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Deutsche Rotweine

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  • Deutsche Rotweine

    Verehrtes Forum,

    ich würde gerne den Thread aus dem alten Forum hier noch einmal gerne aufleben lassen. Ich bin auf der Suche nach besonders gut gelungene Rotweine aus Deutschland.
    Bitte helfen Sie mir doch mal und verraten mir z.B. ihre Favoriten aus unserem Lande!
    Welche wirkliche Schnäppchen gibt es? Welcher Wein zeugt von einem guten PLV? In welchen Wein lohnt es sich, vielleicht etwas mehr Geld zu investieren?

    Ich bin gespannt auf Ihre Antworten!


    :cheers:, Schmackofatz

  • #2
    Hmm, nicht einfach. Vor allem das gute PLV.

    Was mir sehr gut gefallen hat in frueheren Jahrgaengen: Die einfachen Spaetburgunder von F. Becker. Ich liebe diesen leichteren Stil, etwas erdig. Der QbA kostet 9, SB "B" 15 Euro. Ab Weingut oder bei weinrefugium

    Beurer in Stetten ist gerade einer meiner Lieblingswinzer all around. Rieslinge, bei denen "trocken" auch genau das meint. Und Rotweine, die ich unterschaetzt finde. Ein herrlich fruchtig-frischer Zweigelt fuer 10 Euro. Die Cuvee "Secundus" muss man ein paar Jahre hinlegen, dann aber sehr fein und elegant (20 Euro). http://www.weingut-beurer.de

    Nicht mehr ganz ein Geheimtip sind die Spaetburgunder (und Silvaner!) vom Nebenerwerbswinzer Helmut Dolde. Alles unter 10. Nicht poliert, aber mit Charakter. Auch tolle Birnenschaumweine. doldewein.de

    Das Weingut Fuerst zu empfehlen ist wahrscheinlich nicht noetig, aber hier kommt der hohe Preis auch mit entsprechender Qualitaet, was bei deutschem Rotwein nicht immer so stimmt.

    Vor kurzem habe ich bei Raumland blind einige Flaschen gereifter Rotweine (weit unter 10 Euro) mitgenommen. Sogar den von mir ungeliebten Dornfelder. Hat mir Spass gemacht.

    Generell habe ich in D oefter das Gefuehl, dass man mit den einfacheren Qualitaeten oft nicht nur preislich sehr gut faehrt. Auch wenn das Geschick im Umgang mit neuem Holz dramatisch besser geworden ist (zumindest in der Spitze), die einfachen Weine machen trotzdem oft mehr Spass. Ich wuerde einfach mal zB bei Weinrefugium (fast alles zu ab Hof Preisen) eine Kiste mit den Einstiegsweinen aller Winzer bestellen. Das ist sehr lehrreich und kostet nicht die Welt. Und zeigt, wer sich auf allen Stufen Muehe gibt.

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    • #3
      Zitat von glauer Beitrag anzeigen
      Generell habe ich in D oefter das Gefuehl, dass man mit den einfacheren Qualitaeten oft nicht nur preislich sehr gut faehrt.
      Das würde ich auch so unterschreiben.

      Besonders Würtemberger und Weine von der Ahr wissen da zu glänzen.

      Fränkische Rotweine wissen dagegen meist nicht so zu überzeugen. Einzelne Winzer (Castell) und die Lagen um Klingenberg (wie Fürst) ausgenommen.

      Die gehobenen Rotweine überzeugen mich da meist weniger. Das PLV ist da doch oft etwas problematisch.


      Gruß!

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      • #4
        Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
        Besonders Würtemberger und Weine von der Ahr wissen da zu glänzen.
        Lieber fragolini, können Sie mir da vielleicht ein paar Beispiele nennen ?

        Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
        Die gehobenen Rotweine überzeugen mich da meist weniger. Das PLV ist da doch oft etwas problematisch.
        Was ist z.B. mit einem Wein wie diesen hier?

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        • #5
          Zitat von Schmackofatz Beitrag anzeigen
          Lieber fragolini, können Sie mir da vielleicht ein paar Beispiele nennen ?



          Was ist z.B. mit einem Wein wie diesen hier?
          Huber ist in Deutschland einer der besten Rotweinwinzer, ob das PLV stimmt ist schwer zu beurteilen.

