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iPad - die Zukunft der Weinkarte

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  • MichaelStromberg
    antwortet
    @cynara
    Im aktuellen Michelin hat Thomas Schanz ja seinen ersten Stern bekommen. Würden Sie diese Bewertung als gerechtfertigt ansehen, besonders auch im Vergleich mit anderen Vertretern der klassischen Kochkunst?

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  • cynara
    antwortet
    Lieber Wombard,

    ich habe leider wenig Details auf Abruf. Das Ambiente ist auf der Website zu sehen und auch in Wirklichkeit sehr angenehm, licht und klar. Die Küche serviert sehr gute Produkte. Frische und Qualität von Fisch und Fleisch ist lobenswert. Das, was auf den Teller kommt, würde ich als ziemlich klassische Kochkunst bezeichnen. Nun ist Klassik ja beileibe nichts Negatives, passt derzeit aber nicht zu meinem bevorzugten Küchenstil. Da ich weiß, dass Sie Sonnora und Schwarzwaldstube mögen, denke ich mir, dass es Ihnen in Piesport gefallen sollte.

    Die Weinkarte (tablet!!) ist, logisch bei einem so jungen Restaurant, noch ausbaubar. Wir fanden eine halbe Flasche Spätburgunder Mimus Dr. Heger (27 EUR) und einen Piesporter Falkenberg Riesling, feinherb (25 EUR).

    Wenn Sie dort waren, würde ich mich auf Ihr Resumé freuen. LG. Cynara.

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  • wombard
    antwortet
    Schanz. Restaurant, Piesport

    [QUOTE=cynara;13145] sogar im beschaulichen Piesport, ein tablet statt einer Weinkarte in Papierform gereicht. QUOTE]

    Passt zwar hier nicht ganz so herein, aber waren Sie bei Thomas Schanz, und wenn ja, könnte Sie ihren Eindruck mal mit uns teilen?

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  • soriso
    antwortet
    In der Regel habe ich mit den Weinkarten der Restaurants nix am Hut.
    Jedenfalls nicht in der */**/*** Gastronomie.
    Ein i-pad würde dankend abgelehnt.

    Nach der Menüauswahl kommt der Sommelier an den Tisch.
    Zu ihm sage ich, dass er mir bitte zum gewählten Menü die passenden Weine empfehlen möge.
    In Weinregionen (Mosel, Saar, Ahr, Baden, Elsass, Burgund oder Italien) wird nach regionalen
    Weinen gefragt.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass ich so jemals enttäuscht wurde.
    Für viele Sommeliers ist/war meine Vorgehensweise eine Herausforderung.
    Noch nie wurde mir dabei ein richtig teurer Wein empfohlen.

    Die hier beliebte Weinbegleitung findet bei uns so gut wie nie statt.
    Es sei denn, dass wir einer Einladung gefolgt waren.

    Manche Restaurants (ua. Keller in Oberbergen, Wissler) stellen ihre Weinkarte online ein.:cheers:
    Das ermöglicht in aller Ruhe das Studium vor einem Besuch,
    was durch mich auch vor einem Besuch des "Schwarzen Adler"
    aufgrund der nicht zu toppenden Bordeauxkarte immer erfolgt.
    Dagegen laden die Preise der Onlineweinkarte von Wissler eher nicht zum Besuch eines Weinliehabers ein.:heulen:

    Relativ aktuelle Speisekarten kann man heutzutage von fast allen guten Restaurants online einsehen.
    Tendenz steigend.

    Ich kann nur hoffen, dass die Sommeliers und Maîtres in der Spitzengastrnomie nicht abgeschafft werden.

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  • quartalsesser
    antwortet
    Natürlich geschieht mit einem I-Pad als Weinkarte auch eine Positionierung des Restaurants. Neben dem (im Einzelfall bestimmt auch diskutablen) praktischen Nutzwert signalisiert es technologische Aufgeschlossenheit und Modernität, und von der Gerätefaszination strahlt auch etwas auf Restaurant und Weinkarte ab. Gerade wenn es um Wein geht, haben doch einige Weingüter in den letzten Jahren vorgemacht, dass wirtschaftlicher Erfolg und die Erschließung neuer Kundengruppen auch etwas mit dem Corporate Design (Etiketten, Probierstuben, Messestände etc.) und den damit verbundenen Imagefragen zu tun haben. Nehmen wir nur mal Namen wie Markus Schneider, Van Volxem, Tesch oder (um mal nach Ö zu schauen) Hillinger. Mögen einem die Weine nun im Einzelfall gefallen oder der Winzer sympathisch sein oder auch nicht. Und da passt dann ein bordeauxfarbener Kunstledereinband mit Traubenapplikation auf dem Buchdeckel vielleicht auch nicht mehr in jede Restaurantlandschaft.

