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Der Wein schmeckt mir nicht!

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  • Der Wein schmeckt mir nicht!

    Was tun, wenn der im Restaurant bestellte Wein nicht den Erwartungen des Gastes entspricht? Er hat vielleicht zu viel Restsüße oder der Würzton ist zu intensiv. Wie reagieren Sommeliers in guten Häusern, wenn der Gast die Flasche zurückgeben und eine andere Flasche bestellen möchte. Dass der Gast kein Recht auf Umtausch hat, ist klar; aber ist hier eine gewisse Kulanz des Sommeliers üblich?

    Schönen Gruß, Merlan

  • #2
    Hatten Sie dazu gerade ein Erlebnis?

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    • #3
      Zitat von merlan Beitrag anzeigen
      Was tun, wenn der im Restaurant bestellte Wein nicht den Erwartungen des Gastes entspricht? Er hat vielleicht zu viel Restsüße oder der Würzton ist zu intensiv. Wie reagieren Sommeliers in guten Häusern, wenn der Gast die Flasche zurückgeben und eine andere Flasche bestellen möchte. Dass der Gast kein Recht auf Umtausch hat, ist klar; aber ist hier eine gewisse Kulanz des Sommeliers üblich?

      Schönen Gruß, Merlan
      Abgesehen von den Fällen wo mir der Sommelier den Wein geradezu aufgedrängt hat bzw mich überredet hat ihn trotz einer von mir geäußerten Aversion zu trinken (das kommt dann in aller Regel mit Rücknahmegarantie) würde ich nie auf die Idee kommen einen Wein zurückzugeben den ich bestellt habe. Manchmal kommt es vor dass ein Sommelier das Missfallen merkt und anbietet den Wein zurückzunehmen um ihn dann zB glasweise zu verkaufen. Aber das würde ich ganz sicher nicht von mir aus anregen oder verlangen (was ja beim "zurückgeben" gewissermassen impliziert wird). Und dann muss das Trinkgeld dicke sein. Ansonsten heisst es imho trinken, oder mitnehmen und für jetzt was anderes bestellen.

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      • #4
        - manchmal hilft eine abwartende Haltung, womöglich entwickelt sich ja der Wein zum Essen
        - wenn nicht, dann sind mir die italienischen Ober am liebsten. Schmeckt nicht? Machen wir andere Flasche auf
        - dieses Vorgehen wünschte ich mir auch in einer deutschen Kneipe. Liegt die Flasche so zwischen zwanzig und vierzig Euro, will ich den Restaurateurs dieses Vorgehen auch dringend empfehlen
        - falls dies nicht so ist, laß ich mir, wie glauer empfiehlt, den Wein einpacken und bestelle eine andere Flasche
        - was aber, wenn ich, ausnahmsweise, höher gezogen habe und nun an der Miene des Somm erkenne, daß es schwierig wird, diesen Wein offen auszuschenken? Dann lass' ich mir die Flasche einpacken und bestelle einen anderen Wein
        - was ich nicht mache: einen Wein, auf den ich keine Lust habe, trotzdem zu trinken
        - was ich erst recht nicht mache ist, mir wegen einer so leicht zu behebenden Geringfügigkeit das Essen beeinträchtigen zu lassen.
        Gruß
        s.
        PS: die letzten beiden Punkte gelingen mir merkwürdigerweise nicht immer, aber ich hätte gerne, das sie das täten

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        • #5
          Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
          Hatten Sie dazu gerade ein Erlebnis?
          Ich hatte aus der Weinkarte einen deutschen Weißwein für knapp 50 € bestellt, aber leider nicht darauf geachtet, dass der Zusatz "trocken" fehlte. Meine Schuld, ganz klar! Nach dem Probieren wurde schnell klar, dass wir einen Wein mit einer so hohen Restsüße nicht zu unserem Menü trinken wollten. Wir haben dies dem Sommelier erklärt und ihn gebeten, uns davon nicht weiter nachzuschenken, sondern uns einen "schönen Trockenen" zu bringen. Das tat der Sommelier auch und servierte uns auch einen sehr angenehmen Tropfen. Vom "Süßling" war fortan nicht mehr die Rede. Gut so!

