Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Restsüßer Riesling

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Restsüßer Riesling

    Leider habe ich erst vor knapp einem Jahr den Wein für mich entdeckt. Nach dem Probieren einiger Weine konnte ich schon ein wenig ausmachen, wie ein Wein sein sollte der mir schmeckt und was ich nicht so gerne mag. Leider fällt es mir immer recht schwer in einem Restaurant einen Wein zu finden, der zu meinem Geschmackswunsch passt, da ich mich eben mit den verschiedenen Winzern und Jahrgängen nicht wirklich auskenne. In Restaurants ohne Sommelier ist dann leider die Beratung auch nicht immer so detailiert, dass man den richtigen Wein findet. Teilweise sind ja auch dort die Weinkeller relativ umfangreich bestückt. Ich hatte gehofft, dass Sie mir vielleicht einige deutsche Weine empfehlen könnten, die zu meiner Beschreibung passen.

    Der säuerliche, leicht bittere Geschmack, den man im ersten Moment schmeckt, sollte nicht zu stark, sondern eher mild und fruchtig sein. Anschließend sollte im Abgang eine gewisse Restsüße zu schmecken sein. Bei Weinen mit kaum Restsüße empfand ich den Geschmack gegen Ende des Schlucks am Gaumen eher als unangenehm, weil die herbe Note vom Anfang irgendwie länger anhält. Zusammengefasst suche ich einen milden, fruchtigen Weißwein mit schmeckbarer Restsüße. Auch Rotweine kämen in Frage, von denen hat mir bisher aber noch keiner wirklich gut geschmeckt.

    Folgender Wein traf meinen Geschmack bisher am besten:

    2004 Riesling, Ziliken, Mosel, trocken, 8% (obwohl trocken ausgezeichnet mit sehr angenehmer Restsüße)

    Ebenfalls gut, aber für mich subjektiv nicht ganz so harmonisch wie der obere war folgender Wein:

    2009 Riesling, Winniger Domgarten, Heddesdorf, Mosel, fruchtsüß

    Für jeglichen Input wäre ich Ihnen sehr dankbar.

  • #2
    Lieber MichaelStromberg,
    obwohl Ihre Ausführungen ziemlich präzise sind und ich Wein für mich schon länger entdeckt habe, glaube ich, dass das ein sehr schweres Unterfangen ist, Ihnen Empfehlungen zu geben, außer der Feststellung, dass der Mosel-Typ mit meist hoher Säure und etwas mehr Restsüße Ihnen wohl (derzeit) zusagt. (Ich bin mir sicher, mit mehr Erfahrung, wird sich ihr Geschmackshorizont erweitern).

    Aber wichtiger, als konkrete Weinempfehlungen, wäre für mich die Frage: wie nähern Sie sich weiter der Weinwelt. Meine Erfahrung ist, dass es wenig weiterhilft, wild herum zu probieren. Versuchen Sie es in Restaurants weiter mit (Mosel)-Rieslingen, wenn nicht vorhanden weichen Sie auf andere Regionen, oder mal einen Grau- oder Weißburgunder aus.
    Noch schöner wäre es natürlich, wenn Sie mal an die Mosel fahren könnten und ein paar Winzer direkt besuchen würden. Es ist sehr interessant zu schmecken, wie etwa die gleichen Lagen bei unterschiedlichen Winzern schmecken. Ich persönlich habe mich so der Weinwelt genähert, dass ich mich sehr in eine Region (bei mir ist es die Pfalz) reingewühlt habe. Da traue ich mir eine Art von Laien-Kennerschaft zu, bei anderen deutschen Regionen bin ich einigermaßen im Bilde, aber was darüber hinaus geht --- Böhmische Dörfer ---. Aber weil sich meine Zunge nun seit Jahren an den feinen Unterschieden zwischen einem Riesling Forster Pechstein und Forster Kirchenstück abgearbeitet hat, kann ich auch mir unbekannte Weine einigermaßen gut erfassen, nur eben - aufgrund des fehlenden Überblicks - nicht in die Qualität einer Region einstufen. Für mich ist dieser Weg, den ich weiter beschreite, ein sehr schöner, um das Weinwissen ständig zu erweitern und einigermaßen unbefangen an Neues heranzugehen. Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten, den Weingeschmack zu schulen, aber das wäre mein Vorschlag.
    Zuletzt geändert von QWERTZ; 12.07.2011, 23:45.

