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Mit Baby im Sternerestaurant?

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  • Mit Baby im Sternerestaurant?

    Hallo zusammen,
    aus aktuellem anlass mal eine generelle frage: War schonmal jemand mit einem baby (also unter 1jahr) sternemäßig essen? Damit ist natürlich nicht gemeint, obs für den säugling spezielle karotten-espumas gab, sondern wie das an sich so geklappt hat bzw. wie service und andere gäste darauf reagierten.
    Könnte mir vorstellen, das man sich da noch mehr als anderswo als potentieller störfaktor fühlt. Andererseits sind babys vermutlich weniger nervig, als manche gäste...

    Gibts da mit blick auf einzelne lokale bemerkenswert positive oder negative erfahrungen/empfehlungen? Speziell auch in anderen ländern (spanien, italien, frankreich)

    Wenn man im hotel des hauses wohnt ist das ganze sowieso relativ unproblematisch, stichwort babyfon.

    Ich habe ein baby im *-lokal erst einmal erlebt, und da war das ganz lässig: da stand der kinderwagen am tisch und als das baby zu meckern anfing, ging die mutter mit ihm raus zum füttern. Kein problem.

    Wie siehts bei Euch aus?

    Grüße
    b.

  • #2
    Das letzte Baby am Nachbartisch haben wir letzte Woche bei Georges Blanc erlebt, vollkommen problemlos.
    Unsere eigenen Erfahrungen sind schon viele Jahre her. Die ersten Monate sind noch recht einfach, wenn sie die ersten Zähne bekommen, sind sie allerdings schlechter Laune, wir hatten sicherheitshalber immer Zahnsalbe dabei.
    Wenn die Mutter raus muss zum Füttern beginnt aber der Stress, unbeschwertes Essvergnügen ist es dann für die Mutter (und deren Begleiter) nicht mehr.
    Man sitzt immer etwas auf Nadeln, ob es diesmal funktioniert, man weiß es nie im Vorhinein. Für uns als Hardcore-Foodies gab es zumindest in der Stillzeit keine andere Wahl.
    Zuletzt geändert von Taillevent; 27.07.2010, 12:54.

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    • #3
      Danke für die ermutigende antwort.
      Würden Sie die beobachtung bei Blanc näher beschreiben? Hat das baby durchweg geschlafen, oder wie? Und wie war es "untergebracht"? Im kinderwagen am tisch?

      Was das füttern betrifft: bei einem 3-4-stündigen essen kommt man da wohl kaum drumherum, oder?

      Haben Sie auch schonmal einen "totalausfall" erlebt? (nonstop geplärre etc...)

      So oder so könnte ich mir vorstellen, dass sowohl gäste als auch service in südlichen gefilden noch entspannter mit solchen situationen umgehen.

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      • #4
        Babies sind problemlos

        Also meine, pardon: Unsere waren es damals !
        Unser Sohn schlummerte sowohl im Kinderwagen neben dem Tisch, wie auch im "MaxiCosy" auf der Bank am Tisch. Mit dem Töchterchen war das schon etwas schwieriger, das funktionierte nur mit Aufstehen und Pausen draußen.

        Wir haben es dann aber schon im Vorfeld so gesteuert, dass wir die letzte Milchmahlzeit ganz kurz vor dem Restaurantbesuch "präsentierten" und wir dadurch knapp vier Stunden hatten, um in Ruhe zu essen.
        Das hat in 90% aller Fälle geklappt. Allerdings haben wir dann auch auf die fünfgängige Menüvariante zurückgegriffen und den Service gebeten, keine allzu großen Pausen einzulegen. Auch das war kein Problem.

        Ausprobieren, vielleicht erst mal in einer kinderfreundlichen Pizzeria, da kann man die Tendenzen schon erkennen.

        Blöderweise war das nur eine zeitlich begrenzte Phase, kaum einige Monate alt, schon war's vorbei mit der Ruhe.

