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Restaurants ohne Stern die man besuchen sollte

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  • #61
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    Gibt es eigentlich einen Geheimtipp in Hannover?
    Und außerdem: IC nach Osnabrück! - Im Ernst, Hannover ist durchaus schwierig. Außerhalb: Das La Forge in Bad Nenndorf. Innerhalb soll angeblich die Gastwirtschaft Wichmann der ungekrönte König sein. Ich weiß es aber nicht, sondern höre hier nur auf Gerüchte.

    Beste Grüße,
    Mohnkalb

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    • #62
      Ich wäre an Ihrer Stell mutig, werte Morchel, und würde zu Joachim Stern ins Alte Jagdhaus gehen...

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      • #63
        Zitat von Morchel Beitrag anzeigen

        PS: Gibt es eigentlich einen Geheimtipp in Hannover?
        Liebe Morchel

        In Hannover ist das so eine Sache mit den Geheimtipps. Wichmann ist schon ordentlich aber vielleicht nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Das offiziell beste Restaurant der Stadt ist das Titus, dort veranstaltet der betagte Herr Grupert eine 17 GMP Onemanshow in der Küche, was speziell und beeindruckend ist. "In" war eine ganze Zeit das 11A am Küchengarten, leider garnichts mehr. Gut im "gehobenen Segment" sind noch das Basil und vielleicht das Gattopardo. Und wenn sie einfach essen möchten, kommen sie natürlich zu uns.

        Details und absolute NoGos die von außen toll aussehen, gern via PM

        Viele Grüße Passepartout

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        • #64
          Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
          Meine Frage hatte den Hintergrund, dass ich demnächst wohl wirklich beruflich in Hannover sein werde.
          Ich bin nächste Woche in Hannover (EMO) und habe im Titus reserviert. Das Restaurant hat übrigens eine neue Webseite, die auf Restaurant-Ranglisten ist nicht mehr aktuell.

          http://www.restaurant-titus.com/das-restaurant/

          Gruß
          Jürgen

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          • #65
            Coq au Vin, Schlosshotel Leerbach

            Sehr klassische Küche, ausgezeichnete Qualität der Zutaten.
            Z.B. ein wunderbares Tatar. Sozusagen am Tisch zubereitet, aber es sollte dann auch wirklich vor den Augen des Gastes passieren.
            Wunderbare Fischsuppe.
            Ganz zarter Pulpo, aber zu viel Öl.

            Man sitzt sehr eng und kann immer bei den Nachbartischen mithören.
            Der Service wirkte bei fast vollem Haus sehr gestresst und es hat auch nicht alles geklappt.

            Man verlässt das Lokal und ist sich nicht sicher, ob man gerne wiederkehren würde. Auch wenn es Tatar und Fischsuppe einen leicht machen würden.


            Gruß!

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            • #66
              Landhaus Hohenlohe, Rot am See

              Sehr gepflegtes Anwesen, nette Terasse.
              Allerdings wäre eine Terasse mit Blick auf die umgebenden Felder noch schöner.

              Karte mit einigen kreativen Elementen, aber auch viel Klassik.
              Sehr gutes Schwertfischcarpaccio, ganz zarte Leber, perfekt gebratenes Fleisch.
              Alles rundum empfehelenswert zu vernünftigen Preisen.
              Netter Service.

              Ein Haus zum Wohlfühlen!


              Gruß!

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              • #67
                Seevogel Ketsch, Restaurant Die Ente

                Seit Mai hat das Restaurant Ente im Seehotel in Ketsch bei Speyer einen neuen Koch der sich einen Stern erkochen möchte.

                Neben der schönen, modernen Atmosphäre im Restaurant kann ich das Essen nur empfehlen! Es ist schon jetzt kurz vor Sterneniveau. Auch die Weinkarte kann sich sehen lassen und bietet eine sehr gute Auswahl mit Schwerpunkt Pfalz im Weisswein.

                http://www.seehotel.de/restaurant_carte.php

                Hier ein Einblick in die Karte - die Bilder entsprechen der Realität :-)). Ganz besonders lecker war das Reh von der regulären Karte. Auf den Punkt gebraten und die Sauce hat herrlich zu den übrigen Geschackskomponenten gepasst.

                Der Service ist bodenständig und noch nicht optimal - aber ich denke das spielt sich noch ein.

                Auch das Hotel ist modern und liegt schön an einem kleinen See.

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                • #68
                  Vielen Dank für den Tipp, sieht wirklich alles recht ansprechend aus!

                  Gruß!

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                  • #69
                    Piazza Pipistrello, Lübeck

                    Am Ende eines sonnigen Tagestrips nach Travemünde, bei dem der feste Vorsatz gefasst wurde, in Bälde ins La Belle Epoque zum Essen zu gehen, stiegen wir kurzerhand in Lübeck aus dem übervollen Zug, um das Holstentor und die Trave im Abendlicht zu sehen, etwas zu essen und erst später zurückzufahren. Für den Wullenwever waren wir nicht passend angezogen (die Karte sah auch nicht wirklich spannend aus). In der gleichen Straße gibt es aber ein italienisches Restaurant, dessen Karte recht ansprechend aussah - die Piazza Pipistrello.

