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  • #61
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    Meine diesjährigen Terrassenfavoriten: 2012, Matthias Müller, Boppard, die feinherben Rieslinge; 2012, Helmut Dolde, Frickenhausen, die Sylvaner. Sehr schöne Weine, und alle, Schwabenherz, was willst du mehr, für deutlich unter zehn Euro.
    Gruß
    s
    Rückmeldung würde mich hier wirklich interessieren
    Wie es der Zufall so will...... vollste Zustimmung zu beiden.
    War im Mai bei Müllers auf dem Weingut und die ganze Kollektion ist nicht nur makellos, sondern auch aufregend gut. Die meisten Weine würde ich allerdings gerne eine ganze Weile weglegen. Was bei den Kabinetten zugegebenermassen ziemlich schwerfällt. Diese Kombination aus frischer Säure und sehr reifer, aber eben nicht überreifer Frucht ist sensationell. Ich glaube 2012 wird mein neuer Lieblingsjahrgang der letzten 10 Jahre und wird 2008 und 2009 ablösen.

    Das gilt auch für Dolde, denn auch bei dem ist dieses Jahr auch alles noch einen Tick besser gelungen als sonst. Die Silvaner trinken sich alle wie ein aus einem Gletscher gespeister Gebirgsbach und es ist vor allem die brutale Mineralitaet, die einen aus den Socken haut. Falls jetzt jemand einwenden will, Mineralitaet sei ja so ein nebulöses Wort, dem antworte ich, er möge einfach den Silvaner vom Weissen Jura kosten, danach weiss man bescheid. Auch hier sollte man ein paar Flaschen weglegen zur Beobachtung, es ist keinerlei Eile angesagt.

    Wenn wir schon bei meinen Geheimfavoriten sind noch ein weiterer Tip, der aber wirklich mehr Vorschau erfordert (und ein paar Euro mehr, kostet um die 10), da hier unbedingt mindestens ein oder zwei Jahre Lagerung dazugehören. Beurer in Stetten, Riesling Schilfsandstein. Nichts für Moseltrinker. Hier ist der Riesling Stein, Stein und Stein und dann auch etwas Frucht. Staubtrocken. Und unglaublich frisch. Über den 2009er ist mir die Tage auf der Terrasse die Kontrolle entglitten. Obwohl alleine war Flasche plötzlich leer.

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    • #62
      Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt geteert und gefedert werde :

      Aldi Süd hat ja seit geraumer Zeit diese Edition Fritz Keller aus Baden im Angebot. Hab alles aus Neugier probiert, keiner hat mir recht geschmeckt, kann mich an einen Spätburgunder und - ich glaub - einen Riesling erinnern. Jetzt gibt es gerade ein "Saisonangebot" Grauer Burgunder. Den find ich richtig gut. Ein leichter Wein für diese heißen Tage. Nicht wirklich anspruchsvoll, aber er schmeckt. 5,99 Euro.

      Bitte, tut mir nichts.

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      • #63
        Wieso, gegen das Projekt, deutschen Wein von Winzerhand und nicht aus Kellerei-Produktion LEH-fähig zu machen, ist doch erstmal nichts zu sagen. Auch wenn der Preis natürlich schon auf dem Niveau manchen Gutsweins liegt, der natürlich nie in Aldi-fähige Menge verfügbar wäre.

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        • #64
          Von wegen, geteert und gefedert!
          Erst geköpft, dann gehangen, dann gespießt auf heiße Stangen, dann verbrannt, dann gebunden, und getaucht, zuletzt geschunden.
          Nach glauers beethovengleichen Hymne auf die Schönheit des Weines kommen Sie mit Aldi Süd. Das erinnert mich an folgende Tresenszene. Mit langem Gewande und grauem Rauschebart steht einer beim Bier und deklamiert: Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert ... der Gegenüber unterbricht an dieser Stelle. Ich hab auch mal studiert, Mathe.

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          • #65
            Ich wusste es: Ich bin unwürdig. :heulen::heulen::heulen:

            Der Wein ist trotzdem fein ;-)

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            • #66
              Mein Sommer- (nicht Terrassen)wein ist rot: 2010 Salwey Spätburgunder in der Literflasche (für knapp 8,-), leicht gekühlt. Simpel und trotzdem nicht eindimensional.

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              • #67
                Domaine de la Taille aud Loups
                2011 Vouvray
                Les Caburoches

                Chenin blanc
                Dreimal Südafrika, dreimal Loire
                Dieser war der Beste
                Naturwein, müßte glauer gefallen.