    Kommentar


    • #3
      Lieber MichaelStromberg,

      die Empfehlung von QWERTZ kann ich unterstreichen. Ich möchte als Einstiegsgebiet den Mittelrhein vorschlagen: dort haben Sie bei vielen Produzenten die ganze Bandbreite der Stilarten von trocken auf der tendenziell gefälligen Seite (nicht salzig-mineralisch trocken) über halbtrocken/feinherb (vielleicht ist das Ihr bevorzugter Stil) bis schlank-restsüß (Kabinett aus kühleren Jahren wie 2008). Das Gebiet ist recht klein, d.h. Sie haben schnell einen Überblick. Nicht zuletzt können Sie hier eine Menge probieren, ohne arm zu werden.

      Ein paar Erzeugerempfehlungen sind: Weingart, Matthias Müller, Dr. Randolf Kauer, Villa Riesling, Bastian und - wenn Sie noch mehr Auswahl brauchen - Toni Jost, Didinger, Ratzenberger. Immer interessant ist z.B. eine Gegenüberstellung der Rieslinge aus dem Bopparder Hamm und den dortigen Einzellagen (Ohlenberg, Engelstein, Feuerlay) von Weingart und Müller.

      Kommentar


      • #4
        Hallo MichaelStromberg,

        die Hinweise meiner Vorredner kann ich nur unterstreichen.

        Letztlich kommt man um reichlich Probieren nicht umhin (schreckliche Sache - das) .

        Riesling hat die schöne Eigenschaft, dass er in jedem Süßegrad und jedem Alter tolle Weine hervorbringen kann.
        Oft werden bei trockenen Rieslingen die gesetzlichen Vorgaben ausgereizt, also Zuckerwerte bis an die Grenze zum halbtrockenen Wein eingestellt (stark vereinfacht gesagt von 9 gr. Restzucker). Insofern sind oft auch trockene Weine schmeckbar süß (hierüber könnte man auch lange und breit diskutieren, aber nicht unbedingt hier).

        Wie kommt man nun an neue Weine heran:

        Im Restaurant:
        Äußern Sie an den SommelierE den Wunsch einer Süßweinbegleitung, das spornt diese an. Wir haben das schon gemacht und man sollte gar nicht meinen, wie oft man, auch und gerade zum Essen, tolle Erlebnisse mit süßen Weinen haben kann.

        Weinveranstaltungen:
        Gerade an der Mosel werden Sie auf Weinverkostungen immer auch mehr als nur trockene Weine antreffen. Es gibt Unmengen an Weinproben, z.B. bieten viele Orte Jungweinproben an, in denen der neue Jahrgang vorgestellt wird. Es gibt auch Versteigerungsweinproben bei denen die meisten Weine vorab probiert werden können (VDP, Kleiner Ring an der Mosel). Mittelrheinweinforum am 5. und 6. November in Bonn wäre auch eine Gelegenheit – es sind auch Winzer von der Ahr vertreten und da wird wahrscheinlich auch der eine oder andere halbtrockene Rotwein zu verkosten sein.
        Meist sind so 20 – 25 Euro Eintritt zu berappen, die sich in der Regel lohnen.
        Der VDP streut seine Präsentationen über das gesamte Bundesgebiet.

        Beim Winzer:
        Den Wein beim Winzer zu probieren und so mit dem Erzeuger ins Gespräch zu kommen, mit Hintergrundinformationen versorgt zu werden, ist immer empfehlenswert. Mit der Zeit kommen da auch einige Anekdoten zusammen (Spruch eines Winzers nach schon längerem Gespräch: „oder halte ich sie auf?“).
        In manchen Orten gibt es die Möglichkeit Weine von mehreren Winzern zu probieren (z.B. bietet die Vinothek in Winningen einen schönen qualitätsorientierten Querschnitt der ortsansässigen Winzer zur Verkostung an).
        Also vielleicht einfach mal einen (Kurz-)Urlaub investieren.
        Die von Rocco empfohlenen Weingart und Müller haben
        a) Ein sehr vernünftiges Preisgefüge
        b) Sehr kundenfreundliche Öffnungszeiten und
        c) Liegen nur rd. 200 Meter auseinander

        Lassen Sie sich nicht beirren von Leuten die Ihnen einreden wollen, ein Wein muss trocken sein.
        Ich trinke heute noch Riesling in allen Süßegraden – es muss nicht immer trocken sein. Warum sich selber einschränken?
        Der beste Experte für ihren eigenen Geschmack sind immer noch sie selber. Aber bitte offen sein und immer auch mal einen trockenen Wein probieren – Sie werden auch da auf den Geschmack kommen.