    Seltsam finde ich, ausgerechnet am Einzug solcher "Kartenlösungen" eine Verarmung der Servicelandschaft etc. festzumachen. Ist es etwa kommunikativer, mit einem schweren Folianten am Tisch zu hantieren (wie von Cynara beschrieben), mit dem ich mich im Zweifelsfall genau so lange aus der Tischrunde ausklinken kann wie mit einem Pad?
    Dass evtl. hier ein weiterer Hebel zum Abbau von Serviceaufwand liegt, kann natürlich sein, aber das wäre höchstens ein Randaspekt, oder? Ahnungslose Servicekräfte kann ich auch in "Papierrestaurants" haben, und an der Tatsache, dass Personalkosten in Ländern wie D nun einmal sehr stark ins Gewicht fallen, dürfte wohl auch kein Zweifel bestehen.
    Und mit einer I-Pad-Weinkarte allein wird doch aus einem Restaurant noch keine "Erlebnisgastronomie".

    Beste Grüße
    Q.

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  • chess
    antwortet
    Werte Cynara,
    im 181 verfügt die iPad Weinkarte über kurze Beschreibungen (aus unserer Sicht aber auch noch etwas ausbaubar).
    KG Chess

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  • cynara
    antwortet
    Ich habe wohl was verpasst. In den letzten Wochen hat man mir in drei verschiedenen Restos, sogar im beschaulichen Piesport, ein tablet statt einer Weinkarte in Papierform gereicht. Ich habe reine Freude angesichts dieser Neuerung empfunden. Endlich keine tonnenschwere Karte mehr, in einem Format, bei der schon das Blättern zu einer sportlichen Übung gerät. Noch schlimmer, wenn man das Drumm unterbringen muss und nicht weiß wohin, weil der Tisch keinen Platz mehr lässt. Vielleicht hat man mir heimlich Soma in den Apéritif getan, weswegen ich keinerlei ideologische Vorbehalte gegen die neue Form der Weinkarten hege, im Gegenteil. Schön wäre es, wenn künftig kurze Beschreibungen der Weine mit untergebracht würden.

    PS: Im Agapé habe ich mindestens fünf tablets gezählt. Der Sommelier dort wäre aber auch mit Papierkarte nicht mein Fall.

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  • chess
    antwortet
    Spannende Liste mit Hochkarätern! Obwohl das Oud Sluis beim diesjährigen Goumetclubtreffen das dort noch nicht hatte.
    KG Chess
    Zuletzt geändert von chess; 28.12.2011, 11:28. Grund: Rechtschreibfehler

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  • rocco
    antwortet
    Hier ist übrigens noch eine kleine Liste von Restaurants, die ihre Weinkarte auf dem ipad verfügbar machen: http://www.jancisrobinson.com/articles/a20110625.html

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  • QWERTZ
    antwortet
    Solche zuletzt beschriebenen Konzepte sind sicher Auswüchse einer Entwicklung, die ihre Zeit haben und die vorüber gehen. Manches wird in abgeschwächter Form vielleicht bleiben. Der weihnachtliche Besuch der Verwandtschaft hat mich mal wieder daran erinnert, das selbst das Internet noch durchaus nennenswerte Kreise der Bevölkerung nicht erreicht oder allenfalls punktuell gestreift hat und das sind nicht nur Rentner, sondern durchaus auch Berufsgruppen, in denen das Arbeiten mit dem Netz allenfalls in Randaspekten eine Rolle spielt. Entsprechend anders ist der Umgang mit dem www.

    Warum soll eine Speisekarte als Tablet-PC keine Chance haben? Gerade in größeren Restaurants, in denen es eh nicht um eine größere Beratung geht, sehe ich da Vorteile, oder eben als Ersatz einer dicken, schweren und unhandlichen Weinkarte in der gehobenen und der Spitzengastronomie. Das kann demjenigen, der gezielt etwas such helfen und das Stöbern erleichtern. Wer ziellos sucht, wird weiter eine persönliche Beratung brauchen. Wie bei jeder neuen Technik oder Anwendung kommt es auf den durchdachten Einsatz an, der die Stärken einer Neuerung nutzt. Wenn sie nur wegen des reinen Effekts eingesetzt wird, dann ist eine Neuerung nur eine Mode.
    Zuletzt geändert von QWERTZ; 27.12.2011, 21:17.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Zitat von rocco Beitrag anzeigen
    Sommeliers und Kellner werden da durch "Stewards" ersetzt, die auf Knopfdruck kommen.
    Ganz ohne "Steward" kommt man inzwischen in Nürnberg aus (ebenso in HH). Im 'sBaggers schweben die elektronisch bestellten Speisen über ein "futuristisches Schienensystem" an die Tische. Auch nicht ganz meine Welt.

    Grüße, mk

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  • rocco
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    Ich spinne das mal weiter:

    Nachdem sich die Weinkarte auf dem iPad etabliert hat, wird auch die Speisekarte dort geladen. Unverträglichkeiten und Abneigungen können eingetippt werden, häufig gestellte Fragen sind als FAQs hinterlegt, individuelle Fragen werden aus einem Call-Center via iPad beantwortet. Sommeliers und andere Restaurantfachkräfte sind aussterbene Berufsgruppen und werden bis auf weiteres nur noch zum Servieren und Nachschenken eingesetzt; ihre Stellen sind mit sogenannten "kw-Vermerken" (künftig wegfallend) versehen, da die Speisen demnächst individuell vom Tisch per iPad abgerufen werden können und mittels raffinierter Technik zum Gast befördert werden sollen. Getränkestationen werden zur Zeit von der Industrie entwickelt und sollen dem Gast die Möglichkeit geben, nach Order per iPad eine Art Selbstbedienung auf technisch höchstem Niveau durchzuführen.

