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Preise in Sternegastronomie

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  • Preise in Sternegastronomie

    Hallo,

    wir hatten diese Thema in der Vergangenheit ja bisher schon mehrfach diskutiert und es gibt dazu ja eine vielschichtige Betrachtung.

    Aber genau so, wie mich manchmal Menüpreise von 140 € in *-Restaurants etwas irritieren, war ich heute doch etwas verwundert, als ich die aktuellen a la Carte Preise eines deutschen ***-Restaurants las. Das wäre meine Zusammenstellung gewesen:

    Wachtelsalat: 48 €
    Pochiertes Ei: 62 €
    Seezunge: 68 €
    Käse: 36 €
    Schokoladendessert: 28 €

    Das macht knapp 250 € für 5 Gänge ohne Getränke, etc.

    Erstaunlicherweise kosten die Menüs weiterhin zwischen 140 und 170 €.

    Man hat somit fast das Gefühl, dass die Leute dazu gedrängt werden sollen, Menüs zu nehmen, um sich der "lästigen" a la Carte Gäste langsam zu entledigen ...
    Zuletzt geändert von Kimble; 28.01.2010, 17:59.

  • #2
    Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
    Pochiertes Ei: 62 €
    Hallo Doc,
    ich geh dann mal davon aus, dass es sich nicht nur um ein normales Ei handelt, oder? Dann würde sich das wirklich absurd lesen. Vielleicht hat sich noch wo ein kleiner Trüffel versteckt?
    Morchel

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    • #3
      Es ist natürlich ein Onsenei mit Trüffel, da haben sie recht. Allerdings habe ich das Gericht an anderer Stelle auch schon für die Hälfte des Preises bestellt.

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      • #4
        Ist das hier der Winterschlussverkauf? :hungry:
        bon appetit...
        twitter.com/cisfotografie

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        • #5
          Es mag ja sein, dass diese Preise betriebswirtschaftlich gerechtfertigt sind, bisher waren sie aber afaik eher unüblich in der deutschen Spitzengastronomie.

          Andererseits, wenn wir uns mit einigen Restaurants zur europäischen Spitze zählen, darf man auch seine Preise dem europäischen Niveau angleichen. Interessant wäre zu wissen, wie die Gäste darauf reagieren. Ich vermute einmal, dass einfach mehr Menüs bestellt werden, was der Küche vermutlich ganz recht sein dürfte.

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          • #6
            Zu diesem Preis würde ich so ein Menü nie essen.

            Erinnert mich doch sehr an Frankreich, wo die a la Carte Gerichte im Verhältnis zum Menü immer sehr viel teurer waren.

            Da ist es doch fast anständiger gleich 1-3 Menüs zur Auswahl zu bieten, die man selbst noch etwas ergänzen kann.


            Gruß!

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            • #7
              Preise in der Sternegastronomie

              In Deutschland haben die "kleinen Portionen" Einzug gehalten.
              Beispiel "Aqua" Wolfsburg.
              Die Seezunge moderne Finkenwerder Art ist von der Größe bescheiden.
              Der Geschmack ist formidabel.
              In Paris gibt es "dos de sole meuniere" bei B.Pacaud
              das 4-6 -fache an Fisch (mit wirklich reichlich Alba Trüffel) für > 100 Euro.
              Schmeckt auch formidabel (vielleicht etwas mehr).
              MkG

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              • #8
                Sie werden es so wie ich schon oft erlebt haben.

                Sie setzen sich um 19Uhr30 an den Tisch eines **/*** Restaurants.

                Manchmal erlebt man, dass zwei/drei Zweiertische erst eine Stunde später belegt werden und während Sie den Hauptgang oder den letzten Zwischengang eines Menues noch nicht serviert bekommen haben, verlassen diese (meistens wassertrinkenden) Gäste bereits das Restaurant.
                Natürlich hatt man den einzigen Hauptgang unterschiedlich gewählt.

                Im Sonnora kosten die Hauptgänge noch immer um 40/50 Euro.

