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Preisentwicklung, die Zweite

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  • Preisentwicklung, die Zweite

    Im alten Forum hatte der verehrte ifs '08 unter dem Titel "Preisentwicklung" eine Diskussion begonnen, die zwei Jahre später von unserem ebenso verehrten kimble wieder aufgenommen wurde.
    Obwohl seither erst ein gutes Jahr vergangen ist würde ich gerne das Thema nochmals aufwärmen.
    Sekt, fünf-Gang-Menü, eine Flasche Mosel, Trinkgeld ... und wir bezahlten zu zweit 400 €, nicht, das das Essen uninteressant gewesen wäre, der Stern schien uns in jedem Falle gerechtfertigt.
    Nun berichtet ein Forumianer von einem Menü aus einem Hotelrestaurant des Voralpenlandes, solides ein Sterne Niveau, a.gueule frisch aus dem Kühlschrank ( Überraschung, Gäste kommen), Fisch etwas trocken ... und ich rechne hoch: zu zweit mit Apéro, Weinbegleitung (der Rote aus Kampanien) Kaffee und (selbst schwäbisch gehaltenem) Trinkgeld hätten die 400 € nie und nimmer gereicht.
    Ich weiß, ÄpfelundBirnen-Vergleiche haben ein kurzes Bein, dennoch:
    Stuttgart ('runter geh'n) - Paris hin und her für zwei (im Teescheewee)
    eine Nacht im St.Charles (im 13. , buttes aux cailles)
    zwei Menüs z.B. in zeitbloms "Hermès" (dort ist der Koch auch nicht beleidigt, wenn man ihn bittet, den Fisch etwas knapper zu garen) mit Sekt und einer Flache Gaillac
    alles zusammen, summa summarum, mit großzügigem pourboire: 400

    Natürlich ist dies ein kompliziertes Thema , sicherlich auch viel komplexer, als von mir jetzt so etwas flapsig dargestellt.
    Gruß s.

  • #2
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    Sekt, fünf-Gang-Menü, eine Flasche Mosel, Trinkgeld ... und wir bezahlten zu zweit 400 €, nicht, das das Essen uninteressant gewesen wäre, der Stern schien uns in jedem Falle gerechtfertigt.
    Sicher, man kann in einem Einsternerestaurant pro Person so viel Geld los werden - bei a la Carte Essen ist mir das auch schon gelungen. Aber für ein fünf-Gang-Menue???

    Es gibt eine "einfache" hier um Forum bereits ausführlich diskutierte Methode, dem entgegenzuwirken:

    Die Carte Blanche.

    5 Gänge kosten in einem der besten Restaurants Deutschlands, Victor`s Gourmet-Restaurant, ganze 130 Euro, eine Flasche Weisswein bekommt man für um die 50 Euro, zusammen mit Wasser, Expresso, einem Glas Rotwein zum Hauptgang bliebe man auf jeden Fall unter den 200 Euro pro Person. Bei glasweiser Weinbegleitung ist der Preisrahmen, den der Sommelier anstrebt ca 50% des Menuepreises, was auch nur knapp ueber den 400 Euro (für zwei Personen) liegen würde. Und dies auf ***-Niveau. (Wenn man statt der 5 Gänge 8 nehmen würde wäre das Ergebnis immer noch nicht auf dem Preisniveau einiger anderer Spitzenrestaurants angekommen.)

    Zeitblom
    Zuletzt geändert von Zeitblom; 23.10.2010, 08:00.

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    • #3
      Für mich gilt folgende Regel:
      In einem 1* sollte das Menü unter 100€ kosten. Wein- und Wasserpreise sollen sich auch diesem Niveau anpassen.
      Von dieser Regel weiche ich dann ab, wenn es im Forum eine Empfehlung dafür gibt, z.B. Villa Rothschild. Oder ich erhalte eine außergewöhnliche Gegenleistung für mein Geld, wie ich es z.B. bei Raubs immer so empfunden habe.

      Ansonsten dann lieber gleich in höherbewertete Restaurants, die ich dann auch sehr gerne mittags besuche. Oft gibt es zu dieser Zeit ein Menü mit außergewöhnlicher Klasse zum vernünftigen Preis.

      Bei allen 1*-Restaurants, die, aus welchem Grund auch immer, meinen die 100€ deutlich überbieten zu müssen, denen kann ich nur empfehlen auch mal am Konzept zu arbeiten. Wie das gehen kann sieht man an Herrn Bau, aber auch an vielen Restaurants, die bereit sind Lokales an den Tisch zu bringen. Herausragendes Beispiel dafür sind der Adler in Rosenberg oder (sensationell kreativ) das Le Molin in Cavalese. Dorthin sollten viele Restaurants pilgern, die zu hohe Preise aufrufen und dazu noch langweilige allerwelts *-Küche servieren.


      Gruß!

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      • #4
        In der Tat, wenn man die 1* Restaurants in Deutschland mit 1*, sagen wir , in Paris vergleicht, findet man in Paris meistens wesentlich günstige Menu-Preise ( in der Regel 65-80 EUR für 5 Gänge) dafür sehr oft viel bessere Qualität. Selbst 2* bekommt man in Paris für unter 100 EUR ( s. La Bigarrade für 85 EUR). Es wird viel mehr mit regionalen Produkten gekocht, Menus ändern sich fast wochentlich, vielleicht liegt daran teilweise die Erklärung.

