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Einfach aber gut im Münchner Umland

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    Zum Vaas, Forstinning

    Die Jugend hat übernommen. Koch aus Baden und Sommelière aus Oberbayern zeigen dem Gast Ihre Liebe - auf dem Teller und im Glas. Stationen in Hamburg (Louis C. Jacob) und Bergisch Gladbach (Restaurant Dieter Müller) machen neugierig.

    Alles auf den Tellern bereitet Freude: "WirtshausKlassik" (Krustenbraten) und ein wenig "Heute" (Kalbsherz vom Grill) - ein Spagat, der Tradition geschuldet. Sympathisch: für eine Vesperkarte ist man sich nicht zu schade! Angenehme Weine. Unertl Weißbier!

    Die Stube nicht allzu groß, gemütlich, die Gästeschar ganz kunterbunt.

    Neben den Jungen werkeln auch die Eltern und die Oma mit - bleibt man mittags etwas länger, sitzt alsbald die Wirtsfamilie strahlend mit am Tisch.

    Herzlichkeit und Qualität (erstaunlich wohlfeil) - unser schönster Sonntag Mittag im Februar 2012.

    KG
    Besseresser

  • #2
    Werter Besseresser,

    ein lohnender Thread, Danke Ihnen hierfür.
    Hierzu kann ich noch die schöne gemütliche Auberge Moar Alm in Sachsenkam bei Bad Tölz http://moar-alm.de/ (hier wird sehr französisch gekocht) und das Restaurant Moar Wirt http://www.moarwirt.de/home1.html (die beiden aber nicht verwechseln) in Hechenberg bei Bad Tölz empfehlen. Die letzten Besuche beider Restaurants sind über ein Jahr her, habe sie aber beide in bester Erinnerung.

    MkG, S.

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    • #3
      Lieber Sphérico,

      unlängst habe ich es endlich einmal geschafft den - als ambitioniert geltenden - Wirtsgarten beim Moar Wirt im Tölzer Land zu besuchen. Wir saßen an einem sehr späten Sonntag Mittag bei herrlichem Sonnenschein an einem der zahlreichen, mächtigen Holzische. Hübsch mit schönem rustikalen Tuch eingedeckt, laden sie zum Verweilen ein. Die Staffage bilden ungemähte Blumenwiesen, herrlich (würzige) Landluft samt Hahn auf seinem Misthaufen und natürlich der weißblaue Himmel des bayerischen Oberlandes.

      Der Service an diesem Tag elegant, aufmerksam und herzlich, die als Starter gereichten Pasten, Crèmes und Frischkäse zu saftig säuerlichem Bauernbrot mit krachender Kruste erfrischend. Wir aßen einfach, genossen dafür doppelt. Das gereichte Château Briand im Heu-Salz-Mantel war schwerlich besser zu machen; die dazu gereichten herrlich kartoffelig buttrigen Paunzen und das würzige Tropeakompott feine Begleiter.

      Die Weinauswahl ist charmant; wir blieben gleichwohl beim Weißbier, welches - für die geplagten Herren Chauffeure - auf Wunsch gerne auch als 0,3 ausgeschänkt wird.

      Die Gaststube im Inneren rustikal modern, gefiehl uns ebenso sehr wie der Wirtsgarten. Der Saal im EG hingegen wirkt seltsam kalt und deplaziert. Insgesamt ein großes Haus. Wir können nachvollziehen, dass es zu Stoßzeiten (neben dem à la carte Geschäft in der Gaststube und im großen Wirtsgarten werden dann auch in den Veranstaltungsräumen im EG und 1. OG große Gesellschaften bekocht) zu Küchenschwankungen kommen kann, wie in manchem regionalen Führer angemerkt wird. Wir haben von alledem nichts bemerkt, daher eine uneingeschränkte Empfehlung von uns für den Wirtsgarten und die Gaststube - freilich am Besten außerhalb der Stoßzeiten.

      KG
      Besseresser
      Zuletzt geändert von besseresser; 11.07.2012, 17:37.

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      • #4
        Herzlichen Dank, lieber besseresser, für Ihren Bericht. Da bekommt man wieder heimweh...

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        • #5
          Werter Sphérico, werter Besseresser,

          für mich ist der "Moar Wirt" in Hechenberg seit Jahren einer der schönsten Wirtsgärten im Umland, 40 Minuten Fahrzeit vom München entfernt, man schaut an einem lauen Sommerabend ins Tölzerland, die Kirchturmuhr schlägt jede Viertelstunde, auf der Nachbarwiese tummeln sich Ziegen, Lämmer und Kühe und wenn der Wind ungünstig steht, gibt es kostenlos noch eine Priese gute Landluft, dass ist eben Bayern. Das alles sollte man aber auf sich nehmen (die Fahrtzeit), man wird mit eine sehr guten Kücheleistung belohnt. Kleine Speisekarte aber die ist sehr ausgewogen und Kreativ, werte Gattin findet bei dem Weinangebot immer einen guten Tropfen und ich trinke wegen der Rückfahrt immer Radler. Man sollte den Moar Wirt am Mittwoch oder Donnerstag aufsuchen, den es ist kein Geheimtip mehr und an schönen Wochenende ziemlich überlaufen, sodas man ab und zu gezwungen ist nach Kichbilch zum "Jägerwirt" auszuweichen, ein wenig Rustikaler, aber auch nicht schlecht !
          Die "Moar Alm" in Sachsenkam, auf einem Hügel neben der Strasse nach Bad Tölz gelegen, schon seit Jahren grosse Küche in dieser Region, nicht ganz billig, sollte man auf alle Fälle reservieren, sonst kann der Weg umsonst sein und das wäre schade !
          Den "Vaas" in Forstinning kenne ich noch unter alter Leitung (vom Vater des jetztigen Kochs). Steht bei mir nach Ihrer Beschreibung, werter Besseresser, auf der Liste, nur der Weg aus Harlaching/Grünwald nach Forstinnig ist länger als nach Hechenberg !

          MfG
          blueline

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