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Wer ist der/die Beste?

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  • Wer ist der/die Beste?

    Liebe Forumianer,

    ein Thema vernachlässigen wir doch sträflich und wird immer nur nebenbei mal in Berichten gestreift: nämlich den Sommelier (wir verwenden aus Vereinfachungsgründen die männliche Form), der uns so oft zu wunderbaren Glücksmomenten verhilft.

    Aus unserer Sicht ist der Sommelier genau wie der Küchenchef oder der Chef de Service ein Aushängeschild jedes Toprestaurants und vor allem ein Grund wiederzukehren. Gerade bei den Mundschenks findet sich auch der von uns so sehr geschätzte polyglotte, souveräne und seniore Gesprächspartner, auf dem man sich auch auf "selbem" Niveau unterhalten kann und der einem in aller Regel spannende Geschichten rund um den Vino erzählen kann und im Idealfall perfekte Handwerkstechnik mit profundem Wissen garniert.

    Unsere TOP 3:

    Numero Uno (mit großem Abstand): Paula Bosch vom Tantris (bestes Know bei extrem souveräner Ausstrahlung und trotzdem angenehmer "Erdung") - nicht umsonst hat der Gault Millau seinen "Sommelier des Jahres" wegen ihr kreiiert.

    Nr. 2: Gebrüder Kieffer von der Residenz Heinz Winkler in Aschau: unvergleichlicher französischer Charme.

    Nr. 3 (schon mit Respektsabstand): Jürgen Giesel vom Aqua, von hoher Kompetenz, manchmal in Diskussionen mit dem Gast jedoch noch zu "ehrgeizig/belehrend".

    KG
    Chess
    Zuletzt geändert von chess; 05.02.2010, 09:07. Grund: Eigene unsachliche Formulierung rausgenommen.

  • #2
    Zitat von chess Beitrag anzeigen
    wir verwenden aus Vereinfachungsgründen die männliche Form
    Sorry, lieber chess, wenn ich zunächst neben der Hauptsache antworte!

    Zu obiger Floskel pflegt unsere Frauenbeauftragte immer zu sagen: "Ja, so sind die Kerle! Nehmen Sie doch aus Vereinfachungsgründen einfach die weibliche Form!"

    Ist ´was dran, oder?

    Beste Grüße, Merlan

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    • #3
      Zitat von merlan Beitrag anzeigen
      Sorry, lieber chess, wenn ich zunächst neben der Hauptsache antworte!

      Zu obiger Floskel pflegt unsere Frauenbeauftragte immer zu sagen: "Ja, so sind die Kerle! Nehmen Sie doch aus Vereinfachungsgründen einfach die weibliche Form!"

      Ist ´was dran, oder?

      Beste Grüße, Merlan
      Lieber Merlan,

      da hat sie Recht

      Man/Mann/Mensch ist aber tendenziell etwas faul und auf Vereinfachung aus ...

      Aber gut, ich ändere den Titel

      KG
      Chess

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      • #4
        auch das noch: wie ändere ich denn einen Titel?

        Mann und Technik

        KG
        Chess

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        • #5
          Ich würde (ohne eine Rangfolge aufzustellen) Stepane Gass (SChwarzwaldstube) und Sonja Schollenberger (Überfahrt) hinzufügen...

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          • #6
            Frau Schollenberger ist übrigens nicht mehr in der Überfahrt. Ihr Nachfolger ist nun Frank Glüer.
            mfg Hannes Buchner

            Kommentar


            • #7
              Zitat von chess Beitrag anzeigen
              Diese 3 sind aus unserer Erfahrung mit großem Abstand führend, gefolgt von vielen stets bemühten Jungspunden, denen aber der vinophile Alterungsprozeß noch sehr fehlt!

              Mit Verlaub, das finde ich wirklich arrogant und verletzend denen gegenüber, die sehr engagiert ihre Arbeit tun. Ich möchte mich von dieser Äußerung deutlich distanzieren.


