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Wann ist man eigentlich "Stammgast"?

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  • Wann ist man eigentlich "Stammgast"?

    Wir sind ja nun auch schon ein paar Tage in der Szene unterwegs, aber wenn ich es mir so recht überlege, sind wir in der Top-Gastronomie nirgendwo Stammgast in dem Sinne, dass man alle paar Wochen ins selbe Restaurant essen geht.

    Gut, wir waren in den letzten 25 Jahren des öfteren bei Wohlfahrt, Müller, Winkler oder Haas und wie sie alle heißen, aber keines dieser Restaurants würde uns deshalb als Stammgast bezeichnen, was auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass man uns meistens wie neue Gäste begrüßt, was aber durchaus in Ordnung ist.

    Da wir immer bestrebt sind, möglichst viele gute Lokale kennen zu lernen, sind wir eher "Sterne-Hopper" und eher selten "Wiederholungstäter".

    So werden wir wohl nie Stammgäste im klassischen Sinne (auch wenn es sicherlich schön wäre, solche von Henkel, Bau und Erfort zu sein )!

    Weshalb ich das alles schreibe: Geht es Ihnen auch so, oder haben Sie Ihren "Stamm**/***?

    Neugierige Grüße, Merlan

  • #2
    Werter Merlan,

    ich für meinen Teil würde mich in keinem **/***-Haus als Stammgast verstehen. Dieser Titel ist in meinen Augen zudem auch weniger ein Zähler der Häufigkeit der Besuche als vielmehr ein sozialer Status, den man nicht wirklich erarbeiten, sondern nur vom Gastgeber verliehen bekommen kann. "Stamm" - das vermittelt eine verwachsene Zusammengehörigkeit, die von beiden Seiten gefühlt wird. Schön, wenn man sich in einem ***-Restaurant wohl fühlt; "wie daheim" (und das in guten wie in schlechten Zeiten) möchte ich aber in solchen Häusern gar nicht sein.

    Wie sehen's die anderen?

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    • #3
      Guten Abend!

      Wir sind seit etlichen Jahren ca. 3 - 4 x im Jahr auf der Burg Wernberg, erst bei Jürgens, dann bei Kellermann. Ich selbst hätte mich deshalb nicht als Stammgast gefühlt, wurde aber mehrfach dort als solcher bezeichnet.

      Es gibt halt immer zwei Definitionen: die des Gastes und die des Wirts.

      Morchel

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      • #4
        Guten Abend,

        wir sind so ca. 6 Mal im Jahr im Tantris und haben den Eindruck als Stammgast behandelt zu werden. Wir empfinden den Service samt Weinberatung aber ohnehin im Tantris als den besten in Deutschland. Sicherlich ist unsere subjektive Einschätzung durch die besondere Herzlichkeit und Aufmerksamkeit, die einem Stammgast entgegengebracht, noch etwas positiver geprägt.

        KG
        Chess

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        • #5
          In einem ** oder gar ***-Restaurant würde ich mich nicht als Stammgast bezeichnen, aber in dem ein oder anderen *-Restaurant durchaus.

          Ich gebe ehrlich zu, dass ich diese Aufmerksamkeit dann auch sehr angenehm finde.


          Gruß!

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          • #6
            Wenn die Küche ein anderes Amuse macht, weil man die Aktuellen schon alle kennt, wenn man bei der Reservierung gefragt wird, worauf man essensmässig Lust hätte, weil der Koch auch mal was anderes machen will, wenn der Sommelier über die wechselnde Begleitung witzelt und den Wein an den Tisch stellt, damit man selbst nachschenkt, wenn der Service über den Chef lästert und dabei seelenruhig alle Tische rundherum neu eindeckt, während man noch beim Espresso sitzt, dann ist man Stammgast.

            Kurzum: Man fühlt sich wie zu Hause in einer großen Familie
            Zuletzt geändert von Kimble; 14.02.2010, 20:05.

