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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
    nur ist für mich Kamille kein Tee, sondern das Zeug das meine Schwiegermutter in das Erkältungsdampfdingsbums haut, da bin auch allergisch.
    Das wäre mir seinerzeit eine Stütze zur Tee-Sozialisation gewesen...tja, verpaßt, kein Tee mehr. Mit einem gewissen Enthusiasmus suche ich jedoch für meine Frau stets die besten schwarzen Tees.
    Ich kann ja mal versuchen, wieder einen Zugang zum Tee zu bekommen, in dem ich einen guten Darjeeling in den Inhalator gebe

    Um beim Thema zu bleiben, ich zahle für ein Glas Duval-Leroy lokal 11-12 €. Selbst im Holbeins im F kostet das Glas Billecart rosé nur 15€...
    Zuletzt geändert von Sphérico; 08.06.2017, 13:53.

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  • schnecke
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Für Sie vielleicht unfaßbar, aber ich mag Tee jedweder Art einfach nicht. Dafür bin ich z.B. beim Kaffee wählerisch.

    Was meinen Sie mit zuwenig Säure, die sollte in einem guten Menü doch im Essen sein ?
    Nein das ist für mich nicht unfassbar, nur ist für mich Kamille kein Tee, sondern das Zeug das meine Schwiegermutter in das Erkältungsdampfdingsbums haut, da bin auch allergisch.
    Ich finde ein Wein zum Essen braucht Säure.

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
    Was hat denn Kamillentee mit grünem, schwarzem, Olong's oder Puer's zu tun? .
    Für Sie vielleicht unfaßbar, aber ich mag Tee jedweder Art einfach nicht. Dafür bin ich z.B. beim Kaffee wählerisch.

    Was meinen Sie mit zuwenig Säure, die sollte in einem guten Menü doch im Essen sein ?

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  • schnecke
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Danke, U made my day ! Ich bin leider zum eigenen Bedauern ambitionierter Tee-Nichttrinker, Kamillentee-Jugendtrauma...
    Ein Glas Weißen in den Vorspeisen trinke ich meist schon. Viel mehr geht eh nicht, da ich fast immer anschließend noch fahren muß.
    Was hat denn Kamillentee mit grünem, schwarzem, Olong's oder Puer's zu tun?

    Bei mir geht es nicht ohne Wein, Tee und Wasser haben für mich nicht genügend Säure. Ich mache die Erfahrung das ich im europäischen Ausland deutlich mehr vernünftig trinkbare Weine zu angemessenen Preisen finde. In Stockholm gab es sogar einen Nicolas Joly der jetzt nicht billig war, aber für schwedische Verhältnisse bezahlbar.
    In Deutschland finde ich die Auswahl gerade in großen Häusern schwierig, ich hoffe der Trend zum Kabinett wird helfen, die notwendige Lagerzeit ist überschaubar und der Einkaufpreis auch.

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von glauer Beitrag anzeigen
    Ein grüner Tee, dreimal nachgebrüht, das soll es werden..
    Danke, U made my day ! Ich bin leider zum eigenen Bedauern ambitionierter Tee-Nichttrinker, Kamillentee-Jugendtrauma...
    Ein Glas Weißen in den Vorspeisen trinke ich meist schon. Viel mehr geht eh nicht, da ich fast immer anschließend noch fahren muß.

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Ins Atelier werde ich in jedem Fall beim nächsten Münchenbesuch. Ich kann dort aber auch gut ohne Wein zum Essen leben.
    Wie gesagt, den Vorsatz hatte ich dort auch gefasst. Ein grüner Tee, dreimal nachgebrüht, das soll es werden..

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  • passepartout
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Warum ich aber 30-40€ für gefühlt nix bezahlen sollte, solange ich nicht das Glas runterschmeiße, erschließt sich mir nicht.
    Genau genommen bezahlen sie die 30-40€, zumindest in einem relativ gesunden Konzept, für ungefähr die Hälfte all dessen, was während des Essens, jenseits vom Tellerrand stattfindet. Unbestritten ist, dass es einigen Kollegen nicht gelingt, mit Ihrer Weinkalkulation ein genießerfreundliches Umfeld zu schaffen aber letztlich hat schlicht alles seinen Preis und wenn ich nicht bereit bin diesen zu bezahlen, muss ich anderswo einkehren. So einfach ist die Rechnung für mich denn wenn ich das Gefühl habe ein schlechtes Geschäft gemacht zu haben, noch schlimmer ist Ungewissheit bei Impulsverkäufen am Tisch, kann ich mich weder entspannen, noch gutes Essen genießen. Das bedeutet aber auch, dass ich die 15 Tacken für eine Flasche Wasser gern bezahle, wenn ich dafür im Adlon sitzen darf. ;-)

    Das der Aufbau einer Kellerwirtschaft heutzutage ein kostspieliges bis unmögliches Unterfangen ist, stimmt nur zu Hälfte. Zumindest wenn man bedenkt, dass auch die angesprochenen, großen Weinkeller nicht über Nacht angelegt wurden, sondern nicht selten das Ergebnis von 3-x Generationen sind, in denen diese Institutionen aufgebaut wurden.

