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  • rocco
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    Zitat von glauer Beitrag anzeigen
    Ich hatte 3 Rohmilchkäse der heftigeren Art ins Land der pasteurisierten Möglichkeiten eingeschmuggelt: Munster, Langres und Pont l'Eveque.
    Dazu wurden probiert: 2012 Muskateller Rebholz trocken, 2011 Muscat d'Alsace (von ?). Gewuerztraminer: 2003 Spätlese Rebholz, 2012 Jochen Beurer, 2007 (?) Domaine Weinbach. Ausserdem ein Beaujolais Crus und ein Bourgogne Villages (Notizen, wo seid Ihr?).

    Wie aber waren die Paarungen? Überwiegend zwischen katastrophal und OK. Der Munster hat sie praktisch alle fertiggemacht. Einzig der Weinbach Gewuerztraminer ergab die erwartete schoene Kombi, wenn auch nichts für die Geschichtsbücher. Auch beim Langres war es nicht viel besser. Die Muskateller hier eher noch OK als beim Munster, auch die roten funktionierten ganz gut, aber es waren durchweg mehr arrangierte Ehen als Traumhochzeiten. Beim Pont l'Eveque schien auch eher rot die richtige Richtung, aber wiederum kein echter Volltreffer dabei.

    Die Suche geht also weiter... fast glaube ich, dass wir beim nächsten Mal einen Versuch mit handwerklich hergestellten amerikanischen Bieren angehen sollten, davon gibt es ja inzwischen tausende.
    Gibt es in den USA keine Rohmilchkäse?

    Vielen Dank für die Eindrücke. Munster finde ich mit Wein auch schwierig. Eigentlich esse ich den Käse ohnehin nur mittelmäßig gerne. Langres kann ich mir zum Wein gar nicht vorstellen. Dazu kann ich mir auch nur schwer Bier vorstellen, eher schon einen "Zerhacker". Pont l'Eveque hätte ich mir eigentlich gut mit den Muskatellern vorgestellt, aber selber probiert habe ich es noch nicht. Am Ende stelle ich aber auch selbst fest, dass die wirklich passenden Kombinationen zwischen Wein und Käse rarer gesät sind, als ich es mir wünschen würde. Spannend ist es trotzdem immer wieder.

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  • glauer
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    Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
    Aber warum in die Ferne schweifen,
    Nun, in meinem Falle ist die Ferne halt die Nähe...

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  • Jürgen3D
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    Zitat von glauer Beitrag anzeigen
    Die Suche geht also weiter... fast glaube ich, dass wir beim nächsten Mal einen Versuch mit handwerklich hergestellten amerikanischen Bieren angehen sollten, davon gibt es ja inzwischen tausende.
    Eine interessante Idee, schön dass Sie sich außer für Wein auch für gute Biere interessieren. Ich trinke beides gerne aber die meisten Weintrinker mögen kein Bier.
    Aber warum in die Ferne schweifen, die Craftbier Bewegung hat ja längst Europa erreicht und in Deutschlang gibt es einige Brauer die excellente Biere herstellen. Z.B. Braufactum, Braukunstkeller, Kreativbrauerei Kehrwieder, Hopfenstopfer, fritzale, um nur einige zu nennen.

    Ich persönlich bevorzuge Schokolade zum Bier aber z.B. Braufactum empfiehlt ein Imperial Stout (Parabola von Firestone Walker) zum Ziegenkäse.
    Zum Munster wird sich auch etwas finden lassen, entweder auf der malzig schokoladigen Seite (Porter, Stout, Doppelbock) oder fruchtig bitter (India Pale Ale). Sollte sich gegen den Munster nichts behaupten können würde ich das Hardcore IPA von Brewdog versuchen.

    Demnächst besuche ich ein Restaurant das ein Biermenü mit korrespondierenden Bieren anbietet, darauf bin ich schon sehr gespannt.

    Gruß
    Jürgen

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  • glauer
    antwortet
    Weitere Käse-Wein-Experimente.
    Ich hatte 3 Rohmilchkäse der heftigeren Art ins Land der pasteurisierten Möglichkeiten eingeschmuggelt: Munster, Langres und Pont l'Eveque.
    Dazu wurden probiert: 2012 Muskateller Rebholz trocken, 2011 Muscat d'Alsace (von ?). Gewuerztraminer: 2003 Spätlese Rebholz, 2012 Jochen Beurer, 2007 (?) Domaine Weinbach. Ausserdem ein Beaujolais Crus und ein Bourgogne Villages (Notizen, wo seid Ihr?).

