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  • #31
    Oh ja, brigante: **- und ***-Häuser sind einfach zu günstig. Und ich hoffe für Sie und für uns alle, dass es noch eine Weile so bleibt.

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    • #32
      Ihre replik geht zwar komplett an meinem kommentar vorbei, le mink, aber sei's drum.

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      • #33
        Zitat von le_mink Beitrag anzeigen
        **- und ***-Häuser sind einfach zu günstig. Und ich hoffe für Sie und für uns alle, dass es noch eine Weile so bleibt.
        Dann sollten wir das vielleicht auch nicht weiter vertiefen!

        Diese Diskussion haben wir schon im alten Forum rauf und runter geführt, ohne auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

        Lassen wir die Preiskalkulation doch mal weiter Sache der Gastronomen bleiben. Es ist an uns, den Gästen, ob wir die geforderten Preise zahlen. Und ich möchte mir auch keine Gedanken im Restaurant machen, ob ich nun angemessen genug verzehre. Da hat brigante schon Recht, wenn er sich diesen Kopf nicht machen will.

        Beste Grüße, Merlan

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        • #34
          Aber zum Schluß bleibt immer die Frage: Was ist mir das wert, wieviel bin ich bereit, auszugeben; und für diese Entscheidung muß ich niemandem Rechenschaft ablegen.
          Gruß s.
          PS: @ Post 22: meinen Sie mit Ihren "Unternehmungen im angetrunkenen Zustand" etwa das Auf-allen-Vieren-in-die-benachbarte-Araltanke-krabbeln um sich dort den Rest zu geben? Kein Wunder, wenn Sie dann mit Ihren über-den-Daumen Faktoren in's Straucheln geraten.

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          • #35
            Ich habe mal bei mir rumgekramt: Im Jahr 2000 kostete das Menü im El Bulli 14700 Peseten, also ca. 88 Euro. Diese Schnäppchen gibt es in Spanien im Jahr 2010 freilich nicht mehr. Heuer kostet das Menü ca. 3 mal so viel. Allerdings kostete im Jahr 2002 das Menü bei Marc Veyrat schon erstaunliche 310 Euro. Das ist auch heute immer noch ein Spitzenpreis.
            Angehängte Dateien

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            • #36
              Ich muss diese leidige Thema nochmals aufgreifen und aus aktuellem Anlass meinem Ärger über das PLV im Bereich vieler *-Restaurants Ausdruck verleihen.

              In den letzten Wochen hatte ich eine ganze Reihe von Essen im Bereich * oder knapp darunter (13-16 GM) wovon ein grosse Mehrzahl eher nicht erinnerungswürdig und überzeugend war. Allerdings waren Ersteres leider die Rechnungen, was ich wiederum nicht überzeugend fand.

              Auch wenn die Menüpreise ab 60 € auf den ersten Blick günstig erscheinen, kommt man schnell auf andere Summen sobald man die Menüs auf eine geeignete Anzahl von Gängen erweitert und dann noch a la Carte Gerichte oder Käse "einbaut". Dann geht auch im nicht besternten ambitionierten Restaurant kaum noch etwas unter 100 € p. P. für das Essen (was bei 30 € für Vorspeisen und 40 € für Hauptgerichte nicht verwundert). Auch die Weinkarte stellt einen oftmals vor Probleme, trinkbare französische Weine unter 70 € zu finden. Dazu kommt, dass Aperitif, Espresso & Co auch oft in ähnlichen Preisregionen wie in der absoluten Spitze in Deutschland sind.

              Zu zweit haben wir es bei kaum einem Besuch geschafft, deutlich unter 300 € zu bleiben (2 Menüs, 1-1,5 Flaschen Wein, Wasser, Aperitif, Espresso). Theoretisch könnte man nur das Lunchmenü mit Wasser nehmen und wäre bei gut der Häfte, aber das macht für mich noch weniger Spass und Sinn. Und wenn man sich bei einem guten Einsterner (mit *+ bis **-Leistung) das volle Programm gönnt (sieben Gänge + Käse, 3 Flaschen ordentlicher Wein, ein Gläschen Sauternes, etc.) ist es auch kein Problem 600 € und mehr an einem Abend loszuwerden.