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                • #68
                  Ich hatte am Wochenende die Möglichkeit ein paar Pfälzer Weine zu probieren.
                  Alles Winzer die nicht oder noch nicht der ersten Garde zu zurechnen sind, aber interessante Weine für wenig Geld anbieten.

                  Mein Lieblingswein an diesem Abend:
                  Andreas Meyer, Heuchelheim Klingen
                  Riesling Herrenpfad, Auslese
                  Dezente Süße, schöne Säure, dabei leicht und spritzig.
                  Genial zur Gänseleber oder zu wenig süßen Desserts.
                  Sehr gut gemacht, da perfekt ausbalanciert.

                  Weingut Brendel, Pleisweiler-Oberhofen
                  2012 Rieslaner Auslese, trocken
                  WOW
                  Ein Wein voller Frucht, aber dennoch frisch. Klasse zu Käse und gut gewürzten Gerichten.
                  Sensationeller PLV. Der Wein lagert schon in meinem Klimaschrank.
                  Leider ist die 2013er Ernte dieses Jahr dem Regen zum Opfer gefallen.

                  Weingut Klein, Hainfeld
                  Ein hochinteressanter Winzer mit viel Potential.
                  Noch ein bisschen übermütig und im, positiven Sinne, ein Verrückter.
                  Der 2011 Pinot Sekt brut kommt zart fruchtig und perfekt perlend.
                  Ein schöner, leichter Einstieg, aber auch für die Terrasse perfekt.
                  Der 2009 Theatrum Vinum R , ein Cuvee aus St. Laurent und Cabernet S.
                  Ein wuchtiger Wein, zu 100% aus dem Barrique, aber gut eingebundenes Holz.
                  Einer der besten kräftigen Rotweine, die ich in letzter Zeit in D getrunken habe.

                  Bei Interesse gerne noch mehr.

                  Gruß!

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                  • #69
                    Das Weingut Gerhard Klein habe ich mit dem Jahrgang 2006 aus dem Auge verloren, aber schon Mitte der 2000er Jahre hat er Holzfass-Rotweine produziert, die vor allem durch sehr gute Leistung für den Preis aufgefallen sind. Wir waren dann 2007 nochmal zu einer Probe da und da konnten die Weine uns nicht überzeugen. Diese Delle hatte damals auch der Gault Millau nachvollzogen und in den vergangenen Jahren das Weingut wieder besser bewertet. In meiner Erinnerung erschienen mir die die Weine seiner Top-Linie S bzw. Theatrum Vinum ein bisschen "gemacht", auf Opulenz hingezogen. Haben Sie auch Weißweine probiert?

                    Auch andere Eindrücke aus der Pfalz interessieren mich immer brennend.

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                    • #70
                      Apropos Pfälzer Weine,
                      hatte ich hier schon den sehr guten Syrah von Hollerith (im Freundstück eingekauft) erwähnt ? Vom "no limit" desselben Winzers habe ich ebenfallls Gutes gehört, jedoch noch nicht selbst getrunken.

                      MvG, S.

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                      • #71
                        Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
                        Apropos Pfälzer Weine,
                        hatte ich hier schon den sehr guten Syrah von Hollerith (im Freundstück eingekauft) erwähnt ?
                        Das Weingut Klein, so der junge Winzer, setzt auch vermehr auf Syrah und, interessanterweise, auf grünen Veltliner.
                        Habe aber beides nicht probiert.

                        Gruß!

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                        • #72
                          Zum ersten Mal fand die Weinpräsentation von UGM ( Union des Gens de Metier) in Deutschland statt. Hierzu lud am 25.November 2013 die französische Botschaft in Berlin Gastronomen, Journalisten, Weinhändler ein. Wir als absolute Leien dürften auch teilnehmen.

                          UGM ist eine Vereinigung von „freien Menschen, die unter Beachtung der Balance Ihrer Umgebung mit der Erde arbeiten“. Somit waren alle vorgestellten Weine aus biodynamischem Anbau.

                          Es ist natürlich absolut unmöglich ein detaillierter Bericht über die Weinverkostung abzugeben, schließlich haben wir fast 70 Weine probiert.
                          Ich möchte jedoch eine Kurzfassung über die Weine, die uns persönlich beeindruckt haben, zu geben.

                          Domaine Jacques Selosse. Champagner Extra Brut „Version-Originale“ und Extra Brut Millesime.
                          Außer Konkurrenz waren diese zwei Champagner, die mit unglaublichen Aromavielfalt und Geschmackexplosion uns zutiefst beeindruckt haben. Leider werden wir uns eine Flasche Selosse nicht so oft gönnen, liegen die Champagner bei den Preisen von ca. 100 € und aufwärts. Dass ein Glas Selosse ein besonderer Moment unvergesslich machen kann ist aber unumstritten.

