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Verace Pizza Neapoletana (VPN)

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  • Verace Pizza Neapoletana (VPN)

    Interessanter Bericht auf youtube...

    http://youtu.be/2BWYPH49x08

    Vergleich der originalen (verace) Neapolitanischen Pizza mit Tiefkühlpizza...
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von MichaKoeln; 15.08.2014, 00:55.

  • #2
    Super - Werbung für einen Pizzaladen. Das muss doch nicht sein ...

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    • #3
      Lieber Spiessbraeter,

      es war nicht meine Intention jemandem mit meinem Artikel zu verärgern. Ich wollte aufzuzeigen, dass sich glücklicherweise auch in der einfachen Gastronomie, mit der Auswahl von sehr guten Produkten und mit wirklichem Handwerk tolles Essen herstellen lässt. Dabei ist in meiner Welt der Blick auf die Ursprünglichkeit oft der entscheidende Erfolgsfaktor. Daher meine Begeisterung für die echte Neapolitanische Version. Habe mir Ihre Kritik zu Herzen genommen und lediglich den Link des Videos stehen gelassen.
      Zuletzt geändert von MichaKoeln; 15.08.2014, 09:26.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von SPIESSBRAETER Beitrag anzeigen
        Super - Werbung für einen Pizzaladen. Das muss doch nicht sein ...
        Warum sollte man keinen ausgezeichneten Pizzabäcker empfehlen dürfen? So viele gibt es davon in D ja nun wirklich nicht. Wer Pizza nicht versteht hat in der Regel auch vom Rest nicht viel Ahnung.

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        • #5
          Nähere Infos gibt es unter: www.foodszene.de/tag/verace-pizza-napoletana/

          Danke für die Unterstützung. Habe mich gefreut, dass es diese Art der Pizza nun auch in Köln neben einem Restaurant im Allgäu und in Wien zu genießen gibt. :-) Ich kann aber verstehen, dass dies in diesem Gourmet-Forum nicht überall auf Gegenliebe stößt. Dabei finde ich es toll, wenn sich ein Restaurant auch in der "einfachen Küche" der Qualität ihres Produktes verpflichtet sieht. Sage nur 72 Stunden Teigruhe. Oft daher schon ausverkauft...

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          • #6
            Über die vermeintlich beste Currywurst wurde hier vor kurzem diskutiert. Richtig appetitanregend klang das jedoch überhaupt nicht, es hatte eher etwas von: welche Wienerwald-Filiale brät den besten Gockel?
            Würde man unsere Drei-Sterne-Köche beauftragen, eine Currywurst zu braten, ließe sich ja erahnen, wie die Vorgehensweise ausfiele. Kontaktaufnahme zu einem Metzger/Schlachter/Fleischhauer; besorge bestes Schweinefleisch, freilaufende Eicheln etc, warmverwurstet. Nach monatelangen Versuchen dann das erste, halbwegs ansprechende Ergebnis. Die Sauce: ruf mal Tomaten-Joe in Roth an, welche Sorten er empfiehlt, welche Zwiebeln passen, etwas Essig? Fond? Jus? 3/4 Glace? Was meint Ingo, welcher Curry? Mit oder ohne Koriander ...
            Das Ergebnis wären Currywürste, die Lichtjahrzehnte von den Berliner Billigbuden entfernt wären; nein, für Dreidreißig läßt sich keine anständige Wurstware herstellen, und schon gar nicht "Bio"

            Jetzt aber fragt MichaK. nach der besten Pizza; ist das nun die gleiche Kategorie wie Currywurst? Von wegen, wenn es darum geht, zur Pizzaperfektion zu gelangen, sind da schon ungeheure Fortschritte zu verzeichnen. Jeffrey Steingarten widmet der "perfekten" Pizza in seinen "Aufzeichnungen eines Gourmets" gewiß zwanzig Seiten; und in Christian Seilers "Reise zum Geschmack" wird die Pizza in nicht weniger als einem Zwölftel des Gesamtwerkes besprochen.
            Und nun stell ich mir wieder vor, wie unsere zehn Spitzenköche versuchen, die beste Pizza zu backen. Mehl, welches Mehl nimmt man, wie war das mit der Luftfeuchtigkeit? Tomaten, ruf Tomato-Joe an, oder doch einfach San Marzano, oder die Datteln aus Sant'Agatha; der Käse, natürlich Büffel, oder doch was ganz frisch gezupftes ... egal und wie auch immer, die Pizza hätte keine Chance gegen die, die in den Traditionsbetrieben Neapels gebacken wird. Weil man dort mit einer Gewissenhaftigkeit, die womöglich gerade noch von japanischen Köchen übertroffen wird, arbeitet. Es ist für die Landwirte eine Ehre, spezielle Pizzabetriebe beliefern zu dürfen; und nur die besten Qualitäten an Mehl, Tomaten, Mozzarella und Basilikum traut man sich anzubieten.
            (In der Arte Mediathek kann man für einige Tage einen Film über die Dashi-Produzenten ansehen; dringend zu empfehlen, hat im weitesten Sinne auch was mit Demut zu tun)

