49
          Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
          Man muss ehrlich sagen, dass schon in den Neunzigern der Zenit dort überschritten war. Schon damals hatte man das Gefühl, dass es das Restaurant bald nicht mehr geben werde und es nur noch vom Glanze der Sterne, die in der Vergangenheit erkocht wurden, lebt. Warum Herr Kaufmann nicht zur rechten Zeit das Zepter übergeben hat, kann ich nicht sagen, aber es ist schon etwas schade.
          Man sollte nicht vergessen, dass es einen Unterschied gibt zwischen der rechten Zeit für Herrn Kaufmann und der angeblich rechten Zeit, die ihm andere anhängen wollen. Und zumindest Mitte der 90er konnte man da noch ganz wunderbar essen.

          Restaurants mit ihren Betreibern haben eben auch verschiedene Phasen des Lebens. Die in der Regel alle ihre Reize haben, wenn man mit der entsprechenden Perspektive herangeht.

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          • #50
            "Und zumindest Mitte der 90er konnte man da noch ganz wunderbar essen"

            Wenn ich MV richtig verstehe, hätte er aber genau damals, also vor zwanzig Jahren, seinen Schuppen zumachen sollen, oder übergeben.
            Erlauben sie mir eine ganz persönliche Anmerkung. In meinem Beruf gehöre ich inzwischen ja auch schon zu den Dinos. Zenit überschritten? Aber ich beginne doch gerade erst, etwas von meinem Metier zu verstehen.

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            • #51
              PS: Vorschläge von Aussenstehenden, den richtigen Zeitpunkt betreffend, würde ich allenfalls kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen.

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              • #52
                Mir ist bewusst, dass diese Aussage auf den ersten Blick etwas despektierlich klingen mag, aber ich erinnere mich an diesen Abend vor 20 Jahren als wäre es gestern gewesen. Ich war als (unwissender Jungspund) mit einigen gestandenen Gastronomen dort zu Gast und erlebte einen der schrägsten und zugleich lustigsten Abende meines Lebens. Die Schilderungen führen hier zu weit, aber man hatte schon damals das Gefühl, einer der letzten Gäste zu sein. Wir haben es mit Humor getragen, obwohl es alles surreal wirkte (Saaltöchter; eine Weinkarte, bei der die Hälfte der Positionen fehlte; Produkte in C-Qualität, etc.).

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                • #53
                  Surrealismus muß ja nicht traurig sein. Kennen Sie Miró ?
                  Quamquam sunt sub aqua, sub aqua...

                  MkG, S.

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                  • #54
                    Ich erinnere mich noch gut an den Einstand des geschätzten, aber leider mehr oder weniger verlustig gegangenen Herrn Schmackofatz hier im Forum. Einigen Gästen hat es also auch noch Mitte der Nuller-Jahre gut gefallen in der Traube, ich vermute, mir hätte es auch gefallen.

                    http://www.forum.restaurant-ranglist...enbroich-12-10

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                    • #55
                      Ja, lieber rocco, für mich irgendwie auch Jugend"erinnerungen", wenngleich nicht vor Ort gewesen: Grevebroich, Wertheim-Bettingen u.v.m....

                      MkG, S.

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                      • #56
                        Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                        Mir ist bewusst, dass diese Aussage auf den ersten Blick etwas despektierlich klingen mag, aber ich erinnere mich an diesen Abend vor 20 Jahren als wäre es gestern gewesen. Ich war als (unwissender Jungspund) mit einigen gestandenen Gastronomen dort zu Gast und erlebte einen der schrägsten und zugleich lustigsten Abende meines Lebens. Die Schilderungen führen hier zu weit, aber man hatte schon damals das Gefühl, einer der letzten Gäste zu sein. Wir haben es mit Humor getragen, obwohl es alles surreal wirkte (Saaltöchter; eine Weinkarte, bei der die Hälfte der Positionen fehlte; Produkte in C-Qualität, etc.).
                        Diese Beschreibung wird in keinster Weise den Verdiensten von Dieter Kaufmann gerecht. Und wenn die Erlebnisse von MV 20 Jahre zurückliegen, dann sind seine Erinnerungen wohl eher den von mir fett markierten Umständen geschuldet.

                        Schönen Gruß, Merlan

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                        • #57
                          Und der nächste, Stefan Hartmann, Berlin
                          http://www.morgenpost.de/vermischtes...urant-auf.html

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                          • #58
                            Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                            Und der nächste, Stefan Hartmann, Berlin
                            http://www.morgenpost.de/vermischtes...urant-auf.html
                            Das Statement des Kochs finde ich für das harte Sternegeschäft schon sehr aussagekräftig:

                            "Ich hatte zweieinhalb Jahre jeden Tag Angst – da hat man kein Leben mehr." Jeden Tag habe er Sorge gehabt, ob das Haus am Abend voll sei, ob genug zahlende Gäste kommen, um die hohen Personal- und Produktkosten ausgleichen zu können. "Und wenn der Laden voll war, hatte ich Angst, dass er am nächsten Tag nicht voll wird", sagt Hartmann. Seine Stimme wird brüchig. "Und ich liebe das Kochen." Er hält inne. Dann kommen sie doch, die Tränen. "Das war mein großer Fehler damals, das 'Neubau'."

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                            • #59
                              Ich kann mich noch gut erinnern. Es gab seinerseits eine Reportage über Sterneköche. Damals wurde aufgrund der Neuvergabe auch bei Herrn Hartmann gefilmt. Die Freude darüber, erst mal die Flasche Schampus geköpft. Schade, dass es so beendet wurde.

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                              • #60
                                Was da in der Berliner Morgenpost über Herrn Hartmann berichtet wird, ist schon herzergreifend und nachfühlbar. Zu Recht fragt er sich heute selbst, warum er sich nach seinem gerade erworbenen Stern für das "Hartmanns" noch einen "zweiten Laden" ans Bein gebunden hat.

                                Aber einen Satz von ihm verstehe ich gar nicht: "Ich bin aus dem Alter raus, in dem ich den Stern brauche." Wenn er jetzt andere Projekte verfolgen will, ist das ja ok, aber die Abkehr von der Sternegastronomie mit seinem Alter zu begründen (er ist 37!), ist schon skurril.

                                Schönen Gruß, Merlan

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