                          Domaine Elian da Ros, 2010 „Chante Coucou“ Cotes du Marmandais. Der rote aus Südwesten, der aus 50% Merlot, 20 % Cabernet Franc, 20% Cabernet Sauvignon und 10% autochone Sorte Abouriou besteht schmeckt nach Kirsche, Cassis und etwas Lakritz, wunderbar harmonisch und schön weich tanninhaltig.

                          Domaine Plageoles 2011 Prunelart, Gaillac. 100% „vergessene“ Rebsorte Prunelart, schmeckt dieser Wein sehr außergewöhnlich, sehr würzig, nach Kakao, Lakritze, fast etwas „verbrannt“. Kein leichter Wein, aber umso aufregender.

                          Domaine Roulot, 2011 Mersault „ Les Meix Chavaux“. Jean-Marc Roulot gilt als einer der besten Mersault-Produzenten Frankreichs, so wundert es nicht, dass sein Mersault frisch, rein und doch sehr reif und schön ist. Wir liebten dieser Wein, der allerdings preislich gesehen nicht für alltäglichen Genuss bestimmt ist.

                          Clos Marie, 2011 „Metairie du Clos“ Pic Saint Loup. Mein Mann hat an diesem Wein sein Herz verloren. Wir schmeckten viele rote Beeren, Zimt, Pfeffer raus. Sehr vollmundig und lang, trotzdem sehr frisch und belebend.

                          Mas Jullien, 2011 „Mas Jullien“ Blanc. Mein Lieblingsweißwein. 70% Carignan Blanc und 30% Chenin. Unglaublich schöner komplexer anspruchsvoller Wein, der frisch, salzig und würzig schmeckt. Das von uns recherchierte Preisniveau um 22 € finden wir mehr als angemessen.

                          Chateau Falfas 2009 Chevalier Vielles Vignes. Dieser Wein war für uns einer der Höhepunkte der Verkostung. Cabernet und Merlot aus 75 Jahre alten Reben, 18 Monate in Eichenfass gereift. Wunderbar in der Nase, sehr feine Tannine und Aromen, Aromen, Kirschen, Schokolade, Holz. Ach, ich brauche nur eine Flasche Chavalier am Abend und nichts mehr kann mich aus der Fassung bringen. Sehr eleganter und schöner Wein mit viel Potential.

                          Viele Grüße
                          wi

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                          • #73
                            GottseiDank habe ich da mit Ihnen, liebe Frau wi, nicht gewettet; da hätt' ich einiges drauf gesetzt, dass Sie Sich mit dem Carignan Blanc beim Mas Jullien vertan haben, Grenache blanc , hätte ich gedacht ... und damit böse verloren.
                            Clos Marie liebe ich ich sehr - obwohl mich Mme auf dem Weingut mindestens zweimal, ich wollte wohlgemerkt nur Wein kaufen, ebenso elegant wie gnadenlos hat abblitzen lassen - den Simon kenne ich seit 1998.
                            Bei pinard-de-picard kann man sowohl den Simon als auch den Métaires beziehen. Wär das nicht ein Weihnachtsgeschenk für Ihren Mann? Mich würde dabei interessieren, welchem der Beiden Sie den Vorzug geben würden.
                            Mit vinophilen Grüßen
                            schlaraffenland
                            PS: eine Reise in die Gemeinden um den grimmigen Pic St.Loup kann ich nur empfehlen. In fast jedem Dorf findet man wunderbare Weine; Lauret ist natürlich besonders attraktiv mit Clos Marie und auch mit Cazeneuve.

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                            • #74
                              Lieber Schlaraffenland,

                              Simon haben wir auch probiert, und, was soll ich sagen, mein Mann war entschieden für Metairie, und ich schliesse mich dem an. Wir haben nämlich ein seltenes Glück (fast) gleiches Weingeschmack zu haben.

                              LG
                              wi

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                              • #75
                                Wein zu Blutwurst-Gerichten? Ein schwieriges Unterfangen! Nach intensiver Recherche hat mich jedoch die fruchtig-würzige und zugleich tanninhaltige Dornfelder-Frühburgunder-Spätburgunder-Cuvée "Us de la Meng" 2011 vom Weingut Meyer-Näkel als Begleitung überzeugt - und auch meine Gäste. Kostenpunkt: um € 15,00. Tipp!

                                KG

                                Tobler

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