    Ich weiß dass es eine gewisse Gelassenheit braucht, Geld in den Keller zu tragen, vor allem in so unsicheren Zeiten... was für ein Schwachsinn, die Zeiten waren selten sicherer.

    Was wirklich nötig ist, ist die verloren gegangene Bereitschaft sich langfristig festzulegen, eine Sache der Priorität. Zudem die Erkenntnis, dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde und es keinen Wert hat, sich an hoch subventionierten, defizitären, vermeintlichen Spitzenbetrieben zu orientieren.

    Ich habe es zum Beispiel in der alten Wirtschaft so gehandhabt, jedes Jahr ca 600 Flaschen mehr zu bevorraten als nötig, die Karte wuchs pro Jahr um maximal 1-2 neue Erzeuger, zu denen hatte ich einen realen Bezug und nach nur 4 Jahren, zum Teil 5 Jahrgänge im Keller. Der zu zahlende Preis? im Gegensatz zu ähnlich erfolgreichen Kollegen, konnte ich mir keinen Porsche oder Q7 leasen, ich stehe auch heute noch zu meinem 17 jährigen 406 Sport, als Kombi versteht sich.

    Nun kam uns vor 18 Monaten ein recht kostspieliger Immobilienkauf dazwischen, weswegen der Keller in 2016 von der Substanz leben musste aber aus dem nächsten Urlaub, werden wir wieder Weine mitbringen.


    Viele Grüße

    Passepartout

    PS: Korkgeld 20€/0,75l auch bei einer Jahrgangschampagnerverkostung ;-)
    Zuletzt geändert von passepartout; 06.06.2017, 20:31.

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Naja, eine sich mir aufdrängende Alternative ist dann eben, keinen Wein zu trinken. Also 20-30€ Korkgeld oder nix fürs Restaurant.
    Bei 30 liegen wir doch schon gar nicht mehr so schlecht. 20 fände ich super, ist aber wahrscheinlich für die Oberliga ziemlich grenzwertig von der Kalkulation.

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von glauer Beitrag anzeigen
    Echt nicht? Das Restaurant hält Gläser vor, Personal, den Service etc, und vor allem auch eine Investition in eine Weinkarte die man jetzt nicht benutzt (Und sich sehr beschweren würde wenn es nur 5 Weine gäbe).. In den meisten Tophäusern sind schon an die 100 Euro ausgegeben für den Gast bevor er Platz nimmt. Generell denke ich dass das Korkgeld so um den Einstiegspreis der günstigsten Flasche liegen darf, damit habe ich überhaupt kein Problem. "Gefühlt" finde ich natürlich auch omme immer am tollsten, aber who gives?
    Naja, eine sich mir aufdrängende Alternative ist dann eben, keinen Wein zu trinken. Also 20-30€ Korkgeld oder nix fürs Restaurant.

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Warum ich aber 30-40€ für gefühlt nix bezahlen sollte, solange ich nicht das Glas runterschmeiße, erschließt sich mir nicht.
    Echt nicht? Das Restaurant hält Gläser vor, Personal, den Service etc, und vor allem auch eine Investition in eine Weinkarte die man jetzt nicht benutzt (Und sich sehr beschweren würde wenn es nur 5 Weine gäbe).. In den meisten Tophäusern sind schon an die 100 Euro ausgegeben für den Gast bevor er Platz nimmt. Generell denke ich dass das Korkgeld so um den Einstiegspreis der günstigsten Flasche liegen darf, damit habe ich überhaupt kein Problem. "Gefühlt" finde ich natürlich auch omme immer am tollsten, aber who gives?

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  • Sphérico
    antwortet
    Kurz zum Korkgeld. Auch ich hatte schon ein schönes gereiftes Kirchenstück von BW nach Friedrichsruhe mitgebracht, 20€ Korkgeld. 82er Mouton auf dem Schiff, kein Korkgeld (Apropos, am selben Ort gab es die Flasche Krug im Restaurant für 150€, also gut 10 € unter Ladenpreis, viele Weine zum Endverbraucherpreis). Warum ich aber 30-40€ für gefühlt nix bezahlen sollte, solange ich nicht das Glas runterschmeiße, erschließt sich mir nicht.

    Das leider viel zu oft viel zu junge Weine angeboten werden, darüber scheinen wir uns ja einig. Manchmal hilft auch ein Sommelier, der mit Liebe den Job macht. Ich weiß nicht, ob eingangs Herr Kiowski gemeint war, ich hatte mit ihm stets viel Spaß, v.a. bei älteren Flaschen und Rieslingvertikalen.