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        • #5
          Für ein vortreffliches Menü mit herausragenden Weinen viel Geld zu zahlen, ist es mir wert; wenn ich aber dann für die Flasche Wasser 8,00 EUR bis 10,00 EUR finde ich das schon etwas verwerflich ...

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          • #6
            Zitat von Schink Beitrag anzeigen
            Für ein vortreffliches Menü mit herausragenden Weinen viel Geld zu zahlen, ist es mir wert; wenn ich aber dann für die Flasche Wasser 8,00 EUR bis 10,00 EUR finde ich das schon etwas verwerflich ...
            Diese Wasserpreise sind aber ein deutsches Problem.
            Das kenne ich weder aus Italien noch aus Frankreich. Wenn das Pellegrino in den USA die Hälfte kostet wie in Deutschland so finde ich das doch sehr verwunderlich.
            Wobei ich generell versuche regionales Wasser vorzuziehen.


            Gruß!

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            • #7
              In Italien und Spanien ist Wasser stets sehr güntsig. Selbst in 3***-Restos steht es da mitunter gar nicht auf der Rechnung!
              In Frankreich aber - naja, im "L'Arnsbourg" habe ich 14,-/Flasche gezahlt...

              Generell muss man einfach sehen, dass die Preise im gehobenen Segment in den letzten 5 Jahren massiv angezogen haben. Ich bin überzeugt, dass es da nicht um Geldgier geht, sondern dass es einfach sehr kostspielig ist, auch ein 1*-Haus zu unterhalten.

              Dennoch ist es für mich als gast natürlich bitter, wenn man in einem 1*er über 100,- fürs menü zahlt und am ende rund 400 auf der rechung hat. Ende 2005 habe ich soviel bei Dieter Müller gezahlt, inklusive allem. In einem 1* lag die rechnung für 2 damals bei deutlich unter 300,-.

              Aber wie gesagt: das wird sich kaum aufhalten lassen, vergleiche mit italien mit spanien hinken vermutlich, weil dort das gesamte preisgefüge und die lebenskosten anders sind.

              Gönnen wir es uns, solange es noch halbwegs geht...

              Grüße
              b.

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              • #8
                Ich glaube, die Diskussion führt nicht weiter, wenn wir die Preise für die Einzelkomponenten eines Komplettmenüs betrachten. Bei dem einen ist das Wasser ein paar Euro teurer, beim anderen der Espresso. Unterm Strich betrachtet, gleichen sich die Gesamtrechnungsbeträge innerhalb einer Kategorie wieder.
                Vielmehr stellt sich mir die Frage: muss im *-Sterne-Bereich - wie oft gesehen -in dem Maße mit teuren Basisprodukten (Hummer, Steinbutt etc.) gearbeitet werden (gefühlt häufiger als im **- und ***-Sterne-Bereich)? Wäre da nicht bei einem stärkeren Einsatz regionaler Produkte ein Kostensparpotenzial?

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                • #9
                  Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                  Vielmehr stellt sich mir die Frage: muss im *-Sterne-Bereich - wie oft gesehen -in dem Maße mit teuren Basisprodukten (Hummer, Steinbutt etc.) gearbeitet werden (gefühlt häufiger als im **- und ***-Sterne-Bereich)? Wäre da nicht bei einem stärkeren Einsatz regionaler Produkte ein Kostensparpotenzial?
                  Ein Positiv-Beispiel in Sachen Regionalität ist neben dem Adler sicher Stefan Rottner in Nürnberg. Ich glaube aber nicht, dass die Rechnung "regional = günstig" sich so einfach aufstellen lässt. Qualität hat auch bei regionalen Produkten ihren Preis (trotz fehlendem Zwischenhandel), konstante Lieferfähigkeit zu gleichbleibender Qualität kostet überall.

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                  • #10
                    31.12.2010, Silvester (und nur)

                    Alles inclusive (zusammen) 440 Euro/Person.
                    Geht das heutzutage ?
                    Freue mich auf Ihre Meinungen.

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                    • #11
                      Ich finde, dass ist gerade ein - sagen wir - Lockangebot, auch verglichen mit anderen "Events" im Aqua , ob nun IFFW oder das Jubiläumsessen Ende Mai.
                      Zuletzt geändert von QWERTZ; 08.12.2010, 12:09.

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                      • #12
                        Jubiläum
                        So ist es richtig.
                        Schlechter Einstand.
                        MkG

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                        • #13
                          Frage ist berechtigt.
                          Menu steht fest. Klasse.
                          Weine von 20 Euro bis 30 Euro Einkaufspreis.
                          "Junge" Weine.
                          Und der 2002 Burgunder ?
                          Da ist die Frage nach dem Preis des "Vergnügens" angemessen.
                          MkG

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                          • #14
                            jetzt ist es richtig, aber wenn ein Buchstabendreher für Sie schon ein schlechter Einstand ist, dann wird es schwer für mich, bei Ihnen zu bestehen.

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                            • #15
                              Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                              jetzt ist es richtig, aber wenn ein Buchstabendreher für Sie schon ein schlechter Einstand ist, dann wird es schwer für mich, bei Ihnen zu bestehen.

                              Lassen Sie sich davon nicht unterkriegen.
                              Wenn das Ihr schlechter Einstand war, dann bin ich hochzufrieden.

                              Gruß!
                              Zuletzt geändert von fragolini; 08.12.2010, 12:44.

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