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    In der Märzausgabe der Geographischen Rundschau geht es um Klimawandel und Pflanzenbau, wobei der Weinbau recht ausführlich behandelt wird. U.a findet sich dort eine Simulation der Veränderung der geographischen Begrenzung der weltweiten Weinbauzonen bis 2100. In Europa werden dann die baltischen Staaten, die südlichen Teile von Schweden und Finnland, nicht unerhebliche Teile Irlands und schließlich fast ganz England als weinproduzierenmde Regionen dazukommen. In Richtung Süden könnte es dann allerdings kritisch werden; für Sardinien, Sizilien, Griechenland sowie die südlichen Regionen Spaniens und Portugals fallen die Prognosen eher ungünstig aus.

  • #2
    Sicherlich wird ja mit züchterischem Einsatz auch daran gearbeitet, anderes Pflanzenmaterial zu bekommen. Ist das in der Prognose auch berücksichtigt?

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    • #3
      Nein, darauf geht der Artikel nicht ein. Neben einem kurzen historischen Abriß, Warmphasen um das Jahr 1400 (Beweis: "Zur Weinschenke" in der Kleinstadt Hessen in Sachsen Anhalt, 1395 urkundlich erwähnt) und zwischen 1630 und 1680, geht es z.B. um die Temperaturentwicklung während der Vegetationsperiode von 1880 bis heute, um die Veränderungen des Beginns der Reifephase ( ~ dem Erreichen von 25° Oechsle) während der letzten fünfzig Jahre, es werden - am Beispiel Geisenheim - die Veränderungen der Mostgewichte und der Gesamtsäure in den letzten dreißig Jahren beschrieben - gerade hier zeigen sich die deutlichsten Anstiege, bzw bei der Säure Abstiege, in den letzten zehn Jahren; und dies alles zusammengenommen führt schließlich zu der Prognose für das Jahr 2100, daß die Isotemperaturlinien (kann man das so sagen?) für eine mit 12 - 22°C als optimal angenommene Mitteltemperatur der Vegetationszeit sich nördlich des Äquators nach Norden bewegen.

      Gewiß werden die Winzer auf diese Problematik Antworten finden. Schon 2003, nach diesem knallheißen Sommer, hatten einige junge Pfälzer Weinbauern überlegt, vermehrt Rotweine zu produzieren, weil diese säurearmen 14 1/2 Prozenter niemandem so recht schmecken wollten. Womöglich wird man auch auf höhere Lagen ausweichen, "An Mittelrhein, Ahr und Mosel wachsen die Reben auf einer Höhe von 80-250 m, im Markgräflerland auf 230-400 m und am Bodensee zwischen 400-450 m" (Vogt und Götz, 1977, Weinbau, Ulmer Verlag)

      Leider werde ich - aus Altersgründen - nichts mehr von diesen bestimmt köstlichen südirischen pré salé Rieslingen verkosten können.

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      • #4
        Danke für die Kurzfassung. Gut, dass sich erst recht keiner der Autoren für die Prognose verantworten muss. Ich will die Klimamodelle keineswegs in Frage stellen, aber ich denke, diese Aussagen sind viel zu sehr auf der Makroebene, als dass ernsthafte Prognosen für den Weinbau in Deutschland angestellt werden können. Wenn man sich anschaut, wie sehr sich teilweise das Mikroklima in einem Weinanbaugebiet unterscheiden und dann noch den Faktor Rebsortenauswahl und eine Prognose für die züchterische Entwicklung einkalkulieren müsste, dann sagt mir das, dass das viele Unbekannte außen vor gelassen wurden.

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