          Auf der Rechnung waren beide Weine mit vollem Preis ausgewiesen, was rechtlich sicherlich absolut korrekt ist. Ich frage mich nur, ob ich hier nicht eine kleine kulante Geste hätte erwarten dürfen. So blieb das liebliche Tröpfchen ungefragt beim Sommelier und der Gast etwas feinherb zurück.

          Und das ist doch das Blöde: An so etwas wird man sich immer erinnern! Aber das hat das gute Restaurant eigentlich nicht verdient.

          Schönen Gruß, Merlan
          Zuletzt geändert von merlan; 17.05.2016, 21:43.

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          • #6
            Ich habe ähnliches, wie glauer beschreibt, an Nebentischen auch schon erlebt. Wenn der Sommelier die Gäste in einen Wein praktisch "reingeschquatscht" hat und dann auch schon angeboten ihn ggf. zu tauschen, geschah dies in einem von mir beobachteten Fall selbstverständlich.

            Haben Sie den Süßling denn dann mit nach Hause genommen? Dies anzubieten wäre nämlich dann eine aus meiner Sicht die "goldene Brücke" gewesen.

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            • #7
              Zitat von merlan Beitrag anzeigen
              Auf der Rechnung waren beide Weine mit vollem Preis ausgewiesen, was rechtlich sicherlich absolut korrekt ist.
              Und der erste Wein wurde nicht zur Mitnahme bereitgestellt? Und keine Warnung beim Bestellen er könne etwas süß für das Essen sein?
              Ersteres finde ich völlig unakzeptabel, die Pulle müsste ungefragt eingepackt und an den Tisch gestellt werden. Oder zumindest gefragt ob das der Wunsch sei.
              Zweiteres klingt auch nicht optimal, von wie viel Restsüße sprechen wir denn?

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              • #8
                Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                Und der erste Wein wurde nicht zur Mitnahme bereitgestellt? Und keine Warnung beim Bestellen er könne etwas süß für das Essen sein?
                Weder noch!

                Ich weiß nicht genau, wieviel Restsüße der Wein hatte, aber in der Karte war er nicht einmal als "feinherb" ausgewiesen. Auf Nachfrage erklärte der Sommelier, dass er schon eine "ordentliche Restsüße" habe, aber er sei ja schließlich in der Karte auch nicht als "trocken" ausgewiesen. Ja, richtig, unser Fehler! Ist mir noch nie passiert, aber ich habe nicht darauf geachtet!

                Mit der Bitte um einen schönen trockenen Wein nahm er die Flasche mit und brachte uns einen sehr gut trinkbaren Tropfen. Das war´s!

                Ich bin auch der Meinung, dass der Sommelier bei der Bestellung hätte nachfragen sollen, ob wir zu einem anspruchsvollen Menü tatsächlich einen "lieblichen" Wein trinken wollen.

                Schönen Gruß, Merlan

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                • #9
                  Mal abgesehen von dem beschrieben no go der einbehaltenen Flasche, würde mich mal interessieren wie groß den der Altersunterschied zwischen Ihnen und dem Sommelier war. Ich stelle bei 20 Jahren Altersunterschied immer mehr fest, das ich als bekennender "trocken" Trinker diese Weine kaum noch angeboten bekomme. Vielleicht war für den Sommelier der erste gut trinkbar und der zweite Wein einfach sauer?

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                  • #10
                    Ich hatte bisher schon öfter erlebt, dass die Sommeliers mir etwas empfehlen, und von vornherein sagen, wenn es mir nicht zusagen sollte, fänden wir sicher eine andere Lösung.

                    Zuletzt hatte ich das Erlebnis in Paris, da hatte der Wein einen ziemlich strengen Böckser, irgendwie so in Richtung Sauerkraut, und es fiel mir schwer, das auf französisch auszudrücken, was mir daran nicht gefiel. Sonst hätte ich gefragt, ob das charakteristisch für den Wein ist und sich das evtl. gibt, wenn er länger offen ist, aber in dem Fall war es mir dann lieber, eine andere Flasche zu bestellen, und die wurde anstandslos ausgetauscht.