                    Hier haben sich zwei deutsche Kampanien-Liebhaber echt ausgetobt. Das Interieur und die Dekoration im Restaurant und erst recht im Innenhof sind mit viel Liebe gestaltet, haben aber von allem zu viel. Hier noch eine Italien-Flagge, da noch ein paar Chilischoten auf dem Tisch. Auch die Bäumchen mit (mutmaßlich) Plastikblättern dürfen nicht fehlen. Im Innenhof, wo man dank des guten Wetters noch sehr schön sitzen konnte, hat man versucht, eine süditalienische enge Gasse nachzubauen. So wurde kurzerhand eine Begrenzungswand neu gemauert, mit einigen Dekofenstern und Balkonen bestückt. Man hat einen kleines Türmchen gebaut, in dem ein kleiner Springbrunnen plätschert und zwischen den Balkonen eine Wäscheleine gehängt, auf der Dekowäsche hängt (wir saßen unter zwei BHs). Eigentlich wollten wir das alles völlig überzogen, geschmacklos, hoffnungslos kitschig und Disneyland-mäßig finden. Interessanterweise ist es aber in diesem Restaurant verdammt schwierig, sich dem Flair zu entziehen und sich nicht wie am ersten Urlaubstag zu fühlen.

                    Über die Entstehungsgeschichte des Restaurants haben wir nur wenig herausfinden können, außer dass es vorher lange Jahre in Bad-Segeberg beheimatet war und von zwei Deutschen betrieben wird und offenbar auch ohne italienischen Koch auskommt. Es ist ein Konzeptrestaurant, das ganz auf Kampanien und hier konkret auf den Cilento-Nationalpark (UNESCO-Weltkulturerbe), ca. 100 km südlich von Neapel gelegen, ausgerichtet ist. Konzeptrestaurants sind ja so eine Sache - oft gehen sie grandios schief, sind nicht konsequent genug, oder es gelingt dem Betreiber nicht, seine Leidenschaft für den Konzeptursprung zu transportieren. Hier wird das Konzept wirklich konsequent durchgesetzt. Es gibt ausschließlich kampanische Weine und die Produkte werden handverlesen vor Ort (d.h. in diesem Fall beim Nationalpark, aber auch in Lübeck) eingekauft. Die täglich wechselnde Karte ist recht einfach gestaltet und enthielt bei unserem Besuch neben ein paar nicht täglich wechselnden Kleinigkeiten für die Theatergäste, Affettati oder Cozze als einzige Vorspeisen, ein paar Pasta- und Risottogerichte, ein Fisch-, ein paar Fleischgericht und zwei Desserts. Jedes Gericht ist ausführlich beschrieben (z.B. unter Angabe des historischen Rezepts).

                    In einem irgendwie lustigen Kontrast zu dem Bestreben, den süditalienischen Flair möglichst original gen Norden zu beamen, steht der von der Familie betriebene Service, der sehr norddeutsch und leicht burschikos auftritt ("Und? War alles legger?"), aber sehr freundlich ist und zu allem entweder etwas sagen kann oder dies gleich lässt und auf die kundigere Kollegin verweist.

                    Wir hatten zuerst die Affettati, verschiedene Pancetta, Salsiccia, Salami und Coppa aus dem Cilento Nationalpark, ergänzt durch grandios sanften San Daniele Schinken, der natürlich nicht aus Kampanien kam. Alles schmeckte sehr anders als man es sonst kennt, ich war aber in Italien auch noch nie südlicher als in Rom. Eine ca. einstündige Wartezeit, bedingt durch einen Ausfall in der Küche, wurde mit ausgezeichneten grünen Mammut Oliven und schwarzen Gaeta Oliven, Ciabatta und Olivenöl aus dem Nationalpark kurzweilig gestaltet. Dann hatten wir Gragnano Linguina con Vongole Veraci alla Caprese (laut Karte nach altem Originalrezept der Fischer von der Insel Capri) und Tagliatelle alle Scogliera Punta Licosa (laut Karte nach dem Rezept der Fischer aus Amalfi). Interessanterweise schmeckten die "handwerklich hergestellten" Linguine sogar hausgemachter als die "hausgemachten" Tagliatelle, beide hätte ich aber blind als frisch hergestellt eingeordnet. Die lange Wartezeit hatte sich gelohnt, da die Venusmuscheln zu den Linguine und die verschiedenen Muscheln, Tintenfisch, Crevetten und Garnelen zu den Tagliatelle lange Zeit in ihrem jeweiligen Sud baden und diesem reichlich Geschmack zuführen durften. Offen gesagt habe ich außerhalb Italiens schon lange nicht mehr so gute Pasta gegessen. Dazu schmeckte sehr gut ein knochentrockener und sehr mineralischer Fiano aus der DOP Cilento.

