Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

iPad - die Zukunft der Weinkarte

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • iPad - die Zukunft der Weinkarte

    Wir hatten schon lange keinen echten Aha-Effekt bei unseren Restaurantbesuche (in Bezug auf weinkarte und Organisation etc.) erlebt. Nun auf 181 Meter Höhe war er da! Am 25.12. war das 181 First (im Olympiaturm München, Otto Koch) leider geschlossen, deswegen mussten wir zu viert in das 181 Business ausweichen. Kulinarisch sehr ordentlich, sowohl die Gänseleberterrine mit Apfelgelee als auch dieTagliatelle mit Alba Trüffel und schließlich die Perlhuhnbust mit gebratener Gänseleber (durchaus insgesamt die 14 GMP wert, mit Tendenz zu 15 GMP)

    Was uns umgehauen hat, war aber DIE Idee! Das iPad als Weinkarte einzusetzen > so einfach und aus unserer Sicht schlicht die Zukunft! Sehr einfach zu bedienen und mit viel mehr Informationen und Bildern und Mehrwert!

    Angeblich die erste Weinkarte auf iPad in ganz Deutschland!

    Sehr COOL!

    KG
    Chess

  • #2
    Werter Chess,

    ich hab das nicht ganz verstanden. Hatte das Restaurant eine eigene App für die Weinkarte? Oder sind Sie via iPad einfach auf die entsprechende Website inkl. Weinkarte geleitet worden? Wieviele iPads hatte das Restaurant denn vorrätig? Ein iPad kostet ja ein bisschen was, und ich könnte mir vorstellen, dass es dadurch zu einem gewissen "Weinkarten-bzw-iPad-Stau" kommen könnte.

    Schon mal danke für die Aufklärung,
    M.

    Kommentar


    • #3
      Werte Morchel,

      ganz einfach man bekommt schlicht statt der Weinkarte ein iPad mit der digitalen Weinkarte ueberreicht. Ich nehme an, dass das Restaurant in etwa so viele iPads hatte wie herkömmliche Weinkarten. Nach der zunächst höheren Einmalinvestition ist dies sicherlich über die Jahre gerechnet rentabel. Und ein extremer Mehrwert fuer den Gast.
      KG Chess

      Kommentar


      • #4
        Zitat von chess Beitrag anzeigen
        Ich nehme an, dass das Restaurant in etwa so viele iPads hatte wie herkömmliche Weinkarten. Nach der zunächst höheren Einmalinvestition ist dies sicherlich über die Jahre gerechnet rentabel.
        Sorry. Das kann ich nicht glauben. Ich schätze mal, wenn da wirklich mehrere iPads vorhanden waren, und ich spreche von iPads und nicht von irgendwelchen anderen, unter Umständen deutlich günstigeren, Tablets, dann war Ihre Rechnung wohl nicht wirklich günstig. Irgendwie muss das ein Restaurant ja rein holen. Dagegen steht eine Vorhaltung der Weinkarte als Worddatei mit entsprechendem Ausdruck. Das amortisiert sich über Jahrzehnte nicht.

        Kommentar


        • #5
          Ich schreibe diese Zeilen mit einem iPad. Will sagen, ich weiss, wie ein iPad aussieht ... Was ich nicht weiß, ist wieviele iPads tatsächlich dort im Einsatz sind. Das mit der Amortisation sehe ich schlicht anders. Ihre Meinung sei Ihnen aber unbenommen.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von chess Beitrag anzeigen
            Das iPad als Weinkarte... COOL
            Es soll ja auch notorische iPad-Verweigerer geben; gibt es für diese Spezies denn wenigstens noch ein Exemplar einer Weinkarte im wahren Sinne des Wortes oder wird jeder Gast zu dieser "coolen" Fingerakrobatik verdonnert? Sollte letzteres der Fall sein, werde ich mich wohl nie auf den Weg in 181 Meter Höhe machen.

            Beste Grüße, Merlan

            Kommentar


            • #7
              Werter Merlan, weiss ich leider nicht. Aber auf Nachfrage wird vielleicht eine herkömmliche Weinkarte zur Verfügung stehen. KG Chess

              Kommentar


              • #8
                iPad Wein- und Speisekarten gibt es auch schon eine Weile in dem Restaurant von Monica Lierhaus' Schwester in Hamburg Eppendorf (bin noch nicht da gewesen und habe auch nicht vor, hinzugehen). Ich finde die Idee ganz gut, kann man doch deutlich mehr Informationen in schriftlicher Form unterbringen. Ich persönlich bin altmodisch und bevorzuge in Restaurants mit größerer Weinkarte die gedruckte Version mit Beratung durch einen Sommelier. Zudem kann die iPad-Weinkarte dazu führen, dass der Weinauswähler noch länger darin rumstöbert, ohne sich mit dem Rest des Tisches zu unterhalten. Insofern böte es sich m.E. an, wenn das Restaurant mit iPad-Weinkarte diese mit vollem Inhalt auch im www zugänglich macht, so dass man zur Vermeidung einer Kommunikationslücke vorab darin lesen kann.