                Bestellt hier ein Gast nur ein Süppchen, einen Hauptgang (Dessert eher fraglich) und Wasser, beträgt der Umsatz eines Zweiertischs ca. 150/170 Euro.

                Auch wenn ein Hauptgang 70 Euro kosten würde und das Restaurant von verirrten Esstouristen besucht wird, kann ein **/*** Restaurant nur Verluste machen.

                Selbst dann, wenn alle Gäste das große Menue ordern und/aber nur Mineralwasser trinken würden.

                Ich habe deshalb vollstes Verständnis, wenn einige Restaurants diese Esstouristen durch überpropotionale a la Carte Preise abschrecken wollen.

                Und wenn andere Gäste an einem Vierertisch alle oder fast alle a la Carte Gänge unterschiedlich wählen, (ja sowas gibt es oft) bringt das jede mit noch soviel Personal ausgestatte Küchenbrigade an den Rand der Verzweiflung.
                Das dürfte auch ein Grund für überproportional hohe a la Carte-Preise sein.

                Mit etwas Vitamin "B" sollte man es aber schaffen, in ein 160 Euro-Menue kleinere Änderungen von der a la Carte ohne Aufpeis zu erreichen.:cheers:

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                • #9
                  Hallo zusammen,

                  was mich an Preisdiskussionen wie diesen oder anderen immer stört, ist, dass es sich so liest, wie wenn immer der Gast in der Pflicht ist, die Kalkulation des Gastronomen zu kennen und entsprechend „solidarisch“ zu handeln. Das ist mir etwas zu einseitig.

                  Wenn ich als Gastronom à la carte anbiete, dann laufe ich halt auch Gefahr, dass Gäste – vermutlich ohne Arg – nur zwei Gänge bestellen. Möchte ich das als Restaurantbetreiber nicht, darf ich eigentlich nur Menüs anbieten. Oder bereits bei der Reservierung die jeweiligen „Bedingungen“ klar formulieren. Also z.B. mindestens drei Gänge plus Weinpflicht.

                  Auch Gäste, die keinen Wein trinken, werden schnell in eine Art Schmarotzerecke gestellt. Muss ich als Gast wissen, dass ich Wein trinken muss, um die Mischkalkulation des Gastronomen zu erfüllen? Ich gehe davon aus, dass viele Restaurantbesucher denken, dass sie das, was sie bestellen, mit dem jeweiligen Preis angemessen zahlen. Ehrlich gesagt, habe ich mir das früher auch gedacht. Da war ich aber noch jung und dumm.

                  Einen schönen Abend!
                  Morchel

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                  • #10
                    Mein Vorschlag: 250 € Mindestumsatz pro Gast in der ***-Gastronomie

                    dann bekäme ich endlich die Weine günstiger :cheers:

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                      Hallo zusammen,
                      was mich an Preisdiskussionen wie diesen oder anderen immer stört, ist, dass es sich so liest, wie wenn immer der Gast in der Pflicht ist, die Kalkulation des Gastronomen zu kennen und entsprechend „solidarisch“ zu handeln.
                      Wer ein **/oder gar *** Restaurant besucht, sollte die Kalulation solcher Restaurants zumindest ansatzweise nachvollziehen können. Da reicht dann die Beherrschung der Grundrechenarten.

                      Würde jeder Gast nur 2 Gänge ordern und nur Wasser trinken , gäbe es trotz all Ihrer sonstigen Argumente werte Morchel, schlicht derartige Restaurants nicht - nirgends auf dieser Welt.

                      Macht keiner was dran.:cheers:

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                      • #12
                        Zitat von soriso Beitrag anzeigen
                        Wer ein **/oder gar *** Restaurant besucht, sollte die Kalulation solcher Restaurants zumindest ansatzweise nachvollziehen können. Da reicht dann die Beherrschung der Grundrechenarten.
                        Nun, ich behaupte, den meisten Gästen ist die Kalkulation völlig egal, und sie wollen sich auch nicht die Mühe machen, irgendetwas nachzuvollziehen. Sie bestellen und bezahlen das, was sie bestellen. Ihre Lösung? Den Erwerb eines "Gourmet-Führerscheins", um ein ***-Restaurant besuchen zu dürfen?