              Ob sie geschlechterspezifisch korrekt formuliert war, finde ich persönlich ob des Inhalts ziemlich nebensächlich.

              Kommentar


              • #8
                Guten Abend,
                zu Ihrer Rangliste kann ich wenig sagen, da ich die beiden süddeutschen Adressen noch nicht besucht habe. Mir fällt aber aus, dass Sie eher das Auftreten beim Gast und Präsentation beschreiben, als vielleicht die Fähigkeiten der gekonnten Beratung bei der Auswahl des Flaschenweins, oder der Fähigkeit eine Weinbegleitung zusammenzustellen, die sowohl von den "Namen", Herkunftsregionen etc. spannend ist und gleichzeitig zum Essen mehr ist, als nur eine harmonische Kombination.
                Vielleicht sollten wir die Diskussion eher auf diese Aspekte lenken?

                Kommentar


                • #9
                  @ Morchel: ja zugegeben, die Wortwahl mag etwas zu provozierend und zu überzeichnend sein > sollte und soll aber auch zur Diskussion anregen. Es ist schon sehr erstaunlich, wieviele sehr junge Sommeliers gerade in Toprestaurants präsent sind. Diese mögen auch sehr gut ausgebildet sein, ich bezweifle aber nachdrücklich, dass man mit um die 30 (manchmal sogar noch jünger!) gerade als Sommelier (und insoweit anders als im Service) das für ein Toprestaurants (mit zB ** bis ***) notwendige profunde Know-How in der Weinkunde haben. Auch unsere Topköche brauchen ja durchaus einen gewissen "Reifeprozess" um ihr Spitzenniveau zu erklimmen.

                  @ Rochenflügel: Danke für die Umstellung des Titels!

                  Hatte übrigens noch einen Meister seines Fachs vergessen: Stephane Thuriot im Königshof gehört natürlich unter die TOP-Garde.

                  KG
                  Chess

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von chess Beitrag anzeigen
                    @ Es ist schon sehr erstaunlich, wieviele sehr junge Sommeliers gerade in Toprestaurants präsent sind. Diese mögen auch sehr gut ausgebildet sein, ich bezweifle aber nachdrücklich, dass man mit um die 30 (manchmal sogar noch jünger!) gerade als Sommelier (und insoweit anders als im Service) das für ein Toprestaurants (mit zB ** bis ***) notwendige profunde Know-How in der Weinkunde haben.
                    Derart pauschale Aussagen über junge Sommeliers halte ich nicht für besonders hilfreich. Immerhin kann man mit 30 die Prüfung zum Master Sommelier bestehen

                    http://www.hendrikthoma.de/sites/profil.html

                    Zwei der von Ihnen genannten ist es gelungen, mir je einen Besuch im entsprechenden Restaurant zu - sagen wir einem weniger gelungenen Erlebnis zu wenden. Bei der Weinberatung fühle ich mich z.B. in den ***-Restaurants in Bergisch Gladbach wesentlich wohler.

                    Zeitblom
                    Zuletzt geändert von Zeitblom; 05.02.2010, 11:04.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
                      Derart pauschale Aussagen über junge Sommeliers halte ich nicht für besonders hilfreich. Immerhin kann man mit 30 die Prüfung zum Master Sommelier bestehen

                      http://www.hendrikthoma.de/sites/profil.html

                      Zwei der von Ihnen genannten ist es glungen, mir je einen Besuch im entsprechenden Restaurant zu - sagen wir einem weniger gelungenen Erlebnis zu wenden. Bei der Weinberatung fühle ich mich z.B. in den ***-Restaurants in Bergisch Gladbach wesentlich wohler.

                      Zeitblom
                      @Zeitblom, Morchel: okay, überzeugt > Formulierung ist untauglich und werde ich rausnehmen. Wenn man Fehler macht, muss man diese schließlich auch zugeben und korrigieren!