            MichaKoeln serviert hier also ein hochinteressantes Thema; und natürlich sind wir an Adressen interessiert. Ich habe es zumindest in meiner Region aufgegeben, eine halbwegs ordentliche Pizza zu bekommen. Auch auf Empfehlungen von einfach strukturierten Essern, da und dort, da sei's toll, falle ich nicht mehr herein.
            Und, werter Micha, lassen Sie Sich nicht von irgendwelchen Unglücklichen beeinflussen.
            MkG
            s.

            PS: sollte jemand noch Interesse an meinen persönlichen Pizza-Erfahrungen haben, dann geht's hier weiter:
            Es war am ersten Todestag von Hesse, wir hatten das Grab besucht, und auf dem Rückweg in Lugano entdeckte meine ältere und klugscheißende Schwester einen ÜberdieStraße-Pizza-Verkauf. Da sie schon au-pair-artige Italienerlebnisse vorweisen konnte, bestand sie darauf, daß diese Köstlichkeit probiert werden müsse. Dieses Teilchen sahen ja auch zu verlockend aus, doch der Geschmack war mir zutiefst zuwider. Ein Kuchen, der salzig war, gleichzeitig auch süß und rötlich-schlonzig, das schmeckt wie gekotzt, schrie ich, und die geschwisterliche Beziehung war an diesem Tag empfindlich gestört.
            Zehn Jahre später: Freund G. nimmt mich in seine Lieblingspizzeria mit. Nein, die inzwischen schon unzähligen Lokale in Zehlendorf genügten seinen Ansprüchen nicht. Wir mußten von Schlachtensee bis zum Kleistpark fahren, wo, war es in der Grunewald-, oder vielleicht doch in der Pallasstraße, eine mehr als bescheidene Absteige gelegen war. Ich erinnere mich noch, wie ich mehrmals die Karte hin und her gedreht hatte; aber es wurden tatsächlich nur vier oder fünf verschiedene Pizze aufgezählt. G. bestellte Marinara, ich schloß mich an .. und zum ersten Mal bekam ich eine Ahnung, was es mit einer Pizza auf sich haben kann.

            Vierzig Jahre (nach Lugano) später: Dezember, feuchtkalter Nieselregen in Neapel. L'Antica Pizzeria da Michele; wir bekommen eine Zeit genannt, wo wir uns vor dem Lokal im Regen stehend zur Verfügung zu halten haben. Immer wieder werden Namen aufgerufen, schließlich auch unserer; und keinem Feldwebel wäre es besser gelungen, gellender zu rufen. Pizza Margherita, was sonst, unfaßbar gut, der Rand, bestimmt ob der abartigen Hitze im Ofen fast zwei Zentimeter nach oben gesprungen, knackig, zart, fluffig ...
            In, wenn man dem Zagat glauben darf, New Yorks bester Pizzeria waren wir auch gewesen; mit Neapel konnte die nicht mithalten
            LeFooding sieht Paris' beste Pizzeria im 18ten arr, Il Brigante (oder so ähnlich) Traumhaft schön, essen konnten wir allerdings dort noch nicht.

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            • #7
              Sehr verehrter Herr Schlaraffenland,

              am End is es immer ein Ergebniss aus Leidenschaft und Arbeit - es lebe die Margaritha- auch wenn sie aus Rot is...

              Herr Sternentor

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              • #8
                Allein für diesen Artikel hat es sich gelohnt, dass ich das Thema aufgeworfen haben. Danke! Sehr g....

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                • #9
                  Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                  ...(es) hat im weitesten Sinne auch (et)was mit Demut zu tun...
                  Dieser Halbsatz bringt so ziemlich alles auf den einen, den finalen Punkt. Egal was, egal wo, egal wie teuer, billig oder auch preiswert, egal ob Pizza in Bielefeld oder drei Sterne in Paris. Demut macht für mich den Unterschied zwischen besonders und belanglos.

                  Gute Nacht

                  Passepartout

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