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Weinbegleitung bzw Weinwohlfühlarrangement

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  • #31
    Zitat von rocco Beitrag anzeigen
    Die ersten zarten Pflänzlein der Rückkehr zur Klassik, die man z.B. in cynaras oder Schlaraffenlands Paris-Berichten liest, lassen mich hoffen, dass die Geschmacksüberwältigung, das Streben nach dem ganz großen Showcase sich in ein paar Jahren überholt haben werden und Essen gehen verstärkt auch wieder mit Entspannen, sich Unterhalten und gemeinsam großes Essen und große Weine Genießen möglich sein wird.
    Ist ja bekanntermassen auch mein Traum. Und schon werden wir erhört.....
    http://www.nytimes.com/2016/01/06/di...menu.html?_r=0

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    • #32
      Ich bin da skeptisch. Wenn Simplicity bedeutet, dass einfach reduziert wird (solche Tendenzen gibt es in US), dann freut mich das nicht. Ich bin so "oberflächlich", dass mir die differenzierten Gänge gefallen (wenn sie Sinn machen) und ich in der Reduzierung eher monetäre Interessen vermute.

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      • #33
        Das in dem NY Times Artikel beschriebene Konzept finde ich auch nicht unmittelbar überzeugend, da es so - äh - konzeptionell klingt. Aber es geht aus meiner Sicht schon in die richtige Richtung. Mein Eindruck ist, dass der Trend die letzten Jahre klar in Richtung große Show ging. Unter 10 Gängen und mindestens 6 dazu passenden Getränken geht gar nichts, es wird alles immer analytischer mit Kärtchen, auf denen jede einzelne Zutat steht, großen Erklärungen bezüglich der von Pygmäentauchern unter Lebensgefahr getauchten Muscheln und den biodynamisch erzeugten Heirloom-Tomatoes mit Genetik aus dem 17. Jahrhundert (ich übertreibe, ist ja klar). Da kann man sich nicht mehr in Ruhe unterhalten, weil ständig etwas passiert. Meine Frau geht mir mir nicht mehr in solche Restaurants, keine Chance. Und auch ohne sie geht mir immer mehr die Lust abhanden, vier oder fünf Stunden lang alle 20 Minuten was neues im Mund zu haben und mich immer wieder zu fragen, was in diesem oder jenem Tupfer oder Gel wohl geschmacklich drinsteckt und ob der Orange Pet'Nat jetzt zu dem Bronzefenchel passt oder nicht. Für die Foodie-Fraktion und die Fotos ist das sicher gut. Und es spricht ja auch einiges für passende Getränke zu jedem Gang. Ebenso ist es immer gut, wenn man über mehrere Gänge hinweg den Stil einer Küche kennenlernen kann (dazu dient ja das Tasting-Menu). Am Ende waren bei mir die schönsten Restaurantbesuche in den letzten Jahren aber die, bei denen die Entspannung im Vordergrund stand. Zwei oder max. drei Stunden, eine überschaubare Anzahl an Gängen, Wein aus ganzen (oder halben) Flaschen, die wir selber ausgesucht oder mitgebracht haben. Der geschätzte QWERTZ hat mir mal den Unterschied zwischen "lean back" und "lean forward" nahegebracht. Ich stehe auf "lean back". Und am Ende war es eigentlich auch immer spannend, einen Wein zu mehreren Gängen zu trinken, auch wenn er auf den ersten Blick nicht wie die Faust aufs Auge passt. Ellenlange Tasting-Menus mit ellenlanger Weinbegleitung erinnern mich immer ein bisschen an so eine Helene-Fischer-Show. 50 verschiedene Kostüme - zahlreiche Gäste - Medleys, usw. Ständig muss irgendwas passieren.

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        • #34
          Das klingt für mich nach Besuchen in Bib-Restaurants, die ich durchaus auch schätze. Aber von **- und ***-Sternern erwarte ich schon mehr! Und ich gehe ja oft allein essen und kann mittlerweile auch die Konzentration auf das Essen und die begleitenden Weine dann sehr genießen. Auch wenn ich manchmal gern in Begleitung bin.

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          • #35
            Zitat von HeikeMünchen Beitrag anzeigen
            Das klingt für mich nach Besuchen in Bib-Restaurants, die ich durchaus auch schätze. Aber von **- und ***-Sternern erwarte ich schon mehr! Und ich gehe ja oft allein essen und kann mittlerweile auch die Konzentration auf das Essen und die begleitenden Weine dann sehr genießen. Auch wenn ich manchmal gern in Begleitung bin.
            Es geht ja gerade um die Frage was "mehr" ist. Nach meinem Verständnis ist in den meisten Fällen eben "weniger" = "mehr". Und deshalb für mich mehr Sterne (und auch Aufmerksamkeit) wert.
            Nachdem wir es ja erst von der Mode hatten: Das "mehr" ist meist (nicht immer) eher Escada wie in den 80ern. Und ich hätte gerne Jil Sander auf dem Teller.

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            • #36
              Zitat von rocco Beitrag anzeigen
              Das in dem NY Times Artikel beschriebene Konzept finde ich auch nicht unmittelbar überzeugend, da es so - äh - konzeptionell klingt.
              Das stimmt natürlich. Aber mir scheint es geht im EMP schon eine Weile in diese Richtung, vor allem auf dem Teller. Nur sind die Jungs von dort ganz klar auch im Bereich Marketing ***, ein voller Artikel in der NYT bei jeder Änderung im Menüaufbau, das muss man erstmal nachmachen. Da gehört etwas Geschwurbel dann dazu. Und es ist ganz sicher ein Signal das wahrgenommen wird.

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              • #37
                @rocco: ich würde, wenn diese Wahl bestünde, das Tasting-Menue dennoch der Helene F. vorziehen ! (atemlos...durch´s Menue...)

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