    Wie heute schon teilweise per Smartphone findet Kommunikation unter den Gästen und mit Externen nur noch per iPad statt. Es herrscht eine entspannte, ruhige Atmosphäre im Restaurant, die nur durch gelegentliche Gefühlsregungen der Gäste und unmotiviertes Geschirrgeklapper gestört wird. Für die Lösung dieser Probleme wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung eines Informatikers eingesetzt.

    Schöne neue Welt!
    Werter merlan,

    interessanterweise beschreiben Sie nahezu exakt ein Konzept, welches mir just heute von Freunden aus Düsseldorf berichtet wurde: http://www.rp-online.de/region-duess...lner-1.1336499. Sommeliers und Kellner werden da durch "Stewards" ersetzt, die auf Knopfdruck kommen. Schade, in dem Vorgängerrestaurant am gleichen Standort (Kytaro) habe ich mich früher immer sehr wohl gefühlt - gerade wegen der nicht immer, aber meist vorhandenen Herzlichkeit des Serviceteams. Per Knopfdruck einen "Steward" zu rufen hingegen, steht für mich auf einer Ebene mit Fingerschnippen und "Ober" rufen. In so ein Restaurantkonzept würden mich keine zehn Pferde treiben.

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  • Morchel
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen

    Wie heute schon teilweise per Smartphone findet Kommunikation unter den Gästen und mit Externen nur noch per iPad statt.
    Guten Abend!

    Mich stört immer noch der Bezug auf iPad oder Smartphone. Letztlich sind das ja nur Marken. Es geht doch eigentlich darum, wie sehr die virtuelle Kommunikation auch in Zukunft die Gastronomie betreffen wird. Egal, auf welcher Hardware sie dann stattfindet. Und ja, Merlan, ich gebe Ihren "düsteren" Zukunftsprognosen ein Stück weit recht. Fahren Sie mal zu Schülerzeiten U-Bahn, und dann sehen Sie, wie da überwiegend kommuniziert wird. Mit Musikstöpseln im Ohr und wildem Getippe.

    Das ist ein Trend der Zeit, der im Moment in meinen Augen in einem gewissen Übergang ist. Aber ich geb Chess schon recht, dauerhaft wird sich die Gastronomie da nicht verschließen können. Ich kann mir vorstellen, ohne es verifiziert zu wissen, dass bei manchen, im eher jungendlichen Kreis angesagten, Restaurants inzwischen die Facebook-Präsenz deutlich wichtiger ist als die Website. Wer sich beidem verschließt, setzt in meinen Augen auf eine langfristig aussterbende Klientel.

    Man kann das beurteilen, wie man mag. Allerdings sollte man in meinen Augen ein wenig unterscheiden zwischen Informationen, die zukünftig wohl eher online bereit gestellt werden und der tatsächlichen Beratung. Ich schätze mal, da wird auch noch etwas länger der Mensch gefragt sein.

    Einen Gruß
    M.

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  • chess
    antwortet
    ja, das ist leider (!) wie die Schreibmaschine zum Computer, wie das Gespräch/die Post zum Forum (hier!), wie die Zeitung ins soziale Netzwerk (bin in KEINEM!) etc. Das mag gefallen oder nicht, aber es wird so kommen oder auch nicht, denn Zeitungen/Zeitschrifen liest man auch heute noch. Schaun mer mal :-)
    KG Chess

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  • merlan
    antwortet
    Ich spinne das mal weiter:

    Nachdem sich die Weinkarte auf dem iPad etabliert hat, wird auch die Speisekarte dort geladen. Unverträglichkeiten und Abneigungen können eingetippt werden, häufig gestellte Fragen sind als FAQs hinterlegt, individuelle Fragen werden aus einem Call-Center via iPad beantwortet. Sommeliers und andere Restaurantfachkräfte sind aussterbene Berufsgruppen und werden bis auf weiteres nur noch zum Servieren und Nachschenken eingesetzt; ihre Stellen sind mit sogenannten "kw-Vermerken" (künftig wegfallend) versehen, da die Speisen demnächst individuell vom Tisch per iPad abgerufen werden können und mittels raffinierter Technik zum Gast befördert werden sollen. Getränkestationen werden zur Zeit von der Industrie entwickelt und sollen dem Gast die Möglichkeit geben, nach Order per iPad eine Art Selbstbedienung auf technisch höchstem Niveau durchzuführen.

    Wie heute schon teilweise per Smartphone findet Kommunikation unter den Gästen und mit Externen nur noch per iPad statt. Es herrscht eine entspannte, ruhige Atmosphäre im Restaurant, die nur durch gelegentliche Gefühlsregungen der Gäste und unmotiviertes Geschirrgeklapper gestört wird. Für die Lösung dieser Probleme wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung eines Informatikers eingesetzt.

    Schöne neue Welt!

    Beunruhigte Grüße, Merlan :heulen:

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