                    Als Dessert ging nur noch die Mousse die Fichi San Mauro, eine Feigenmousse mit marinierten Orangenfilets, bei der sich der reife Feigengeschmack sehr gut mit den Bitter- und Säuretönen der Orangen verstand.

                    Im Fazit kann ich nur festhalten, dass sich hier ausnahmsweise eine strikte Konzeption eines Restaurants auszahlt. Auch wenn die Kombination aus dem grenzwertigen Interieur, dem wirklich herzlichen, aber eben sehr norddeutschen Service und der Küche fast schon bizarre Züge annimmt und einen ungläubig staunen lässt, schafft es das Restaurant trotzdem, einen für ein paar Stunden in einen anderen Teil von Europa mitzunehmen. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Besuch.
                    Zuletzt geändert von rocco; 03.10.2011, 22:41.

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                    • #70
                      Wow, diese Einrichtung ist für meinen nächsten Lübeck-Trip vorgemerkt! Wie sind denn die Preise, lieber rocco?

                      Dankbar,
                      Mohnkalb

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                      • #71
                        Gefällt mir!
                        Toll geschrieben.


                        Gruß!

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                        • #72
                          Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                          Wow, diese Einrichtung ist für meinen nächsten Lübeck-Trip vorgemerkt! Wie sind denn die Preise, lieber rocco?
                          Lohnt sich aus meiner Sicht wirklich. Die Preise fanden wir angemessen, wenn sie auch nicht ganz niedrig sind. Affettati kosten um die 17 Euro, die Paste zwischen 15 und 20 Euro, Hauptgerichte zwischen 15 und 25 Euro, Desserts um die 8 Euro. Weine gibt es zwischen 20 und 50 Euro. Interessant ist die Auswahl von Fiano Weinen. Der von uns getrunkene, eher einfache Fiano war im Stahltank ausgebaut. Es gibt aber auch einen Fiano, der im Akazienholzfass ausgebaut wurde und einen, der mit den Schalen vergoren und dann mit etwas Luftkontakt ausgebaut wird (Jahrgang 2004, 38 Euro).

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                          • #73
                            Ich darf noch einmal zum Restaurant Ente in Ketsch ergänzen:


                            Seit 01. Juli führt Tommy R. Möbius die Leitung der Gesamtkulinarik unserer ENTE. Möbius‘ Karriere begann*in renommierten Häusern - wie in der Wartenberger Mühle bei Martin Scharff* und Achim Karrer in Stuttgart.*Insbesondere ist Möbius‘ Weg geprägt*und inspiriert von seiner Zeit bei Joachim Wissler - seinem Vorbild,* für ihn*der beste Koch Deutschlands. *
                            Sein Weg führte ihn bis nach Wien - dort ist er seit sieben Jahren in Folge Träger eines Michelin-Sterns und vom Gault Millau mit 16 Punkten bewertet.*
                            Nun ist er bei uns und kocht für Sie mit den besten Produkten der höchsten Qualität in puristischer und geradliniger Weise - denn weniger ist bekanntlich mehr... Freuen Sie sich auf genussreiche Sternstunden in unserer ENTE.
                            Zuletzt geändert von Hannes Buchner; 20.10.2011, 10:40.

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                            • #74
                              Zitat von Echolon Beitrag anzeigen
                              Seit 01. Juli führt Tommy R. Möbius die Leitung der Gesamtkulinarik unserer ENTE.
                              Für mein Verständnis: Ist das jetzt Ihr Restaurant, ober wollten Sie nur einen PR-Text zitiert?
                              Danke für die Aufklärung.

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                              • #75
                                Umgang / Ente

                                Liebe Community,

                                es ist korrekt das ich auf Grund guter Erfahrung zum Restaurant Ente bereits EIN Post geschrieben habe.

                                Ich wusse aber auch nicht das der jetzige Koch bei Wissler gelernt und früher bereits einen Stern hatte. Daher habe ich diese Information einfach mit der Kopie der neuen Information von der Website des Restaurants gepostet.

                                Es ist weder mein Restaurant noch bin ich dort sonstwie "verdrahtet".

                                Ich dachte es liegt im Sinne der Community Informationen rund um die gehobene Gastronomie zu posten und bin auch weiter dieser Meinung. Zukünftig werde ich das aber sehr gerne als Zitat etc. erläutern damit keine Missverständnisse entstehen. So wirkte es wie ein persönlicher Text - sorry dafür!

                                Aber wenn ich dann Sprüche kassiere, z.B. von User Schlaraffenland "Nun weiß ich endlich, was es mit dem "Echo" in Ihrem Namen auf sich hat." finde ich das dann doch merkwürdig und nicht zielführend.

                                Alles weitere können wir gerne via PM ausdiskutieren.

                                Mit besten Grüßen,
                                Echolon

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