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            • #7
              Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
              Ich gebe ehrlich zu, dass ich diese Aufmerksamkeit dann auch sehr angenehm finde.
              Was ich schön finde, ist, wenn ich mich nicht mehr groß erklären muss. Wenn zum Beispiel bekannt ist, dass ich kein Fleisch esse.

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              • #8
                Stammgast bin ich da, wo Wirt und Wirtin, mich erblickend, kreischend davonlaufen.
                Gruß s.

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                • #9
                  Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
                  Wenn die Küche ein anderes Amuse macht, weil man die Aktuellen schon alle kennt, wenn man bei der Reservierung gefragt wird, worauf man essensmässig Lust hätte, weil der Koch auch mal was anderes machen will, wenn der Sommelier über die wechselnde Begleitung witzelt und den Wein an den Tisch stellt, damit man selbst nachschenkt, wenn der Service über den Chef lästert und dabei seelenruhig alle Tische rundherum neu eindeckt, während man noch beim Espresso sitzt, dann ist man Stammgast.

                  Kurzum: Man fühlt sich wie zu Hause in einer großen Familie

                  Dem habe ich nichts hinzuzufügen! A point !:cheers:
                  bon appetit...
                  twitter.com/cisfotografie

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                  • #10
                    jap, das kommt gut hin ich hab in meiner Stammbar das Gefühl, dass man halt nicht als Gast, sondern als Freund behandelt wird. Das fängt damit an, dass wir mit den Leuten da "normal" über Gott und die Welt reden und sie sich auch hin und wieder mal einfach zu uns mit an den Tisch setzen, wenn wenig zu tun ist... einfach angenehm halt ^^

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Maria Beitrag anzeigen
                      jap, das kommt gut hin ich hab in meiner Stammbar das Gefühl, dass man halt nicht als Gast, sondern als Freund behandelt wird. Das fängt damit an, dass wir mit den Leuten da "normal" über Gott und die Welt reden und sie sich auch hin und wieder mal einfach zu uns mit an den Tisch setzen, wenn wenig zu tun ist... einfach angenehm halt ^^
                      Sie sind Lehrerin, habe ich gelesen. Wenn Sie sich den Thread einmal etwas genauer ansehen und Ihr Posting dagegenhalten, werden Sie sicherlich selbstkritisch die Wertung "Thema verfehlt" abgeben wollen, oder?

                      Beste Grüße, Merlan

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                      • #12
                        Mir gefallen diese Kimbel'schen Assoziationen, die von Maria zum: Stammgast bin ich da, wo ich mich nicht mehr als Gast, vielmehr als Freund fühle addiert werden, sehr gut. Eine Themenverfehlung kann ich bei beiden nicht erkennen.
                        Gruß s.

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                        • #13
                          Zitat von merlan Beitrag anzeigen
                          Wir sind ja nun auch schon ein paar Tage in der Szene unterwegs, aber wenn ich es mir so recht überlege, sind wir in der Top-Gastronomie nirgendwo Stammgast in dem Sinne, dass man alle paar Wochen ins selbe Restaurant essen geht.
                          Wenn man den Ausgangsthread des Themenerstellers ernst nimmt, dann sind Stammgasterfahrungen zu der Bar um die Ecke zwar bestimmt sehr gegönnt, haben aber wahrlich nichts mit Stammgasterfahrungen in der Topgastronomie zu tun!

                          KG
                          Chess

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                          • #14
                            @ Schlaraffenland: Chess hat es ja schon auf den Punkt gebracht, aber vielleicht kennen Sie, werter Schlaraffenland, ja tatsächlich ein *-Lokal, in dem es so zugeht, wie von Maria beschrieben.
                            Ihr Tipp wäre sicherlich eine Bereicherung für uns!

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                            • #15
                              Natürlich, guter Merlan, geht es in meinem *-Stammlokal genau so zu (siehe meinen Beitrag weiter oben) aber, Erbarmen, erlauben Sie mir doch einfach, einer Novizin etwas zur Seite zu stehen.
                              Gruß s.

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