              Letzeres finde ich noch akzeptabel (wenn auch bedenklich) so es ein genialer Abend / Tag war. Was mich aber immens ärgert sind die 300 € für ein Essenserlebnis, wo ich lieber weniger als ein Drittel für ein etwas simpleres aber nicht unbedingt schlechteres Essen in einem x-beliebigen Bistro ausgegeben hätte.

              Ich hätte damit sicher kein Problem, wenn die Einsterner simplere und regionale Produkte auf hohem Kochniveau bieten würden, Stattdessen aber gibt es von Steinbutt über Hummer und Trüffel alle möglichen Edelprodukte in abenteuerlichen Qualitäten und noch abenteuerlicheren Zubereitungen. Oftmals waren wir froh, wenn von 5 Gängen wenigestens ein interessanter und 2 ordentliche Gänge dabei waren.

              Gerade diese unglaublichen Schwankungen zwischen den Gängen treiben mich als Gast manchmal zur Verzweiflung. Das würde ich vielleicht alles letztendlich nicht so tragisch sehen, gäbe es am Ende nicht diese Rechnung.

              Wenn ich dann sehe, dass ich für zwei solcher Besuche mit dem selben "Programm" bei den besten Dreisternern zu Gast sein könnte, macht mich das nachdenklich und lässt mich immer mehr die Lust an Besuchen bei Einsternern verlieren. Dann lieber seltener und dafür besser.

              Etwas genervte Ostergrüste

              Kimble

              PS
              Ich weiss dass das pauschal und undifferenziert ist, aber ich spreche hier in der Summe von mehr als ein Dutzend Besuchen bei verschiedenen deutschen Restaurants dieser Kategorie

              PPS
              Mir ist an dieser Stelle vollkommen egal, wie diese Gastronomen kalkulieren müssen, aber für mich ist das Ergebnis das Geld nicht wert.
              Zuletzt geändert von Kimble; 05.04.2010, 17:50.

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              • #37
                Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
                Dann lieber seltener und dafür besser.
                Na sehensemal, da haben Sie ja die Lösung Ihres Problems schon selbst erarbeitet.

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                • #38
                  Leider nicht ganz, denn die Anzahl der begeisternden ***-Restaurants ist nunmal beschränkt. :heulen:

                  Mich ärgert vor allen Dingen, dass man ja eigentlich von einem *-Restaurant auch schon etwas Besonderes erwartet und dies leider meist nur die Rechnung ist

                  Ich weiss, dass es da lobenswerte Ausnahmen, wie Ihre Burg oder einige andere unterbewerte Einsterner gibt, aber leider sind die "Wellen-Restaurants" die Mehrheit

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                  • #39
                    Vielleicht ist dies wie mit den Benzinpreisen, vor den Feiertagen ist es halt etwas teurer

                    Ich habe die Erfahrungen leider auch schon mehrfach gemacht und bin schon seit Jahren zu der Überzeugung gekommen, lieber 2 oder 3 mal im Jahr in ein *** Sterne Restaurant als mehrfach in die *Sterne Gastronomie.

                    Meine Begründung liegt nicht nur an den Menüpreisen, die ich sogar noch als relativ fair ansehe, sondern an meiner Einstellung, dass Essen ein Vergnügen sein soll und ich dazu halt auch Wein und Aperitif benötige. Und dann bin ich grundsätzlich an so einem Abend in Deutschland oder der Schweiz locker bei Euro 250 bzw. 400 CHF.

                    Nur ist die Umsetzung nicht so ganz einfach. In unserer Nähe gibt es kein *** Restaurant, das man mal so kurz am Abend besuchen und wieder heimfahren kann. Also dann doch, wenn es mal wieder etwas Gutes sein soll, beim *oder **sternekoch. Gott sei Dank gewöhnt man sich in der Schweiz sehr schnell an die Preise und ärgert sich nicht so sehr wie in Deutschland .

                    Befriedigend ist das aber nicht.

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                    • #40
                      Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
                      Ich hätte damit sicher kein Problem, wenn die Einsterner simplere und regionale Produkte auf hohem Kochniveau bieten würden, Stattdessen aber gibt es von Steinbutt über Hummer und Trüffel alle möglichen Edelprodukte in abenteuerlichen Qualitäten und noch abenteuerlicheren Zubereitungen.
                      Da liegt leider oft der Hase im Pfeffer, was viele Einsterner auch so gähnend langweilig macht.