    Ins Atelier werde ich in jedem Fall beim nächsten Münchenbesuch. Ich kann dort aber auch gut ohne Wein zum Essen leben.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Zitat von rocco Beitrag anzeigen
    Als Lösung fällt mir eigentlich nur ein, dass zunehmend Händler die Lagerhaltung für die Restaurants übernehmen, das wird sich aber natürlich im Flaschenpreis niederschlagen müssen. 1-2 Euro p.a. pro Flasche muss man im Zweifel schon rechnen an Lagerkosten und Kapitalbindung.
    Das fände ich schon sehr attraktiv. Typische Posten auf der Karte sind zu junge Riesling-GGs, etwa 2014 Westhofener Morstein von Wittmann für 115,00 Euro. Wenn man davon im Restaurant eine 10-15 Jahre gereifte Version für 122,- bzw. 139,- bekommen könnte - wer mag da Nein sagen?

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  • rocco
    antwortet
    Zitat von Muck Beitrag anzeigen
    Das Thema treibt mich, da ich mehr und mehr den Wein für mich entdecke, in letzter Zeit auch um. Was mich häufig am meisten stört, sind die jungen Jahrgänge, die dann auch fair bepreist wenig attraktiv sind. Die kann man sich auch einfach gut vorm Fernseher mal aufmachen, dafür brauche keinen Sommelier und ich bin dann auch nicht bereit viel dafür zu bezahlen. Daher ist es für mich auch vollkommen ok, wenn mich nichts wirklich reizt auf der Karte, nur 1 oder 2 Gläser zu bestellen. Und wenn der Wein wirklich im Mittelpunkt steht, gehe ich lieber in den unbesternten Laden um die Ecke mit fairer Karte und verzichte auf die große Küche.
    Das mit den jungen Jahrgängen nervt mich auch, ist aber leider heutzutage in sehr vielen Restaurants unvermeidbar. Zwei Aspekte spielen hier die Hauptrolle:

    1. Restaurants scheuen eine zu hohe Kapitalbindung. Wenn man nicht gerade einen Sponsor hat, der einem ein paar hunderttausend Euro in reifebedürftigen Weinen vorfinanziert, kann man sich einen Weinkeller als neues Restaurant kaum noch aufbauen. Für Restaurants wie Troisgros, Auberge de l'Ill, George Blanc, etc. ist das kein so großes Problem, weil das Investment ja schon Jahrzehnte früher getätigt wurde und man heute nur noch "revolviert".

    2. Viele bzw. die meisten neuen Restaurants heutzutage haben keinen Keller, gerade in Großstädten. Klimaschränke haben den Keller ersetzt, aber die sind auch teuer in Einkauf und laufender Benutzung und mehr als ein paar hundert Flaschen kann man damit auch nicht lagern.

    Als Lösung fällt mir eigentlich nur ein, dass zunehmend Händler die Lagerhaltung für die Restaurants übernehmen, das wird sich aber natürlich im Flaschenpreis niederschlagen müssen. 1-2 Euro p.a. pro Flasche muss man im Zweifel schon rechnen an Lagerkosten und Kapitalbindung.

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  • Muck
    antwortet
    Das Thema treibt mich, da ich mehr und mehr den Wein für mich entdecke, in letzter Zeit auch um. Was mich häufig am meisten stört, sind die jungen Jahrgänge, die dann auch fair bepreist wenig attraktiv sind. Die kann man sich auch einfach gut vorm Fernseher mal aufmachen, dafür brauche keinen Sommelier und ich bin dann auch nicht bereit viel dafür zu bezahlen. Daher ist es für mich auch vollkommen ok, wenn mich nichts wirklich reizt auf der Karte, nur 1 oder 2 Gläser zu bestellen. Und wenn der Wein wirklich im Mittelpunkt steht, gehe ich lieber in den unbesternten Laden um die Ecke mit fairer Karte und verzichte auf die große Küche.

    Was das Wasser-Thema angeht, bin ich ganz bei den Freunden links des Rheins. Leitungswasser ist eigentlich vollkommen ausreichend.

    M

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  • volontier
    antwortet
    Wunderbar. Transparenz ist wertvoll -für beide Seiten- und manch einer hat dazu keinen Mut.
    Man ist doch schnell die "Warum kostet diese Flasche bei Ihnen 45€, beim Händler gibt's die für 10€?"-Diskussionen leid und sollte dennoch nie um eine Antwort verlegen sein. Faktorengetue ist ja auch ziemlich 90er.... Ich halte mich grob an EK brutto x2,5 + "Arbeitskosten", was in diesem Hotelumfeld rund €22.- sind -wenn man den Keller effizient führt. Der "Vorerstgewinn" entspricht also etwa dem EK-Preis. Das läßt sich den meisten Gästen einfach darlegen und gut ist.
    Pfingstige Grüße, volle Kraft voraus!
    V

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