                Gruß, rocco

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von chess Beitrag anzeigen
                  Angeblich die erste Weinkarte auf iPad in ganz Deutschland!
                  Hoffentlich bleibt sie das auch! Sorry, werter Chess, dass ich Ihre Begeisterung nicht teile!
                  Gruß, Garnelchen
                  Zuletzt geändert von Garnelchen; 27.12.2011, 11:08.

                  Kommentar


                  • #10
                    Nun denn, der Niedergang des Abendlandes wird sicher nicht von einem IPad abhängen :-) - ich finde die Idee grundsätzlich gut, erübrigt sich doch der ständige Austausch veralteter Weinkartenseiten oder gar die "ausgetrunken" Stempel am rechten Rand.

                    Vielleicht passt eine elektronische (Wein-) Karte nicht in jedes Restaurant, aber auch in diesem Fall wird die Moderne in der Gastronomie nicht aufzuhalten sein.

                    Kommentar


                    • #11
                      Das sehe ich eben so und es wird sich bestimmt weiter etablieren.

                      Saftigst sind dabei klar die Anschaffungskosten, wohingegen weiter kein Papier, Druckerpatronen und abgenutzte Karten nachgeordert werden müssen. Lästiges Wechseln von Seiten aufgebrauchter Weine entfällt, per "click" immer up-to-date und natürlich auch dienlich bezüglich Inventur und Kellerverwaltung ........... nur,

                      Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                      Hatte das Restaurant eine eigene App für die Weinkarte? Oder sind Sie via iPad einfach auf die entsprechende Website inkl. Weinkarte geleitet worden?
                      .... der springende Punkt:

                      Ja, eine eigene App; nur die wird teuer. Es gibt einige App's von der Stange womit man quasi fest gebunden ist. Wie viel Informationen will ich denn überhaupt dem Gast Preis geben ... Jahrgang, Winzer, Herkunft, Rebsorte(n), Alkohol, Beschreibung über den Wein, das Weingut, Notizen, Ratings, Geschichte, Bilder .........

                      Ich finde ein Ipad als Alternative sehr gut, nur möchte ich bestimmen was, wie viel Information und wie es der Gast zu Gesicht bekommt. Es soll vor allem eine schnelle Übersicht geben und einfach zu händeln sein, den Sommelier aber nicht ersetzen. Sich dem entsprechend ein eigenes Programm entwickeln zu lassen kostet........ und nicht jeder wird damit glücklich sein; so wie Weine ohne Naturkorken zurück gewiesen werden, so wird es dem Ipad ergehen ....

                      Kommentar


                      • #12
                        Ich spinne das mal weiter:

                        Nachdem sich die Weinkarte auf dem iPad etabliert hat, wird auch die Speisekarte dort geladen. Unverträglichkeiten und Abneigungen können eingetippt werden, häufig gestellte Fragen sind als FAQs hinterlegt, individuelle Fragen werden aus einem Call-Center via iPad beantwortet. Sommeliers und andere Restaurantfachkräfte sind aussterbene Berufsgruppen und werden bis auf weiteres nur noch zum Servieren und Nachschenken eingesetzt; ihre Stellen sind mit sogenannten "kw-Vermerken" (künftig wegfallend) versehen, da die Speisen demnächst individuell vom Tisch per iPad abgerufen werden können und mittels raffinierter Technik zum Gast befördert werden sollen. Getränkestationen werden zur Zeit von der Industrie entwickelt und sollen dem Gast die Möglichkeit geben, nach Order per iPad eine Art Selbstbedienung auf technisch höchstem Niveau durchzuführen.

                        Wie heute schon teilweise per Smartphone findet Kommunikation unter den Gästen und mit Externen nur noch per iPad statt. Es herrscht eine entspannte, ruhige Atmosphäre im Restaurant, die nur durch gelegentliche Gefühlsregungen der Gäste und unmotiviertes Geschirrgeklapper gestört wird. Für die Lösung dieser Probleme wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung eines Informatikers eingesetzt.