    Für sich alleine alle Weine sehr erfreulich. Der Rebholz Muskateller allerdings noch deutlich zu jung, die Muskatnote im Abgang dominierte ein wenig. Der elsässische Vertreter wie erwartet wesentlich süßer und schwerer. Die Gewürztraminer faszinierend in ihrer Vielfalt. Der Beurer fein, fast schon ziseliert, aber trotzdem mit all den Aromen, die man erwartet. Rebholz mit deutlich mehr Gewicht, aber zum ersten Mal (dies war meine 6. und letzte Flasche aus dem ungeliebten Jahrgang) nicht brandig, sondern balanciert und fein. Weinbach dann kraftvoll und süß, ein bisschen ölig und insgesamt sehr harmonisch (ein am nächsten Tag probierter Boxler 2010 Reserve trieb das dann noch alles auf die Spitze, pures Öl, irre Aromen, super Harmonie, aber nach einem Likörglas ist es dann auch genug).

    Wie aber waren die Paarungen? Überwiegend zwischen katastrophal und OK. Der Munster hat sie praktisch alle fertiggemacht. Einzig der Weinbach Gewuerztraminer ergab die erwartete schoene Kombi, wenn auch nichts für die Geschichtsbücher. Auch beim Langres war es nicht viel besser. Die Muskateller hier eher noch OK als beim Munster, auch die roten funktionierten ganz gut, aber es waren durchweg mehr arrangierte Ehen als Traumhochzeiten. Beim Pont l'Eveque schien auch eher rot die richtige Richtung, aber wiederum kein echter Volltreffer dabei.

    Die Suche geht also weiter... fast glaube ich, dass wir beim nächsten Mal einen Versuch mit handwerklich hergestellten amerikanischen Bieren angehen sollten, davon gibt es ja inzwischen tausende.

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von rocco Beitrag anzeigen
    War es zufällig ein Château Bel Air Ormes de Vieux Tour du Moulin?

    Dazu und nochmal zum BdT die Wunderwaffe war jetzt der 2008 Malterdinger Bienenberg Muskateller Kabinett Trocken von Bernhard Huber, der Wein eigentlich zum Spargel gedacht und mit dem Einsatzzweck überfordert, unterstrich beim Camembert die Salzigkeit und beim Bleu das Bleu-Aroma, drängte sich nicht auf, blieb aber auch nicht blass. Für mich die bislang beste Wein-Käse-Kombination der letzten Wochen.
    Leider keinerlei Erinnerung welcher Bordeaux es war. Da ich aber den schwäbischen Freund, dessen Geschenk er war gut kenne (und in dessen Haus erst kürzlich das bisher einschneidendste Weinerlebnis des Jahres in Form eines Freixenet Merlot geboten bekam) bin ich mir sicher, dass er aus der untersten Regalreihe des lokalen Liquor Stores stammte. Hatte aber bestimmt eine goldene Medaille.

    Huber Muskateller (und auch den Rebholzschen) würde ich mir eigentlich gerne in Tanks bestellen. Geht immer. Passt zu ganz vielem. Und macht immer Lust auf ein größeres Glas. Unverständlich, aber auch ein Glück, dass das so viele nicht wissen.

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  • rocco
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    Zitat von glauer Beitrag anzeigen
    Auch ein hier namenlos bleibender Bordeaux aus der 7. Reihe (ein Geschenk und eigentlich für ein Schmorgericht vorgesehen...) war gar nicht falsch, der Wein war deutlich auf der leichteren und nicht besonders reifen Seite und recht rustikal. War sonst wirklich eher Kochweinmaterial, hat mir aber mit dem Käse doch ganz gut gefallen.
    War es zufällig ein Château Bel Air Ormes de Vieux Tour du Moulin?

    Beim Käsehändler gab es letztes Wochenende mal wieder etwas Feines, nämlich Camembert von Francois Durand, laut Käsehändler (und bestätigt durch mein Käsebuch) der einzige fermier Cambembert. Der Camembert schmeckt wirklich ausgezeichnet, herrlich cremig, leicht nussig und blumig im Geschmack mit nur ganz dezent animalischen Noten.

    Dazu und nochmal zum BdT die Wunderwaffe war jetzt der 2008 Malterdinger Bienenberg Muskateller Kabinett Trocken von Bernhard Huber, der Wein eigentlich zum Spargel gedacht und mit dem Einsatzzweck überfordert, unterstrich beim Camembert die Salzigkeit und beim Bleu das Bleu-Aroma, drängte sich nicht auf, blieb aber auch nicht blass. Für mich die bislang beste Wein-Käse-Kombination der letzten Wochen.