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                    • #11
                      Doch nochmal kurz zum eigentlichen Thema zurück, und das ist ja nicht der Grad der Süße eines Weines, der dem jeweiligen Gast gerade noch tolerierbar erscheint. Es geht vielmehr um ein rein subjektives Erleben eines Essers, der mit dem ursprünglich ausgewählten Wein nicht zufrieden ist.
                      Was würde eigentlich passieren, wenn dem Gast der Hauptgang des Menüs, obwohl tadellos zubereitet, nicht schmecken will? Beispiel: "Ich hatte mir diesen sündteuren spanischen Schweinebauch mit saftigem Muskelfleisch und knuspriger Kruste vorgestellt, und jetzt kommt da so ein Schwabbelfettlappen" "Aber genau dieses nussige Fett, das macht doch die Qualität dieses Fleisches aus" "Na, Mahlzeit, ich kann das nicht essen, sonst Galle"

                      So sehr wir die Großzügigkeit eines Lokals loben wollen, wenn souverän eine neue Flasche Wein geöffnet wird, bzw ein anderes Hauptgericht serviert wird., so muß einem auch klar sein, daß solche Aktionen den Gewinn des Betriebes minimieren. Und ich denke, daß in der heutigen Zeit die Restaurantleiter eine gewisse Strenge demonstrieren müssen, denn es droht ja die Gefahr - und nun steige ich gerne in Schneckes Generationenspiel ein - daß von diesen verzogenen frustrationsintoleranten Ichwillallesundzwarsofort-Pimpeln ein Dauerchaos hergestellt wird, huch, da is ja ne Muschel inner Sose (mit stimmhaftem s), ich hab doch Gluten, nein Chardonnay machichnich, abc, hab ich doch letztes Jahr schon gesagt ...

                      Das Ziel eines Restaurants sollte sein, daß der Gast die Pinte mit einem zufriedenem Grinsen verläßt. Bei den Gästen, an deren Wiederkunft mir besonders gelegen ist, wäre ich dann einfach etwas großzügiger. Herrn Merlan hätt' ich also einfach eine zweite Flasche hingestellt und hätte versucht, die erste im offenen Ausschank zu verticken ... aber natürlich nur dann, wenn er seine charmante Frau mit dabei gehabt hätte.

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                      • #12
                        Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es ging mir nicht darum, dass aufgrund meines Fehlers ein Schaden beim Restaurant verbleibt. Nein, mir ging es lediglich um eine kulante Geste des Sommeliers, mit der man eine gewisse Nachsicht für den Irrtum des Gastes hätte zeigen können. Eine sehr großzügige Geste wäre es zum Beispiel gewesen, wenn der zurückgelassenen Wein nur zum Einstandspreis auf der Rechnung gestanden hätte. Ich glaube, ich hätte daraufhin sicherlich noch einen ordentlichen Digestif geordert und ein großzügiges Trinkgeld gegeben.

                        Schönen Gruß, Merlan

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                        • #13
                          Was war es denn nun für eine Flasche?

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                          • #14
                            Na, werter glauer, da sind Sie doch ganz nah dran: Es war die Flasche, die der Sommelier den "Sternefressern" als seine Entdeckung der letzten 12 Monate genannt hatte.

                            Sehen Sie, und so einen Quatsch merke ich mir! Die "Sternefresser" sind also schuld, zumindest mittelbar!

                            Schönen Gruß, Merlan
                            Zuletzt geändert von merlan; 19.05.2016, 19:17.

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                            • #15
                              Vielleicht sind auch die Trocken/Feinherb etc.-Abkürzungen als Kreissymbole eine schlechte Idee des Weinguts. Die übersieht man ja leicht.
                              http://lauer-ayl.de/wp-content/uploa...ks-symbole.pdf

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