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                      • #41
                        es ist leider ein altes problem.das wir in deutschland zwar einige top restaurants im ** und *** sterne bereich haben,aber im * oder auch darunter ,sind die im guten preis-leistungsniveau befindlichen restaurants eher selten.
                        wenn ein * sterne restaurant locker 90 bis 110 euro aufruft egal ob für 4 oder 5gänge und ich in einem top-restaurant für 100 oder 12o euro ein 4 oder 5 gänge menü bekomme ,ist es doch keine frage wo ich hingehe.diese restaurants sollten preislich deutlich runtergehen und sich dafür die luxusprodukte ersparen und wieder auf die regionalen spitzerprodukte zürückgreifen.
                        nur als aktuelles beispiel ,7 gänge im noma ca.135 euro ** sterne.
                        kg knurrhahn

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                        • #42
                          Kleines Beispiel dazu:

                          Bei meinem Kurztrip nach Barca war zwar auch nicht alles günstig, aber es gab tolle Erlebnisse (z. B. bei den Rockern ). Zurück in Deutschland in ein bekannteres Hotel eingecheckt und ab ins Restaurant, da der Flug hungrig gemacht hatte. Die Küche war zwar ohne Stern, strebt diesen aber nach Aussage des Hotels zeitnah an und positioniert sich von Preisgestaltung und Karte her auch ebenso.

                          Ein nettes Amuse wurde gefolgt von dem einzigen Highlight einem getrüffelten Rintertatar mit Ei und Spinat. Der Rest der Speisen ebenso wie der Nachtisch waren langweilig bis untere Bistroqualität. Ein Steinbutt in iPhone-Dicke, ein Hummer als Babymord und als "Highlight" Wachtel und Saltimbocca mit nahezu identischer Sauce. Alles optisch eher lieblos angerichtet und ohne Textur, geschmacklich langweilig, aber erträglich (bis auf den Steinbutt mit Styropor-Anmutung). Dazu zwei Gläschen Pommery und einen einfachen Crianza (einer der wenigen Rotweine im zweistelligen Bereich). Das waren dann mal eben knapp 300 € . Da bestelle ich mir das nächste mal einen Puten-Salat aufs Zimmer und trink dazu eine Flasche Cremant aus dem Handgepäck !

                          Und vergleichbare Erlebnisse hatte ich in diesem Jahr bei diversen Einsternen, wo mir einfach die Lust vergeht. Dann lieber ein einfaches Bistro in der Grosstadt, offener Grauburgunder, Salat + Fisch für einen Bruchteil des Geldes.

                          Das Problem ist nur, dass man an manchen Tagen einfach einmal spontan gut essen gehen möchte und wenn man in einer Großstadt eben einige Sternelokale hat, die Versuchung gross ist, diese auch zu besuchen, statt 100 km zum nächsten Top-Restaurant zu fahren.

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                          • #43
                            Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
                            Ich muss diese leidige Thema nochmals aufgreifen und aus aktuellem Anlass meinem Ärger über das PLV im Bereich vieler *-Restaurants Ausdruck verleihen.

                            Ich hätte damit sicher kein Problem, wenn die Einsterner simplere und regionale Produkte auf hohem Kochniveau bieten würden, Stattdessen aber gibt es von Steinbutt über Hummer und Trüffel alle möglichen Edelprodukte in abenteuerlichen Qualitäten und noch abenteuerlicheren Zubereitungen. Oftmals waren wir froh, wenn von 5 Gängen wenigestens ein interessanter und 2 ordentliche Gänge dabei waren.
                            Werden derartige Produkte in einem * Restaurant serviert, kosten beispielsweise 150 Gramm wilder (7kg) Steinbutt ohne jede Beilagen-Begleitung wie Trüffel oder Morcheln, ect. bereits 18 Euro.
                            Kann demnach nur teuer werden. Auch wenn fast alle *Restaurants eher nur wenige Köche beschäftigen.

                            Aber:

                            Die meisten Gäste der *Szene/Restaurants wollen Edelprodukte und ua. eher keine Forelle aus dem regionalem Bach.