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  • glauer
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    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich waren wir doch etwas naiv, als wir uns zu zwölft am Wirtshaustisch getroffen hatten. Die Käse waren vorgegeben, Conté, St.Néc, Brie, Époisses, Ziege, frisch und weniger frisch, Blau von der Kuh und vom Schaf/Ziege; jeder sollte Weine mitbringen, die er -VersuchundIrrtum - irgendwie für passend ansah. An Herrn Waltmann lag's mal wieder nicht, daß sich kaum ein perfekter Akkord einstellen wollte. Vor allem beim Brie, wo sich ja das letzte mal verschiedene Weisse als gar nicht passend erwiesem, wollten sich diesmal auch zwei Pinot noir, Kaiserstuhl bzw Burgund, obwohl von ansprechender Qualität, nicht richtig anschmiegen.
    Einzig ein Dolde Sylvaner zum Ziegenfrischkäse zeigte sich gefäälig. Bis auf die Blauen, da gab es nur Volltreffer. Ein 1997 Cadillac zum cremigen Kuhmilch, noch besser ein, allerdings noch sehr junger, Vintage 2008 zum bröselig/scharfen Schaf/Ziege.
    Fortsetzung folgt
    Vielleicht waere es doch mal Zeit gewesen fuer einen Boscholae. Und einen Vin Jaune.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Rheinfall von Schaffhausen

    Wahrscheinlich waren wir doch etwas naiv, als wir uns zu zwölft am Wirtshaustisch getroffen hatten. Die Käse waren vorgegeben, Conté, St.Néc, Brie, Époisses, Ziege, frisch und weniger frisch, Blau von der Kuh und vom Schaf/Ziege; jeder sollte Weine mitbringen, die er -VersuchundIrrtum - irgendwie für passend ansah. An Herrn Waltmann lag's mal wieder nicht, daß sich kaum ein perfekter Akkord einstellen wollte. Vor allem beim Brie, wo sich ja das letzte mal verschiedene Weisse als gar nicht passend erwiesem, wollten sich diesmal auch zwei Pinot noir, Kaiserstuhl bzw Burgund, obwohl von ansprechender Qualität, nicht richtig anschmiegen.
    Einzig ein Dolde Sylvaner zum Ziegenfrischkäse zeigte sich gefäälig. Bis auf die Blauen, da gab es nur Volltreffer. Ein 1997 Cadillac zum cremigen Kuhmilch, noch besser ein, allerdings noch sehr junger, Vintage 2008 zum bröselig/scharfen Schaf/Ziege.
    Fortsetzung folgt

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  • glauer
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    Bei mir lief das etwas anders ab als gedacht. Aus unerfindlichen Gründen hatte ich mir am Wochenende zu viel Schampus, Burgunder und diverses anderes zugeführt, so dass ich an das Öffnen von weiteren Flaschen gar nicht denken wollte. Aber das letzte Stück BdT musste weg...

    Ich habe ihn dann mit kleinen Gläsern gerade offen herumstehender Weine probiert und -siehe da- die gingen beide mehr als nur OK. Besonders erfreulich war die Kombination mit dem Markus Busch "Puendericher Marienburg" 2008 Riesling Kabinett halbtrocken "Steillagenprojekt". Kein übermäßig komplexer Riesling, aber kristallklar und recht frisch mit nur ganz dezenten Reifenoten. Die fein balancierte Süße harmonierte sehr schön mit dem BdT, ohne ihn zu erschlagen. Auch ein hier namenlos bleibender Bordeaux aus der 7. Reihe (ein Geschenk und eigentlich für ein Schmorgericht vorgesehen...) war gar nicht falsch, der Wein war deutlich auf der leichteren und nicht besonders reifen Seite und recht rustikal. War sonst wirklich eher Kochweinmaterial, hat mir aber mit dem Käse doch ganz gut gefallen.

    Mit meiner nächsten BdT Bestellung werde ich dann etwas systematischer vorangehen.

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  • rocco
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    So, gestern abend haben wir nun zwei Weißweine aufgemacht und in diversen Kombinationen zum Essen, insbesondere auch zum Bleu de Termignon, getrunken. Die Weine waren: Domaine de Monteillet (Stéphane Montez) - 2009 Condrieu "Chanson" (100% Viognier) aus einer 0,375 l Flasche und Jo Pithon - 2002 Coteaux du Layon "Les 4 Villages" (100% Chenin Blanc, Botrytis, süß) aus einer 0,75 l Flasche. Zu essen gab es: Zucchini mit Couscous, Tomaten, Petersilie und korsischem Schafskäse gefüllt, dann Bleu de Termignon und dann noch einen Möhrenkuchen mit Limetten-Frischkäse-"Frosting".