        Ein ganz wichtiger Hinweis:
        Kaufen Sie nie mehr als zwei Flaschen von einem Wein. Gerade in der Findungsphase ist man oft von einem Wein begeistert – vielleicht auch noch aufgrund eines tollen Preis-Genuss-Verhältnisses – und schon füllt sich der Keller.
        Aber der persönliche Geschmack ändert sich rasant und nach einem Jahr holt man einen Wein aus dem Keller und man fragt sich „warum um alles in der Welt habe ich den gekauft; so toll ist der aber nicht“ – tja, was macht man dann mit den restlichen 4 Flaschen im Keller.
        Und wenn ein Wein sie komplett überwältigt, Worte zu gering sind um dieses Wunderwerk der Winzerkunst zu beschreiben, - dann, aber auch nur dann – kaufen Sie halt 3 Stück.
        Ich halte das heute auch noch so, da der nächste phantastische Wein auch nur eine Verkostung entfernt ist. Habe diesen Tipp ebenfalls bekommen und fahre damit gut.
        Spätestens jetzt müsste irgendwer den Einwand bringen: und was ist mit Gästebewirtung? Ich habe meine Gäste „erzogen“ und die freuen sich, wenn sie viele verschiedene Weine verkosten dürfen.


        Viel Spaß mit Wein

        Gruß
        Fluenz

        Kommentar


        • #5
          Zitat von fluenz Beitrag anzeigen
          Ein ganz wichtiger Hinweis:
          Kaufen Sie nie mehr als zwei Flaschen von einem Wein. Gerade in der Findungsphase ist man oft von einem Wein begeistert – vielleicht auch noch aufgrund eines tollen Preis-Genuss-Verhältnisses – und schon füllt sich der Keller.
          Aber der persönliche Geschmack ändert sich rasant und nach einem Jahr holt man einen Wein aus dem Keller und man fragt sich „warum um alles in der Welt habe ich den gekauft; so toll ist der aber nicht“ – tja, was macht man dann mit den restlichen 4 Flaschen im Keller.
          Und wenn ein Wein sie komplett überwältigt, Worte zu gering sind um dieses Wunderwerk der Winzerkunst zu beschreiben, - dann, aber auch nur dann – kaufen Sie halt 3 Stück.
          Grundsätzlich halte ich das auch so (wobei ich meist 3 Flaschen nehme, und wenn mich etwas begeistert, dann vier, aber egal...) Aber mit größerer Erfahrung empfehle ich, auch mal sechs Flaschen zu kaufen und sie mit gößerem zeitlichen Abstand zu öffnen, um mitzuerleben , wie sich Weine, die vielleicht eine gewisse Lagerfähigkeit haben, über die Jahre entwickeln. Aber das ist vielleicht ein Projekt, dass sich lohnt, wenn sich der Geschmack etwas gefestigt hat.
          Zuletzt geändert von QWERTZ; 13.07.2011, 14:35.

          Kommentar


          • #6
            Lieber QWERTZ,

            ich bekenne, daß auch ich ab und an mehr Flaschen kaufe, aus gleichem Grunde wie Sie, um sie einzulagern und über die Zeitachse zu beobachten.
            Wie sie aber richtig anmerken, steht das eher nicht am Anfang der Karriere.
            Um ein Gespür für die Reifeprozesse zu bekommen, vielleicht gezielt in Restaurants nach gereiften Weinen fragen oder den Weinhändler des Vertrauens oder den Winzer nach der Schatzkammer fragen (Martin Müllen hat z.B. jedes Jahr eine Präsentation gereifter Rieslinge und jetzt im Juli zum 20-jährigem Bestehen auch eine Verkostung von 20 Jahren Riesling).