        Viel Spaß wünscht der Hedonist

        Kommentar


        • #5
          Danke, Hedonist.
          Ja, das mit dem Fläschchen kurz vorher dachte ich mir auch so.
          Allerdings ist unsere nun bereits fast 6 Monate alt... insofern sind die "ersten" schon vorbei...

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          • #6
            Tun Sie sich das nicht an!

            Werter brigante,
            aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich Ihnen nur empfehlen: tun Sie es sich nicht an, Ihr Baby mit ins *-Restaurant zu nehmen!
            Selbst wenn es in den ersten Monaten ein "Schlaf-Baby" sein sollte, so wären Sie doch ständig angespannt und hätten es die meiste Zeit unter aktiver Beobachtung, anstatt sich mit voller Kozentration den kulinarischen Kreationen zu widmen.
            Viel schlimmer wird es jedoch, wenn Ihr Baby (wie unsere Tochter) sehr bewegungsfreudig ist und immer aus dem Körbchen oder dem Wagen klettern will. Dann fängt der Spaß erst richtig an....
            Wir hatten es einmal in Süd-Frankreich gewagt, sie im Alter von 10 Monaten in ein *-Restaurant mitzunehmen. Natürlich hat der Maître nichts gesagt oder auch nur angedeutet, aber man merkte ihm doch eine gewisse Anspannung an, wenn sie wieder einmal über den Wagenrand hinausschaute und ein wenig zu krähen anfing. Einer von uns musste dann immer aufstehen und sich um sie kümmern. Von einem harmonischen Gourmet-Erlebnis konnte keine Rede mehr sein.
            Bei unserem Sohn haben wir es dann erst gar nicht mehr probiert, sondern gleich eine liebevolle ältere Dame als Kindermädchen zu Hause für beide Kinder engagiert.
            Das ist wohl ein Lernprozess, den alle jungen Eltern durchmachen müssen: zwar kann man theoretisch kleine Kinder überall hin mitnehmen, aber die eigene Konzentration (und die der anderen Gäste) wird doch arg gestört.
            Also: Kinder gehören in kindgerechte Umgebungen und nicht in *-Restauraunts!
            lagomaggiore

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            • #7
              Lieber lagomaggiore,

              ich kann Ihnen da einfach nur wiedersprechen.

              Babys/Kinder/Kleinkinder sind kein Problem im Restaurant.
              Unser Sohn hat so gut wie nie Probleme im Lokal gemacht.
              Sein erstes Essen (Schweizer Stuben) war mit 6 Wochen. Inzwischen ist er 11Jahre und lässt sich keinen Besuch in einem besternten Restaurant engehen.

              Wir hatten mit ihm Spaß, haben ihn Spaß am Essen und probieren vermittelt und er hat Spaß an guter Küche.

              Er hält sich inzwischen oft in den Küchen besternter Häuser auf und ist mit so manchem 3*-Koch per du.

              Wir sind niemals auf Ablehnung in einem Restaurant gestoßen, weder mittags (von uns bevorzugt) noch abends (wo wir Häuser mit Zimmer bevorzugen). Ganz im Gegenteil! Oft kümmerst sich das Personal rührend um die kleinen Gäste und so mancher Spitzenkoch kommt extra aus der Küche um seine kleinen Gäste zu begrüßen. Oft wurde er mit seinem kleinen eigenen Menü verwöhnt. Und oft stand es nicht auf der Rechnung.

              Ich kann nur allen Restaurants in Deutschland, aber auch im Ausland (Troigros: möchte ihr Sohn mit unseren Köchen essen?) nur Danke sagen, für ihre Kinderfreundlichkeit und den tollen Umgang, den sie mit unseren Kindern pflegen.