    Der Condrieu hat zu den Zucchini überhaupt nicht funktioniert, war viel zu blumig-aromatisch. Ebensowenig hat der Coteaux du Layon mit dem Carrot Cake harmoniert. Der Wein ist ziemlich dicht, ölig, eher nur verhalten süß, aber recht kräftig im Alkohol (12% Vol., wirken wie 15% Vol.) und hat vor allem sehr intensive Botrytis-Aromen von Rosinen, Honig und Nüssen. Obwohl der Carrot Cake selber nicht allzu süß war, stach in Kombination mit dem Coteaux du Layon bei selbigem vor allem der Alkohol raus und der Wein wirkte ein wenig wie eine halbtrockene bis trockene Beerenauslese.

    Jetzt aber zum Positiven: Condrieu und Bleu de Termignon vertrugen sich passabel. Diese blumige, aprikosige Aromatik des Viognier hat mir gut zu dem Bleu geschmeckt, der Wein wirkte plötzlich etwas nuancierter und eleganter (sogar eleganter als solo getrunken). Der Bleu war hier aber mehr Wasserträger als Regisseur. Die beste Kombination fanden wir beide den Bleu mit dem Coteaux du Layon. Frau rocco mag eigentlich gar keine Blauschimmelkäse und ohne Wein gefiel ihr der Bleu de Termignon nicht so gut. Mit dem Wein verlangte sie sogar Nachschlag von beidem. Auch ich fand, dass diese Kombination Lust auf mehr machte. Der Coteaux du Layon hatte für mich null Trinkfluss, war richtiggehend anstrengend zu trinken (nicht umsonst steht noch eine Dreiviertelflasche im Kühlschrank). Mit dem Käse wirkte er plötzlich viel frischer und ausgewogener. Und - im Gegensatz zu dem Condrieu - brachte er auch das delikate Aroma des Käses gut zur Geltung, dass gerade hinten raus schön zu schmecken war.

    Jetzt bin ich natürlich auf die glauer'schen Eindrücke gespannt.

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    Ein Gast antwortete
    Also, wenn schon Viognier, dann doch eher einen Chateau-Grillet!
    Aber -jetzt etwas ernsthafter - einen Süßwein (Madeira-artig?) sollten Sie Sich nicht ganz ausreden lassen.

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  • glauer
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    Zitat von monkfish Beitrag anzeigen
    Das Exemplar, das ich dieses Jahr auf dem Teller hatte, ging sehr gut mit einer reifen Riesling-Spätlese von J.B. Becker zusammen.
    Genau an sowas hatte ich auch gedacht. Rheingau und alt. Vielleicht sogar ein halbtrockener von Becker.

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  • glauer
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    Auf die Paarung mit dem Condrieu wäre ich sehr gespannt (wobei da die erste Hürde noch größer ist, nämlich überhaupt einen wirklich guten Condrieu zu finden; für mich eine Art Einhorn der Weinwelt. Einmal gesehen bzw getrunken, seither auf der Suche, aber vergebens).

    Ansonsten sind Sie doch ein grosser Jurafan, ich glaube ein Tissot En Barberon oder was in der Art könnte sehr gut gehen. Es darf halt nichts zu mächtiges sein, aber ganz ohne eine gewisse Substanz wird sich ein Wein nicht behaupten können.

    Übrigens, den BdT und andere auf den Punkt gereifte Käse der Gegend (Reblochon, Beaufort d'ete, verschiedene Tommes, etc etc) kann man auch online bestellen, und trotz der frechen Preise der französischen Paketdienste zu im Endeffekt extrem günstigen Preisen.

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  • monkfish
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    Oh, schlechtes Timing...

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  • monkfish
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    Ein wenig hängt das auch vom aktuellen Reifestadium und der jeweiligen Intensität/Würze ab. Und natürlich von den persönlichen Vorlieben. Das Exemplar, das ich dieses Jahr auf dem Teller hatte, ging sehr gut mit einer reifen Riesling-Spätlese von J.B. Becker zusammen. Ich könnte mir bei strengeren Exemplaren aber auch einen Gewürztraminer gut vorstellen. Ausprobieren und berichten! Der Käse ist auf jeden Fall toll...

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