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Strangmeyer, Diepholz

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  • Strangmeyer, Diepholz

    Es gibt Lokale, auf die würde man von selbst nie kommen, und so muss ich gestehen, dass ich bei der nachfolgenden Adresse mehr als skeptisch war: Das Hotel Strangmeyer wirkt von außen wie eine Sechziger-Jahre-Pension und wird auch beim Betreten (Buntglasfenster mit Brauerei-Logo!, Nadelfilz-Teppich!, rustikaler Tresen!) diesen Eindruck nicht los. Dennoch wurde uns das Lokal von Ortskundigen als einzig nennenswerte Adresse empfohlen. In einer kulinarisch so öden Gegend ist man ja dankbar für jeden Fingerzeig...

    Das ganze Unternehmen wird von einem Ehepaar geführt, das sehr unprätentiös und herzlich agiert. Die kleine Weinauswahl hat einige ordentliche Bio-Weine im Angebot (Wittmann, Geyerhof), ist aber offensichtlich nicht auf Weinkenner fokussiert. Auch Besteck, Gläser etc. deuten eher auf eine SchniPoSa -Küche hin, aber: Was kommt, zeugt von Anspruch und Spaß am Kochen: Nach zwei dünnen Entenbrusttranchen mit leicht nussig angemachtem Salat (Queller und Sprossen) als Amuse gab's grünen Spargel mit Nussbutter (muss im tiefsten Winter wirklich nicht sein, war aber sauber gemacht), erstklassige geschmorte Ochsenbäckchen mit frisch gerührter Polenta, Trou Normand als "Predessert" und ein Gewürzmousse mit hausgemachtem Rumtopf als Dessert. Der Knaller bei dieser wirklich sauberen Kochleistung war allerdings der Menüpreis von 16,- Euro!!! (Wohlgemerkt: Die Grundprodukte waren wirklich ordentlich...)

    Wer also zwischen "La Vie" (Osnabrück) und "La Terrasse" (Bremen) einen Zwischenstopp einlegen mag und besser essen möchte als beim Italiener am Eck, sollte hier mal einen Blick riskieren. Am folgenden Abend aßen wir nochmal sehr ordentlich im Nachbarort - Näheres folgt.
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