              Zum Abschluss noch eine Anektdote aus einem 2* Sterne Lokal:
              Wir hatten einen Tisch reserviert und bereits bei der Reservierung nachgefragt, weil wir 4 Erwachsene und 3 Kinder (2x 10 Monate, 1x 4 Jahre) waren. Kurz darauf der Rückruf des Chefs: Kein Problem. Wem Kinder stören, der ist nicht gerne gesehen bei uns.


              D ist nicht immer kinderfreundlich, aber deutsche Spitzenrestaurants sind es ganz gewiss.


              Gruß!

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              • #8
                Jeder Jeck ist halt anders..

                Um sich jetzt nicht in Details zu verlieren, müssen Sie, werter Brigante, den Versuch starten und anschließend berichten, bitte auch über das Essen :hungry: - allerdings hört so ab sechs, sieben Monaten der ruhige Spaß in Restaurants auf.

                Tiefenentspannte Grüße

                Hedonist

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                • #9
                  Lieber fragolini,

                  das haben Sie sehr schön hinbekommen mit Ihren Kindern, so hätten wir uns das auch gewünscht!

                  Vielleicht hatten wir einfach zu früh die Geduld verloren.
                  Auch ich kann nämlich nicht die mindeste Klage führen über irgendwelche Missbilligungen in Sternerestaurants, wenn wir unsere Kinder dabei hatten - insofern kann ich Ihre positiven Erfahrungen bestätigen.
                  Es lag also wohl eher an uns, dass es nicht so gut geklappt hat wie bei Ihnen.

                  Oder sollte Hedonist Recht haben: "Jeder Jeck ist halt anders.. " ?

                  Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus Beidem und somit kann ich mich Hedonists Aufforderung nur anschließen: einfach mal locker ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln.


                  Gruß
                  lagomaggiore

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                  • #10
                    Zitat von brigante Beitrag anzeigen
                    Danke für die ermutigende antwort.
                    Würden Sie die beobachtung bei Blanc näher beschreiben? Hat das baby durchweg geschlafen, oder wie? Und wie war es "untergebracht"? Im kinderwagen am tisch?

                    Was das füttern betrifft: bei einem 3-4-stündigen essen kommt man da wohl kaum drumherum, oder?

                    Haben Sie auch schonmal einen "totalausfall" erlebt? (nonstop geplärre etc...)

                    So oder so könnte ich mir vorstellen, dass sowohl gäste als auch service in südlichen gefilden noch entspannter mit solchen situationen umgehen.
                    Die haben das Baby (geschätzte 3 Monate) in einer Trage mitgebracht und auf den Boden gestellt. Es war dann aus meiner Sicht hinter dem Tisch, daher kann ich nur sagen, ich habe nichts gehört, braves Baby
                    Wir haben vor dem Essen gefüttert, das hat manchmal funktioniert, manchmal auch nicht, die Kleinen haben ihren eigenen Rhytmus.
                    Einen Totalausfall hatten wir auch, allerdings war Junior schon über ein Jahr, ich habe dann das Menu abgebrochen, weil das den Mitgästen nicht zumutbar war. Als ich wiederkam, habe ich das Menu auch noch bekommen und meine Frau hat den kleinen Schreihals in der freien Luft spazieren geführt.

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                    • #11
                      Babys oder Kinder dürfen nach meiner Auffassung nie als potentielle Störfaktoren betrachtet werden. Kinder sind die Gäste von morgen. Wer sich gestört fühlt war nie Kind.
                      Unsere Tochter, jetzt selbst Mutter, war immer bei Besuchen in * Restaurants dabei. Wir hatten nie Probleme, ob mit Gästen oder Inhabern. Im Gegenteil, häufig wurde nachgefragt, wie alt oder wie oft sie schon im *Restaurant gegessen hat.
                      In südlichen Ländern ist das im übrigen nie ein Problem.

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                      • #12
                        Da ich selber keinen Nachwuchs habe, bin ich in der Frage ja ganz objektiv.....