            Gruß
            Fluenz

            Kommentar


            • #7
              Vielen Dank für Ihre ausführliche Hilfe. Dürfte ich auch noch nach Empfehlungen zu Winzern an der Mosel fragen? Da ich dort öfter vorbeikomme, würde sich sicher mal die Gelegenheit für eine kleine Weinexpedition bieten.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von MichaelStromberg Beitrag anzeigen
                Vielen Dank für Ihre ausführliche Hilfe. Dürfte ich auch noch nach Empfehlungen zu Winzern an der Mosel fragen? Da ich dort öfter vorbeikomme, würde sich sicher mal die Gelegenheit für eine kleine Weinexpedition bieten.
                Da gibt es viele verschiedene Varianten. Wenn ich persönlich gerade ein paar Tage Zeit hätte, um an die Mosel zu fahren, würde ich nach Traben-Trabach fahren und dort in der Nähe die Weingüter Weiser-Künstler, Martin Müllen (schon erwähnt), Melsheimer und Immich-Batterieberg besuchen, vielleicht auch noch Vollenweider.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von MichaelStromberg Beitrag anzeigen
                  Vielen Dank für Ihre ausführliche Hilfe. Dürfte ich auch noch nach Empfehlungen zu Winzern an der Mosel fragen? Da ich dort öfter vorbeikomme, würde sich sicher mal die Gelegenheit für eine kleine Weinexpedition bieten.
                  Wir waren gerade an der Mosel, empfehlen kann ich die Vinothek in Bernkastel Kues. Für 15 € Eintritt kann man in den Kellergewölben 130 verschiedene Weine probieren, von trocken, halbtrocken bis lieblich. Da sind auch viele bekannte Namen dabei, z.B. Dr. Loosen, S.A. Prüm, Dr. Pauly-Bergweiler, Dr. H. Thanisch

                  Winzer haben wir nur wenige besucht, empfehlen kann ich das Weingut Karl Erbes in Ürzig und Geller-Steffen in Wehlen.

                  Ich schätze auch die Weine vom
                  Weingut Albert Kallfelz in Zell,
                  Weingut Markus Molitor in Wehlen und
                  Weingut Van Volxem in Wiltingen / Saar.

                  Sonst kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, möglichst viel probieren. Z.B. Mövenpick Wein veranstaltet regelmäßg Proben, vielleicht ist ja eine Filiale in Ihrer Nähe.

                  Gruß
                  Jürgen

                  Kommentar


                  • #10
                    Dann auch noch ein paar Weingüter von mir (soweit noch nicht oben erwähnt):
                    generell gilt: mal im Gault Millau Weinguide schauen, an der Mosel sind einige 4 und 5 Trauben-Betriebe, da kann man in der Regel nicht viel falsch machen. Vom PGV ist es natürlich meist unter 4 Trauben interessanter - Ausnahmen bestäigen die Regel.
                    Hier vermehrt Weingüter der zweiten oder dritten Reihe (mit Ausnahmen) ohne den Anspruch der Vollständigkeit (selber probiert)
                    Winningen:
                    Fries, Richard Richter, Rüdiger Kröber, Beate Knebel - und natürlich Heymann-Löwenstein. Und für den unteren Preisbereich mit guten PGV: Winzerhof am hohen Rain. Ich würde den Einstieg über die Vinothek machen, dort gibt es von all diesen Weingütern (und noch anderen) Weine zu verkosten. Immer interessant: jedes Jahr wird der beste trockene Riesling aus dem Uhlen als August-Horch-Edition ausgewählt, das hat schon was. Straußwirtschaft Fred Knebel ist ganz nett - hier trinken auch die Eingeborenen, der Chef sieht nicht so aus, als würde er irgendwann alt im Bett sterben...
                    Pommern: Leo Fuchs
                    Beilstein: Josef Bauer, direkt ggü. der Fähre, nicht von der Aufmachung abschrecken lassen
                    Pünderich: Clemens Busch, Bio-Wein als ganz großes Kino, hat seinen Preis, aber noch nie enttäuscht
                    Traben-Trabach: wenn sie bei Müllen oder Weiser-Künstler sind (lohnen sich) dann vielleicht auch mal die Bergrettung probieren (näheres unter http://www.klitzekleinerring.de/).
                    Kröv: Staffelter Hof - hier auch schöne Übernachtungsmöglichkeit mit liebevollem Frühstück, schöner Innenhof, liebenswerte Gastgeber (der SeniorChef sieht genau wie Asterix aus)
                    Kinheim: Jakoby-Mathy
                    Ürzig: Kajo Christoffel (auch alte Weine), Merkelbach - zwei ganz alte Junggesellen, Mosel im alten Stil, liebenswert
                    Wehlen: schöne Straußwirtschaft bei Friedrich Kern
                    Bernkastel -Kues: die Vinothek wurde schon empfohlen, hier gibt es Weine der gesamten Mosel, leider sind die Weine nicht richtig gekühlt, nur kellerkalt (trotzdem lohnt es sich; allerdings auch einige zu Recht unbekannte Winzer dabei: Glanz und "Elend" der Mosel auf einem Platz). Empfehlenswert ist die Weinhandlung Porn, mit Ausschank und Sitzgelegenheiten zum schönen Marktplatz; gute Auswahl an Mosel-Spitzenweingütern mit moderaten Aufschlägen ggü. Kellerpreisen.
                    Lieser: Schloss Lieser mag ich sehr gerne
                    Brauneberg: Christian Steinmetz, mit sehr schönen Restaurant/Cafe am Moselufer (ruhig)
                    Pölich: Kanzlerhof