                        Schöne neue Welt!

                        Beunruhigte Grüße, Merlan :heulen:

                        Kommentar


                        • #13
                          ja, das ist leider (!) wie die Schreibmaschine zum Computer, wie das Gespräch/die Post zum Forum (hier!), wie die Zeitung ins soziale Netzwerk (bin in KEINEM!) etc. Das mag gefallen oder nicht, aber es wird so kommen oder auch nicht, denn Zeitungen/Zeitschrifen liest man auch heute noch. Schaun mer mal :-)
                          KG Chess

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von merlan Beitrag anzeigen

                            Wie heute schon teilweise per Smartphone findet Kommunikation unter den Gästen und mit Externen nur noch per iPad statt.
                            Guten Abend!

                            Mich stört immer noch der Bezug auf iPad oder Smartphone. Letztlich sind das ja nur Marken. Es geht doch eigentlich darum, wie sehr die virtuelle Kommunikation auch in Zukunft die Gastronomie betreffen wird. Egal, auf welcher Hardware sie dann stattfindet. Und ja, Merlan, ich gebe Ihren "düsteren" Zukunftsprognosen ein Stück weit recht. Fahren Sie mal zu Schülerzeiten U-Bahn, und dann sehen Sie, wie da überwiegend kommuniziert wird. Mit Musikstöpseln im Ohr und wildem Getippe.

                            Das ist ein Trend der Zeit, der im Moment in meinen Augen in einem gewissen Übergang ist. Aber ich geb Chess schon recht, dauerhaft wird sich die Gastronomie da nicht verschließen können. Ich kann mir vorstellen, ohne es verifiziert zu wissen, dass bei manchen, im eher jungendlichen Kreis angesagten, Restaurants inzwischen die Facebook-Präsenz deutlich wichtiger ist als die Website. Wer sich beidem verschließt, setzt in meinen Augen auf eine langfristig aussterbende Klientel.

                            Man kann das beurteilen, wie man mag. Allerdings sollte man in meinen Augen ein wenig unterscheiden zwischen Informationen, die zukünftig wohl eher online bereit gestellt werden und der tatsächlichen Beratung. Ich schätze mal, da wird auch noch etwas länger der Mensch gefragt sein.

                            Einen Gruß
                            M.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von merlan Beitrag anzeigen
                              Ich spinne das mal weiter:

                              Nachdem sich die Weinkarte auf dem iPad etabliert hat, wird auch die Speisekarte dort geladen. Unverträglichkeiten und Abneigungen können eingetippt werden, häufig gestellte Fragen sind als FAQs hinterlegt, individuelle Fragen werden aus einem Call-Center via iPad beantwortet. Sommeliers und andere Restaurantfachkräfte sind aussterbene Berufsgruppen und werden bis auf weiteres nur noch zum Servieren und Nachschenken eingesetzt; ihre Stellen sind mit sogenannten "kw-Vermerken" (künftig wegfallend) versehen, da die Speisen demnächst individuell vom Tisch per iPad abgerufen werden können und mittels raffinierter Technik zum Gast befördert werden sollen. Getränkestationen werden zur Zeit von der Industrie entwickelt und sollen dem Gast die Möglichkeit geben, nach Order per iPad eine Art Selbstbedienung auf technisch höchstem Niveau durchzuführen.

                              Wie heute schon teilweise per Smartphone findet Kommunikation unter den Gästen und mit Externen nur noch per iPad statt. Es herrscht eine entspannte, ruhige Atmosphäre im Restaurant, die nur durch gelegentliche Gefühlsregungen der Gäste und unmotiviertes Geschirrgeklapper gestört wird. Für die Lösung dieser Probleme wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung eines Informatikers eingesetzt.

                              Schöne neue Welt!
                              Werter merlan,

                              interessanterweise beschreiben Sie nahezu exakt ein Konzept, welches mir just heute von Freunden aus Düsseldorf berichtet wurde: http://www.rp-online.de/region-duess...lner-1.1336499. Sommeliers und Kellner werden da durch "Stewards" ersetzt, die auf Knopfdruck kommen. Schade, in dem Vorgängerrestaurant am gleichen Standort (Kytaro) habe ich mich früher immer sehr wohl gefühlt - gerade wegen der nicht immer, aber meist vorhandenen Herzlichkeit des Serviceteams. Per Knopfdruck einen "Steward" zu rufen hingegen, steht für mich auf einer Ebene mit Fingerschnippen und "Ober" rufen. In so ein Restaurantkonzept würden mich keine zehn Pferde treiben.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X