                        PS: Wir reden hier nicht von mir. Ich kenne die Kalkulation ansatzweise und bin auch immer bemüht, ihr gerecht zu werden. Allerdings finde ich das manchmal ein wenig anstrengend.

                        PPS: Ich persönlich finde immer noch, dass die Gourmet-Branche viel mehr Transparenz in ihre Preisgestaltung bringen müsste und nicht immer nur auf eine erhoffte Quersubventionierung der Speisen durch die Getränke setzen sollte.

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                        • #13
                          Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                          Nun, ich behaupte, den meisten Gästen ist die Kalkulation völlig egal.
                          So diesen Gästen auch der Preis für ein solches Dinner völlig egal ist - d'accord

                          Anderenfalls gäbe es wie in Post #11 erwähnt gar keine **/*** Restaurants und das ist Fakt.
                          Mein Vorschlag: 250 € Mindestumsatz pro Gast in der ***-Gastronomie
                          So isses fast.:hungry:
                          Witzigmann berechnete bereits 1992 Euro 112,50!!! für sein großes Menue und hat nie großartige Gewinne gemacht.

                          Heutzutage reden wir über 160 Euro in den *** Restaurants und aufgrund der überproportional gestiegenen Produktpreise (besonders für die Wild-Edelfische) ist das nach 18 Jahren eher äußerst moderat.
                          und nicht immer nur auf eine erhoffte Quersubventionierung der Speisen durch die Getränke setzen sollte.
                          Da muss sich niemand wundern, dass die Weinpreise überproportional gestiegen sind. Aufgrund der weltweiten Qualitätsverbesserung so vieler Weine, kann man heutzutage für 60/80 Euro (so man sich denn auskennt) in einem *** Restaurant einen prima Rotwein ordern und einen Weißwein zum halben Preis.:cheers:

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                          • #14
                            Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                            Nun, ich behaupte, den meisten Gästen ist die Kalkulation völlig egal, und sie wollen sich auch nicht die Mühe machen, irgendetwas nachzuvollziehen. Sie bestellen und bezahlen das, was sie bestellen. [...]
                            PS: Wir reden hier nicht von mir. Ich kenne die Kalkulation ansatzweise und bin auch immer bemüht, ihr gerecht zu werden. Allerdings finde ich das manchmal ein wenig anstrengend.[...]
                            .
                            Da stimme ich Ihnen zu liebe Morchel,

                            und gerade WEIL sich so wenige Besucher der *-*** Restaurants darüber Gedanken machen, verbleibt hier m.E.nach die Verantwortlichkeit bei den Gastronomen eine vernünftige Preiskalkulation beim Essen anzupeilen.Wie sieht denn dieses "gerecht werden" bei Ihnen aus?
                            Würden Sie etwa aus "moralischen" Gründen ein *** Menü unter, sagen wir mal 80 Euro ablehnen, nur weil Sie genau wissen, dass es dem Lokal wirtschaftlich schadet? Bzw. odert der informierte Gast dann automatisch den teureren Wein?Soweit reicht meine Solidarität sicher nicht!
                            Ich sehe es ähnlich wie ein anderer user(name vergessen), der anmerkte, dass die Getränkepreise meist der einzige Hebel sind, um an der eigenen Kostenkalkulation zu drehen.
                            Daher obliegt es wohl bei der Getränkeauswahl dem mündigen Gast hier seine eigene Entscheidung im Sinne des eigenen Budgets zu treffen.
                            Bei den Menüpreisen vs. ALCpreisen verhält es sich in meinen Augen weit schwieriger

                            Gruss
                            T.

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                            • #15
                              Zitat von soriso Beitrag anzeigen
                              Witzigmann berechnete bereits 1992 Euro 112,50!!! für sein großes Menue und hat nie großartige Gewinne gemacht.

                              Heutzutage reden wir über 160 Euro in den *** Restaurants
                              1992 gab es schon noch die DM, werter soriso, oder haben Sie schon für uns umgerechnet?

                              Beste Grüße, Merlan

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