          Diese Jahr findet an der Ahr am 9.April wieder ein Frühburgunderforum statt, beim letzten mal habe ich ganz interessante Winzer mit Preisen zwischen 10und 15€ gefunden. Den Allegria von Paul Schumacher fand ich z.B. ziemlich gut.

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          • #6
            Zitat von Schmackofatz Beitrag anzeigen
            Lieber fragolini, können Sie mir da vielleicht ein paar Beispiele nennen ?
            Ahr:
            Weingut Bäcker, biologische Weine. einfach sauber ausgebaut, glänzendes PLV. Selbst seine Spitzenweine sind sehr günstig.
            Württenberg:
            Trollinger von Aldinger, kräftig und beerig.
            Schäfer in Lauffen, auch hier der Trollinger und der Acolon.
            Weingut mit viel Zukunftspotential.


            Zitat von Schmackofatz Beitrag anzeigen
            Was ist z.B. mit einem Wein wie diesen hier?
            Huber ist natürlich sehr, sehr gut.
            Ich kenne den Wein nicht, aber der Preis ist schon heftig für einen deutschen Rotwein.


            Gruß!

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            • #7
              Lieber Schmackofatz,

              schauen Sie doch mal hier rein:

              http://www.dasweinforum.de/viewtopic.php?f=17&t=428

              oder hier:

              http://www.dasweinforum.de/viewtopic.php?f=86&t=470

              Gruß, rocco

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              • #8
                Vielleicht noch eine kleine Ergänzung zu den Links.

                Ich bin zwar großer Spätburgunder Fan, zum Einstieg sind manche deutsche Spätburgunder aber vielleicht etwas schwierig. Deshalb möchte ich noch einige Empfehlungen für eher modern gemachte und etwas leichter zugängliche deutsche Rotwein-Cuvées geben.

                Knipser - Cuvée Gaudenz (günstig) und Cuvée X (etwas teurer, aber das Geld eindeutig wert)

                Mario Zelt - Trilogie

                Philipp Kuhn - Mano Negra

                Ziereisen - Zunderobsti

                Rings - Das kleine Kreuz (recht günstig und früh trinkbar) und Das Kreuz

                Drautz-Able - Jodokus Rot

                Zu Huber: Der Hecklinger Schlossberg ist sein Geld eigentlich jedes Jahr wert (kostet ab Hof übrigens 8 Euro weniger), jedenfalls wenn man seinen Preis mit denen aus dem Burgund vergleicht. Nur muss man ihn "leider" etwas länger liegen lassen, bis er wirklich Spaß macht. Huber bietet aber in allen Preisklassen wirklich gute Spätburgunder, so dass man sich nichts vergibt, wenn man erstmal mit dem einfachen Spätburgunder junge Reben für knapp unter 10 Euro oder dem Malterdinger Spätburgunder für knapp 15 Euro startet.

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                • #9
                  Wir hatten diese Woche spontan eine Cuvée R von Richard Östreicher (Franken) im Glas - oh Gott, welche Freude hat diese ausbalancierte Frucht bereitet!

                  In meinem Keller liegen neben den bekannten Knipser Rotweinen auch weitere vom Nachbarn Kuhn; bei der seinerzeitigen Verkostung hatten es mir insbesondere Kuhns Frühburgunder und die Cuvée Luitmar angetan. Ob das noch heute so ist, werden wir sehen. Mein eindeutiger Favorit seinerzeit, Knipsers 2003 Im Großen Garten Spätburgunder GG, die Qualität hier ist schon beeindruckend, der Preis aus meiner Sicht angemessen, wenn auch kein Schnäppchen.

                  Weil ich auf einer Weinreise nicht an mich halten konnte, liegen "als Experiment" auch Rotweine von Robert Weil und Rebholz in meinem Keller. Mal sehen; damals vor Ort schön, aber keine Traumräuber. Wie gesagt, ein Experiment.

                  Die Castellschen Rotweine hatten mir seinerzeit vor Ort nur wenig gefallen. Mir kam es so vor, als taste man sich dort noch etws heran. Änhliches empfanden wir bei den Weinen von Johann Ruck.

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                  • #10
                    Zitat von besseresser Beitrag anzeigen
                    Wir hatten diese Woche spontan eine Cuvée R von Richard Östreicher (Franken) im Glas - oh Gott, welche Freude hat diese ausbalancierte Frucht bereitet!
                    Wow.
                    Da habe ich mich noch nicht rangetraut. Für Franken ist das Cuvee ja nahezu revolutionär. Da stäubt sich meine fränkische Seele(noch).

