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Preisliche Grenzen beim Wein im Restaurant?

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  • Preisliche Grenzen beim Wein im Restaurant?

    Angeregt durch diese Aussage "Die Weinkarte ist umfangreich wenngleich es schwierig ist etwas unter 150-200 Euro die Flasche zu finden. In der 500 - 1000 Euro Kategorie gibt es durchaus eine ansprechende Auswahl." wollte ich mal in die Runde fragen, ab welchem Betrag bei Ihnen die Schmerzgrenze erreicht ist.

    Ich gebe ehrlich zu, dass ich bisher so gut wie nie über die 100€ gegangen bin. Ich wähle meine Weine bevorzugt in der Region bis 70€ aus und habe auch nichts dagegen noch tiefer zu gehen.
    Die allermeisten Sommeliere beraten in dieser Beziehung auch sehr gut und berücksichtigen die Interessen des Gastes.

    Im Zweifel gebe ich lieber für das Essen etwas mehr aus und für den Wein etwas weniger.


    Gruß!

  • #2
    Mein Vorteil ist die Vorliebe für trockene Weisweine in Kabinettqualität, diese sind meistens eher in der günstigeren Rubrik zu finden, daher zucke ich bei 50 Euro aufwärts aber auch schon, ich glaube mehr als 100Euro habe ich für eine Flasche noch nie ausgegeben.
    Was das Thema Sommeliere anbetrifft, hat mich deren Verhalten einem Paar um 30 gegenüber ( also vor mehr als 10 Jahren ) geprägt. In der Zeit war einzig der Sommeliere bei Haeberlein freundlich und hat bei meiner Weinwahl nicht die Nase gerümpft und uns nie wieder beachtet. Ich vertraue diesem Berufsstand seit diesen Jahren nur noch bedingt.

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    • #3
      Mich würde interessieren, um wessen Weinkarte es in Ihrem Zitat geht. Ich war jedenfalls noch in keinem Restaurant, in dem es unter 150€ schwierig war, eine Flasche zu finden. Persönlich bin ich in erster Linie am Essen interessiert, in zweiter Linie an solchen Weinen, die das Essen möglichst gut ergänzen, und erst in dritter Linie an guten Weinen. Letztere beiden Kategorien sind ja durchaus verschieden. Ich hatte mal in einem Sternehaus eine perfekt abgestimmte Weinbegleitung, an der ich wirklich große Freude hatte - Preis: 3€ pro Glas! Im Hinblick auf die gegenwärtigen Preise ist Wein sowieso ein überschätztes Produkt.

      Grüße, Mohnkalb

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      • #4
        Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
        Mich würde interessieren, um wessen Weinkarte es in Ihrem Zitat geht.
        http://forum.restaurant-ranglisten.d...4438#post14438

        Gruß!

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        • #5
          OK, Paris.:heulen: Danke für den schnellen Link, Fragolini!

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          • #6
            Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
            Ich war jedenfalls noch in keinem Restaurant, in dem es unter 150€ schwierig war, eine Flasche zu finden.
            Grüße, Mohnkalb
            Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
            OK, Paris.:heulen:
            Wir tendieren meistens dazu, höchstens 100 EUR für eine Flasche Wein auszugeben. Mal ist es ohne Probleme, mal gestaltet es sich als schwierig.

            Ich muss sagen, wir fanden die Weinkarte von Heinz Winkler relativ teuer. Da wir 2 Abende hintereinander dort speisten, fiel uns am 2.Abend schon schwer,eine Flasche unter 100 EUR zu finden.

            In Paris war es bis jetzt eher einfacher, wenn man von japanisch-eführtenLokale wie Kei oder Passage 53 absieht. Dort werden zu 99% Burgunderweine angeboten,was natürlich entsprechende Preisniveau mit sich bringt.

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            • #7
              wenn die Gesellschaft passt und es etwas zu feiern gibt, gehen wir durchaus auch mal in die 250 € Aufwärtskategorien. Das ist für uns auch durchaus ein i-tüpfelchen in einem vollendeten *** Besuch. Normalerweise sind wir auch aber unter 100 € dabei und konnten in aller Regel sehr gute Weine auch in diesem Segment geniessen.

              KG
              Chess

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              • #8
                Für mich gibt es da zwei Aspekte. Zum einen will und kann ich nicht jedes Mal in die Vollen gehen, also ist es wichtig, dass es eine interessante Auswahl an Weinen deutlich unter 100 Euro, und auch unter 50 Euro gibt. Das sollte auch gar kein Problem sein, es gibt herrliche Essensbegleiter, die ab Hof um oder gar unter 10 Euro kosten, selbst von vielen deutschen Topwinzern.