                        Ich finde die kleinen sollen ruhig ueberall mit, solange es den Eltern auch Spass macht. Und solange die Eltern ein Gefuehl dafuer behalten, wann man die Strategie fuer den Abend aendern muss weil die anderen Gaeste leiden. Es ist voellig OK wenn die Anwesenheit der Kinder den Abend fuer Mitgaeste etwas veraendert, zB durch neugierige Besuche am Tisch. Aber es gibt ein Limit. So wie bei Schreiattacken, die nach spaetestens 5 Minuten nicht mehr amuesant sind.

                        Ich glaube als Eltern muss man einfach einkalkulieren, dass man den einen oder anderen teuren Abend unter Genussaspekten abschreiben muss, weil es schiefgeht. Aber wie bereits von anderen beschrieben gibt es dafuer wohl auch immer wieder besonders positive Abende. Und auch die anderen Gaeste gewinnen meist: Es schadet selten wenn Kinder die Tempelatmosphaere mancher *Restaurants etwas auflockern.

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                        • #13
                          Zitat von lagomaggiore Beitrag anzeigen
                          Lieber fragolini,


                          Es lag also wohl eher an uns, dass es nicht so gut geklappt hat wie bei Ihnen.

                          Oder sollte Hedonist Recht haben: "Jeder Jeck ist halt anders.. " ?



                          Gruß
                          Das haben Sie sehr schön gesagt.

                          Man muss da wohl auch etwas Glück haben, sowohl was den Jeck selbst angeht, als auch im Umgang mit dem Jeck.

                          Wir sind da auch ein bisschen stolz auf uns, auch wenn wir wohl nie wissen werden, wieviel Prozent davon wir als Eltern zu verantworten haben.


                          Eins möchte ich aber noch sagen:
                          Alle Beiträge hier finde ich einfach wunderbar. "Wir Gourmets" haben ja mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, aber eins davon wird in diesem Thread ad acta gelegt.
                          Finde ich toll.

                          Gruß!

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                          • #14
                            Hallo,

                            wir haben es im Urlaub immer gemacht. Als Baby immer zum Mittagessen, mit den größer gewordenen Kindern dann auch Abends. Wir haben vorher im Restaurant gefragt, ob dies möglich sei. In Frankreich und Spanien war das zu 100% (*, **, *** Sterne) der Fall. Es gab oft besondere positive Erlebnisse, besonders mit Kleinkindern (Relais de la Poste/ Magescq: Das Restaurant war um die Mittagszeit relativ leer und das füttern unsres zweijährigen Sohnes übernahm der Chef persönlich). Wir würden es immer wieder so handhaben.

                            Dies hat jetzt allerdings zur Folge, dass die Kinder (12 + 16) immer mit wollen in die Sterne Restaurants.

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                            • #15
                              Sorry liebe Leute,

                              nachdem sich nun alle Eltern (oder nur Väter) darüber geäußert haben wie problemlos Ihre kleinen sich doch im *(**) Restaurant verhalten haben, meldet sich jetzt der (Böse) Onkel.
                              Kinder haben im *Restaurant ab 20 Uhr nichts zu suchen, da gehören alle ins Bett. Jugendliche können wohl selbst entscheiden.
                              Natürlich wird niemand etwas gegen Kinder sagen, politisch korrekt.
                              Sie alle haben unpäßliche Kinder erlebt, solche die keine Lust auf rumsitzen hatten u.s.w.. Jetzt nehmen Sie doch mal an, das Paar am Nachbartisch hat sich für sein Hochzeitstagsessen extra eine Betreung organisiert. Die möchten Ihren wiederkehrenden halblauten Hinweis an Ihren heute ausnahmsweise ungenießbaren Nachwuchs einfach nicht hören.
                              Ich habe im übrigen volles verständnis für die Kinder, die nach mehreren Stunden keinen Bock mehr haben auf Still sitzen. Mir fehlt nur das Verständnis für Eltern die Ihren Kinder (und mir) dies zumuten.

                              Schnecke

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