                    Zitat von besseresser Beitrag anzeigen
                    Die Castellschen Rotweine hatten mir seinerzeit vor Ort nur wenig gefallen. Mir kam es so vor, als taste man sich dort noch etws heran. Änhliches empfanden wir bei den Weinen von Johann Ruck.
                    Das dürfte gut hinkommen.
                    Ich finde Castell durchaus auf einen guten Weg. Befürchte aber, dass mit der Qualität der Preis unverhältnismäßig steigt. Was, nicht nur in Castell, bei den Frankenweinen generell zu beobachten ist.


                    Gruß!

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                    • #11
                      Lieber Fragolini,

                      geben Sie sich einen (fränkischen) Ruck, Sie werden einen wunderbaren Wein erleben. Im Zweifel sollte doch die Tradition dem Genuß nicht im Wege stehen, oder?

                      Vor einigen Monaten hatten wir übrigens Östreichers Spätburgunder Glas; an Qualität steht er der Cuvée R nur wenig (wenn überhaupt) nach; gleichwohl war er nicht so unser Fall, die Ecken und Kanten schüttelten uns doch ein wenig zu sehr, zumal wir Ihn als Essensbegleiter genossen.

                      KG
                      Besseresser

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                      • #12
                        Zitat von besseresser Beitrag anzeigen
                        Lieber Fragolini,

                        geben Sie sich einen (fränkischen) Ruck, Sie werden einen wunderbaren Wein erleben. Im Zweifel sollte doch die Tradition dem Genuß nicht im Wege stehen, oder?
                        Definitiv.

                        Werde berichten.


                        Gruß!

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                        • #13
                          Zitat von besseresser Beitrag anzeigen
                          Weil ich auf einer Weinreise nicht an mich halten konnte, liegen "als Experiment" auch Rotweine von Robert Weil und Rebholz in meinem Keller. Mal sehen; damals vor Ort schön, aber keine Traumräuber. Wie gesagt, ein Experiment.
                          Rebholz Rotweine sind schon sehr gut, aber zumindest die aus der ersten Haelfte des Jahrzehnts auch ein Spiegelbild, dessen was in D passierte. Ich habe sehr viele davon gekauft und manchmal sensationelles im Glas gehabt. Manchmal aber auch ein Stueck Holz. Hier hat sich aber in den letzten Jahren nochmal einiges getan, es ist aber immer Geduld gefragt und Geld. Auch die sehr schoenen Traditionsspaetburgunder sind kein Schnaeppchen, haben aber auch schon das Potential zum Weglegen.

                          Generell rauben einem ja Rebholz Weine, auch die weissen, jung nicht so oft den Schlaf. Man ahnt meist nur, was da kommen koennte und muss sich ein paar Jahre zurueckhalten. Aber dann...

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                          • #14
                            Und noch einen habe ich vergessen mit tollen Weinen und starkem PLV. Wachtstetter in Pfaffenhofen. Sehr nette Leute, grosse Palette an interessanten Weinen. Ueberwiegend rot. Auch mehrere tolle Blanc de Noirs. Und die Gegend ist wunderschoen, nah bei Stuttgart und doch so richtig jwd.

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                            • #15
                              Vielen herzlichen Dank für all Ihre fundierten Antworten und es freut mich sehr, dass diesem Thema hier im Forum nochmal Beachtung gezeigt wird.

                              Dank Ihren vielen Tipps, kann ich mich nun orientieren und meine wenigen ersten Eindrücke mit demnächst neuen kombinieren.
                              Diskutieren Sie bitte weiter oder geben weitere Anregungen.

                              Eine Frage, die mich ein wenig irritiert ist, warum gerade höherpreisige Weine aus Deutschland mit sehr viel Skepsis betrachtet werden?

                              Können deutsche Rotweine per se einfach nicht von solch einer Qualität sein, dass sie Ihren Preis auch wert sind?

                              Wieso bezahlen wir für einen passablen 1er Cru aus Frankreich ( natürlich jetzt nicht die ganz grossen Vertreter als Beispiel nehmen ) 50 Euro, für einen prämierten deutschen Spätburgunder, wie dem von Huber tun wir uns aber schon schwer?

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