                Zum anderen lasse ich mich durchaus gerne mal zu einem teureren Wein verleiten (wobei ich da immer noch relativ moderat bleibe, Burgund Grand Crus Eskapaden kann sich der Häuslebauer keine leisten), aber da kommt es sehr auf die Kalkulation an. Wenn der 130 Euro Wein nämlich ein 30 Euro Grosses Gewächs ist, welches ich selber, auch noch in viel besserem Reifestadium, im Keller habe, dann bleibe ich doch lieber beim Tafelwein. Bin ich aber zum Beispiel im Schwarzen Adler in Oberbergen, dann sitzt plötzlich der Geldbeutel erschreckend locker, denn hier gibt es alte, perfekt gelagerte Weine zu absolut fairen Preisen (vor der letzten Preiserhöhung war es geradezu unglaublich). Es ist mir klar, dass nicht alle Betriebe solche Ressourcen wie der Adler als langetablierter Importeur haben. Aber jeder kann, wenn er denn will, Weinkarten zusammenstellen, die Spass machen und zum Kauf durchaus auch einer richtig teuren Flasche animieren.

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                • #9
                  Ich unterschreibe komplett beim Kollegen glauer.

                  Beste Grüße
                  Q.

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                  • #10
                    Und ich bei q.
                    s.
                    Ps:
                    und was das Mißtrauen der werten Schnecke einen ganzen Berufsstand betreffend anbelangt: da bin ich einer der da voll dabei ist. Der Someliär ist der natürliche Feind des Gastes! Da seh ich, das mir einer von denem Lambrusco aus der Korbflasche in die Karafe reinzittert, hey, ruf ich, ein Tschianti hatte ich bestellt, wo hat er denn gelernt, in Tschernobyl oder in Alcatraz, Wasserpanscher, in deim Wein verreckt noch lang kein Frosch, Mörderbrut, keiffe ich, später, als ich mir die Riedelsplitter, die sich ja bis ins Herz hätten graben können, hätte ich nicht eine gewisse Robbenkonsistent, nein, nicht Arjen, alles schieres omega-3, aus der Brust präpariere; die Gläser, die ich in den Jackettinnentaschen verborgen hielt, mußten wohl geborsten sein, als ich aus der Kaschemme rausgetragen wurde. Nein, kein Haar, und schon gar kein gutes, laß ich an dieser Hochpreissauerampferdrückerbande.

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                    • #11
                      Wir sollten auch nicht versäumen, den Weinkellnern die Verantwortung für Ihr unverzügliches Niederreißen des gerade erst an anderer Stelle erworbenen Interpunktionsrenommees zuzuweisen, lieber s.

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                      • #12
                        Interpunktion und Orthographie... Herr Schnecke ist da konsequent: Nichts und niemand könnte ihn bewegen, "Haeberlin" statt "Haeberlein" zu schreiben!

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                        • #13
                          Zum Thema: Meine preisliche Grenze hängt immer vom Angebot und von der allgemeinen Preisgestaltung ab (siehe glauer). Es gibt die 08/15 Weinkarten mit den Gutsrieslingen bekannter Erzeuger für 40, den zu jungen Großen Gewächsen für 80-100, dem Sancerre, dem überteuerten Côte de Beaune Chardonnay und der üblichen Bordeaux/Burgund/Barolo/Brunello Rotwein-Auswahl. Da tendiere ich meist zum "kleinsten Übel". Bei einer schön zusammengestellten Weinkarte mit gereiften Weinen und auch ein paar Exoten gebe ich gerne ein bisschen mehr Geld für den Wein aus (für meine Verhältnisse).

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                          • #14
                            500-1000€ ist doch schon weit über meiner Schmerzgrenze. Diese liegt eher bei ca. 150€-200€. Zu wirklich besonderen Anlässen kann diese aber auch mal leicht überschritten werden. Meistens bekommt man allerdings auch vorzügliche Weine deutlich unter 100€. Eine Beratung ist meiner Meinung nach immer sehr hilfreich bei der Auswahl des in allen Belangen passenden Weines.

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                            • #15
                              Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                              Im Hinblick auf die gegenwärtigen Preise ist Wein sowieso ein überschätztes Produkt.
                              Dem kann ich nicht zustimmen. Wein ist ein Produkt, welches durch viel harte Arbeit erzeugt wird. Hinzu kommt, dass die Qualität und der Charakter des Weins von unglaublich vielen Faktoren abhängt und die Komplexität dieses Getränks meiner Meinung nach einzigartig ist. Deshalb können hohe Preise für wirklich gute Weine auch durchaus gerechtfertigt sein, aber natürlich kommt es auch vor, dass man Weine vorfindet die schon absurde Preise haben. Aber 3€ pro Glas finde ich schon fast zu billig, man muss eben auch bedenken wie viel Arbeit in diesem Glas steckt.

                              Des Weiteren kann Wein auch ohne Mahlzeit purer Genuss sein und muss nicht immer nur das Menü ergänzen. Deshalb würde ich Wein niemals als überschätztes Produkt bezeichnen.

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