                    Mit Sicherheit auch einige vergessen.
                    Und wenn die Mosel gut erreichbar ist, nochmals der Hinweis auf Weingart und Müller in Spay am Mittelrhein (die versenden übrigens zu sehr günstigen Konditionen)

                    Das sollte für einen Urlaub reichen

                    Schönster alter Winzerort an der Mosel: Ediger-Eller

                    Gruß
                    Fluenz

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von rocco Beitrag anzeigen
                      Lieber MichaelStromberg,

                      Das Gebiet ist recht klein, d.h. Sie haben schnell einen Überblick. Nicht zuletzt können Sie hier eine Menge probieren, ohne arm zu werden.
                      im Verhältniss zur Mosel ja., aber wenn ich probieren möchte, kann das Gebiet verdammt gross sein.

                      vergessen oder unterdrückt: August und Thomas Perll in Boppard zu Zeiten des Seniors August einer der Top 5Adressen am Mittelrhein, der Junior hat einen ganz anderen Stil, das hat sich erst einspielen müssen. Aktuell eine sehr gute Kollektion, auch mit einem interessanten Spätburgunder und ausgezeichneten restsüssen Weinen.

                      und zu der Mosel sei noch angemerkt:

                      es sind rd. 150 Km von Koblenz bis Trier zzgl. die Rückfahrt auf dem anderen Moselufer und mindestens genauso viele Winzer gibt es "gefühlt" in jedem Dorf. Noch "schlimmer" ist dies an Saar und Ruwer. Will damit folgendes sagen: Probieren geht über die ganzen, auch meinen, Kommentare.

                      Mir kommt aber ihre Frage eher der Suche nach der Absolution gleich, denn Sie ist, wie auch die Frage nach dem *** Restaurant, absolut nicht zu beantworten. Und ob sich z.B. die Empfehlungen hier als ihre Highligts herausstellen werden, kann ich nicht beantworten, den es fehlen hunderte von guten Betrieben.

                      Ich würde mir den aktuellen Gault Millau kaufen und dann auf zu den Winzern.
                      Die Handvoll, die keinen Besuch empfangen, wie z.B. Egon Müller, können Sie eh beruhigt zur Seite legen. In ihrem Anfangsstadium sich mit so etwas auseinander zu setzen, heisst für mich gerade Führerschein erworben und dann im Ferrari mit 300 über die Autobahn

                      Kommentar


                      • #12
                        Mir ist erst eben bewusst geworden, dass der Ort Spay, in dem die ganz am Anfang empfohlenen Winzer Müller und Weingart liegen, wunderbar für mich erreichbar liegen. Hätte Spay doch schon einmal früher googeln sollen. Kann man bei beiden einfach während der Öffnungszeiten erscheinen, oder bedarf es am Samstag oder irgendeinem Wochentag einer Voranmeldung?
                        Zuletzt geändert von MichaelStromberg; 25.03.2013, 01:09.

                        Kommentar


                        • #13
                          Üblicherweise haben Winzer Öffnungszeiten angegeben. Persönlich habe ich vor allem außerhalb der Saison die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, trotzdem am Tag vorher mal durchzuklingeln, weil gerade bei kleineren Betrieben man doch manchmal im unpassenden Moment auftauchen kann und dann ist das für alle Seiten nicht so angenehm. Ein Probe ist üblicherweise kostenlos - so lange man nicht mit einer größeren Gruppe auftaucht. Offensichtlich wird es Ihre erste Weinprobe direkt bei einem Winzer, da kann ich nur viel Vergnügen wünschen.

                          Kommentar


                          • #14
                            Vielen Dank. Wann ist "außerhalb der Saison"? Bin da wirklich völlig uninformiert. :heulen:

                            Kommentar


                            • #15
                              Das kann ich für die Mosel nicht sagen, da müssen hier die ortskundigen weiterhelfen. Aber ich vermute, die Hauptzeit der direkt-ab-Hof-Käufer ist so von Ende August bis Ende Oktober.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X