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Der Wein schmeckt mir nicht!

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  • #16
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    Na, werter glauer, da sind Sie doch ganz nah dran: Es war die Flasche, die der Sommelier den "Sternefressern" als seine Entdeckung der letzten 12 Monate genannt hatte.

    Sehen Sie, und so einen Quatsch merke ich mir! Die "Sternefresser" sind also schuld, zumindest mittelbar!

    Schönen Gruß, Merlan
    Sie lesen scheinbar mehr als ich...

    Und so sehr ich die Lauerschen Weine auch mag, den hätte ich auch eher nicht zum Essen getrunken. In 10 Jahren vielleicht schon. Aber nach dem Essen auf der Hotelterrasse hätte man denn schon noch wegschlabbern können.

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    • #17
      "Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es ging mir nicht darum, dass aufgrund meines Fehlers ein Schaden beim Restaurant verbleibt"

      Nein, lieber Merlan, ich glaube, dieser Eindruck bestand bei niemandem. Aber ich geb' nun hier auf. Diese an sich interessante Eingangsfrage wird zu sehr durch eine Art Einzelfallanalyse verwässert.
      Gruß
      s.
      PS: vielleicht könnte man ja einen (gewiß hochinteressanten) Zweit-Pfad eröffnen mit dem Thema: wieviel Restsüße verträgt ein Menü.

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      • #18
        PPS: übrigens bin ich da deutlich undogmatischer als Herr Glauer. Zur Not hätt' ich zu diesem Menü das ganze Fass Nr. 8 auch alleine geknechtet

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        • #19
          Ich bin zum Glück noch nicht in die Situation gekommen, dass mir ein Wein (bestellte Flasche) zum Essen so gar nicht schmecken wollte. Außer im Rahmen von Weinbegleitungen. Und da sage ich dann auch, wenn ich einen Wein unterirdisch finde (dafür muss er aber auch wirklich unterirdisch sein). Das Beispiel zeigt für mich aber mal wieder, dass viele Sommeliers (es gibt natürlich auch viele sehr gute) einfach erstens zu wenig Ahnung und zweitens zu wenig Kommunikationsbereitschaft haben. In dem Fall muss der Sommelier klar sagen: "Sie wissen schon, dass das ein fruchtiger Kabinett ist, oder?" Nach meiner Erfahrung fragen die Sommeliers viel zu selten, sondern folgen entweder still dem Gastwunsch ("der wird schon wissen, was er bestellt") oder nudeln gleich ihr Programm ab ("ich hab da was ganz heißes aus..."). Gute Sommeliers fragen: wie viele Flaschen insgesamt, welche Preisklasse, weiß und/oder rot oder rosé oder schäumend, eher fruchtbetont oder eher karg, lieber jung oder auch etwas gereift, usw. Clever gefragt kriegt ein guter Sommelier m.E. immer schnell raus, was ein Gast und seine Begleitung gut findet.

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          • #20
            Hier noch ein Beispiel für einen äußerst gelungenen Umgang mit einem Weinproblem, das schließlich gar keines war. Diese Zeilen schreibe ich auch in unverbrüchlicher kulinarischer Verbundenheit zu Herrn Merlan; und dies nicht nur, weil er als Thread-Eröffner aufgetreten war.

            Nach gut dreieinhalb Jahrzehnten Einkehr in Wasserliesch bei Scheid. S. selber arbeitet ja in Trier, aber auf Karte und Weinauswahl nimmt er immer noch Einfluß. Zum Cordon bleu bekommen wir Kohlrabigemüse à l'ancienne, leichte Einbrenne, wunderbare Cremigkeit, nichts übertrieben Knackiges, ich liebe das.
            Von JJP ein Graacher Himmelreich, 2011, Kabinett, Selection "Hubi" Scheid.
            Zum Nachtisch ein fruchtiger Wein, es gibt keine halben Flaschen. Wir wählen 2008 Bernkasteler Badstube Spätlese von der Witwe Thanisch. Gerne wolle man uns die beiden angetrunkenen Flaschen zum Mitnehmen einpacken.
            Die Badstube war sehr schön, konnte jedoch mit der Süße des Desserts nicht mithalten. Wir trinken also kaum etwas aus der Flasche.
            Nun Bedienung erscheint, ah, der Wein habe uns wohl nicht gefallen, Sie würde uns zwei Gläser berechnen und die Flasche zurücknehmen.
            Wir loben Sie ausführlich für diese großzügige Geste, wollen uns aber die Flasche nicht entwinden lassen.