                            Und werter Kimble - die meisten Gäste der *Restaurants merken von dem was Sie (und einigen Membern hier) bei den Nächst / Nächstbesten oft entäuscht so gut wie gar nix - da 99% unserer Mitbürger von der wirklichen Spitzengastronomie gar keine Ahnung haben.

                            Die *** Restaurants können bei ihrem gewaltigen Personaleinsatz (Herr Bau berichtete hier) an Köchen und 55 Euro - Berechnung für einen solchen Steinbuttgang (Sonnora)fast nichts verdienen und müssten eigentlich 75 Euro berechnen.

                            Andere viel günstigere Produkte gleichen das aus und deshalb können wir uns noch immer zum sehr günstigen Preis von ca. 160 Euro in den richtigen Tempeln verwöhnen lassen.
                            Gruß
                            So.

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                            • #44
                              Werter Soriso, die Steinbuttpreise sind mir durchaus bekannt, sowohl von mir selbst als auch von befreundeten Gastronomen. Allerdings muss man auch sagen, dass ich in der letzten Woche das positive Erlebnis bei einem Einsterner hatte, ein grosses Stück 5-6er Steinbutt geniessen zu dürfen (auch wenn dafür bei anderen Produkten die Qualität nicht stimmte) . Ich habe mich darüber dann nach dem Essen länger mit dem Koch unterhalten und er hatte wohl eine besondere Bezugsquelle, die ihm dies ermöglichte. Wenn man aber so etwas nicht hat, sollte man diese Produkte besser weglassen.

                              Den Steinbutt mit Hummer hätte ich normalerweise bei dem beschrieben Restaurant nie und nimmer bestellt, da ich so etwas normal als "Showessen für Provinzpromis" eingeschätzt hätte. Aber es war die Empfehlung des Tages und der Service hat es uns nicht nur ausdrücklich ans Herz gelegt, sondern uns überredet trotz meiner Skepsis diesen (OTon: "mit besten Produkten zubereiteten") Gang zu ordern. Und da fühle ich mich schon veralbert, einen Baby-Steinbutt unterster Qualität mit ein paar kleinen labbrigen Hummerstücken serviert zu bekommen.

                              Letztendlich geht es mir aber auch nicht um ein konkretes Gericht oder bestimmtes Restaurant, sondern ich bin einfach darüber genervt, 300 € für ein durchschnittliches Essenserlebnis mit mehr Fehlern als Highlights auszugeben. Glibbrige Jakobsmuscheln, Roastbeef statt Filet, Fisch mit Eigengeruch Trüffel ohne Geschmack, Petit-Fours aus dem Supermarkt, etc. sind nicht das, was ich unter gehobener Gastronomie verstehe. Ich habe kein Problem, dass ein überschwenglicher Abend beim Dreisterner auch vierstellig werden kann, dafür ist es dann aber ein unvergessliches Erlebnis. 300 € zum Vergessen finde ich auf Dauer aber eher unbefriedigend.

                              PS
                              Was die Sache noch schwieriger macht sind dazu Köche mit einem gewissen Schlachtercharme und provinziell distinguierte Gäste, die diesen in den 7. Himmel loben. Da bleibt für Kritik wenig Platz, da man ansonsten das Gefühl hat, eine körperliche Konfrontation einzugehen.
                              Zuletzt geändert von Kimble; 05.04.2010, 21:25.

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                              • #45
                                Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
                                Und da fühle ich mich schon veralbert, einen Baby-Steinbutt unterster Qualität mit ein paar kleinen labbrigen Hummerstücken serviert zu bekommen.
                                Werter Kimble,
                                machen Sie es künftig wie ich bei den Nächst/Nächtsbesten. Auch so im *Sternerestaurant schon mal erlebt:

                                Offerte des Service:

                                Wir haben heute außerhalb der Karte Loup und Steinbutt im Angebot.

                                Fragt Soriso - gibt es denn frei lebende Fische oder kommen die aus dem Gefängnis?
                                Antwort - wie bitte?
                                Soriso - Na ist es Zuchtware oder Wildfang?
                                Antwort - muss ich nachfragen.

                                Meistens wars das dann.
                                Ich habe aber auch bereits erlebt, dass ich frech belogen wurde.

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