                      KG
                      Chess

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                      • #12
                        Das freut mich, Chess.

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                        • #13
                          Guten Morgen,

                          Zitat von chess Beitrag anzeigen
                          Es ist schon sehr erstaunlich, wieviele sehr junge Sommeliers gerade in Toprestaurants präsent sind.
                          Ich finde es überhaupt nicht erstaunlich, dass der Altersdurchschnitt so niedrig ist - schließlich gelten die wesentlichen Rahmenbedingungen der Arbeit in einem (Spitzen-)Restaurant (Arbeitszeiten, Gehalt etc.) auch für Sommeliers und Sommelièren.

                          Zu einem der von Ihnen genannten Sommeliers genügt mir bislang tatsächlich schon das, was ich hier im Forum über sein Wirken gelesen habe, um mich von einem Restaurantbesuch abzuhalten.
                          Herrn Gass in der Schwarzwaldstube habe ich als extrem souverän und angenehm empfunden. Susanne Spies - seinerzeit bei Bühner - überzeugte mich auch. Und auch Thomas Ritter bei Steinheuer.

                          Grüße,
                          Q.

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                          • #14
                            Ich dreh den Spieß mal um.
                            Ich kann mich kaum erinnern in einem **-*** Restaurant einmal einen schlechten Sommelier(e) erlebt zu haben. So gut wie immer war ich mit der Weinauswahl zufrieden. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich zuwenig von Wein verstehe.
                            Das selbe gilt für die Serviceleiter. Auch hier zumindest immer so, dass ich zufrieden war. Natürlich gibt Unterschiede im Detail. Aber das ist ja auch gut so.
                            Auch im *-Sterne-Bereich gibt es viele Restaurants mit tollen Kräften (Burg, Admira) und wenn es die Ehefrauen oder Schwestern sind (Phillipp, Adler Rosenberg, Raubs).

                            Zwei allerdings ragen für mich heraus:
                            Gerald Lindlbauer (oder so ähnlich), der lange Jahre bei Obauers tätig war. Er war eine Klasse für sich. Leider nicht mehr aktiv.
                            Und der unvergessene Herr Sandvoss (leider verstorben).

                            Gruß!

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                            • #15
                              Guten Morgen,

                              gerne schließe ich mich quartalsesser an und nenne ebenfalls Stephane Gass von der Schwarzwaldstube. Er kann nicht nur aus einem sehr reich bestückten, über Jahre gewachsenen Weinkeller schöpfen, sondern weiß auch immer wieder mit Neuentdeckungen zu überraschen. Hinzukommt seine Freundlichkeit und sein Respekt vor dem Gast, der ihn trotz seiner großen Sachkenntnis und Erfahrung auch akzeptieren lässt, wenn der Gast einer Empfehlung nicht folgt oder gar Kritik äußert. Auch die Gebrüder Kieffer in Aschau habe ich als sehr kompetente Sommeliers und menschlich angenehme Gesprächspartner erlebt. Ob es allerdings wirklich an der französischen Herkunft liegt? Nun, wenn ich mich mancher Begegnung mit französischen Sommeliers in Frankreich selbst erinnere, könnten mich da gewisse Zweifel beschleichen...
                              Eine Bemerkung noch zur Frage des Alters: Ich erwarte von seitens des Sommeliers Hilfestellung hinsichtlich der Abstimmung zwischen den gewählten Gerichten und der auf der Weinkarte (oder in der Hinterhand) zur Verfügung stehenden Weinen. Das erfordert eine genaue Kenntnis bezüglich der Gerichte und der auf der hauseigenen Weinkarte aufgeführten Weine. Darum erschließt sich mir nicht ganz, warum diese Fähigkeit eine Frage des fortgeschrittenen Alters sein soll. Gerade jüngere Sommeliers scheinen mir manchmal auch wagemutiger zu sein, was mir schon interessante Aha-Erlebnisse der positiven Art beschert hat.

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