            Tja, liebe Wirtsleute, zur Nachahmung nicht nur empfohlen sondern unbedingt angeraten

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            • #21
              Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen

              Tja, liebe Wirtsleute, zur Nachahmung nicht nur empfohlen sondern unbedingt angeraten

              wir haben nur 26 offen, handhaben es aber ähnlich. Schön war eine Runde die den Jahrgangswechsel mit der letzten Flasche schaffte. Die war irgendwie für das Ende zu frisch, es gab als Absacker und mit der klaren Anweisung etwas für mich in der Flasche zu belassen etwas gereifteres "von die Haus". Ich bin mir nicht ganz sicher aber von der dritten oder vierten laßen sie dann etwas zurück. Wein ist nicht nur ein Geschäft, es ist eine Lebenseinstellung.

              Gute Nacht
              Passsepartout

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              • #22
                Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                Wir wählen 2008 Bernkasteler Badstube Spätlese von der Witwe Thanisch.
                Ich bin leicht entsetzt. Ausgerechnet der Weinpedant mit solch einer nachlässigen Beschreibung die er sonst hier keinem durchgehen ließe...

                Welches Witwenweingut war es denn nun? Erben Müller-Burggraef oder Erben Thanisch.

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                • #23
                  Wwe. Dr. H. Thanisch Erben Thanisch
                  A.P.Nr. 2 576242 1 09

                  PS: Nutze Er die Gunst der Stunde und kaufe mit seinen über Nacht fettgewordenen Dollern fleißig fünfzehner Mosel. Selbst die Auslesen sind meist auf der Flasche - und teilweise schon ausverkauft

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                  • #24
                    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                    Nutze Er die Gunst der Stunde und kaufe mit seinen über Nacht fettgewordenen Dollern fleißig fünfzehner Mosel. Selbst die Auslesen sind meist auf der Flasche - und teilweise schon ausverkauft
                    Max Ferdinand Richter zieht bei den 15ern offenbar die Wurst vom Teller – und hat ja schon seit Jahr und Tag einen hohen (US-)Exportanteil.

                    Beste Grüße
                    Q.

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                    • #25
                      Selbst im fernen Las Vegas ist man auf die Weine von Wwe.Dr.H.Thanisch aufmerksam geworden (und bricht eine Lanze für den deutschen Riesling):

                      http://www.eatinglv.com/2016/06/i-kn...an/#more-41087.

                      Nur als der Verfasser darüber klagte, dass man in der Region nichts Gescheites zu essen bekomme und sich daher wünschte, 200km weiter westlich in Frankreich zu sein (es gab ja hier im Forum eine ähnliche Diskussion), habe ich mir erlaubt, etwas Werbung für das Sonnora zu machen ...

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                      • #26
                        Zitat von Mousseauchocolat Beitrag anzeigen
                        Selbst im fernen Las Vegas ist man auf die Weine von Wwe.Dr.H.Thanisch aufmerksam geworden (und bricht eine Lanze für den deutschen Riesling):
                        Ich wäre mir nicht so sicher dass die Amis diese Weine nicht eher früher als die Einheimischen zur Kenntnis genommen haben. Ich kenne die Verkaufszahlen der Wwe Thanisch Erben Thanisch nicht, aber sehr viele Moselwinzer mit ähnlichem Profil verkaufen deutlich mehr in die Staaten als nach D. Diese Weine waren ja eher megaout bei uns und sind es bis auf kleine Minderheiten in D auch immer noch.

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